Let’s talk about: Mein neuer Tagesablauf als Au-Pair

Montag-Dienstag, Donnerstag-Freitag:

7.00 Uhr: Mein Wecker klingelt, ich stehe auf, dusche, und frühstücke. Nebenbei bereite ich das Frühstück für die Jungs vor und deren Lunchboxen.

7.45 Uhr: Die Jungs wecken. Daraufhin starte ich den Versuch, sie vom Spielen abzubringen und ihnen Frühstück anzudrehen. Die Beiden anziehen (was nur funktioniert, wenn wir daraus ein Wettrennen machen 😉 ), deren Zähneputzen (bzw. sie dabei bewachen, dass sie wirklich putzen) und mich selber nebenbei auch noch fertigmachen.

8.30 Uhr: Die Jungs irgendwie ins Auto schaffen und nebenher noch ihre tausend Taschen und Lunchboxen und Jacken und Fahrräder und und und..

8.40 Uhr: Um diese Uhrzeit sitzen wir dann meistens alle im Auto und dann fahren wir Archie in den Kindergarten.

9.00 Uhr: Archie wird von Jasper und mir am Kindergarten abgesetzt. Während er seinen Namen auf eine Tafel schreiben muss (als Unterschrift, dass er da ist) sortiere ch seine Sachen und suche Jasper, um ihn wieder einzufangen und ins Auto zu setzen. Der Kleine kann es nämlich kaum abwarten, auch endlich in den Kindergarten zu gehen und ist sobald wir das Gebäude betreten zwischen den Spielsachen verschwunden.

9.10 Uhr bis 11.30/12.00 Uhr: „Freizeit“ mit Jasper. Da er sehr sehr pflegeleicht ist, wenn wir alleine sind, ist diese Zeit wirklich entspannt. Wir können alle möglichen Spielplätze in Auckland besuchen (und davon gibt es jede Menge und die sind soo riesig und cool, da möchte man am liebsten selber wieder ein Kind sein 😉 ) und in Cafés gehen. Die Neuseeländer sind wirklich super kinderfreundlich und es gibt kaum ein Restaurant/Café, in dem nicht spezielle Getränke für Kinder (meist nur 1$ oder 2$) und Spielzeug angeboten wird.

12.00 Uhr: Lunch für Jasper und mich vorbereiten -> dieses Kind liebt Smoothies und isst auch sonst alles, was auf den Tisch gestellt wird, von daher ist auch diese Angelegenheit sehr entspannt.

12.30/12.45 Uhr: Jasper spielt und ich erledige ein paar leichte Hausarbeiten, wie zum Beispiel den Geschirrspüler ausräumen, Wäsche aufhängen, das Essen vom Boden fegen,..

14.20 Uhr: Jasper ins Auto verfrachten und Richtung Kindergarten fahren um Archie einzusammeln.

14.45 Uhr: Archie abholen und seine tausende Sachen, die überall im Kindergarten verteilt sind. Ich glaube in Neuseeland gibt es die einzigen Kindergärten, in denen es völlig normal ist, dass alle Kinder ihre Schuhe und Socken aus- und anziehen wie sie wollen und am nächsten Tag eine volle Kiste mit vergessener Schuhe im Eingangsbereich steht 😉

15.10 Uhr bis 17.00 Uhr: Zu Hause angekommen gibt es meistens nochmal einen „Afternoon-Snack“. Im Prinzip essen sie die Reste von Archies Lunchbox oder Obst und Cracker. Danach bereite ich das Abendessen für die Jungs vor, was jedoch in der Regel, die Reste von unserem Essen vom Vortag  sind, die nur aufgewärmt werden. In der Zeit spielen die Jungs, was jedoch eigentlich immer im Krieg endet, weil die von ihren 300 Autos selbstverständlich immer mit dem einen Auto spielen wollen, dass der Andere grade hat. Dann fliegt immer ein bisschen Spielzeug durch den Raum, irgendwer heult, irgendwer kommt petzen und dann muss ich wieder meine 5 Minuten-Regel einführen, in dem die Zeit gestoppt wird, bis man Spielzeuge tauschen muss.

17.00 Uhr: Lauchlan kommt nachhause und ich habe Feierabend !

 

Mittwoch: … läuft im Prinzip ähnlich ab, nur dass Archie nicht in den Kindergarten geht, sondern die beiden Schwimmunterricht haben. Mit Jasper muss ich tatsächlich mit ins Wasser, aber das ist nur ein bisschen Rumgeplansche und Gespringe. Je nach Lust und Laune können wir noch mehr Zeit im Pool verbringen oder aber Zuhause die Zeit für Aktivitäten wie Backen, Basteln, Spielplätze und so nutzen. Generell sind Mittwoche aber die anstrengendsten Tage, da beide für eine sehr viel längere Zeit zusammen zuhause sind und meine Aufmerksamkeit einfordern.

 

Wochenende: An meinen Wochenende habe ich frei und muss nicht arbeiten. Entweder kann ich selber was unternehmen oder die Familie bei Ausflügen begleiten.

 

Ich muss sagen, so 40-45 Stunden die Woche zu arbeiten ist schon anstrengend. Vor allem, da ich nach dem Abi überwiegend ausgeschlafen habe und nur so nach Lust und Laune etwas unternommen habe, jedoch kein geregelten Tagesablauf mit Programm von morgens bis abends hatte. Da muss man sich erst einmal dran gewöhnen. Dennoch kann ich sagen, dass ich sehr viel Glück mit meiner Familie und Jasper habe und mit ihm überall hinfahren und alles machen kann. Sei es shoppen, Kaffee trinken oder einfach mal aufs Sofa setzen und ihm beim Spielen zugucken. Dadurch komme ich auch während der Arbeit auf meine Kosten 😉

Quelle: Titelbild

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Auckland – Bethells Beach & Te Henga Park

Mein erstes Wochenende hier in Neuseeland habe ich an einem sehr sehr schönen und magischen Ort verbracht – Bethells Beach!

Meine Gastfamilie hat mir vorgeschlagen die Schwester von Lauchlan zu besuchen, die Kinder dort abzusetzen und weiter zum Strand zu fahren, um dort spazieren zu gehen. Am Ende war es dann doch sehr sehr sehr viel schneller als spazieren 😀 Wir sind regelrecht gerannt, da habe ich mich dann tatsächlich auch geärgert, dass ich so wenig Sport mache und irgendwie gar keine Kondition mehr habe … aber ich habe ganz tapfer durchgehalten. Durch weichen Pudersand, Berge rauf, Berge runter und das kilometerweit. Am liebsten wäre ich überall stehen geblieben, einfach um die Natur zu genießen und Bilder zu machen (habe ich zum Teil auch gemacht und musste dann aber immer wieder erst einmal ein ordentliches Stück Weg laufen um Lauchlan und Abi einzuholen).

Bethells Beach und das umliegende Gebiet sind wirklich unfassbar schön. Neben ganz feinen schwarzen Pudersand (ja wirklich, keinen Steine!), der auch noch magnetisch ist liegt direkt daneben so eine Art Dschungelgebiet, dessen Pflanzen alle einen unterschiedlichen und saftigen Grünton hatten. Ich kam mir wirklich vor als würde ich durch einen Zeichentrickfilm spazieren in dem alles in den schönsten Farben angemalt wurde. Das Wetter war leider nicht das allerbeste, aber es war immerhin trocken. Ich habe versucht die Schönheit der Natur irgendwie in Bildern einzufangen, was aber irgendwie gar nicht möglich ist…

Let’s talk about: driving on the left side

Ehrlich gesagt habe ich die ganze Zeit gedacht, ach das ist gar nicht schlimm.. ist zwar ne Umstellung, aber wird schon alles klappen. Als es dann aber dazu kam, das erste Mal auf der linken Seite zu fahren, war ich ganz schön aufgeregt. Da war die vorherige Einstellung sofort verschwunden und ich habe mich gefühlt, wie in meiner allerersten Fahrstunde.

Die ersten beiden Tage war es wirklich ungewohnt und das größte Problem war der Blinker, der sich eben auch auf der anderen Seite befindet. Ich habe wirklich jedes Mal zuerst den Scheibenwischer angemacht bevor ich geblinkt habe…

Aber ich muss sagen jetzt nach 4 Tagen kommt es mir völlig normal vor. Ich muss teilweise immer noch nachdenken, wenn niemand vor mir fährt und ich abbiegen will, in welche Spur ich einbiegen muss, aber ansonsten fühle ich mich wirklich sicher und habe damit gar kein Problem mit. Wobei ich auch erwähnen muss, dass das ein Automatik-Auto ist und ich glücklicherweise nicht mit meiner linken Hand schalten muss, was ich mir nicht mal annähernd vorstellen kann 😉

Aber alles in allem ist es gar nicht so schlimm und ich hätte längst nicht so viel Panik bei der ersten Fahrt haben müssen 😉

 

Quelle: Titelbild

Personal Travelguide: Sydney Tag 4 – Featherdale Wildlife Park, Jet Boat, Helikopterflug

Tag 4:

Dieser Tag war vermutlich der Allerschönste, obwohl das Wetter super schlecht war und mir das blödeste Missgeschick überhaupt passiert ist…

Ich hatte mir bereits von zuhause einen Helikopterflug gebucht: Twilight Heli-Flug über Sydney. Uhrzeit: 9.00 Uhr. So stand es auf dem deutschen Coupon, den ich bekam. Kurz darauf habe ich auch noch eine Mail von dem Helikopterflug-Anbieter bekommen, dass sie mein genaues Gewicht benötigen und außerdem einen Pick-up Service anbieten. Ich solle doch bitte die Adresse meines Hostels schicken und werde dann abgeholt. Habe ich alles gemacht und dann kam die Antwort, dass alles klar geht und ich abgeholt werde – UM 5 UHR ?!! Und ich dachte mir nur so „Och nöö, hätten die das nicht bei der Buchung vermerken können, bevor man es bucht ?!“. Aber gut, es ist ja nun mal eine Sache, die man vermutlich nicht wieder im Leben macht (oder zumindest nicht häufig – ich muss sagen ich bin auf den Geschmack gekommen 😉 ) und dann kann man ja auch mal mitten in der Nacht aufstehen. Habe ich dann auch getan. Genau genommen stand ich sogar schon um 5 Uhr morgens draußen vor der Tür. Es war kalt, es war dunkel, und es kam einfach niemand. So gegen viertel vor 6 wurde ich echt nervös und habe dann nochmal die Mail rausgesucht, die mir von dem Helikopter-Unternehmen geschickt wurde. In der Mail, nicht auf dem Coupon wohlgemerkt, stand es dann, schwarz auf weiß: Pick up time 5.15pm… Ja PM..ABENDS..

Aber super, hatte ich viel mehr vom Tag..

(Bevor jetzt jemand denkt ich wäre einfach nur zu dumm.. auf dem ersten Coupon steht tatsächlich immer noch 9 Uhr morgens 😉 )

Featherdale Wildlife Park:

Ja, das ist genau der Park, von dem ich die ganze Zeit geschwärmt habe. Den ich unbedingt besuchen musste. Warum? Man kann Babykängurus streicheln, Fotos mit Koalabären machen und auch alle anderen australischen Tiere bewundern. Zu diesem Park bin ich dann direkt gefahren, nachdem ich mich noch wieder für 1 1/2 Stunden schlafen gelegt hatte. Die Fahrt dauert insgesamt 1-2 Stunden, denn er liegt leider etwas außerhalb von Sydney, ist jedoch gut mit öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen (Bahn Linie „North Shore and Western“ bis Blacktown (ca. 1h Fahrt) und dann noch mit dem Bus 729 (10 Min.) der direkt vor der Tür hält). Dank der iVenture Card bin ich auch hier rein gekommen, „ohne“ Eintritt zu zahlen. Und es ist ein absoluter Traum wahr geworden, dass ich diese süßen kleinen Kängurus und Wallabys streicheln konnte ❤ . Die waren einfach so unfassbar zutraulich und haben wirklich die Nähe zu den Besuchern gesucht. Insgesamt war der Park nicht besonders groß und auch die Gehege hätten für meinen Geschmack deutlich größer sein können, dennoch war zu sehen, wie gut es allen Tieren ging und trotz der Streichelgehege gab es genügend Rückzugsmöglichkeiten für alle Tiere. Man konnte die Tiere also nur streicheln, wenn diese das auch wirklich wollten und hinter die Absperrung gekommen sind. Ich hätte auf jeden Fall stundenlang bei den Kängurus bleiben können (habe ich auch mehr oder weniger gemacht 😀 ) und war so unglaublich glücklich, als ich in dem Park war!!

Oz Jet Boating

Nachdem ich mit dem Park fertig bin, wollte ich eigentlich direkt zum Hostel und mich für den Helikopterflug fertig machen. Da der Park jedoch viel kleiner war, als ursprünglich gedacht und ich schon nach 2 Stunden wieder auf dem Heimweg war, habe ich spontan beschlossen, die Jet Boat Tour doch noch zu machen. Ich hatte mir die bereits auch schon von zuhause ausgeguckt, aber als ich erfahren habe, dass man so lange fahren muss, bis man den Park erreicht, hatte ich die eigentlich aus meinem Plan gestrichen. Die Kängurus waren mir dann doch wichtiger 😉 .

Ich habe so ganz spontan den letzten Platz auf dem Boot bekommen – Glück gehabt – und hatte den Spaß meines Lebens. Wir sind nicht nur super schnell über das Wasser gerast und wurden durch verschiedene Stopps und Wendemanöver unfassbar nass, es lief auch ganz laute Musik, was die gute Stimmung nochmal verbessert hat !!

Ersatzkleidung hatte ich ja nun leider nicht dabei, da das ja eigentlich gar nicht mehr auf meinem Tagesplan stand, aber es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich diese einzupacken 😉

(Bilder davon gab es zwar schon, aber schön ist auch was anderes.. dafür wollte ich kein Geld ausgeben 😀 )

Helikopter Flug

Haha ja der Helikopterlfug am Abend war auch ganz gut. Muss man halt nicht so früh aufstehen dafür  😉

Als es dann endlich so weit war, wurde ich von einem ganz coolen Australier abgeholt der super nett war und auch eigentlich nicht mehr aufgehört hat zu reden während der Fahrt. Angekommen am Heli Port gab es dann erstmal ne ganze Menge Sicherheitseinweisungen von unserem Piloten Grant, der ebenfalls super nett und cool drauf war. Neben mir flog außerdem noch ein Pärchen aus Sydney, die irgendwas gefeiert haben, im Helikopter mit und ich dachte mir erstmal nur so „Oh Shit, muss das sein ?!“. Aber letztendlich waren die ziemlich entspannt und dadurch dass auf der Rückbank nur zwei Sitze waren und die logischerweise nebeneinander sitzen wollten/sollten, hatte ich den Platz in der front row 😉

Leider wurde das Wetter echt schlecht, aus diesem Grund sind wir auch früher losgeflogen, als geplant. Dennoch war das ein einzigartiges Erlebnis, ich hatte sooooo viel Spaß und bin etwas auf den Geschmack gekommen 😉

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Das war dann auch leider schon mein letzter Tag und ich musste meine Koffer packen und am nächsten Tag abreisen.

Ich hätte gerne noch ein paar Tage in Sydney verbracht, um mehr von der Stadt zu sehen, konnte es aber auch kaum erwarten meine „Familie“ endlich kennenlernen. Aber ich werde ganz sicher wieder kommen 🙂

Let’s talk about: meeting your host-family for the first time

Es hat sich ein bisschen angefühlt wie ein erstes Date, nur verbunden mit der Tatsache, dass ich dafür an das andere Ende der Welt geflogen bin und nicht so schnell wieder aus der Sache heraus komme, falls es doch nichts wird. Aber alle Gedanken umsonst: Ich wurde so unfassbar herzlich empfangen. Abi (meine Gastmutter) hat mich gemeinsam mit Archie (der „älteste“ Sohn) vom Flughafen abgeholt. Ich wurde direkt umarmt und herzlich willkommen geheißen. Archie war zunächst etwas schüchtern und hat sich immerzu in seinem Sitz versteckt. Aber nach ein paar Minuten hat er dann angefangen zu erzählen und bis heute nicht wieder aufgehört 😉

Jasper (der kleinste Sohn) und Lauchlan (mein Gastvater, Spitzname ist tatsächlich Lauch 😀 aber es wird wie „Lock“ ausgesprochen..) haben zuhause auf mich gewartet und für mich extra ein paar einheimische Gerichte gekocht. Jasper war so aufgeregt, dass er in der Garage gewartet hat und mir die direkt in die Arme gesprungen ist. Das hat mich wirklich super glücklich gemacht, denn man macht sich ja schon so seine Gedanken, wie die Kinder auf einen reagieren, ob sie offen oder verschlossen sind, ob sie einen mögen und man auch ihren Respekt hat.

Ich habe mich wirklich von der ersten Sekunde so unfassbar wohl gefühlt und war so glücklich. Ich hatte irgendwie sofort so ein Gefühl vom „Ankommen“ und habe mich richtig gefreut hier 8 Monate zu verbringen.

Obwohl erst der zweite Tag ist, komme ich schon mit allem ganz gut zurecht. Die beiden Jungs testen schon noch ihre Grenzen aus und gucken, was sie alles tun können ohne Ärger zu bekommen, aber ich hoffe mal, das legt sich bald 😉 Obwohl sie schon ihre aufmüpfigen Momente haben, geben die einem auch so viel. Ständig werde ich geknuddelt und gebraucht von den Zwei, dass ich wirklich das Gefühl habe, auch irgendwo eine kleine Bereicherung, aber auf jeden Fall eine große Unterstützung bin. Heute ist dann aber das niedlichste überhaupt passiert und das gleich zweimal: Im Auto, als Jasper und ich Archie vom Kindergarten abgeholt haben und die beiden kurz vorm einschlafen waren und abends, als ich mit Archie gemalt habe, sagte er zu mir „I love you, Katie“, und da ist wirklich mein Herz aufgegangen. Das war einfach so zuckersüß und das nach erst 2 Tagen hier ❤

Quelle: Titelbild

Personal Travelguide: Sydney Tag 3 – Harbour Bridge Climb

Tag 3: Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Es klingt so blöd, wenn man das sagt, aber ich kann gar nicht glauben, dass schon ich schon 3 Tage in Sydney verbracht habe. Und je länger ich hier bin, desto mehr verliebe ich mich in diesen Ort. Vor allem in den Hafen, die Oper, die Harbour Bridge, Circular Quay, The Rocks, es ist einfach alles so schön hier am Wasser.

Aber noch viel schöner ist die Sicht von oben, genauer gesagt von der Harbour Bridge. Ich hatte mir schon in Deutschland den sogenannten Bridge Walk gebucht und bin mehr als glücklich über diese Entscheidung.

Mein Tag fing mal wieder sehr früh an, damit ich möglichst viel davon habe. Um halb zehn saß ich in der Opera Kitchen direkt am Wasser und habe gefrühstückt. Dann bin ich einmal um den Hafen gelaufen zu „The Rocks“, der alte (ursprüngliche) Stadtteil von Sydney, denn von dort aus startet die über 3-stündige Klettertour.

Unser Tourguide Connor kam ursprünglich aus Texas, ist dann nach seinem Backpacker Aufenthalt in Australien eingewandert und arbeitet seit über 3 Jahren als Tourguide für den Bridge Walk. Er sieht aus wie eine Mischung aus Surfer und Tarzan, ist aber die absolut netteste und coolste Person, die ich bis jetzt hier kennengelernt habe und um ehrlich zu sein, bin ich neidisch auf seine Haare, so schöne lange gesunde Beach Waves wollte ich schon immer haben !! 😉

Das zweite Glück an diesem Tage: wir hatten nicht nur einen coolen Guide, sondern unsere Gruppe bestand mit mir nur aus zwei weiteren Mädels. Allie kam aus Brisbane und das andere Mädchen, dessen Name ich nicht mehr weiß aus Amsterdam. Und zusammen hatten wir so viel Spaß, es war eine gute Stimmung, man musste nicht stundenlang auf alle warten und hatten ganz oben so viel Zeit, um uns ganz in Ruhe zu unterhalten und den Ausblick zu genießen. Normalerweise sind zwischen 10 und 15 Leute in einer Gruppe und genauso voll waren auch alle Gruppen vor und nach uns. Besser hätte es also für mich nicht laufen können 😉

Selbst wenn man Höhenangst hat, sollte man sich das nicht entgehen lassen. Es gibt sehr ausführliche Sicherheitseinweisungen und da man ja eher in die Ferne guckt und nicht direkt nach unten (geht fast gar nicht, denn man sieht nur Brücke) ist es wirklich nicht schlimm. Einfach nur wunderschön. Ich hätte stundenlang dort oben verbringen können. Zudem gab es ne ganze Menge Informationen zu der Brücke und zu Sydney. Das war ganz sicher nicht das letzte Mal 😉

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Personal Travelguide: Sydney Tag 2 – Opera House, Sydney Tower, Bondi Beach

Tag 2 in Sydney war vollgepackt mit Sightseeing, unter anderem war ich in der Oper, auf dem Sydney Tower und am Bondi Beach.

Tag 2:

Am zweiten Tag bin ich sehr früh aufgestanden, da ich mir ein volles Programm vorgenommen habe (weil ich am Anreisetag eigentlich nichts geschafft habe 😀 ). Glücklicherweise war so ziemlich direkt vor dem Hostel in der William Street eine Bushaltestelle der Big-Bus Hop-On Hop-off Tour und ich konnte direkt dort einsteigen ohne irgendwo noch hinzufahren. Ich habe gleich den allerersten Bus um 8.45 Uhr erwischt und bin durch Sydney gefahren. Die Tour war mit der iVenture Card bereits bezahlt. Sie ist aufgeteilt in die Central Tour und die Bondi Tour, die jeweils um die 90 Minuten dauern.

Sydney Opera House: 

Mein erster Stopp war wieder die Oper, aber dieses Mal, um sie von innen zu sehen.

Diese geführte Tour kann ich wirklich allen nur empfehlen. Sie ist nicht nur architektonisch ein Highlight sondern man hat auch einen tollen Blick auf den Hafen.



Der Tourguide war super sympathisch und hat uns mit vielen interessanten Fakten und lustigen Anekdoten durch die Oper geführt. Wir sind unter anderem in den kleinen Theatersälen gewesen und konnten auch den großen Konzertsaal von innen besichtigen.
Sydney Tower Eye Observatory:

Weiter mit dem Bus ging es dann quer durch die Stadt, bis ich am Sydney Tower angekommen bin. Ich wollte es mir nicht nehmen lassen, mir die Stadt in Ruhe von oben anzugucken 😉 Der Blick war letzendlich nicht ganz sooo spektakulär, wie der Hafenblick, dennoch hat sich der Ausflug nach oben gelohnt. Man erhält nicht nur einen tollen Blick über die Stadt, sondern man ist vorher auch noch in einem 4D Kino drin, in dem ein Minifilm über Sydney gezeigt wird.

Bondi Beach & Icebergs Club:

Am Ende der Fahrt habe ich die Buslinie gewechselt und ab ging es zum Bondi Beach und den noblen Ort Bondi. Ganz ehrlich, wenn ich mir irgendein Haus hätte aussuchen dürfen, ich hätte mich nicht entscheiden können 😉 Das war wirklich eine riesige Ansammlung der tollsten und modernsten Häuser, die alle etwas futuristisch und puristisch, aber nicht langweilig waren und die beste Aussicht über die Stadt hatten.

Vom Bondi Beach war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht, der wird so sehr gehypt und ich schätze meine Erwartungen waren einfach zu hoch. Denn letzendlich war es einfach nur ein stinknormaler Strand, mit extrem vielen Surfen, der an Weihnachten im Fernsehen zu sehen ist, wenn alle Australier am Grillen sind.


Besonders gefreut habe ich mich aber über die Tatsache, dass ich den Icebergs Club und deren Swimmingpool im Meer sehen konnte. Der stand definitiv auf meiner Bucketlist ;).

Nach einem kurzen Strandspaziergang und einer Menge Vitamin D bin ich mit dem Bus zurück gefahren und musste erstmal ne Stunde im Hostel pennen, weil mich dieser Tag so erschöpft hat.

Abends habe ich mich tatsächlich noch mit Niki treffen können und wir waren in einer Rooftop Bar was trinken. Es tat gut jemanden aus Bad Oldesloe am anderen Ende der Welt zu sehen und sich austauschen zu können, wie es einem geht.

Ich muss sagen, dass es mir generell besser geht, je mehr ich beschäftigt bin. So langsam sind auch die Leute im Hostel sehr viel offener gegenüber „der Neuen“ und suchen auch von sich aus den Kontakt. Dadurch fühlt man sich nicht mehr ganz so alleine 🙂