Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

…gefühlt gar nichts und doch so viel.

Ich tendiere ja eher dazu doppelt so viel in meinen Koffer zu quetschen, wie es eigentlich nötig wäre. Alles in fünffacher Ausführung und vieles, was man eigentlich gar nicht braucht; zwei lange Hosen, Strickjacken und ein Tuch für den Urlaub in Südspanien beispielsweise… falls die Temperaturen mal unter 30° C fallen..ist ja klar. Zu jedem Outfit dann noch das passende Paar Schuhe und ne Tasche und der Koffer wiegt mindestens 20 Kilo zu viel. Um es auf den Punkt zu bringen: meinen Koffer zu packen überfordert mich maßlos – sei es nur für einen Wochenendtrip. Jetzt kann man sich in meine hilflose und verzweifelte Lage hineinversetzen, in der ich es fertigbringen muss, einen einzigen Koffer für ein ganzes Jahr zu packen, der ein Gewicht von 30 Kilo nicht überschreiten darf #sendhelp !

Da mich dieses Thema schon wochenlang im Voraus beschäftigt hat, habe ich mal ganz viel recherchiert, wie man am Besten seine Sachen packen soll. Here we go …

  1. „Die Menge des Reisegepäcks hängt davon ab, wie oft man einen Waschtag einlegt.“ Macht ja schon irgendwie Sinn, wenn man an Unterwäsche und Socken denkt. Auch als Backpacker sinnvoll, das Prinzip auf die restliche Kleidung anzuwenden. Da ich nicht wirklich im Dschungel lebe, sondern in Auckland und ein festes Dach über dem Kopf habe und ein „normales“ Leben in NZ führe, werde ich vermutlich nicht jede Woche jeden Tag das Gleiche tragen.
  2. „Die Auswahl der Kleidungsstücke sollte danach erfolgen, ob sie leicht sind.“ Gemeint sind damit Stoffe wie Baumwolle und Fleece und keine Jeanshose. Baumwolle – ok einverstanden. Fleece ? Kein Kommentar 😀 Mag ja leicht sein und warm halten, aber ich glaube, das einzige Fleece-Teil, dass ich jemals besaß war eine Jacke zum Reiten. Gut, als Backpacker sehr sinnvoll. Für mich leider gar nichts…
  3. Tipp eines australischen Farmers: WEITE Oberteile, da die Luft besser zirkulieren kann und das ganz einfach den Tragekomfort erhöht.
  4. Trecking Schuhe und Trecking Sandalen…um ehrlich zu sein freue ich mich grade sehr, nicht primär als Backpacker unterwegs zu sein, sondern als Au-pair in Auckland zu leben ..

 

Mag ja alles praktisch sein, für mich aber eine absolute Katastrophe, da ich nicht geplant hatte meinen Kleidungsstil komplett über Bord zu werden und als Jack-Wolfskin Schaufensterpuppe herumzulaufen. Also muss ein neuer Plan her:

Welche Sachen sind meine Lieblingssachen? Welche Teile trage ich innerhalb zwei Wochen mindestens 2 bis 3 Mal ohne mich daran satt gesehen zu haben? Welche Teile lassen sich farblich kombinieren? Ist von „praktisch“ bis „schick“ mindestens ein Outfit vorhanden ?

Entschieden habe ich mich vor allem für ein paar Basics, die in keinem Kleiderschrank (bzw. Koffer) fehlen dürfen, wie zum Beispiel eine schwarze Hose, eine weiße Bluse, ein weißes Kleid, eine Trenchjacke. Dinge, die ich täglich gerne trage. Wichtig sind mir vor allem die Accessoires: einen tollen Gürtel, glitzernde Socken, ein buntes Halstuch, eine Hingucker-Handtasche. Mit diesen Details wertet man automatisch einen Basic-Look, wie Jeans und T-Shirt auf und macht ihn individuell und immer wieder veränderbar.

Obwohl ich T-Shirts fast nur zum Schlafen trage, habe ich mir in letzter Zeit doch das eine oder andere T-Shirt angeschafft, da diese zur Kinderbetreuung einfach praktischer sind, als eine Bluse (nicht, dass ich das schonmal gemacht hätte…öhhm).

Farbtechnisch sind fast ausschließlich schwarz, weiß, blau und grau enthalten mit einigen wenigen Einzelteilen in Bordeaux oder Senffarben. Ich erhoffe mir dadurch möglichst viele Kombinationsmöglichkeiten 😉

Auch bei den Schuhen habe ich nur meine absoluten Lieblinge ausgesucht: ein paar Boots, weiße Sneaker, schwarze Ballerinas und ein paar goldene Sandalen.

Ein paar tatsächlich wertvolle Tipps sind zum Beispiel ein leichtes Duschhandtuch, Shampoo und Conditioner als Kombi, eine wetterfeste Jacke, die super leicht ist und sich zusammen falten lässt und die Erkenntnis, dass man nicht auf den Mars fliegt und sich notfalls alles kaufen kann.

Ich muss sagen, am Ende war es halb so schlimm, wie gedacht. Was ich letztendlich alles vergessen oder nicht getragen habe, erzähl ich dann, wenn ich wieder hier bin ;P Momentan bin ich grade nur stolz auf mich, wie gut ich das hinbekommen habe 😉

 

 

Bild: pinterest

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