monthly review: november

Ich will nicht schon wieder sagen, die Zeit rast, aber sie tut es nun mal… Was ich diesen Monat erlebt habe, befindet sich nun in diesem Post zusammengefasst niedergeschrieben!

Und der zweite Monat ist um.. die Zeit rast wirklich ! Bleiben nur noch 7 Monate 😉

Erlebt:

Diesen Monat habe ich das erste Mal so richtig Leute bei Coffegroups und anderen organisierten Treffen kennengelernt. Irgendwie ist es schon merkwürdig, sich mit wildfremden Menschen zu verabreden, ohne sich vorher kennenzulernen.  Man kann das auch nicht mit Dates oder das erste Mal Treffen mit anderen Leuten vergleichen, da ist man so ja in der Regel schon vorher im Kontakt und hat sich gesehen (in einer größeren Gruppe, Schule, Arbeit, ..) und hier ist das so jemand schreibt in eine WhatsApp Gruppe oder auf Facebook „Ist da jemand der sich morgen auf einen Kaffe treffen will?“ und man selber ist dann so „Ja why not?“ und dann trifft man sich. Einfach so. Ohne sich zu kennen. Alleine. Sowas würde ich in Deutschland wahrscheinlich gar nicht machen, bzw. habe ich auch noch nicht gemacht. Aber man lernt wirklich viele liebe nette Leute kennen.

Ich war zum Beispiel bei einem Treffen in Mission Bay und die Runde war so toll, dass ich mich mit einigen Mädels gleich nochmal getroffen habe und wir alle in Kontakt stehen und schon das nächste Gruppentreffen planen!

Nach Mission Bay bin ich auch alleine noch mal mit Jasper gefahren, an einem besonders warmen Tag, um ein Picknick zu machen. Die Urlaubsstimmung ist auf jeden Fall vorhanden dort 😉 Mehr über Mission Bay findet ihr in diesem Blogpost: hier.

img_9894img_9891img_9905

 

Generell war dieser Monat sehr aufregend, vor allem die zweite Woche, mit dem undichten Dach und dem „Autounfall“. Was genau passiert ist lässt sich hier nochmal nachlesen. Es war auf jeden Fall sehr abenteuerlich, denn das Dach wird erneuert und selbstverständlich musste es regnen, als gerade kein Dach über dem Haus war. Abi und ich haben dann gleich einmal ein Powerworkout hingelegt und sind mit Schüsseln, Handtüchern, Eimern und sogar dem Planschbecken von den Jungs im Haus herum gesprungen und haben versucht das gesamte Wasser aufzufangen. Kurz drauf wurde dann das Auto angefahren, als ich mit dem Jungs unterwegs war. Keine Sorge, es ist nichts passiert, wir saßen nicht drin, sondern haben das Auto am Straßenrand geparkt und waren auf dem Spielplatz. Nur kläre so etwas mal in einer fremden Sprache, in einem fremden Land, mit zwei kleinen Kindern an der Hand und null Vorwissen von vorherigen Geschehnissen…

 

Etwas schönere Momente habe ich am Wochenende vom 25.11-26.11.2017 erlebt. Für mich ging es mit ein paar Mädels nach Paihia, Bay of Islands. Die Mädchen kannte ich mal wieder vorher nicht (diese Abenteuerlust wird langsam zur Gewohnheit 😉 ) aber wir hatten unglaublich viel Spaß. Diesmal keine Französinnen, sondern eine Finnländerin und zwei Amerikanerinnen. Leider war das Wetter nicht wirklich gut, was wir daraus gemacht haben gibt es hier zu lesen.

img_0049img_0042img_0030img_0006img_0021img_0008img_0078

Gefeiert:

Den Geburtstag meines Papis, alleine ohne ihn 😦 Obwohl ich dir schon gratuliert habe,  möchte ich dir noch einmal alles alles Liebe und Gute von ganzem Herzen wünschen! Du bist die wichtigste Person in meinem Leben und ich wüsste nicht, was ich ohne dich tun würde. Ich kann es kaum erwarten, dich und Tom im März hier in Neuseeland in Empfang zu nehmen und euch endlich wieder in die Arme zu schließen. Ich habe dich ganz doll lieb!! ❤ Tausend Küsse und Umarmungen nach Deutschland !!

img_7153.jpg

Vermisst:

Heimweh hatte ich eigentlich gar nicht, nur an Papas Geburtstag, da habe ich schon viel an zuhause gedacht! Insgesamt geht es mir aber sehr sehr gut und ich genieße mein Leben in vollen Zügen 🙂 Vor allem, weil das Wetter langsam so richtig schön wird und diese ganze Sonne und warme Luft gibt mir so viel Lebensfreude. Es st schön mal wieder Sommer im Alltag zu genießen 😉 Da kann sich das liebe Deutschland noch ne Scheibe abschneiden !!

Gedacht:

Wie ich über meine Entscheidung denke, als Au-Pair in Neuseeland zu arbeiten und jede Menge reflektiert, warum ich das getan habe und ob meine Gründe berechtigt waren. Mehr dazu gibt es hier. Was mich ebenfalls stark beschäftigt hat, ist die Tatsache, dass ein Auslandsaufenthalt gesellschaftlich sehr stark normalisiert und heruntergespielt wird. Wenn ich Vergleiche ziehe zwischen meinen Gedanken vor der Abreise und jetzt, mit Freunden über ihre Erfahrungen spreche, wird mir bewusst, wie gedankenlos und blauäugig man an die Sache heran geht. Jeder geht ins Ausland, oder zumindest fast jeder, ein Großteil der Schulabsolventen. Es ist Normalität für ein Jahr sich von Freunden und Familie zu verabschieden und in die große weite Welt zu ziehen. Das sollte es aber nicht sein. Ganz im Gegenteil: Es ist mutig, großartig, unglaublich besonders und absolut nicht selbstverständlich. Ich hoffe, dass sich das Verständnis für einen Auslandsaufenthalt wieder etwas mehr normalisiert und man es nicht für gegeben nimmt.

Bildschirmfoto 2017-09-26 um 20.28.01

 

Advertisements

Personal Travelguide: Paihia & Russell

Dieses Wochenende habe ich mit drei Mädels einen Roadtrip nach Paihia und Russell gemacht. Leider kann ich gar nicht so viele Tipps und Must-Do’s verraten, denn das Wetter war ziemlich schlecht, das wir kaum etwas anderes gemacht haben, als vor dem Regen zu flüchten 😦

Hört sich jetzt alles dramatischer an, als es war. Natürlich ist es super ärgerlich, wenn du ein Wochenende zum Reisen hast, Geld dafür ausgibst und dann kaum etwas machen und angucken kannst, weil es regnet und kalt ist. Zumal es während der Woche bzw. deiner Arbeitszeit immer 20-25 Grad und Sonne war und an den Wochenenden dann immer regnet. Aber wir haben wirklich das Beste aus der Situation gemacht & es dennoch eines der besten Wochenenden. Ich kannte keines der Mädels vorher, und die sich untereinander auch alle nicht, aber es fühlte sich sofort an, als würden wir uns schon alle jahrelang kennen und ständig Roadtrips machen. Eine kaum aus Kalifornien (San Diego), die andere aus Pennsylvania und die dritte im Bunde aus Helsinki. Wir hatten so viel Spaß, haben alle gemeinsam im Auto zu 80er Jahre Hits gesungen, abends gemeinsam gekocht und uns mit ner Flasche Wein ins Bett gekuschelt und über Gott und die Welt, den AuPair-Job, Tinder, Boyfriends und das Leben philosophiert. Je mehr Wein im Spiel war, desto intensiver wurden die Gespräche und jetzt habe ich nicht nur das Gefühl, ich kenne die Mädels, jetzt weiß ich wirklich alles über sie 😀 Wir hatten sooo unfassbar viel Spaß und haben unsere Zeit zusammen genossen, trotz des schlechten Wetters war Paihia superschön!

Wir sind in Auckland gestartet und haben auf dem Weg beim Matakana Village Farmers Market gehalten. Diesen Markt kann ich wirklich allen empfehlen. Er findet jeden Samstag statt und ist zuckersüß, erstreckt sich über eine relativ große Fläche und an fast jedem (!) Stand gab es was zu probieren: Honig, Käse, Senf, Öle, Schokolade, Body Butter, .. und alles wurde aus neuseeländischen Produkten fair und ökologisch und ohne Zusatzstoffe produziert. Aber mich hatten sie schon mit „dem Probieren“ – das liebe ich ja auch so auf Weihnachtsmärkten 😉 .

l

Von Matakana ging es dann weiter Richtung Norden. In Russell angekommen, haben wir die winzige Innenstadt unsicher gemacht und uns für unser Abendessen eingedeckt. Auch hier gab es einen kleinen Kunsthandwerkermarkt, den wir besucht haben.

oDie Nacht haben wir in Russell in einer Airbnb Wohnung fast direkt neben dem Strand verbracht. An dem haben wir uns als es mal trocken war für ein zwei Stunden aufgehalten und Jennifer und Mahri sind tatsächlich im Wasser untergetaucht, nachdem Maisa und ich gewettet haben, dass sie es garantiert nicht tun 😉

Am nächsten Morgen haben wir dann gemeinsam im Bett gefrühstückt, denn in dem Airbnb gab es keinen Esstisch 😀 und sind Richtung Fährterminal aufgebrochen, um nach Paihia zu gelangen. Das Wetter war am zweiten Tag leider noch schlechter, also sind wir erst einmal einen Café trinken gegangen und haben uns dann noch eine Weile an den Strand gesetzt, als es aufgehört hat zu regnen. Paihia ist eine wirklich süße kleine Stadt. Wir waren auch hier auf Märkten und haben uns ein paar Maori-Darbietungen angesehen. Maori sind die „Ureinwohner Neuseelands“. Dann saßen wir in einem Restaurant im Hafen direkt über dem Wasser in Loungemöbeln und haben geluncht 😉 Weil dann tatsächlich die Sonne kurz rauskam, haben wir beschlossen, zu den Vermeid-Pools zu fahren. doch kurz bevor wir am Parkplatz angekommen sind, hat es wieder richtig geschüttet und wir hatten nicht die größte Lust im Platzregen wandern zu gehen ..

Also haben wir beschlossen uns auf den Rückweg nach Auckland zu machen und noch bei der berühmten öffentlichen Toilette zu halten, die von dem österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser designt wurde.

Fazit: Auch wenn das Wetter nicht gut war und wir daher nicht so viel gesehen haben von der Natur, haben wir so unglaublich viel Spaß gemacht und es war einfach wie ein verlängerter Mädelsabend, der wirklich gut tat! Ich werde definitiv sobald ich die zeit dazu habe und das Wetter besser ist eine verlängerte Northland-Tour machen inklusive Paihia, Cape Reinga, Dolphin Watching (eventuell sogar mit schwimmen, je nachdem ob ich es mir leisten kann 😉 ) und jeder Menge Strand (!!), denn die Gegend ist einfach super schön und die Traumstrände will ich auf jeden Fall noch erleben!

5 Gründe, warum ich mich für die Arbeit als Au-Pair entschieden habe

Ins Ausland zu gehen ist ja fast schon zur Normalität geworden. Wie verrückt das alles ist und warum man das Thema nicht normalisieren und herunterspielen sollte, darüber habe ich mir schon eine ganze Menge Gedanken gemacht, die ich bei Gelegenheit auch nochmal in einem Blogpost veröffentlichen werde. Warum ich als AuPair ins Ausland gegangen bin und wie ich über meine getroffenen Entscheidungen denke, darüber möchte ich heute sprechen:

  1. Sicherheit – spielt in meinem Alltag eine ganz wichtige Rolle. Ich weiß jeden Tag, wo ich schlafe. Ich weiß jeden Tag, wo ich arbeite. Und ich weiß jeden Tag, wie viel Geld ich am Ende der Woche zur Verfügung habe. Das alles gibt mir unglaublich viel Sicherheit. Im Gegensatz zum Work & Travel, was für viele erstmal eine ganze Spur abenteuerlicher klingt, habe ich Sicherheit und dennoch kommt das Abenteuer nicht zu kurz. Mir hat diese Sicherheit unglaublich stark dabei geholfen, mich einzuleben in Neuseeland und mir nimmt diese Sicherheit auch das Gefühl von Heimweh und Alleinsein. Ich weiß, dass mir eigentlich nichts zustoßen kann und ich nicht nachts unter einer Brücke schlafen muss, immer eine Mahlzeit zur Vefügung habe und einen sicheren Job mit einer Kündigungsfrist habe. Ich möchte Work & Travel gar nicht schlecht machen. Sicherlich schläft man nicht unter einer Brücke und ist gezwungen sein Essen aus Kostengründen einzuteilen. Aber man stellt sich immer diese Fragen, ständig: Wo schlafe ich ? Wo arbeite ich als nächstes? Bekomme ich einen Job? Reicht mein Geld? Diese Fragen würde ich mir zumindest immer stellen. Ich habe Sicherheit und die Gewissheit, dass selbst wenn mein Geld aufgebraucht ist, ich immer noch so viel essen kann wie ich will und ein Bett habe, für das ich nichts zahlen muss. Bildschirmfoto 2017-11-23 um 21.03.01 Quelle: Bild
  2. Sprache vertiefen – Mein Eindruck ist, dass man in einer Familie, vermutlich besser die Sprache lernt bzw. verbessert, als in einem Hostel mit Menschen aller Nationalitäten, die genauso gut/schlecht sprechen, wie man selber. Natürlich verbessert man zwangsläufig und langfristig seine sprachlichen Fähigkeiten, wenn man im Ausland unterwegs ist, unabhängig von den Leuten, die einen umgeben. Man ist halt gezwungen Englisch oder welche Sprache auch immer zu sprechen. Dennoch bin ich der Überzeugung, dass man sich durchaus intensiver damit befasst  und eine Familie der „bessere Lehrer“ ist. Natürlich geben mir die keinen Englischunterricht, aber sie können mir besser mit Wörtern aushelfen, mir besser Wörter erklären und ich kann mir Redewendungen und Aussprache abgucken. Denn Host-Familien sind Muttersprachler. Das ist einfach was anderes, als andere Reisende. Bildschirmfoto 2017-11-23 um 21.20.42.png Quelle: Bild
  3. Einblick in die Kultur des Landes – Dass Gastfamilien „bessere Lehrer“ sind trifft nicht nur auf die Sprache zu. Auch über die Kultur erfährt man sehr viel mehr, wenn man zu Einheimischen eine enge Verbindung aufbaut und deren Leben lebt. Man erfährt so viel über die Kultur, die Landschaft, das Leben und die kleine Dinge im Alltag, wie bei keinem anderen Auslandsaufenthalt. Es sind Menschen, die dich in ihr Leben lassen, dir ihre Traditionen zeigen und bereit sind ihre Kultur zu teilen und sich auch für deine interessieren. Klar kommt man auch als Backpacker mit Einheimischen in Kontakt, es sein denn man meidet sämtliche sozialen Kontakte und lebt in der Wildnis (was in Neuseeland problemlos möglich wäre 😀 ) und man kommt selbstverständlich auch mit viel mehr Leuten aus anderen Nationalitäten zusammen. Aber das ist nicht der Kern der Sache. Man baut keine tiefe Verbindung zu Einheimischen auf und man lebt nicht dessen Leben. Man lebt in deren Land und passt sich an ja. Aber man lebt nicht das „Kiwi-life“ 😉Bildschirmfoto 2017-11-23 um 21.28.27Quelle: Bild
  4. Eine zweite Familie – Die Voraussetzung ist natürlich, dass eine gewisse Harmonie herrscht und alle sich mögen. Das ist leider nicht immer gegeben und man muss auch ein bisschen Glück haben, dass alles so passt und stimmt, wie man sich das gewünscht und vorgestellt hat. Aber wenn der Deckel auf den Topf passt, findet man eine zweite Familie, nur halt am anderen Ende der Welt 🙂 Und ich muss sagen, ich habe die Jungs so unglaublich lieb gewonnen in so kurzer Zeit. Vor allem Jasper, den zweijährigen. Er hat innerhalb kürzester Zeit mein Herz erobert und ich befürchte ich muss ihn mit nach Hause nehmen, wenn ich Neuseeland verlasse. Generell die Familie ist toll, es passt einfach. Und für so ein Gefühl nehme ich gerne mehr Arbeit auf mich, als es zum Beispiel andere AuPairs haben. Aber es macht mich einfach glücklich, wenn wir zu dritt abends auf der Terrasse sitzen, ein Glas Wein trinken, uns über den Tag unterhalten, über Gott und die Welt, Neuseeland und Deutschland plaudern und einfach die Zeit zusammen genießen. Abi und Lauchlan und auch die Kinder geben mir so ein gutes Gefühl Teil ihrer Familie zu sein und ich weiß jetzt schon, dass mir der Abschied im Mai sehr sehr sehr schwer fallen wird! Bildschirmfoto 2017-11-23 um 21.34.55.png Quelle: Bild
  5. Die Möglichkeit, ganz viel über sich selber und fürs Leben zu lernen – Man kann nicht abstreiten, dass man das bei jeder Art von Auslandsaufenthalt tut. Was ich für mich sagen kann ist jedoch, dass ich bereits in dieser kurzen Zeit so viel über mich selber, mein Leben in Deutschland und allgemein über das Leben und die kleinen alltäglichen Dinge gelernt habe. Ich muss gestehen, zuhause habe ich noch ein bisschen im Hotel Papa und Oma gelebt. Klar, habe ich mich auch um Sachen gekümmert, aber erst hier lerne ich zu kochen, Wäsche zu waschen, einen Tagesablauf effizient zu planen. Wie man alles zeitlich unter einen Hut bekommt, ohne in Stress zu verfallen und wie viel mehr Zeit man für alles mit Kindern braucht. Wie man Konten eröffnet, Handwerker einweist, Autos in die Werkstatt bringt und alles vor Ort klärt und und und.. Sachen, die ich Zuhause nicht gemacht habe und für die es auch kein Notwendigkeit gab. Und ich weiß jetzt schon, wie ich später mein Leben leben will und wie ich es garantiert nicht tun werde/möchte. Zudem ist mein Respekt vor unserem Leben in Deutschland- einem Wohlfahrts- und Sozialsstaat – unglaublich gewachsen, wenn ich dieses Leben hier im Vergleich habe. Das klingt jetzt so, als wäre Neuseeland unterentwickelt. Ist es nicht. Nur anders. Und ich schätze Deutschland viel mehr als ich es vorher getan habe, bzw. ist mir erst bewusst geworden, wie gut wir es eigentlich haben!Bildschirmfoto 2017-11-23 um 21.47.28.png Quelle: Bild

 

Quelle: Titelbild

Meine 3 Lieblingscafés in den Vororten von Auckland

Guten Kafee und leckere Spezialitäten findet man fast an jeder Ecke – aber hier kommen meine drei Lieblingscafés in Aucklands Vororten ❤

 

 

1.Buckley Road Food Store 

Hier sind Jasper und ich schon Stammgäste 😉 Das winzige Café befindet sich im Stadtteil „Epsom“ und ist in der Nähe von Jaspers Spielgruppe, die immer Montags und Donnerstags von 9.30 Uhr bis 12.00 Uhr stattfindet. Nachdem wir Archie am Kindergarten abgesetzt haben fahren wir weiter dorthin und haben meistens noch eine halbe Stunde, bis seine Spielgruppe beginnt. Genug Zeit für einen Cappuccino und ein „fluffy“ (Milchschaum mit etwas Kakaopulver on top, wird in der Regel mit einem Minimarshmallow serviert 😉 ). Das Café wird von zwei älteren Frauen geleitet, die alle Kuchen, Salate, Sandwichs und weitere Leckereien selber zubereiten. Mit nur vier Tischen winzig klein, aber es strahlt so viel Gemütlichkeit und Ruhe aus, das man dort Stunden verbringen kann. Man ist per Du in dem Laden, wird immer herzlich begrüßt und es kam nicht selten vor, dass Jasper einen selbstgebackenen Keks (der zu klein für den Verkauf war) geschenkt bekommen hat. Gastfreundlichkeit wird hier groß geschrieben und leckerere Salate, Kuchen, Kekse und Pasteten bekommt man glaube ich nirgendwo.. ❤

2. Bluebells Cakery 

An diesem süßen Café fahre ich jeden Tag zweimal vorbei, denn es liegt direkt auf dem Weg zu Archies Kindergarten. Im Angebot sind jede Menge süße Cupcakes und leckere Caféspezialitäten. Das Café ist generell sehr jung und sehr einfach gehalten und trotzdem sehr niedlich eingerichtet. Hinter dem Tresen stehen immer zwei junge Mädchen. Das Café bietet übrigens auch einen Catering Service an mit mehrstöckigen Torten nach Wunsch, die alle ziemlich kunstvoll aussehen 😉 Ich würde sagen, es ist die Art von Café die Aileen und ich immer eröffnen wollten – „AiKa“ 😀

3. Cornwall Park Café

Das ist ein relativ großes Café mit jeder Menge Personal und jeder Menge Gäste. Von innen ziemlich einfach gehalten und nichts besonderes, aber die Lage ist ein Traum. Direkt im schönsten Park gelegen mit Blick über Auckland – One Tree Hill Park und Cornwall Park. Bei schönem Wetter kann man in Sitzsäcken auf der Wiese sitzen und die einmalig leckeren Salate und Sandwiches genießen. Service wird hier groß geschrieben!

Quelle: Titelbild

Auckland – Mission Bay

Völlig überlaufen und doch so schön. Wovon ich rede? Mission Bay.

Völlig überlaufen und doch so schön. Wovon ich rede? Mission Bay.

Ein Viertel am Strand im Osten von Auckland mit vielen süßen Cafés, Restaurants, Bars und jeder Menge cooler, junger Leute. Der kleine Strand ist am Wochenende überquollen mit Menschen, die baden, sich sonnen und einfach nur das Leben genießen. Auf den Straßen gibt es den einen oder anderen, der mit seinem „Auto“ Showlauf macht und unüberhörbar auf und ab fährt. Die Schlange vor dem Mövenpick-Eiscafé steht schon fast auf der Straße – es gibt wohl ne Menge Leute, die knapp 8 NZD für eine Kugel Eis übrig haben. Familien, die auf der Wiese vor dem Strand picknicken und Straßenkünstler, die immer mal spontan tänzerische Begleitung haben. Zusammengefasst: Es herrscht definitiv Urlaubsstimmung! Und das nicht nur am Wochenende, auch unter der Woche. Ein bisschen hat mich das Ganze an den Ocean Drive in Miami erinnert, nur dass in Mission Bay nicht ganz so viele schräge Leute unterwegs waren. Aber die Stimmung und Atmosphäre war auf jeden Fall etwas ganz Besonderes! ❤

Meine total verrückte Woche: ein undichtes Dach und ein zerbeultes Auto

Ja die letzte Woche hatte es wirklich in sich…

Die Familie hat grade jede Menge Handwerker im Haus oder besser gesagt auf dem Dach, denn in Neuseeland sind die Dächer nicht von allerbester Qualität und müssen so ziemlich alle 15 Jahre ausgetauscht werden. Auch die Handwerker sind nicht von allerbester Qualität bzw. etwas inkompetent, was die zeitliche Planung und die Koordinierung mit dem Wetter betrifft. Wenn die Sonne scheint sind sie nirgendswo zu sehen und wenn es anfängt zu regnen stehen sie auf dem Dach und haben sich grade an einem neuen Abschnitt gemacht, an dem das alte Dach heruntergerissen wird. Mittwoch passierte dann, was passieren musste. Es hat geschüttet, es hat gehagelt, es hat gewittert und das Dach war nur halbfertig. Das ganze Wasser ist also unter die Abdeckung gelaufen und überall im Haus tropfte es aus der Decke und vor allem aus den Lampen. Tropfen ist eigentlich das falsche Wort, man kann es eigentlich schon eher als Dauerregen bezeichnen. Ungelogen, eine Stelle war so extrem, dass Abi und ich das Schwimmbecken aus dem Garten reingeholt haben, um überhaupt ansatzweise das Wasser aufzufangen, denn Eimer und Handtücher reichten bei langem nicht .. Die nächsten zwei Tage mussten die Lichter dann ausbleiben..  nur vorsichtshalber ..aber Dinner gabs im Kerzenschein und auf die Toilette ging nachts mit der Handytaschenlampe.. 😀

Nicht, das das schon genug wäre. Das Auto wurde gerammt, als ich mit den Jungs unterwegs war. Keine Sorge, es geht uns allen gut, wir befanden uns nicht im Auto. Um ehrlich zu sein, habe ich nicht mal etwas mitbekommen. Wir haben am Straßenrand geparkt (die Straße war übrigens sehr sehr breit- wenn auf jeder Seite ein Auto parkt können immer noch alle anderen Autos ganz normal auf der Straße weiterfahren) und waren auf dem Spielplatz. Als wir zum Auto zurückgegangen sind, kam dann ein Mann auf mich zu und meinte, jemand hätte mein Auto gerammt. Da war ich dann erstmal verdutzt. Glücklicherweise hat der liebe Herr alles für mich geregelt und hatte sämtliche Kontaktdaten, Bilder, Kopien vom Führerschein und und und.. Unvorstellbar, wie dankbar ich in diesem Moment war, denn ich war irgendwie zu geschockt, um auch nur darüber nachzudenken, was zu tun ist. Dann das Problem mit einer fremden Sprache und generell keine Ahnung, wie man in Neuseeland mit solchen Problemen umgeht. Ganz unangenehm war dann auch noch, dass das ja nicht mein Auto ist, sondern das meiner Gastfamilie und niemand möchte schlechte Nachrichten überbringen.. Aber was soll’s, shit happens.. es ist alles geregelt, es geht allen gut und jetzt hoffe ich nur, dass diese Woche sehr viel besser wird 😉

 

 

Quelle: Titelbild

Auckland – Omana Regional Park

Der perfekte Ort um ein bisschen in der Natur und am Strand spazieren zu gehen mit Kindern ? Omana Regional Park.

Der perfekte Ort um ein bisschen in der Natur und am Strand spazieren zu gehen mit Kindern ? Omana Regional Park. Überall Spielplätze, Trinkwasserspender, keine extremen Steigungen und unfassbar schöne Natur!!

Das Wetter wurde so schön, dass ich beschlossen habe nachmittags nochmal mit den Jungs an den Strand zu fahren, damit die sich nochmal so richtig austoben können und abends schön müde sind. Am Strandspielplatz saßen dann drei weitere deutsche AuPairs, die mit ihren Kindern auf dem Spielplatz war. Die Kinder haben alle zusammen gespielt und wir Mädels hatten ein bisschen Zeit für uns, zum reden und kennenlernen und Erfahrungen austauschen. Für mich machen diese Momente ganz viel Lebensqualität aus im AuPair sein. Wenn man einfach in der Sonne sitzt, die Kinder Spaß haben und man selber aber auch seine Zeit genießen kann und etwas davon hat.

Übrigens glaube ich, dass Archie (der Ältere) eine Karriere als Fotograf verfolgen wird. Nicht nur, dass er extrem gute Bilder geschossen hat mit vier Jahren (er wollte übrigens, ich hab ihn nicht mal gefragt 😉 ), er hat auch dauernd Anweisungen gegeben:

„You have to be cute“, „Can you please look a bit cuter?!“ , „Can you please put your hand over there.. oh and turn your face like this..“ , „perfect, you look amazing..“

Es war wirklich eine Anstrengung nicht laut loszulachen und ihn zu Tode zu knuddeln, das war einfach zu süß, ich konnte es gar nicht glauben!! ❤