Personal Travelguide: Napier – Gisborne

Mein erster Wochenendtrip war wirklich perfekt. Und sehr spontan 😉 Auf Facebook gibt es eine Gruppe, die nennt sich „AuPair Auckland“ und täglich suchen Familien neue AuPairs, fragen Neuankömmlinge nach Tipps, verkaufen Abreisende ihre Sachen, die sie nicht mehr brauchen und zwischendurch gibt es immer wieder Leute, die eine Reisebegleitung suchen. Ich habe also die Nachricht von einem französischen Mädchen in dieser Gruppe gelesen, dass sie mit zwei weiteren Mädels einen Trip nach Napier und Gisborne plant und die sich gerne über noch mehr Gesellschaft freuen würden. Und ich dachte mir dann „Hey, wieso eigentlich nicht?!“. Man verreist ja schließlich nicht alle Tage mit wildfremden Leuten 😉 Und ich muss sagen, es war die absolut richtige Entscheidung, mal so spontan zu sein, die Organisation mal aus der Hand zu geben und einfach mal so etwas zu machen.

Wir sind also in Auckland gestartet und sind mit dem Flugzeug, das die Größe eines Priatjets hatte (ungelogen, das war so winzig, hatte nur um die 14 Reihen, 1 Stewardess und Propeller and den Flügeln) nach Napier geflogen. Der Flughafen bestand übrigens auch nur aus einem Raum. Sicherheitskontrollen gibt es hier nicht ..

In Napier angekommen haben wir uns ein Auto gemietet und sind losgefahren. Die ersten Stunden haben wir in Napier verbracht, sind durch die Straßen geschlendert, am Strand spazieren gegangen und haben das gute Wetter genossen.

Napier gilt als einer der schönsten Art-déco Städte der Welt mit seiner sehr seltenen homogenen Architektur. Allerdings hat diese einen sehr traurigen Ursprung: Ein starkes Erdbeben und die darauffolgenden Brände zerstörten im Februar 1931 die gesamte Stadt. Innerhalb von drei Jahren entstand jedoch eine neue Stadt. Die Architekten legten beim Wiederaufbau viel Wert auf die Einhaltung der Art-déco Architektur und eine stilistische Geschlossenheit. Wenn die ganzen Moderen Geschäfte, Restaurants und Autos nicht wären, könnte es sich ein bisschen wie eine Zeitreise anfühlen 😉

Weiter ging es dann mit dem Auto nach Gisborne, wir hielten am Tangoio Beach um unser Mittag zu essen ..


… und machten eine Wanderung zu den „Shine-Falls“: einer der größeren Wasserfälle auf der neuseeländischen Nordinsel und wirklich beeindruckend. Die Wanderung dauert nur eine Stunde (Hin und Zurück)  und ist somit einfach zu meistern 😉

 


Wir hielten noch an ein paar weiteren Aussichtspunkten und Stränden und genoßen einfach die Schönheit der Natur. Die Fahrt war zum Teil wirklich anstrengend, denn es gibt so gewissen Straßen, die den Namen „Straße“ nicht mal verdienen. Es sind eher Schotterwege, die sich über Kilometer in engen Kurven durch die Landschaft schlängeln und man sich ein bisschen wie einer Achterbahn fühlt. Das Ganze nennt sich dann auch noch „State-Highway“.. aber gut..


Abends angekommen in Gisborne haben wir unser Zimmer im YHA Hostel bezogen, was ich wirklich empfehlen kann, denn die Zimmer sind groß, haben z.T. eine eigene Küchenzeile, es ist alles sehr sauber und das Personal super hilfsbereit und freundlich. Dann gab es fish & chips vom Asiaten (schmeckte tatsächlich sehr sehr gut, auch wenn das eher aus so einer Not heraus war 😉 ) und wir haben uns im Supermarkt noch mit Lebensmitteln für den nächsten Tag eingedeckt, an dem es für uns in den Regenwald gehen sollte.

Wir sind relativ früh aufgestanden, um möglichst viel vom Tag zu haben und nicht in Gefahr zu laufen, unseren Flug zu verpassen. Für die Rückfahrt von Gisborne nach Napier haben wir diesmal nicht die Strecke am Wasser entlang gewählt sondern die Strecke durch den Regenwald. Nach 2 1/2 Stunden Fahrt sind wir endlich am Ziel angekommen und haben uns auf unsere Wanderungen zu Wasserfällen, Seen und 800 Jahre alte Bäume gemacht. Ob man es glaubt oder nicht im Regenwald hat es tatsächlich nicht geregnet 😉


Der Ausflug war wirklich sehr sehr schön und ich bin auch mit den Mädchen immer noch im Kontakt. Wir planen bereits unseren nächsten Ausflug 😉

Eine Empfehlung, die ich hier noch aufschreiben muss ist die App „Camper Mate“. Auf der alle Wanderwege, Aussichtspunkte, Wasserfälle, Seen, öffentliche Toiletten, Unterkünfte, Supermärkte, Trinkwasserstellen, etc. gekennzeichnet sind und die einem das Reisen um so vieles einfacher gestaltet!!

Advertisements

2 Comments

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s