Personal Travelguide: Northland, Bay of Island & unser Weihnachten 2017

Über Weihnachten hatte ich ein verlängertes Wochenende und so haben Hanjo und ich uns dazu entschlossen, auf Reisen zu gehen. Natürlich hätte ich auch gerne die Erfahrung gemacht mit meiner Gastfamilie zu feiern und ein neuseeländisches Weihnachten zu erleben, aber letztendlich war es mir dann doch wichtiger meine freie Zeit zu nutzen für einen etwas größeren Trip, anstatt zu Hause zu sitzen.

Verschlagen hat es uns in den Norden. Quasi einen zweiten Anlauf genommen, um die Bay of Island nochmal bei schönem Wetter zu erleben, da ich das letzte Mal in Paihia ja so viel Pech damit hatte. (Zum Beitrag geht es hier. )

Doch drei mal dürft ihr raten wer bei Regen los gefahren ist ?!

Aber gut, es gibt schlimmeres…

Freitag haben wir bereits unseren Mietwagen abgeholt. Den haben wir bei JUCY gemietet, neben Lucky Rentals und Wicked Campervans eine der Autovermietungen, die auch an Fahrer ab 18 vermieten. In der Regel sind diese ziemlich günstig, doch leider haben wir das Auto relativ spontan gebucht, da wir gehofft haben, bis dahin bereits ein eigenes Auto zu haben. Das war ganz schön ein Krampf für die Feiertage überhaupt noch einen Mietwagen zu bekommen und dementsprechend mussten wir eine ordentliche Menge Geld hinblättern. Aber gut, ließ sich dann auch nicht mehr ändern, denn alles Andere war ja bereits gebucht. Es ist also sehr empfehlenswert für Zeiträume wie Feiertage, verlängerte Wochenenden, Ferien und die Sommerjahreszeit gut zwei Monate vorher den Mietwagen zu buchen, um einen fairen Preis und das Wunschauto zu erhalten.

Samstag früh ging es für uns dann los. Hanjo hat mich abgeholt und unser erster Stopp war der Matakana Village Famers Market. Den fand ich schon beim ersten Besuch so süß und schön, dass ich dort unbedingt noch einmal hinmusste und ihn Hanjo zeigen musste. Zu dem Markt werde ich bei Gelegenheit noch einmal einen gesonderten Post veröffentlichen mit mehr Bildern und Infos, denn dieser ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Auf dem Markt haben wir uns erstmal ein richtig leckeres, frisch gebackenes Brot gekauft, dass unser Verlangen nach deutschen Bäckereispezialitäten erstmal ganz gut befriedigt hat 😉 Das deutsche Brot fehlt mir wirklich unglaublich, denn alles was man hier so bekommt ist entweder Toast oder Toastbrotähnlich, aber nicht so ein richtig schönes leckeres Brot mit Körnern, was innen weich und außen knusprig ist und satt macht.

Zudem habe ich meinen absoluten Traumjob gefunden: Hundesitter. Auf dem Markt gab es einen Holzunterstand, unter denen drei Mädchen saßen und gegen eine kleine Spende auf die ganzen Hunde aufgepasst und mit ihnen gespielt haben. Da hab ich mich dann auch direkt dazugesellt 😉 Das war wirklich das Paradies auf Erden!! ❤

Nach dem Market ging es für uns weiter zum Mangawhai Heads Beach, der traumhaft schön war und Hanjo ist direkt mal baden gegangen.

Nach dem Strand haben wir noch kurz am Langs Beach gehalten und sind einen kurzen Teil des Coastal Beach Trails gelaufen um die tolle Aussicht von oben auf das Meer zu genießen.

Auf unserem Weg weiter Richtung Norden, gab es für uns dann noch einen winzigen Stopp an den Waiku Caves. In dem sind auch Glühwürmchen zuhause, aber da wir eher nicht so für eine Höhlenexpedition ausgestattet waren und wir dann doch ganz schön Respekt davor hatten, haben wir nur den Eingang erkundet und haben dann unsere Fahrt vorgesetzt. Wenn man in diese Höhlen gehen möchte, sollte man auf jeden Fall eine starke Taschenlampe oder Kopflampe dabei haben, richtig festes Schuhwerk und Wechselklamotten und genügend Snacks. Da man tatsächlich im komplett Dunklen auf sehr rutschigen Steinen klettern und durchs Wasser laufen und muss und ziemlich dreckig dabei wird. Die Strecke durch die Höhle geht ca. 1 1/2 Stunden und ist ohne Führung und auf eigenes Risiko. Ich muss sagen, ich habe mich schon im „Eingang“ unwohl gefühlt, dass es so dunkel und feucht war, die Decke so niedrig war und gestunken hat es auch 😀

Nach der Höhle haben wir noch einen Toilettenstopp in Kawakawa bei der bekannten Hundertwasser Toilette eingelegt. Der österreichische Künstlern Friedensreich Hundertwasser war bekannt für seine abstrakte Gestaltungsweise, er hat Gebäude quasi „verformt“ und auf Geraden verzichtet. Eine Zeit seines Lebens hat er in Neuseeland gelebt und dort unter anderem öffentliche Toiletten gestaltet. Auf jeden Fall einen Toilettenstopp wert 😉

Dann ging es für uns auch zu unserem „Ziel“ Paihia. Die Nacht verbrachten wir im Capt’n Bob’s Beach House, welches relativ zentral liegt und ich auf jeden Fall empfehlen kann. Für ein Hostel hat es einen echt guten Standart und ist sehr sauber, modern und familiär. Auch wenn wir nur eine Nacht dort verbrachten, habe ich mich sofort wohl gefühlt und würde jederzeit zurückkehren! Einziges Manko es gibt keine Locker (also am besten ein Schloss für den Koffer/Rucksack mitbringen und Wertsachen immer mitnehmen) und keine Vorhänge vor den Betten, man stört sich also entweder nicht daran oder hängt ein Handtuch vor, um etwas Privatsphäre zu haben, sofern das in einem Hostel möglich ist 😉

Das war dann auch schon der erste Tag, für den zweiten Tag, Weihnachten, hatten wir uns etwas ganz besonderes vorgenommen 😉

Tag 2:

Für uns ging es früh morgens wieder los und zwar in den Hafen: Wir haben über den Anbieter Fullers Great Sight eine Bootstour gemacht, die sogenannte „Cream Tour“. Diese Tour ist quasi ein Gesamtpaket von allen kleineren Touren, die in der Bay of Island angeboten werden und dauert einen ganzen Tag. Man sucht Delfine und kann bei Gelegenheit sogar mit Ihnen in freier Wildbahn schwimmen, man erkundet einen Großteil der kleinen Inseln und macht auch einen Insel Stopover, zudem fährt man durch das bekannte „Hole of the Rock“.

Boarding war 9.15 Uhr, also relativ entspannt ging es morgens alles zur Sache. Hanjo und ich waren ganz nach deutscher Manier überpünktlich und sind als allererstes auf das Boot und hatte freie Platzauswahl. Wir sind von Paihia gestartet, das Boot hält aber auch in Russel und sammelt dort Passagiere ein. Nach einer kurzen allgemeinen Sicherheitseinweisung und einer Extra-Sicherheitseinweisung für alle, die mit den Delfinen schwimmen wollten, ging es auch schon los. Wir haben viele bekannte Inseln umfahren und uns wurde zu jeder Insel ein bisschen was zur Historie und Nutzung erzählt. Kurz vor halb zwölf haben wir dann endlich eine Gruppe Delfine entdeckt. Schwimmen konnten wir leider nicht, da in der Gruppe ein Baby war und das aus Tierschutzgründen nicht geht. Generell ist die Chance, mit Delfinen in der Bay of Islands zu schwimmen relativ gering, da es viele Bereiche gibt, in denen man nicht ins Wasser darf, in einigen Bereichen nur zu bestimmten Uhrzeiten und dann ist es auch immer abhängig von der Gruppe, wie die sich verhalten und ob sie ein Baby dabei haben. Insgesamt wird sehr sehr stark auf den Naturschutz und vor allem den Tierschutz bei diesen Touren geachtet, was ich großartig finde! Das ist mir tausend Mal mehr Wert, als mit den süßen Tieren zu schwimmen. Ein bisschen Schade war es natürlich trotzdem, denn ein Kindheitstraum von mir ist das schon. Aber wer weiß, die nächste Gelegenheit kommt bestimmt 😉

Nachdem wir die Bucht mit den Delfinen wieder verlassen mussten, da unsere „Zeit“ quasi abgelaufen war, die wir mit den Delfinen verbringen durften ging es zur Insel, die James Cook zu damaligen Zeiten entdeckt hat. Eine kleine „einsame“ Insel mit Traumstränden und Traumaussichten. Dort gab es einen winzigen See in der Mitte, dessen Wasser so unfassbar klar war und der Boden mit Felsen und Muscheln bedeckt war. Jeder der die Serie H2O Plötzlich Meerjungfrau kennt, weiß wovon ich spreche 😉 Denn diese Insel und dieser kleine See sah aus wie Mako Island und ich habe mich ein bisschen wie eine Meerjungfrau gefühlt. Naja nicht ganz, aber die Atmosphäre dort war wunderschön. Auf der Insel hatten wir eine Stunde Zeit und Hanjo und ich haben die Zeit genutzt, um unser mitgebrachtes Lunch zu genießen. Die Touren bieten übrigens aus Lunchboxen an, die man auf dem Boot abholen kann. Das Angebot haben wir allerdings nicht in Anspruch genommen, jedoch einige andere, die sehr zufrieden damit schienen.

Nach unserem Insel-Stopover ging es wieder zurück aus Boot und weiter zum bekannten Hole of the Rock. Auf dem Weg wurde das Netz ausgefahren und alle, die Lust und Laune hatten durften sich auf das Netz werfen (in eiskaltes Meerwasser!) und „Boomnetting“ machen. Man liegt quasi in diesem Netz und das Boot fährt vor und zurück und die wurden ordentlich herumgeschleudert. Hanjo ist auch mit reingesprungen, mir war das etwas zu kalt, da ich mich grade von unserem Baden im See wieder aufgewärmt hatte und das Wetter generell nicht so gut war. Lust hätte ich aber allemal gehabt!

Hole of the Rock ist ein sehr bekannter Felsen in der Bay of Island mit einem riesigen Loch in der Mitte, in dem die Boote sogar durchfahren. Hat mich etwas überrascht, dass unser großes Schiff da durchgepaust hat 🙂 . Das Wasser war übrigens unnatürlich dunkelblau, sowas habe ich noch nie gesehen. Man konnte es gar nicht glauben, aber seit selbst auf den Fotos:

Nach dem Hole ging es für uns zurück nach Paihia. Das Wetter wurde auch immer schlechter und irgendwann hat es angefangen zu regnen, deswegen waren wir dann sich ganz froh, bald wieder auf dem Festland zu sein. Die Bootstour war ein voller Erfolg und hat sehr viel Spaß gebracht. Auch wenn wir nicht mit den Delfinen schwimmen konnten, sind wir ihnen unglaublich nahe gekommen und es war ein unbeschreibliches Gefühl, diese Tiere so wild und frei in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen, wie sie um das Boot herumgetobt sind und regelrecht den Besuch genossen haben 🙂 Den Eindruck hatte ich zumindest.

Wieder auf dem Festland angekommen ging es uns nach Kerikeri. Genauer gesagt in unseren kleinen Bungalow mitten in der Natur. Wir hatten uns über Booking.com einen kleinen Bungalow mit Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad und Terrasse mit Grill gemietet und haben uns dort pudelwohl gefühlt. Unser Weihnachtsessen war nicht besonders weihnachtlich, aber doch ganz lecker. Es gab Bruschetta, Salat, Kartoffelgratin, Rindersteak und Hähnchenkeule und Apfelzimttarte (den Kuchen haben wir aber gekauft). Wir haben es uns auf jeden Fall richtig gut gehen lassen und unser Weihnachten der besonderen Art genossen.

Tag 3:

Hanjo hat mich ganz süß mit Frühstück im Bett überrascht und dann ging es für uns los ab in den Norden. Zum Cape Reinga, dem nördlichsten Zipfel Neuseelands. Wir haben lange überlegt, auch dieses Erlebnis über eine geführte Tour zu buchen (z.B. Explore, Fullers Great Sights, ..), haben uns aber letztendlich dafür entschieden, die Fahrt auf eigene Faust zu unternehmen und die Zwischenstopps, die der Bus macht, einfach alleine zu machen. Erster Halt war der 90 Mile Beach, der in Neuseeland als Straße gilt.Da wir allerdings keinen Geländewagen hatten, haben wir am Parkplatz gehalten und sind zu Fuß am Strand spazieren gegangen. Die Bustouren fahren durchaus am Strand lang für eine lange Strecke und das ist mit Sicherheit ein tolles Erlebnis.

Nächster Stop waren dann die Te Maki Sanddünen. Das war so unrealistisch. Man ist quasi aus dem brasilianischen Regenwald herausgefahren und fand sich in der Sahara wieder. So unfassbar schön! Das Sandboarding ist übrigens umsonst. Im Gegensatz zu Deutschland/Europa muss man für viele Regionalparks und Naturspektakel in Neuseeland keinen Eintritt bezahlen. Vor Ort kann man sich dann aber noch ein Board für 15 $ mieten (unbegrenzte Zeit). Das haben Hanjo und ich auch gemacht und sind dann die Dünen heraufgestiegen, was mich ja schon wieder stark an unser Tongariro Crossing erinnert hat – vom Wander habe ich nämlich erstmal genug! Während Hanjo ein paar Mal die Dünen heruntergerast ist, habe ich die Natur genossen und bin nur die letzte Fahrt mit unserem Board gefahren, denn ich muss zugeben, ich war zu faul, um jedes Mal wieder diese Düne heraufzulaufen 🙂 .

Nach den Dünen haben wir uns dann endgültig auf den Weg zum Cape Reinga gemacht und zu seinem Leuchtturm. Der Ort war ganz schön touristenüberlaufen und ehrlich gesagt gar nicht mal so spektakulär, wie ich es mir vorgestellt habe. Der Leuchtturm ist winzig klein und versteckt sich regelrecht zwischen den Dünen. Dennoch wunderschön und auf jeden Fall mal einen Besuch wert!

Dann ging es für uns auch auf den Rückweg, wir haben noch am Henderson Bay gehalten, einem coral/pink farbigen Sandstrand. Die Farbe erkennt man leider auf den Bilder nicht so gut, aber er war wirklich sehr hübsch. Hanjo ist natürlich mal wieder baden gegangen, während mit das Wasser zu kalt war.

Wieder angekommen in Paihia, haben wir die Nacht diesmal in YHA Hostel verbracht. Dieses liegt ebenfalls ziemlich zentral und hatte schon mehr Hostel Atmosphäre als das Capt’n Bob’s Beach House, war dennoch schön.

Tag 4:

Wir haben uns am letzten Tag mal den Luxus gegönnt „auszuschlafen“. Immerhin bis 9 Uhr, was lange nicht mehr vorgekommen ist ;). Dann haben wir unsere Sachen gepackt, gefrühstückt und uns auf dem Heimweh gemacht, wieder mit dem Vorhaben auf dem Weg Zwischenstopps einzulegen.

Da die Sonne tatsächlich mal herausgekommen ist, haben wir beschlossen noch etwas Zeit in Paihia zu bleiben und einen Cappuccino in der „alongside“-Bar direkt über dem Wasser zu genießen.

Nach unsere Kaffeepause sind wir dann zu den Haruru Falls gefahren, die ebenfalls recht touristenüberlaufen waren, aber dennoch schön. Nach einem kurzen Foto sind wir dann Richtung Auckland gefahren.

Ein weiteres Highlight haben wir in den sogenannten „Mermaid-Pools“ gefunden. Das sind quasi natürliche Infinitypools, die bei Flut sehr gefährlich sein können, da die Wellen dort hineinkrachen können und die gegen die Felsen schleudern, also sollte man vorher das Meer checken, bevor man sich auf den Weg macht. Dieser ist nämlich ganz schön abenteuerlich. Du musst erstmal ein paar Felsen umwandern, in dem du durch das Meer läufst und dein Gepäck auf dem Kopf trägst. Danach geht es einen steilen und sehr matschigen Berg herauf und auch wieder herunter. Sobald man zu den Meermaidpools kommt wird es sehr felsig und scharkantig. Der Weg war mehr als abenteuerlich und ich habe niemanden gesehen, der nicht mit blutigen Beinen dort angekommen ist. Auch meine Beine mussten ganz schön leiden, da man vor allem im Meer immer mal wieder gegen Felsen geschleudert wird und man nebenbei aber versucht sein Gepäck zu retten. Auch auf dem weiteren Weg habe ich mir an mehreren Stellen meine Füße aufgeschnitten. Klingt jetzt alles dramatisch und sah auch dramatisch aus, denn wenn man blutet und das mit Wasser verdünnt wird, sieht man ja immer gleich aus, als hätten man grade einen Mord begangen… aber es tat kaum weh. Der Besuch bei den Mermaid Pools war es allemal wert!!! So ein wunderschöner, beeindruckender und magischer Ort. Dort sah es noch viel mehr aus wie Mako Island 😉

Da uns dieser Abstecher ne ganze Menge Zeit und auch Kraft gekostet hat, haben wir uns beschlossen uns endgültig auf den Rückweg zu machen, um gegen 7 dann wieder in Auckland zu sein.

Insgesamt war eines wunderschönes Wochenende, mit vielen Highlights, nicht ganz so schönem Wetter und einem ganz besonderen Weihnachten. Wir haben die Feiertage auf jeden Fall gut genutzt!

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Sylvesterpläne & Gedanken zum Jahreswechsel

Jeder kennt doch das Drama und zwar jedes Jahr auf Neue: Was mache ich an Sylvester? Mit wem feiere ich, wo feiere ich, was essen wir, wer bereitet was vor ? So viel Planung, Organisation, Koordination und Absprachen wegen ein paar Stunden. Eigentlich hatte ich gedacht, das bleibt mir dieses Jahr erspart. FALSCH GEDACHT! Es gibt Dinge, die ändern sich halt auch am anderen Ende der Welt nicht 😉

Tausendundein Plan: 

Man ist ja vermutlich nur einmal hier und möchte das Beste aus solchen Feierlichkeiten herausholen. Auch wenn ich zurzeit in Neuseeland bin, ist Australien ja quasi der direkte Nachbar und was bietet sich da mehr an, als an Sylvester sich das berühmte, große, sagenumwobene Feuerwerk in Sydney anzugucken. Nur leider haben den gleichen Plan 56789876543456 andere Menschen auch. Sprich, die Preise für Flüge, Unterkünfte, und und und und sind utopisch, mal abgesehen davon, dass Sydney sowieso nicht preiswert ist. Ganz im Gegenteil. Aber das einfach mal ignoriert, macht man natürlich Pläne. Man hätte sich doch so schön mit den engsten Freunden aus der Heimat treffen können, die zurzeit durch Australien schwirren und gemeinsam ins neue Jahr starten. Nun ja, nur leider haben wir keine 1000 Euro für einen 2-Tagestrip nach Sydney… 😦

Also muss ein neuer Plan her: Auckland ist ja auch ganz schön und vielleicht ist es ja eh besser, Sylvester in Neuseeland zu erleben, da man ja auch den Rest des Auslandsaufenthaltes hier verbringt. Schließlich ist man ja hier, um genau dieses Land kennenzulernen. Hier gibt es sogar diverse exklusive Partys (ich muss gestehen, da hat mein Herz schon höher geschlagen 😉 ) Das da auch andere Leute teilnehmen wollen und es möglicherweise Mitte/Ende November alles schon ausgebucht ist, auf die Idee bin ich selbstverständlich nicht gekommen. Wieso auch ?! Ist ja nur die größte Stadt in Neuseeland…

Plan Nr.3: Wie wärs also mit einem romantischen Dinner (mit Hanjo, nicht ich alleine) und dann das Feuerwerk am Skytower angucken? Essen gehen ist hier fast ohne Anlass schon unbezahlbar, aber einmal kann man sich das ja gönnen 😉

Alles auf Anfang: Wir haben dann festgestellt, dass die Feiertage unsere einzige Chance sind über einen längeren Zeitraum während der Sommermonate gemeinsam zu verreisen. Also alle Pläne wieder über Bord geworfen. Wieso verreisen wir nicht ? Zu Sylvester sind die Preise wie in Australien zwar auch utopisch und wir machen schon einen großen Trip über Weihnachten .. aber hey, vielleicht finden wir ja noch mit ganz viel Glück ein Schnäppchen 😉 Und wenn nicht…tja dann gibts ja noch Plan Nr. 45678..

Der kommt zustande, wenn andere Leute sich einmischen. Ich bin ja jetzt schon ein Weilchen hier und habe auch ne ganze Menge soziale Kontakte geknüpft. Einige sind sehr oberflächlich geblieben, andere sind wirklich richtig tiefe Freundschaften geworden. Dazu gehören zum Beispiel meine finnische Freundin Maisa und die Amerikanerin Jenn. Maisa kam dann eines Tages mit der Idee um die Ecke, zusammen zu feiern. In dem Haus ihrer Gastfamilie, die sind nämlich stinkreich, jetten über Sylvester vermutlich auf irgendeine Insel und wir können eine Poolparty mit Champagner veranstalten .. klingt nicht schlecht 😉 Wir dürften sogar Champagner im Pool trinken 😉 Ist auf jeden Fall mal was neues .. Poolparty zu Sylvester 🙂

Wie man sieht, bleibt die Frage kompliziert, egal wo man sich aufhält. Was Hanjo und ich nun zu Sylvester machen stand lange Zeit noch in den Sternen. Wie wir unseren Abend verbringen werden, gibt es hier bald zu lesen 🙂

 

Gedanken zum Jahr 2017 und das kommende Jahr 2018: 

Generell ist dieses Jahr so unfassbar passiert, dass mir dieses Sylvester schon ziemlich wichtig ist. Ich bin 18 geworden, habe mein Abitur gemacht, war zwei Mal auf der Fashionweek (dream came true ❤ ), bin mit meiner Familie nach New York gereist und habe ich sofort in die Stadt verliebt ( so sehr, dass ich mir richtig oft einfach random Bilder von der Stadt angucke, nur um dieses Bauchkribbeln zu spüren, dass ich vor Ort hatte .. nein ich bin noch nicht verrückt 🙂 ), gemeinsam mit Emma unseren Abiball organisiert (der eine Zeit lang wie ein Vollzeitjob war), ich habe meinen absoluten Wunschstudienplatz erhalten (Mode- und Designmanagement an der AMD) und bin nach Neuseeland aufgebrochen. So viel in einem Jahr, dass muss man erstmal alles verdauen. So viele große Highlights. Natürlich ist noch viel viel mehr passiert, aber das sind so die Sachen, die mich dieses Jahr überwiegend geprägt haben. Wenn man so darüber nachdenkt, kommt mir das fast ein bisschen surreal vor und ich kann gar nicht glauben, dass dieses Jahr so viele – für mich – wichtige Ereignisse stattgefunden haben. Ich bin aber super dankbar für alles, ein bisschen wehmütig, dass dieses Jahr nun zu Ende geht und voller Vorfreude auf das Jahr 2018 und alle kommenden Abenteuer in Neuseeland und der Beginn meinen Traum zu verwirklichen mithilfe meines Studiums! Auf das neue Jahr !! Cheers ! ❤

 

 

Quelle: Titelbild

Personal Travelguide: Tongariro Crossing, Huka Falls, Taupo

Mitte Dezember ging es für uns in die Mitte der neuseeländischen Nordinsel, genauer gesagt nach Taupo und zum Tongariro.

Wir haben uns über studenttravels eine organisierte Tour gebucht, da Hanjo und ich ja noch kein Auto zur Verfügung haben. In der Tour war die Busfahrt nach Taupo, die Möglichkeit Bungeejumping oder Extreme Swing zu machen (mit Aufpreis), ein Besuch bei den Hot Water Pools in Taupo, die Unterkunft, der Shuttle zum Tongariro und eine geführte Tour über den Tongariro sowie zwei Mahlzeiten enthalten. Und das alles zu einem echt gutem Preis. Ich muss sagen, ich war mehr als positiv überrascht über die hervorragend gute Organisation, das schöne Hotel und das gute Essen und einfach alles, was mit dieser Tour zusammen hing. Natürlich fühlte sich das ganze ein bisschen wie eine Klassenfahrt an und Hanjo und ich haben zu mindestens jeder Person eine Person aus unserem Jahrgang gefunden, die sich ähnlich sind. Dennoch bin ich froh, dass über diese Tour gemacht zu haben, denn vor allem wenn man kein erfahrener Wanderer ist (bzw. das noch nie wirklich gemacht hat) ist es hilfreich jemanden dabei zu haben, der dir alles organisiert und mitdenkt und für Leute ohne Auto die perfekte Möglichkeit das Land zu erkunden und neue Leute kennenzulernen (überwiegend aus Holland und Deutschland – nicht anders zu erwarten 😉 )

Aber nun genauer zu unserem Trip, für uns ging es Samstag früh relativ früh los, wir sind um kurz nach 6 aufgestanden, haben uns fertig gemacht und sind dann mit der Bahn um kurz nach 7 nach Auckland CBD gefahren. Dort wurden wir von unserem Reisebus erwartet. Der Reisebus stammte von „kiwiexperience“ und war sehr geräumig, sauber und komfortabel, besser als so manch deutscher Reisebus :). Unser Tourguide Vikram und unser Busfahrer Campbell waren beide supernett. Vikram hat den Tongariro bereits sieben Mal bestiegen (woher die Motivation kommt ist mir ein Rätsel 😀 ) und hatte somit ’ne ganze Menge Erfahrung. Zudem war er super organisiert, konnte ALLE (!!!) Fragen beantworten, wusste zu allen Teilen Neuseelands was zu erzählen und war stets aufmerksam und hilfsbereit und das obwohl er selber erst Mitte 20 gewesen sein konnte. Unterwegs haben wir noch einen Supermarktstop eingelegt, damit sich alle mit mit Essen und Snacks eindecken konnte. Hanjo und ich hatten zwar eine ganze Menge Essen dabei, aber die Einladung konnten wir ja nun nicht ausschlagen, also hatten wir am Ende noch mehr Essen 😉 Besser zu viel als zu wenig sag ich da nur – ich gehöre aber auch zu den Personen, die sobald sie sich ins Auto/Bahn/Bus/Flugzeug, mit der Absicht zu reisen, setzen, sofort „Reisehunger“ bekommen und die ganze Zeit snacken könnten .. von wem ich das wohl habe .. ne Papa ?! 😉 ❤

Unser zweiter Stop war dann Taupo: genauer gesagt Bungee Jumping und Extreme Swing. Es hatten alle die Möglichkeit für weitere 150-170$ einen Adrenalinkick zu buchen. Hanjo und ich haben wirklich überlegt gemeinsam die Extreme Swing zu machen, haben uns dann aber aufgrund des Preises dagegen entschieden. Letztendlich hat man dann für diese Tour doch ne ganze Menge Geld bezahlt und wir wollen schließlich noch mal auf eigene Faust nach Taupo – einfach weil es dort sooo schön ist ❤ Also die Extreme Swing ist noch nicht ganz aus unseren Köpfen, aber ich kann an dieser Stelle alle beruhigen, ich werden mich nicht kopfüber irgendwo herunterstürzen und einen Bungee Jump machen 😉

Wir haben noch bei ein paar Leuten zugeschaut und haben uns dann zu Fuß zu den Hot Pools aufgemacht. Und mit Hot meine ich wirklich Hot. Die sind nicht nur so Badewannentemperatur, sondern haben „Kochendheißes-Wasser-Verbrennungspotenzial“. Taupo liegt im Thermalgebiet Neuseelands und ist somit ein wirkliches Naturspektakel. Wir saßen im Waikato River und wären die Füße im eiskalten Wasser lagen, war es am Rücken ganz schön heiß und von heiß zu kalt war eine wirkliche Zentimeterangelegenheit , kein fließender Übergang, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Nach den Hot Pools und nachdem alle anderen mit ihren Bungeesprüngen fertig waren, hat uns der Bus wieder eingesammelt und es ging weiter zu den Huka Falls – sehr bekannten Wasserfällen Neuseelands und sehr schön anzusehen. Das gute hierbei, man muss nirgendwo hinwandern sondern kann direkt davor parken – hat auch mal was 🙂

Die Huka Falls waren unser letzter Zwischenstopp, danach ging es für uns mit dem Bus ins Hotel. Wir haben die Nacht im „The Park Hotel Ruapehu“ verbracht, was ich wirklich empfehlen kann. Die Zimmer waren sehr niedlich eingerichtet, sehr sauber und das Essen war auch sehr gut. Gemeinsam mit einem angehenden Sportlehrer (dreimal dürft ihr raten, worüber er und Hanjo die ganze Zeit geredet haben 😉 ) und DEM Mathe-Physik-IT-Nerd aus Bayern (der seinen Mund einmal aufgemacht hat und nicht mehr aufgehört hat zu reden, nett war er trotzdem) haben wir die Nacht über in dem Zimmer verbracht. Die Jungs waren abends noch ein Bier trinken, während ich nur noch geduscht habe und dann ins Bett gefallen bin. Ich mein als Sportskanone hätte ich so viel Schlaf ja gar nicht gebraucht, um am nächsten Tag ein ordentliches Workout hinzulegen, aber man macht ja nicht alle Tage eine 7-9 stündige Wanderung… haha wenn jetzt irgendwer denkt „Ist die dumm?! Sie war weder jemals wandern noch macht sie regelmäßig Sport und jetzt will sie den Tongariro besteigen?!“ dann habt ihr richtig gedacht!! Dabei wollte ich doch nur diesen blöden blauen See sehen …

Aber zurück zu dem Moment, als noch alles in bester Ordnung war und ich ganz naiv dachte, ich besteige jetzt mal eben einen Berg..

Samstag morgen wurden wir (tatsächlich) von unserem Guide um 6.30 Uhr geweckt, um sieben Uhr haben sich dann alle am Shuttle Bus eingefunden, in dem uns dann erstmal Frühstück ausgeteilt wurde (Croissant, Banane, Kakao/Energie/Protein/Was-auch-immer-Drink) und auf ging es zum Parkplatz am Tongariro, der quasi der Startpunkt für das Crossing war. Es wurde noch schnell ein Gruppenfoto gemacht und dann ging es los. Die ersten Kilometer ging es nur geradeaus, durch eine sehr schöne und einzigartige alpine Natur. Unten am Berg war es noch relativ warm und wir haben uns gefühlt hundertmal mit Sonnencreme eingecremt, um uns vor den gefährlichen UV-Strahlen Neuseelands zu schützen (hier wird man tatsächlich bei Regenwetter braun, da wir so nah um Ozonloch dran sind – nicht dass ich nicht immer noch blass aussehe, als wäre ich im Krankenhaus gewesen, aber andere Leute werden hier braun). Starthöhe sind 1100m und bis zu den Soda Springs (ca. 1-1 1/2 Stunden) steigt der Weg nur leicht an, also alles leicht zu schaffen. Und dann beginnt der allerschlimmste Teil, man steigt den Berg empor auf 1886m: mit TREPPENSTUFEN !! Und man denkt sich nur so, wer hat diesen sch*** Berg gebaut ?! Jetzt darf sich jeder vorstellen wie es ist eine 800 Meter hohe Treppe hochzulaufen und zwar nicht auf kleinen „Stüfchen“ – NEIN AUF RICHTIGEN FAST KNIEHOHEN STUFEN !! Das Ganze nennt sich dann netterweise auch noch „Devil’s Staircase“ (Treppenhaus des Teufels). Der schlimmste Teil der Stufen erstreckt sich „nur“ über 200m Aufstieg, dennoch muss ich sagen, dass ist der Punkt an dem ich nicht mehr wollte. An dem ich auch kein Spaß mehr hatte. Mein Puls ist gerast, mein Herzschlag habe ich regelrecht gehört und meine Beine haben gezittert und sich wie Wackelpudding angefühlt. Wir haben nach jedem Treppenabsatz eine Pause gemacht, damit sich mein Puls wieder beruhigen kann. Zwischendurch gab es dann immer mal kleine Stücke, auf denen man einfach gradeaus gehen konnte, was wirklich eine Wohltat für die Beine war. Auf 1600 Meter haben wir es dann zum immer noch aktiven Red Crater geschafft, auch hier wurde erstmal ein Gruppenbild gemacht. Eigentlich war es nur ein Teil der Gruppe, da jeder in seinem eigenen Tempo wandern konnte.

Nach 4 Stunden Wanderung, knapp 800 Meter Höhenunterschied, hunderten von Treppenstufen und rasendem Puls haben wir es dann endlich geschafft: Lake Emerald. Der Grund, warum ich diese Wanderung machen wollte. Und das war einfach so unfassbar schön und so unwirklich. Inmitten von vulkanischer Natur, inmitten von Nichts : türkisblaue Seen, mit einer orangefarbenen „Kante“ und Schwefelrauch der über den Berg gekrochen kommt. Wie auf einem anderen Planeten…

Der Weg nach unten war ganz schön holprig, fast jeder hat sich da ein paar Mal auf seinen Hintern gesetzt, denn es war ganz schön steil und der Untergrund nicht wirklich fest. Man ist quasi heruntergeschlittert. Nach ein paar Fotos und einer größeren Lunchpause ging es dann zum Parkplatz. An sich fühlte es sich an wie der Rückweg, nur das der Rückweg noch einmal genauso lang war wie der „Hinweg“ zum Lake. Und nach jedem Bergab gab es zu meiner Enttäuschung auch wieder ein Bergauf. Als würden die Beine nicht schon genug schmerzen. Vorbei am „Blue Lake“ und einer verlassenen Hütte ging es dann irgendwann in Schlangenlinien bergab. Das ging ganz schön auf die Knie, mal abgesehen davon, dass man die eh schon nicht mehr gespürt hat und die Beine total weich waren. Das letzte Stück durch einen Regenwald und nach der never-ending-story haben wir es nach 7 1/2 Stunden (eine Zeit auf die ich sehr sehr sehr stolz bin!!) zum Parkplatz geschafft.

Auch wenn der Tongariro Crossing der bekannteste und frequentierteste Wanderweg in Neuseeland ist, sollte man ihn nicht unterschätzen. 2006 sind dort sogar zwei Menschen gestorben. Viele Menschen wissen nicht, dass sie sich dort in alpinen Gelände bewegen, geschweige denn was „Alpin“ überhaupt bedeutet. Denn auch bei Sonnenschein sollte man Schlechtwetterkleidung mitnehmen. Im Tal kann das Wetter komplett anders sein, wie oben an den Cratern. Technisch ist der Wanderweg leicht zu schaffen, konditionell sieht es da schon anders aus. Ich als „Sportmuffel“ bin ziemlich an meine Grenzen gekommen, obwohl ich kein Problem habe lange Strecken am Stück zu gehen und auch lange unterwegs sein kann ohne zu sitzen. Für sportliche Menschen ist es wirklich  gut zu schaffen, obwohl auch Hanjo danach gesagt hat, wenn er gewusst hätte, wie anstrengend das ist, hätte er es sich vorher nochmal genauer überlegt. Für Wanderer sicherlich ein „Kinderspiel“.

Fast ein bisschen unwirklich, dass wir das geschafft haben und vor allem in einer so guten Zeit. Man kann uns ja fast als professionelle Wanderer bezeichnen 😉

Am Parkplatz wurden wir vom Shuttle abgeholt, zum Hotel zurückgebracht, wo alle noch einmal auf die Toilette gegangen sind und ihre Wasserflaschen aufgefüllt sind und dann ging es auch schon zurück nach Auckland. Wir sind sehr viel später angekommen als geplant und somit hatten Hanjo und ich eine kurze Nacht. Nur mit dem Unterschied, dass ich am nächsten Tag früh hoch musste und einen 10-stündigen Tag vor mir hatte und der faule Sack frei hatte und ausschlafen konnte. Da fragt man sich wer hier hart im Nehmen und sportlich ist 😉 ❤

Fazit: Ich kann es jedem nur empfehlen mit studenttravels das Tongariro Crossing zu machen, vor allem wenn man eher Anfänger im Wandern ist. Es war super organisiert, hat Spaß gebracht und hatte ein gutes Preis-Leistung-Verhältnis! Generell sollte man das Tongariro Crossing einmal gemacht haben, wenn man schon in Neuseeland ist. Einmal und nie wieder, aber wenn man die Zähne zusammen beißt ist es auf jeden Fall zu schaffen. Der Weg wird nicht umsonst von fast 700 Wanderern täglich gemeistert und gehört zu den 10 Great Walks of New Zealand.

Meine persönlichen Tipps:

  1. Keine falschen Erwartungen – Da dieser Wanderweg so beliebt ist, wird er gerne mal unterschätzt, auch von uns! Er ist zwar technisch nicht schwierig und setzt keine professionelle Wanderausrüstung voraus, dennoch sollte man sich Gedanken darüber machen, ob man konditionell und gesundheitlich dazu in der Lage ist und sich bewusst darüber sein, dass man knapp 20km Berge rauf und runter wandert und das nicht ohne ist!
  2. Ausreichend informieren – Das wurde uns zum Glück ja fast abgenommen durch unseren Guide. Dennoch sollte man sich intensiv damit beschaffen und das ganze nicht wie einen kleinen spontanen Strandspaziergang behandeln. Selbst bei sommerlichen Temperaturen kann auf dem Berg Schnee liegen und unterwegs gibt es kein Trinkwasser. Das nötige Wissen über Ausstattung und Wetterlage sollte also vorhanden sein. Womit wir auch zum nächsten Punkt kommen.
  3. Die richtige Ausrüstung – Je nach Wetterlage sollte man sich entsprechend kleiden und auch im Sommer mehrere wärmende Kleidungsschichten dabei haben, da die Temperaturen stark fallen können und das Wetter in Neuseeland generell ziemlich unentschlossen ist und stark und unvorhergesehen schwankt. 1,5- 2 Liter Wasser sollte man auf jeden Fall dabei haben. Hanjo hatte sogar 4 Liter mit, da er schon im Alltag relativ viel trinkt. Essen sollte energiereich sein, aber nicht zu schwer im Magen liegen. Perfekt sind leichte Salate (z.B. mit Quinoa) oder Sandwiches. Müsliriegel, ’ne Banane und ein paar Cracker und man ist gut ausgestattet. Auch wenn man so lange unterwegs ist, der Hunger setzt er so richtig nach der Wanderung ein. Während der Wanderung ist man viel zu erledigt und noch „mittendrin“ um so richtig zu essen. Da kann man sich das zusätzliche Gewicht lieber ersparen. Ganz wichtig sind auch eine Kopfbedeckung und Sonnencreme (in Neuseeland ist die Sonne am gefährlichsten (!!), ganz besonders auf einem Berg).

A VERY MERRY CHRISTMAS & ’nen guten Rutsch !!

Meine Weihnachtswünsche an euch ❤

Ich wünsche allen ein wunderschönes Weihnachtsfest mit euren Liebsten, einem tollen Essen, schönen Geschenken und ganz viel Harmonie! Für mich ist dieses Jahr ja eigentlich erst am 25. Dezember Weihnachten, morgens in aller Früh, aber Hanjo und ich sind einfach mal ganz ignorant und feiern am 24 😉 Obwohl wir versuchen unser Weihnachten so schön es geht zu gestalten, wird es nicht das selbe sein daher werde ich  auch unsere ganzen Weihnachtstraditionen vermissen!

Genießt Heiligabend und den 1. und 2. Weihnachtstag in vollen Zügen. Ich werde an meine Lieben zuhause denken ❤ und feiert ordentlich in das neue Jahr hinein! ❤

 

Ganz viele Umarmungen und Küsschen aus Neuseeland vom Strand<3

 

Quelle: Titelbild

A nightmare came true – mit happy End

Mein absoluter Altraum ist wahr geworden – mir wurde mein Portemonnaie gestohlen. Mit allen meinen Dokumenten: mein deutscher Führerschein, mein internationaler Führerschein, meine EC-Karte, meine deutsche Kreditkarte, meine neuseeländische Karte, mein Personalausweis, meine AT-Bahnfahrkarte (Neuseeland)… einfach alle wichtigen Dokumente…

Aber alles auf Anfang: Ich bin gemeinsam mit Jasper Freitag Mittag zu Huckleberry gefahren, um für die Familie ein paar Erledigungen zu machen. Das ist ein Bioladen, in dem wir immer Nüsse, Quinoa, Couscous, Linsen und solche Dinge kaufen, da die Qualität sehr viel besser ist, als in den normalen Supermärkten. Dort habe ich mein Portemonnaie das letzte Mal benutzt. Im Auto habe ich dann noch den Kassenbon aus meinem Portemonnaie geholt, um den Kassenbon zu fotografieren und Abi zu schicken, damit sie weiß, wie viel Geld sie mir überweisen muss. Danach sind wir zu Pak’n’Save gefahren, das ist eine der riesigen neuseeländischen Supermarktketten, da ich noch ein paar Snacks für Hanjos und mein Wochenende einkaufen wollte. Wir sind wirklich ohne Umwege direkt zu der Süßigkeitenabteilung gegangen. An der Kasse angekommen konnte ich mein Portemonnaie in meiner Tasche nicht finden. Ich habe mir erstmal keine Sorgen gemacht, der Kassiererin erklärt, ich hätte mein Portemonnaie wohl noch im Auto und gefragt, ob ich die Einkäufe kurz stehen lassen und schnell zu Auto rennen könnte. Gesagt. Getan. Am Auto angekommen habe ich dann wirklich alle Sitze umgeklappt, nach vorne und nach hinten geschoben, die Matten hochgehoben, in alle Fächer und Türen geguckt.. doch keine Spur von meinem Portemonnaie. Da setzte dann Panik ein. Ich war mir doch so sicher, ich hätte es noch in meiner Tasche gehabt, als ich Pak’n’Save betreten habe ?!

Also sind wir wieder in den Laden zurück und den Weg noch einmal abgelaufen, in der Hoffnung, ich habe es nur fallen gelassen. Immer noch nichts! Also wieder zur Kasse und der Kassiererin (unter Tränen erkärt) erklärt, mein Portemonnaie sei weg, womöglich gestohlen. Also ging es auf zum Serviceschalter, an dem ich all meine Kontaktdaten aufgeschrieben habe und die mir angeboten haben, die Sicherheitskameras zu checken, nachdem ich nochmal in den anderen Läden nachgucke, ob ich es dort nicht verloren habe.

Also sind Jasper und ich wieder zurück zu Huckleberry gefahren, nur um dort wieder völlig verheult, verzweifelt und aufgelöst den Mitarbeitern zu erklären, dass mein Portemonnaie verschwunden sei und ich es hier das letzte Mal benutzt hätte. Die zwei Mitarbeiter waren einfach die liebsten Menschen überhaupt, haben versucht mich zu beruhigen, mich auf einen Stuhl gesetzt, mir einen Kaffe gekocht und gemeinsam den ganzen Laden durchsucht. Auch hier wurde mir angeboten, die Überwachungsaufnahmen zu checken. Da mir aber klar war, dass ich das Portemonnaie noch im Auto hatte, bevor wir den Parkplatz verlassen haben, habe ich dankend abgelehnt und nachdem ich mich beruhigt habe wieder auf den Weg zurück zu Pak’n’Save gemacht. Im Laden angekommen kam mir gleich die Dame vom Service Counter entgegen. JEMAND HÄTTE MEIN PORTEMONNAIE GEFUNDEN UND ABGEGEBEN!!! Da hätte ich am liebsten gleich wieder losgeheult, aber diesmal vor Freude!!

Angeblich hat eine Frau das in der Ölabteilung (??!!) gefunden, in der es ein Mann fallen gelassen hat und sie wollte es ihm zurückgeben, hat dann aber gesehen, dass die Bilder auf den Führerscheinen und Ausweisen zu weiblich aussehen … Es war alles vorhanden, nur 10$ Bargeld fehlten. Mir wurde angeboten, die Polizei zu verständigen. Ich muss aber zugeben, ich hatte keine Nerven mehr, mich mit dem bürokratischen Kram auseinanderzusetzen und irgendwelche weiteren Sachen in einem fremden Land, in einer fremden Sprache und mit einem Kleinkind an der Hand zu regeln. Wer weiß, wie verzweifelt diese Person war, dass sie diese 10$ so viel nötiger hatte, als ich es tat. Ich war einfach nur überglücklich meine wichtigen Dokumente zu haben. Ich meine, was wäre das für ein bürokratischer Aufwand gewesen, alles zu beantragen, alles zu erhalten, während man am anderen Ende der Welt ist… Ich hätte nicht mehr Auto fahren können und wäre nicht mehr an mein Geld herangekommen und das alles zu regeln hätte sicherlich Wochen über Wochen gedauert…!!!

Meine Karten habe ich nicht sperren lassen, aber vorsichtshalber bei der Sparkasse unter der Notfallhotline angerufen, damit sie den Vorgang stoppen, falls jemand versucht Geld abzuheben, denn rein theoretisch brauchen sie ja nur die Nummern auf der Karte. Bis jetzt ist aber nichts passiert.

Ja, das waren sie.. die schlimmsten zwei Stunden meines Lebens… Und ich weiß nicht, woher dieses Pech kommt, aber in den letzten zwei Monaten sind mir so die worst cases passiert, die mir noch nicht einmal zuhause passiert sind: jemand fährt das Auto an, der Reifen platzt beim Fahren, mein Portemonnaie wird gestohlen … Das war dann wohl die ultimative Vorbereitung auf das richtige Leben… (immerhin kann ich jetzt ganz viele spezielle englische Vokabeln – die ich hoffentlich nicht wieder in meinem Leben brauche!)..

 

Quelle: Titelbild

Auckland – Night Noodles Market

Ich war am zweiten Dezemberwochenende gemeinsam mit meinen amerikanischen und meiner finnischen Freundin auf dem Night Noodles Market in Auckland. Das Ganze ist vergleichbar mit einem kleinen Foodfestival, nur dass es in diesem Fall ausschließlich  asiatische Gerichte gab. Aber so gut wie alle asiatischen Nationalitäten waren vertreten und sooo lecker, dass ich mich gar nicht entscheiden konnte, viel zu viel gegessen habe und definitiv zu viel Geld ausgegeben habe. Der Markt fand im Victoria Park statt und begann gegen 5pm. Je dunkler es wurde, desto schöner wurde die Atmosphäre mit den alle den beleuchteten Lampions und Lichterketten.

AuPair-Küche: Zuckerstangen Plätzchen

In der Weihnachtsbäckerei… ist zurzeit Sommer, aber hey. Heute haben Jasper und ich Zuckerstangen Plätzchen gemacht und ich muss sagen, der Kleine ist ganz schön talentiert für seine 3 Jahre 😉 (und ne ganze Menge Spaß beim Teig rollen und einfärben hatte er auch 🙂 )

Zutaten:

  • 250 g Butter
  • 150 g Puderzucker
  • 1 Ei, (Kl. M)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 450 g Mehl
  • 2 Tl Backpulver
  • Lebensmittelfarbe (für braun eignet sich auch Kakaopulver gut)

Zubereitung:

  1. Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

  2. Butter, Mehl und Backpulver mit den Händen vermengen. Dann den Zucker ebenfalls untermischen.

  3. Das Ei und den Vanillezucker zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.

  4. Teig in 2 bis 3 Portionen teilen und entsprechend einfärben. Teigkugeln in Klarsichtfolie wickeln und 30 -40 min kühlen.

  5. Gekühlten Teig kurz durchkneten. Jeweils 2 gleichgroße Stücke abtrennen und zu dicken, langen Strängen rollen. Die Stränge umeinanderwickeln und glatt rollen und zu Zuckerstangen formen.

  6. Die Stangen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im vorgeheizten Ofen ca. 10-15 min hell backen. Auf einem Rost auskühlen lassen.