A nightmare came true – mit happy End

Mein absoluter Altraum ist wahr geworden – mir wurde mein Portemonnaie gestohlen. Mit allen meinen Dokumenten: mein deutscher Führerschein, mein internationaler Führerschein, meine EC-Karte, meine deutsche Kreditkarte, meine neuseeländische Karte, mein Personalausweis, meine AT-Bahnfahrkarte (Neuseeland)… einfach alle wichtigen Dokumente…

Aber alles auf Anfang: Ich bin gemeinsam mit Jasper Freitag Mittag zu Huckleberry gefahren, um für die Familie ein paar Erledigungen zu machen. Das ist ein Bioladen, in dem wir immer Nüsse, Quinoa, Couscous, Linsen und solche Dinge kaufen, da die Qualität sehr viel besser ist, als in den normalen Supermärkten. Dort habe ich mein Portemonnaie das letzte Mal benutzt. Im Auto habe ich dann noch den Kassenbon aus meinem Portemonnaie geholt, um den Kassenbon zu fotografieren und Abi zu schicken, damit sie weiß, wie viel Geld sie mir überweisen muss. Danach sind wir zu Pak’n’Save gefahren, das ist eine der riesigen neuseeländischen Supermarktketten, da ich noch ein paar Snacks für Hanjos und mein Wochenende einkaufen wollte. Wir sind wirklich ohne Umwege direkt zu der Süßigkeitenabteilung gegangen. An der Kasse angekommen konnte ich mein Portemonnaie in meiner Tasche nicht finden. Ich habe mir erstmal keine Sorgen gemacht, der Kassiererin erklärt, ich hätte mein Portemonnaie wohl noch im Auto und gefragt, ob ich die Einkäufe kurz stehen lassen und schnell zu Auto rennen könnte. Gesagt. Getan. Am Auto angekommen habe ich dann wirklich alle Sitze umgeklappt, nach vorne und nach hinten geschoben, die Matten hochgehoben, in alle Fächer und Türen geguckt.. doch keine Spur von meinem Portemonnaie. Da setzte dann Panik ein. Ich war mir doch so sicher, ich hätte es noch in meiner Tasche gehabt, als ich Pak’n’Save betreten habe ?!

Also sind wir wieder in den Laden zurück und den Weg noch einmal abgelaufen, in der Hoffnung, ich habe es nur fallen gelassen. Immer noch nichts! Also wieder zur Kasse und der Kassiererin (unter Tränen erkärt) erklärt, mein Portemonnaie sei weg, womöglich gestohlen. Also ging es auf zum Serviceschalter, an dem ich all meine Kontaktdaten aufgeschrieben habe und die mir angeboten haben, die Sicherheitskameras zu checken, nachdem ich nochmal in den anderen Läden nachgucke, ob ich es dort nicht verloren habe.

Also sind Jasper und ich wieder zurück zu Huckleberry gefahren, nur um dort wieder völlig verheult, verzweifelt und aufgelöst den Mitarbeitern zu erklären, dass mein Portemonnaie verschwunden sei und ich es hier das letzte Mal benutzt hätte. Die zwei Mitarbeiter waren einfach die liebsten Menschen überhaupt, haben versucht mich zu beruhigen, mich auf einen Stuhl gesetzt, mir einen Kaffe gekocht und gemeinsam den ganzen Laden durchsucht. Auch hier wurde mir angeboten, die Überwachungsaufnahmen zu checken. Da mir aber klar war, dass ich das Portemonnaie noch im Auto hatte, bevor wir den Parkplatz verlassen haben, habe ich dankend abgelehnt und nachdem ich mich beruhigt habe wieder auf den Weg zurück zu Pak’n’Save gemacht. Im Laden angekommen kam mir gleich die Dame vom Service Counter entgegen. JEMAND HÄTTE MEIN PORTEMONNAIE GEFUNDEN UND ABGEGEBEN!!! Da hätte ich am liebsten gleich wieder losgeheult, aber diesmal vor Freude!!

Angeblich hat eine Frau das in der Ölabteilung (??!!) gefunden, in der es ein Mann fallen gelassen hat und sie wollte es ihm zurückgeben, hat dann aber gesehen, dass die Bilder auf den Führerscheinen und Ausweisen zu weiblich aussehen … Es war alles vorhanden, nur 10$ Bargeld fehlten. Mir wurde angeboten, die Polizei zu verständigen. Ich muss aber zugeben, ich hatte keine Nerven mehr, mich mit dem bürokratischen Kram auseinanderzusetzen und irgendwelche weiteren Sachen in einem fremden Land, in einer fremden Sprache und mit einem Kleinkind an der Hand zu regeln. Wer weiß, wie verzweifelt diese Person war, dass sie diese 10$ so viel nötiger hatte, als ich es tat. Ich war einfach nur überglücklich meine wichtigen Dokumente zu haben. Ich meine, was wäre das für ein bürokratischer Aufwand gewesen, alles zu beantragen, alles zu erhalten, während man am anderen Ende der Welt ist… Ich hätte nicht mehr Auto fahren können und wäre nicht mehr an mein Geld herangekommen und das alles zu regeln hätte sicherlich Wochen über Wochen gedauert…!!!

Meine Karten habe ich nicht sperren lassen, aber vorsichtshalber bei der Sparkasse unter der Notfallhotline angerufen, damit sie den Vorgang stoppen, falls jemand versucht Geld abzuheben, denn rein theoretisch brauchen sie ja nur die Nummern auf der Karte. Bis jetzt ist aber nichts passiert.

Ja, das waren sie.. die schlimmsten zwei Stunden meines Lebens… Und ich weiß nicht, woher dieses Pech kommt, aber in den letzten zwei Monaten sind mir so die worst cases passiert, die mir noch nicht einmal zuhause passiert sind: jemand fährt das Auto an, der Reifen platzt beim Fahren, mein Portemonnaie wird gestohlen … Das war dann wohl die ultimative Vorbereitung auf das richtige Leben… (immerhin kann ich jetzt ganz viele spezielle englische Vokabeln – die ich hoffentlich nicht wieder in meinem Leben brauche!)..

 

Quelle: Titelbild

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