Let’s talk about: Heimweh

Vom Heimweh bin ich eigentlich ganz gut verschont geblieben. Ich muss aber dazu sagen, dass ich damit noch nie wirklich Probleme hatte. Tschüss sagen ist sch***, aber sobald ich unterwegs bin, fühle ich mich ziemlich schnell überall wohl und beschäftige  mich viel, sodass ich gar kein Heimweh bekommen kann.

Doch irgendwann ist immer das erste Mal. Und in der Vorweihnachtszeit hat es mich nun tatsächlich erwischt. Für mich war es ganz schlimm von Freunden auf den sozialen Netzwerken Bilder von Weihnachtsmärkten, Hamburg, Lübeck und Bad Oldesloe zu sehen. Das hat mich regelrecht überrumpelt. Mir fehlt einfach unglaublich diese Weihnachtsstimmung, die deutschen Weihnachtsmärkte, das sinnliche Beisammensein von Familie und Freunden, die Kälte, das Einkuscheln auf dem Sofa mit einem Tee und einem Lebkuchen, ja selbst der Weihnachtsstress fehlt mir … Und wenn man dann auf Snapchat und Instagram, Facebook und WhatsApp Bilder sieht, von der Weihnachtszeit in der Heimat, von den Märkten und den Orten zuhause, die man sonst jedes Jahr im Dezember so sehr genießt, dann tut das ganz schön doll weh… Mir kamen da tatsächlich das eine oder andere Mal schon die Tränen. Nur kurz. Ich will jetzt hier kein Drama daraus machen, aber das sind so kleine alltägliche Dinge, die einen kurzzeitig traurig stimmen. Man möchte dann am liebsten mit der Familie telefonieren, einen Flug buchen, alles abbrechen und Nachhause fliegen. Aber das sind eben die Dinge, die man grade nicht machen sollte. Und das weiß ich auch.. schwer fällt es mir trotzdem..

Ich bin einfach nur froh, wenn ich die Weihnachtszeit hinter mich gebracht habe und ich mich dann wieder auf andere Dinge konzentrieren kann 🙂

 

 

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AuPair-Küche: Banana Loaf

Ich muss sagen, ich mag Bananen eigentlich nur in ihrer ursprünglichen Form, ohne Schnickschnack, nicht gebacken, nicht gebraten, nicht ummantelt, einfach so.. aber der Kuchen hat mich ein bisschen an meiner Einstellung zweifeln lassen 😉

Wenn man mit Kindern backt sieht die ganze Küche aus, als hätte ein Tornado die Küche verwüstet. Das habe ich bei meinem ersten Backversuchen mit den Jungs schnell gemerkt und daraus gelernt. Die Beiden wollen nämlich alles machen – beide das gleiche selbstverständlich- brauchen natürlich keine Hilfe, und eigentlich wird auch mehr neben die Schüssel gekippt als in die Schüssel und die Hälfte des Kuchenteiges ist sowieso auf wunderbare Weise verschwunden, bevor wir den Kuchen backen können. Mittlerweile messe und wiege ich alle Sachen bereits vorher ab und packe sie in verschiedene Schüsseln, so dass jeder mal was zusammenmixen kann und ich nebenbei den Kuchenteig vor Diebstahl schützen kann. Das klappt eigentlich ganz gut und dann ist das Chaos auch nur noch halb so schlimm. Viel schlimmer ist die Tatsache, dass man am Ende nicht die Schüssel auslecken kann und was von dem Teig abtreten muss.. das fällt mir ganz schön schwer 😀 vielleicht muss ich anfangen wie gewisse andere Leute (öhööm.. Cata..) einfach doppelt so viel Teig zu machen, damit man die Hälfte zum Essen hat 😉 😀

Aber zurück zum Kuchen: der ist die beste Möglichkeit braune matschige Bananen aufzubrauchen, die eh keiner mehr essen will. Generell schmeckt der nicht so ganz „streng“ nach Banane, sondern wird eher durch den Fruchtzucker der Banane gesüßt. Die Zubereitung dauert nur 5-10 Minuten, backen muss er allerdings 45-55 Minuten, also dennoch Zeit einplanen!

Zutaten:

  • 220 g Mehl
  • 1 EL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 100g Zucker
  • 2 Eier
  • 60ml Milch
  • 75 g geschmolzene Butter
  • 2 matschige Bananen

Zubereitung:

  1. Das Mehl mit dem Zucker, Backpulver und dem Salz in einer Schüssel vermengen
  2. In einer anderen Schüssel Milch und Butter mixen und die Bananen mit einer Gabel zerdrücken und hinzugeben.
  3. Alles zusammen vermengen, bis sich die Zutaten verbunden haben.
  4. Im vorgeheizten Backofen den Kuchen in einer 22cm Kastenform bei 180 Grad für 45 bis 55 Minuten backen! Danach noch gute 10 Minuten in der Form lassen, bevor man den Kuchen aus der Form stülpt.

Ich weiß, die Bananen auf dem ersten Bild sind nicht matschig, aber auch nur, weil matschige Bananen hässlich sind und das Bild nicht wirklich schöner ausgesehen hätte 😉 Zum Backen habe ich aber matschige Bananen genommen 🙂

Happy Birthday Jasper!!

Wir haben vor ein paar Tagen Jaspers 3. Geburtstag gefeiert. Es gab ein leckeres Picknick im Cornwall Park mit Freunden und Familie.

Den Tag davor habe ich schon fleißig eine Torte gebacken bzw. die 3 Böden und Jaspers Geschenke eingepackt (ein paar Dinge ändern sich halt auch am anderen Ende der Welt nicht 😉 ) um Abi und Lauch ein bisschen Arbeit abzunehmen. Am frühen Morgen danach war dann um 7 Uhr morgens schon Geschenke auspacken angesagt und ich habe mich tatsächlich auch aus dem Bett gequält, nur um danach nicht mehr schlafen zu können 😦 Danach war dann großes Küchenchaos angesagt als gefühlt Millionen von Sandwiches, Fruchtspiesse, Sausagerolls, und und und zubereitet wurden – aus der Angelegenheit war ich dann zum Glück raus 😉 Gegen Mittag sind wir dann alle Richtung Cornwall Park (mehr zum Park gibt es übrigens hier) gedüst und haben alles aufgebaut, das „Buffet“, die Snacks, Willkommensdrinks, Spiele für die Kinder,… Nach und nach sind dann alle Gäste eingetrudelt. Jasper war super aufgeregt, hat voller Vorfreude seine Geschenke aufgerissen und als ganz vorbildlicher Gastgeber allen sofort einen Drink in die Hand gedrückt -früh übt sich 😀

Insgesamt war es ein super süßer Tag und Jasper war überglücklich!

Titelbild: Pinterest

Let’s talk about: Die Kinderfreundlichkeit der Neuseeländer und was sie dennoch von Deutschland lernen können

Über die Kinderfreundlichkeit von Ländern habe ich mir ehrlich gesagt nie wirklich Gedanken gemacht und den Teil in Reiseführern auch immer übersprungen. Ich glaube man muss auch selber erst ein Kind haben, um sich über so etwas Gedanken zu machen.. Nun gut, das Kind habe ich nun, ist zwar nicht meins, aber mein Alltag ist nach einem Kind ausgerichtet und mir sind eine ganze Menge Dinge aufgefallen..

Generell sind die Neuseeländer sehr sehr kinderfreundlich. Bei den Maori spielen die Kinder sogar die Hauptrolle der Familie und das ist deutlich zu spüren in kleinen alltäglichen Dingen.

  1. Im Supermarkt liegt häufig frisches Obst in einem Korb aus für Kinder – KOSTENLOS! Und während Jasper an seiner Banane herumkaut, kann ich ganz ohne Stress und schnell einkaufen, ohne dass er den Wagen schieben will und überall gegenfährt, ich ihn ständig einfangen muss oder er getragen werden will während ich versuche mit der anderen Hand meine Einkäufe bzw. den Wagen zu balancieren… alles nicht so prickelnd! Was so ein kleiner Snack alles bewirken kann 😉
  2. Es ist überhaupt kein Problem mit (kleinen) Kindern in Cafés zu gehen. Man wird weder schräg angeguckt, wenn die Jungs sich mal daneben benehmen oder Essen auf den Boden fällt. Außerdem gibt es überall Kindergetränke für 1-2 NZD, was wirklich richtig toll ist. Während man selber seinen Cappuccino genießen kann bekommen die Kinder eine heiße Schokolade oder ein fluffy (Milchschaum) in Kindergröße, in der Regel mit einem Stück Schoki oder Marshmallow serviert 😉 Und da die Getränke so lecker sind und man die innerhalb 1 Minute ausgelöffelt hat und ich noch nicht mal die Chance hatte meinen Kaffee zu trinken, weil der noch viel zu heiß ist, gibt es in vielen Cafés Spielecken, die die Jungs zumindest für ne Weile bei Laune halten 🙂
  3. Dieses Angebot habe ich selbstverständlich noch nicht in Anspruch genommen, denn es ist ja mein Job auf die Jungs aufzupassen und nicht mich selber zu besaßen, aber es gibt in vielen „Einkaufszentren“ eine kostenlose Kinderbetreuung, damit die Eltern in Ruhe ordentlich Geld ausgeben können 😉 Nein, aber an sich eine tolle Sache! Vergleichbar mit dem småll-land im Ikea und alle kommen auf ihre Kosten 😉

Dennoch muss ich sagen, dass die Erziehung und Ausbildung von Kindern in Deutschland wesentlich einfacher gestaltet wird. Es ist fast lächerlich, dass sich Leute in Deutschland über eine winzige prozentuale Erhöhung der Kita-Kosten aufregen, wenn man bedenkt, dass Eltern hier für ihre Kinder hunderte von Doller für Kindergarten, Day-Care und Schule pro Woche ausgeben müssen. Eine gewisse Stundenanzahl im Kindergarten wird tatsächlich von der Regierung übernommen. Alles was darüber hinausgeht müssen die Eltern bezahlen und das ist nicht grade wenig. Day-Care sprengt jeglichen Rahmen (hier gibt es auch diverse kostenlose/kostengünstige Alternativen) und ist kaum zu bezahlen. Das ist auch der Grund, warum so viele Familien in Neuseeland und Australien AuPairs bei sich aufnehmen, mal von der zumeist liebevollen, individuellen Betreuung und des kulturellen Austausches abgesehen. Es ist doch tatsächlich günstiger eine weitere Person mit Essen, Wasser, Strom, Internet,..zu versorgen (was hier absolut nicht günstig ist!!) und dieser dann auch noch ein wöchentliches Gehalt zwischen 200 und 300 Doller zu zahlen, als das Kind in eine andere Betreuung zu geben. Das muss man sich erstmal durch den Kopf gehen lassen. Kostenlose ärztliche Betreuung (ab einem gewissen Alter) und andere Vorteile für Eltern und Kind sind hier auch nicht aufzufinden.

Ich muss sagen, in diesem Momenten lerne ich immer wieder unser tolles, soziales Deutschland zu schätzen, in dem es für so gut wie alles Unterstützung gibt und auch wenn sich immer alle über hohe Steuern und und und beschweren… wir haben es ganz schön gut!!

Auckland: One Tree Hill Domain & Cornwall Park

Dieser wunderschöne und riesige Park hat es mir wirklich angetan. Die Antwort auf das Warum und ein paar stichfeste Beweise liefere ich in diesem Blogpost 😉

Dieser Park ist einer meiner liebsten, denn..

  1. er ist riesengroß !! Also jetzt wirklich rieeeeesengroß!
  2. Und mit all den Schafen, die frei herum herum rennen, dem Vulkan, den Vögeln, dem saftig grünem Gras und einfach diese gesamte Atmosphäre geben dir das Gefühl, dass du dich irgendwo auf dem Land befindest und nicht „mitten“ in einer Großstadt!
  3. Er beherbergt eines meiner liebsten Cafés, dem Cornwall Park Café. Mehr dazu gibt es im Post mit meinen 3 Lieblingscafés in den Vororten von Auckland: hier !
  4. Der Spielplatz erreicht eine neue Dimension unter den Spielplätzen 😉 Es gibt dort nichts, was es nicht gibt und die Jungs könnten dort wirklich Stunden über Stunden verbringen (tun wir gelegentlich auch 🙂 ) und ich möchte am liebsten wieder Kind sein. (Glücklicherweise sind die Jungs dabei, so denken alle ich spiele mit ihnen und nicht, weil ich selber so viel Spaß dabei habe 😀  aber pssst …)
  5. Auf dem höchsten Punkt hat man eine fantastische Aussicht auf Auckland. Es ist sowas wie Mount Eden, nur halt mit viel mehr Park und Erholung drum herum!

Und um jetzt noch stichfeste Beweise zu liefern, hier ein paar Bilder .. ❤

AuPair-Küche: Pasta mit Spinatsauce

Ich habe beschlossen eine neue Kategorie einzuführen: Rezepte. Ich bin wahrlich keine gute Köchin, muss aber als AuPair täglich ein leckeres und vor allem schnelles Gericht zaubern, das auch Kindern schmeckt. Daher ist hier nun meine persönliche Rezeptesammlung..

Ich habe beschlossen, eine neue Kategorie einzuführen: Rezepte.

Da ich so gut und gesund kochen kann und auch super kreativ bin mit der Entwicklung neuer Rezepte habe ich gedacht ich teile mal ganz bescheiden meine Kochkünste mit euch..

Ok Spaß beiseite: Ich bin wahrlich keine gute Köchin und brauche entweder für alles ein Rezept oder aber werfe alles in einen Topf und hoffe, das etwas genießbares dabei herauskommt. Klar, ich weiß wie ich Kleinigkeiten und Standardgerichte zubereite. Wenn ich nichtmal Rührei machen könnte oder nicht wüsste, wie ich Nudeln koche, dann hätte ich die Arbeit als AuPair vermutlich niemals in Erwägung gezogen. Dennoch habe ich zuhause so gut wie nie gekocht, dafür konnten Oma und Papa das viel zu gut ❤ Jetzt als AuPair muss ich aber kochen, und das fast jeden Tag. Oftmals sind wir den Tag über lange unterwegs und kommen erst kurz vor der Abendessenzeit zurück. Die Jungs sind dann schon hungrig und werden ziemlich anstrengend, wenn sie nicht schnell etwas zu Essen bekommen. Kennt man ja von sich selber… Oftmals muss ein Gericht in 15 Minuten fertig sein. Da schnelle und einfache Gerichte ja in jedem Alltag nicht schaden können, habe ich beschlossen, mir hier eine persönliche Rezeptesammlung anzulegen und sie mit Familie und Freunden und wem auch immer 😉 zu teilen, damit ich sie nie wieder vergessen werde und um meiner Familie zu zeigen, dass ich als Sterneköchin nachhause kommen werde 😉

Hier kommt also mein erstes Rezept… *Trommelwirbel* … Pasta mit Spinatsoße oder auch Pasta with green sauce, wie die Jungs das Ganze nennen 🙂 Es ist tatsächlich richtig lecker, auch wenn sich das jetzt erstmal nicht so anhört 😉 und man schummelt den Kindern mal ganz nebenbei Gemüse ins Essen, ohne dass sie das als Gemüse wahrnehmen und anfangen Diskussionen zu führe, ob sie denn wirklich alle veggies essen müssen…

Zutaten:  (4 Personen)

  • Nudeln (Penne oder Spagetti)
  • 1 Knoblauchzehe (wahlweise)
  • 1 Zwiebel
  • 2-3 TL Olivenöl (zum Anbraten der Zwiebeln)
  • 50ml Milch Bzw. nach Geschmack mehr (je nachdem wie cremig die Soße werden soll)
  •  Spinatblätter frisch oder tiefgefroren (ca 2 Hände voll)
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • geriebener Käse (vorzugsweise Parmesan)

Zubereitung: 

  1. Nudeln kochen.
  2. Die Zwiebeln hacken und in einem Kochtopf mit etwas Olivenöl glasig werden lassen. Dann den klein gehakten Knoblauch hinzugeben.
  3. Die Spinatblätter (auftauen lassen) und in Streifen schneiden. Dann in den Kochtopf geben, für ein paar Minuten köcheln lassen und das ganze mit einem Schuss Milch ablöschen. Die Temperatur herunterdrehen und die Milch in dem Kochtopf aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen.
  4. Das Ganze vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Um eine feine Soße zu erhalten die Mischung in einem Mixer geben (notfalls den Pürierstab nehmen) und so lange mixen/pürieren, bis eine ebenmäßige Soße entsteht. Notfalls mit etwas Milch nachträglich verdünnen.
  5. Die Soße mit dem Nudeln und etwas geriebenen Käse anrichten.

Let’s talk about: Wenn es Sommer wird und Weihnachten vor der Tür steht

Bevor ich irgendetwas anderes zu dem Thema schreibe: Können wir bitte einmal den Wortwitz des Titelbildes wertschätzen? Bestimmt lacht nur Fredi mit mir darüber und alle anderen denken sich „Was ist falsch mit ihr?!“, aber damit kann ich ganz gut leben 😉

Ja, was soll ich sagen? Es wird so langsam richtig warm und überall hängt Weihnachtsbeleuchtung. Das passt irgendwie so gar nicht zusammen. Ich liebe Weihnachten. Für mich ist es eines der schönsten Feste, wenn die Familie zusammenkommt und wir einfach den gleichen Tagesablauf wie jedes Jahr haben. Es sind einfach so Traditionen, die man jedes Jahr aufs Neue erlebt. Und dieses Jahr? Bin ich noch nicht annähernd in Weihnachtsstimmung. „Oh Dear“ sind da wirklich die einzigen Worte zu…

Ich werde mich auf jeden Fall überraschen lassen, was an Weihnachten auf mich zu kommt und bin offen für neue Traditionen, dennoch muss ich sagen, dass ich die Weihnachtsstimmung mit allem drum und dran – auch dem Stress um Geschenke, Feiern, Essen, und und und – wirklich sehr vermisse.

Euch allen wünsche ich einen schönen 1. Advent und eine intensive Weihnachtsstimmung!! Man weiß erst, was einem fehlt, wenn man es nicht hat 😉

 

Quelle: Titelbild