Autokauf in Neuseeland

Ich habe ja schon im letzten Post verraten, dass wir uns ein Auto gekauft haben und jetzt rücke ich auch mal mit ein paar mehr Infos raus und wie man ein Auto in Neuseeland findet und was man beachten muss.

Wo finde ich ein Auto?

Ein Auto in Neuseeland zu finden ist nicht grade die allerschwierigste Aufgabe, denn das Land ist von Reisenden überlaufen, die alle Autos suchen und verkaufen. Zudem gibt es ja noch die Einheimischen, die auch ihre Autos verkaufen, um sich ein neues zuzulegen. Wie auch immer es gibt zahlreiche Möglichkeiten, ein Auto in Neuseeland zu finden:

  1. facebook – Ja man glaubt es nicht, aber Facebook ist auch noch zu anderen Dingen gut, als sich nur mit Tiervideos und shitstorms unter irgendwelchen News die Zeit totzuschlagen.  Es gibt zahlreiche Gruppen auf Facebook z.B. „Work and Travel Neuseeland“, „AuPair in Neuseeland“, „Backpackers Cars Buy&Sell New Zealand“ auf denen nicht nur Autos sondern auch viele andere nützliche Dinge zum Verkauf angeboten werden und Gleichgesinnte nach Tipps und Travelmates suchen. Ein Blick in die Gruppen lohnt sich auf jeden Fall! Um es aber auf den Punkt zu bringen, viele Backpacker und auch Einheimische bieten hier ihre Autos zum Verkauf an und man kann ganz leicht mit ihnen in Kontakt treten und eine Testfahrt vereinbaren. Das Gute an diesen Autos: Sie sind oftmals schon mit Backpackerausrüstung (Campingstühle, Gaskocher, Geschirr, Schlafsack,..) ausgestattet.
  2. Buy & Sell Automärkte – An vielen Ecken Neuseelands (vor allem in Auckland) gibt es Automärkte, an denen private Verkäufer ihre Autos gegen einen Preis ausstellen und verkaufen können. Wie genau das ganze abläuft kann ich leider nicht sagen, da wir gar nicht zu so einem Automarkt hingegangen sind. Die Wahrscheinlichkeit dort aber sein Auto zu verkaufen ist wohl recht hoch und wird überwiegend von Einheimischen genutzt.
  3. Am Straßenrand – Ganz nach neuseeländischer Manier und Gelassenheit werden sehr sehr viele Autos einfach am Straßenrand abgestellt und zum Verkauf angeboten, also einfach mal Ausschau halten 😉
  4. „trade-me“ – Funktioniert ähnlich wie Ebay. Besonders praktisch, wenn man nach bestimmten Modellen, Preisen, Farben, etc. sucht, da man die Suchkriterien filtern kann. Eine Plattform auf der übrigens nicht nur Autos verkauft werden.
  5. Über persönliche Kontakte – Einfach mal in der Gastfamilie oder im Hostel nachfragen, denn es gibt immer jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt,.. der sein Auto gerade verkaufen will 😉

Welches Auto soll ich kaufen?

Da muss man sich zunächst fragen, welche Funktion das Auto haben soll: Ist es als reines Stadtauto und Fortbewegungsmittel gedacht? Oder möchte man darin monatelang unterwegs sein, darin leben, schlafen, kochen,.. und sich Unterkunftskosten sparen? Möchte man mit seinem Auto möglichst viele Offroad-Straßen und Gebiete erkundigen und am liebsten jeden Tag am Strand langfahren ? Für wie viele Personen ist es gedacht?

Je nachdem wie man diese Fragen beantwortet, gibt es verschiedene Automodelle. Für uns als Au-Pairs war es zum Beispiel wichtig, dass wir das sowohl im Stadtverkehr nutzen können, als auch für unsere Reisen am Wochenende. Wir müssen also genug Platz zum Schlafen haben, wollen aber nicht ein ganzes Jahr in dem Auto leben und es sollte nicht zu viel Benzin verbrauchen, da es vermutlich tagtäglich im Gebrauch ist.

  1. Das ganz klassische Auto – nicht unbedingt geeignet, wenn man plant, darin zu leben und auf Unterkünfte zu verzichten. Perfekt jedoch, wenn man als AuPair mobil sein und am Wochenende mit Freunden das Land erkunden möchte. Verbraucht in der Regel nicht so viel Benzin – kommt natürlich auf das Auto an- und man sollte sich beim Kauf überlegen, ob man auch in dem Auto schlafen möchte und ob größentechnisch eine Matratze herein passt (hier bieten sich z.B. Modelle von Honda, Mitsubishi und Toyota an). Es gibt auch diverse Autos, die schon etwas umgebaut sind und zum Beispiel ein Holzgestell im Kofferraum haben – perfekt um darin ein paar Nächte zu schlafen. Allerdings nicht auf Dauer, hin und wieder muss man sich dann doch auch mal ein Hostel oder ähnliches leisten 😉
  2. Der Campervan – Das typische Backpackerauto. Man hat keinen „Luxus“ wie in einem Wohnmobil, aber dennoch ist auf einfache und kostengünstige Weise ein Zuhause auf vier Rädern gebaut wurden. Typisch hierfür sind der Toyota Estima, Toyota Serena oder richtige Vans von Nissan und Toyota. Hier gibt es zwei Typen von Autos: „self contained“ und „non self-contained“. Das bedeutet, ob man in dem Auto völlig unabhängig leben kann und in gewissen Gebieten (ist ausgeschildert) legal wildcampen kann. Self-contained Autos müssen jedoch gewisse Kriterien erfüllen und müssen eine dementsprechende Plakette beantragen. Zu diesen Kriterien gehören: eine Frischwasserzufuhr (4 Liter pro Person pro Tag, mindestens 12 Liter), ein Waschbecken, eine Toilette (1 Liter pro Person pro Tag, wenigstens 3 Liter pro Person), einen Abwassertank (mindestens 4 Liter pro Person, wenn der Abwassertank kleiner als der Frischwassertank ist, muss dieser per Monitor überprüfbar sein), ein Abwasserschlauch, einen Abfalleimer mit Deckel. Wie sich daraus ableiten lässt, sind diese Campervans so umgebaut wurden, dass man wirklich alles in diesem Auto hat und völlig unabhängig ist. Allerdings muss man für ein self-contained Auto deutlich mehr bezahlen – zwischen 6000$ und 12000$ (3500€-7000€) und spart dafür aber an anderer Stelle, denn man muss kein Geld für Campingplätze oder anderen legale Stellplätze ausgeben. Generell verbrauchen Campervans recht viel Benzin und haben keine starke Motorleistung. Zudem haben sie vermutlich bereits eine sehr hohe Kilometerzahl drauf (wenn es nicht grade die erste Backpackergeneration ist) und Mängel wurden „billig“ behoben.
  3. 4WD – ein Auto mit Allradantrieb und eignet sich perfekt für Strände und Off-Road Straßen und den nervigen Gravel Roads – von denen es in Neuseeland sehr sehr viele gibt. Genug Platz zum Schlafen ist meistens auch. Allerdings verbrauchen die ordentlich Benzin.

Generell sollte man in Neuseeland asiatische Autos kaufen, denn erst einmal gibt es davon massenhaft und man wird sie schnell wieder los und die Ersatzteile für asiatische Autos gibt es in jeder Werkstatt für ein Appel und ein Ei – falls doch mal etwas gemacht werden muss. Vor allem mit einem Toyota ist man immer auf der sicheren Seite hier.

Auf welche Merkmale und Eckdaten muss ich beim Autokauf achten?

  • Wenn man auf der Autosuche ist, dann bekommt man hier erstmal einen ganz schönen Schock wenn man auf die gefahrenenKilometer guckt, diese liegen nämlich zu 99% über 250.000. Sowas würde man sich in Deutschland ja niemals kaufen, denn man wäre sich sicher, es jede Woche in die Werkstatt zu fahren. Doch hier gilt ein Auto mit 250.000- 350.000 km noch als neuer Gebrauchtwagen. Vor allem Backpackerautos sind wenig im Stadtverkehr und dafür viele lange Strecken in gleichmäßiger Geschwindigkeit gefahren, was dem Motor nicht ganz so zusetzt. Man darf sich also zurücklehnen und „bedenkenlos“ auch ein älteres Auto kaufen. Allerdings nicht zu alt – wenn man noch vorhat das Land zu bereisen und das Auto danach verkaufen will, sollte es nicht mehr als 350.000km beim Kauf haben.
  • Nicht nur die Kilometer sind hoch, sondern auch das Alter. Viele Autos kommen aus dem Jahr 1995-1999. Einige sind sogar noch älter. Und das ist auch in Ordnung. Doch bei Autos, die mehr als 25 Jahre alt sind ist von einem Kauf abzuraten.
  • Außerdem sollte man darauf achten, dass das Auto noch ein gültiges „WoF“ und „Rego“ hat. WoF bedeutet Warrant of Fitness und entspricht dem deutschen TÜV. Dieser muss regelmäßig erneuert werden und sollte beim Kauf noch mindesten ein paar Monate gültig sein, damit man sich sicher kann, nicht gleich sein ganzes Geld in Reparaturen stecken zu müssen, um das WoF verlängern zu können. Um gleich loszufahren sollte das Auto zudem eine gültige Straßenzulassung (Rego- vehicle license) haben. Denn auch die Beantragung kostet Geld – abhängig von der Anzahl der Monate.
  • Auf die Ausstattung sollte man dann  auch noch mal einen Blick werfen und nicht nur die zusätzliche Backpacker/Campingausrüstung.
  • Bei einem Preis unter 1500$ sollte man stutzig werden und den Preis hinterfragen: Sind die Verkäufer in Eile und müssen ihr Auto ganz schnell loswerden, bevor sie nach Hause fliegen ? Oder stimmt etwas mit dem Auto nicht?

Was, wenn ich ein für mich interessanten Auto gefunden habe?

  • sofort einen Termin zur Besichtigung und Testfahrt vereinbaren, denn ein gutes Auto kann innerhalb ein paar Stunden vom Markt sein
  • Wenn der äußere Eindruck stimmt und man ein gutes Gefühl hat, sollte man sich erkundigen, ob der Besitzer schon einem mechanical check gemacht hat bzw. noch machen kann. In der Regel muss man selber für die Kosten aufkommen, aber lieber 120$ für einen mechanical check ausgeben und sich sicher sein, dass mit dem Auto alles stimmt, als dem Verkäufer 3000$ in die Hand zu drücken und das Auto ab sofort täglich in die Werkstatt fahren.
  • Sind alle Autopapiere vorhanden und gibt es keine rechtlichen oder finanziellen Belastungenauf dem Auto? Denn diese werden in Neuseeland auf den neuen Besitzer übertragen.
  • Kann ich mir das Auto leisten? Welche Anschaffungen muss ich zusätzlich zum Autokauf noch tätigen? WoF, Rego, Ausstattung, Reparaturen, Versicherung, Besitzer ummelden,..? Mit welchen Kosten man generell rechnen kann siehe unter nächstem Punkt.

Was muss ich für ein Auto bezahlen und welche weiteren Kosten kommen auf mich zu?

Um den Preis zu bestimmen, kommt es auf viele verschiedenen Faktoren an, wie der Zustand des Autos, den Autotyp, die Verkaufszeit, den Verkaufsort und noch viel mehr. Wenn man sich viele Autos über Wochen hinweg auf Facebook, trademe oder den Automärkten anguckt, bekommt man ungefähr ein Gefühl dafür, wie viel Geld man ungefähr ausgeben muss.

  1. Während der Hauptsaison Oktober bis Dezember/Januar sind Autos generell teurer und schneller vom Markt, denn es landen mehr Backpacker/AuPairs und Reisende im Land als Autos zur Verfügung stehen.
  2. Autos in großen Städten an den „Roadtripenden“ so wie Auckland und Christchurch sind teurer als in kleineren Städten. Allerdings ist die Nachfrage auch größer.
  3. Fallbeispiel 1: Ein normales Auto mit 280xxx km von 1999, Honda/Toyota/Nissan, mit Holzgestell, keine großen Mängel, Basic-Backpacker/Campingausrüstung (sprich Holzgestell/Matratze/ vielleicht ein paar Kisten) -> ca. 2500$ (kann von 2000$ bis 3000$ variieren kommt auf die oben genannten Faktoren an)
  4. Fallbeispiel 2: Campervan non-self-contained, Toyota Estima, 320xxx km, 1997, gute Ausstattung (Bett, Campingstühle, Stauraum, evtl. Spüle, ausklappbare „Küchenzeile“, Geschirr, Kochgeräte,..) -> 4500$-6000$ (variiert aufgrund von oben genannte Faktoren)
  5. Fallbeispiel 3: Campervan self-contained, Nissan Vanette, 2001, 280xxx km, volle Ausstattung gemäß self-contained, 9500$-12000$ (variiert aufgrund von oben genannten Faktoren)

Weitere Kosten:

mechanical check – 80$-120$ (i.d.R. einmalig)

WoF– 50$ nur Untersuchung (Autos im Alter bis 6 Jahren alle 12 Monate, danach alle 6 Monate), je nach Mängel stehen Reparaturen an, die innerhalb von 4 Wochen nach Untersuchung erfolgen müssen

Rego – 10-15$ pro Monat (abhängig von Dauer und Auto)

Diesel-Fahrzeuge „road user Charge“– muss im Vorfeld bezahlt werden 1000km ca. 60-70$

Change of ownership – 9$, kann in jeder Autowerkstatt/Postshop ganz einfach per Formular erledigt werden

Versicherung (freiwillig) – kommt auf Versicherungstyp, Auto, Fahrer, Anbieter, … an; kann nicht pauschal gesagt werden

Camping Ausrüstung– 200-300$ (kann alles günstig bei K-Mart, Warehouse oder secondhand über Facebook/trademe erstanden werden)

Was muss nach dem Autokauf getan werden?

  • Der Besitzer muss umgemeldet werden (geht ganz einfach im Postshop mithilfe eines Formulars)
  • Ausrüstung anschaffen (entweder Second-hand oder neu kaufen bei K-Mart/warehouse)
  • Versicherung abschließen: Die ist in Neuseeland freiwillig, aber auf jeden Fall zu empfehlen, denn die neuseeländischen Straßen sind nicht ohne und die Kosten für Schäden anderer Autos hoch
  • Regelmäßig zum Service bringen und das Auto gut in Schuss halten, denn je besser der Zustand des Autos und des Zubehörs, desto besser stehen die Chancen für einen guten Verkauf (man möchte den Großteil des Geldes ja schließlich wiederbekommen 😉 )

Allgemeine Tipps:

  • Asiatische Modelle kaufen
  • Den Kauf nicht überstürzen !!
  • Leute mit Ahnung zu Rate ziehen
  • mechanical check durchführen und Versicherung abschließen!
  • das Design des Autos ignorieren, denn die Autos sind hier überwiegend halt einfach hässlich; sonst hat man nicht viel Auswahl 😉

Und nun zum spannendsten Teil: Unser neuer Familienzugang 😉

Modell: Mitsubishi Diamante

Jahrgang: 2003

Mileage: 290xxx km

Preis: 2700$

Wir haben unser Auto über Facebook gefunden und auch wenn es ziemlich hässlich und verformt ist, ist es das absolut richtige Auto für uns. Denn es wurden nicht nur gerade sehr viele Dinge erneuert, sondern WoF und Rego sind lange über unsere Abreise hin gültig. Es ist sehr benzinsparend und hat einen starken Motor, was bei der hügeligen Landschaft Neuseelands nicht schaden kann 😉 Das Beste: wenn man die Sitze zurückklappt, haben wir fast ganze 2m Platz zum Schlafen, was mehr ist, als alle anderen Autos und Hanjo natürlich sehr zu Gute kommt. Das Auto war in guten Händen und sah innen wie außen gepflegt aus, was in Neuseeland auch nicht selbstverständlich ist. Für uns wichtig waren auch ein USB und AUX-Anschluss, denn das Navigationsgerät auf dem Handy verbraucht ordentlich Batterie und muss hin und wieder unterwegs aufgeladen werden und was wäre ein Roadtrip ohne gute Musik ?! Im Preis enthalten war auch eine Matratze, die die Vorbesitzer exakt auf die Maße des Autos angepasst und zugeschnitten haben. Wir haben nach unserem Autokauf gleich eine riesige Shoppingtour bei K-mart hingelegt und und Kissen, Bettbezüge, Schlafsäcke, Campingstühle, Teller, Schüsseln, Besteck, Plastikdosen in verschiedenen Größen, Geschirrhandtücher, Spülbürste Wäscheleine, Kühltruhe, eine Lichterkette und und und eingekauft und und und eingekauft. Denn bei K-mart kostet alles nur ein paar Doller, so haben die Campingstühle z.B. nur 5$ und die Schüsseln jeweils nur 1$ gekostet. K-Mart ist wie ein Euroshop nur mit nicht ganz so schlechter Qualität und die haben wirklich alles 😉 So macht shoppen Spaß!!

Unser Auto haben wir übrigens auf Felix getauft – nach Hanjo Bruder. Denn es ist hässlich und unförmig, aber erfüllt seinen Zweck und wir haben es trotzdem lieb. War Hanjos Idee …

Quelle: Titelbild

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Auckland – 5 activities for public holidays

Die Ferien habe ich endlich überstanden, Archie geht wieder in den Kindergarten und Jasper jetzt auch für zwei Tage die Woche und ich bin heilfroh! Wie ich ja bereits in meinem Post „Wenn die Motivation flöten geht“ erzählt habe, bin ich in den Ferien extrem an meine nervlichen und emotionalen Grenzen gekommen und wusste teilweise nicht mehr weiter. Die Jungs waren so frech und respektlos, was meiner Meinung daran liegt, das Archie überhaupt nicht damit klar kommt, einen anderen Tagesablauf zu haben und sich generell schnell langweilt. Und Jasper? Ja der kopiert halt alles, was sein großer Bruder macht. In den Ferien musste ich dann ganz schön kreativ werden, was unsere Aktivitäten anging, um die beiden bei Laune zu halten, aber von der Anstrengung her nicht zu überfordern. Und da ich gemerkt habe, dass ich nicht die Einzige bin, die diese Entertainment-Probleme hatte, dachte ich mir fasse ich hier mal 5 Aktivitäten zusammen, denn mittlerweile stoßen hier immer mehr AuPairs auf meinen Blog, was mich natürlich freut! 🙂

Hier also 5 Ideen für die Ferien, die Geld kosten: (Es wird einen zweiten Teil geben mit kostenlosen Ideen)

  1.  Zoo – Der Tierpark ist groß genug, um dort einen ganzen Tag zu verbringen und der Eintrittspreis angemessen, nicht zu überteuert!
  2. Stardome – Ein Planetarium. Der Eintritt kostet für Kinder nur 1$ und für Erwachsene 2$. Es ist nicht besonders groß, aber für Kinder faszinierend und recht interaktiv gestaltet. Die Jungs freuen sich schon, wenn sie ein paar Hebel betätigen, Knöpfe drücken und auf Displays herumwischen können und immer etwas neues passiert. Befindet sich im One Tree Hill Park und nebenan ist ein riesiger Spielplatz. Perfekt um so einen halben Tag herum zu bekommen.
  3. Chipmunks Indoor Park – Vor allem auch bei Regen geeignet. Kinder müssen nur 7-8$ Eintritt bezahlen und können stundenlangen Spaß haben. Die Eltern kommen kostenlos mit hinein und können sich gemütlich hinsetzen, einen Kaffee trinken und ihre Kinder beim Spielen beobachten.
  4. Butterfly Creek – ist eine riesige Anlage nähe des Airports mit zooähnlichen Bereichen (bspw.: Schmetterlingshaus), Dinosaurierpark, Spielplätzen, Wasserfällen und und und. Man muss zwar auch einen nicht ganz günstigen Eintrittspreis bezahlen aber lohnt sich bei gutem als auch bei schlechtem Wetter.
  5. Kino – gibt es massenhaft in Auckland verteilt. Ich würde ein Kino in den Vororten empfehlen, da diese nicht so überlaufen, sehr modern und meistens ein winziges kleines Bisschen günstiger sind als die ganz Zentralen.

Personal Travelguide: Coromandel 2.0, Karangahake Gorge und Besuch aus Australien <3

Dieses Wochenende war ganz besonders schön, denn Lea hat aus Australien einen Abstecher nach Neuseeland gemacht, bevor es für sie zurück nach Deutschland geht. Und es tut so gut seine engsten Freunde nach Monaten mal wiederzusehen. Generell treibt sich ja halb Bad Oldesloe zurzeit in Australien oder Neuseeland herum, aber es gibt kaum etwas schöneres, als etwas Quality time mit den Liebsten zu verbringen. Vor allem wenn man sich lange Zeit nicht gesehen hat und man vor der Abreise fast jeden Tag zusammen verbracht hat – bzw. jahrelang gemeinsam in der Schule gelitten hat. Hanjo hat uns also Freitag Abend bei mir abgeholt und dann ging es für uns ein weiteres Mal auf die Coromandel Halbinsel – auf Wunsch von Lea. Aber es ist ja zu schön dort, dass wir damit selbstverständlich kein Problem hatten 😉 Ich habe sogar spontan noch den  Montag von meiner Gastfamilie frei bekommen, so dass wir ein langes Wochenende zum Reisen hatten. Ein weiterer Erfolgsgarant für dieses Wochenende war die Tatsache, dass die Sommerferien endlich vorbei sind und ich die schlimmste Zeit somit überlebt habe und es nach dem Wochenende wieder in den geregelten Alltag ging. Der nächste Grund war, dass wir endlich mal ein Wochenende richtig gutes Wetter hatten und es nicht grau in grau und verregnet war!!

Die erste Nacht sind wir nur bis zum Shag Stream Campsite gefahren, was ca. 1 1/2 Stunden unter Coromandel Town lag und einer der schönsten Plätze war. Es lag direkt an einem Bach, dessen Wasser so unfassbar sauber und klar war und in dem wir morgens auch erst einmal eine Runde schwimmen gegangen sind. Die restliche Ausstattung war sehr minimalistisch: es gab Toiletten und Abfalleimer. Dafür haben wir aber auch nur 13$ pro Person bezahlt was ca. 6,50€ sind (außerdem gibt es in Coromandel keine kostenlosen Campingplätze für non-selfcontained-Autos).

Am nächsten Tag ging es dann für uns in die Coromandel Town. Auf dem Weg haben wir bei den Waiau Falls gehalten und Hanjo ist auch dort noch einmal eine Runde geschwommen. Mir war das Wasser definitiv zu kalt! Aber es war dennoch sehr hübsch dort. Und mein Highlight war ja die Schweinchen Farm („Stu’s Big Sanctuary“). Dort hat ein Mann beschlossen Schweine vor dem Schlachten zu retten und ihnen ein schönes Leben zu ermöglichen und überall sind einfach die winzigsten Babyschweinchen herumgelaufen und haben gespielt. Zu süß!!

In Coromandel Town angekommen haben wir uns erst einmal in eines der zahlreichen Cafés und Restaurants gesetzt und Mittag gegessen, es gab Burger, Süßkartoffelpommes, Sandwiches und Café. Sehr empfehlenswert. Ich weiß den Namen leider grade nicht, aber es war gegenüber vom Pepper Tree und sehr preiswert!

Dann ging es für uns noch zum Strand „Oamaru Bay“…

…bevor wir uns auf den Weg zu „Earl’s Paradise“ gemacht haben. Dem Campingplatz, auf dem Hanjo und ich schon das letzte Mal übernachtet haben und von dem man die tollste Aussicht auf den Whangapoua Beach hat, wo wir abends auch noch kurz waren. Drei mal dürft ihr raten, wer schon wieder baden war ?! 😉

Am nächsten Tag ging es für uns sehr früh los, denn wir hatten den Plan zur Cathedral Cove zu fahren, bevor die Touristenströme den hübschen Strand erreichen. Von Earl’s Paradise sind es noch mal 1 1/2 Stunden Fahrt und man muss ca. 45 Minuten dorthin wandern. Wir waren um viertel nach 9 dort angekommen und hatten für kurze Zeit tatsächlich die Bucht mehr oder weniger für uns. Natürlich waren da schon Leute, aber nur vereinzelt und alles war so ruhig und friedlich und noch so unberührt – wunderschön einfach!

Dort haben wir auch ein paar Stunden Zeit verbracht bevor wir nachmittags das Wassertaxi zurück genommen und uns dann auf den Weg zum Hot Water Beach gemacht haben.

Am Hot Water Beach haben wir uns dann erstmal ein fertiges Loch gesucht, in das wir uns setzen können, ohne uns eines buddeln zu müssen 🙂 und haben dort im z.T. sehr heißem Wasser ein Bad genossen 😉 Man muss wirklich aufpassen, denn das Wasser kann teilweise bis zu 65 Grad erreichen und hat das Potenzial dich zu verbrennen – also erstmal Fingerspitze reinhalten, bevor man sich sofort reinsetzt !! 😀

Vom Hot Water Beach ging es für uns dann ganz weit in den Coromandel Forest hinein zu unserem Campingplatz: Broken Hills Campsite. Der war wirklich wunderschön, mitten im Wald, eingehüllt in Berge und Felsen und nebenan ein großer Bach, dennoch insgesamt etwas unheimlich, da man so völlig von der Außenwelt abgeschottet war.. Aber für eine Nacht völlig in Ordnung. Ich weiß nur nicht, ob ich da hätte länger bleiben wollen und können 🙂

Am letzten Tag war das Wetter nicht so gut, es war zwar warm, hat aber zwischendurch immer mal wieder etwas getröpfelt. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, auf die Coromandel Strände zu verzichten und stattdessen zum Karangahake Gorge zu fahren, den uns Leas Bruder empfohlen hat. Das war ungefähr 1 1/2 Stunden von unserem Campingplatz entfernt und ist ein altes Minen- und Goldabbaugebiet gewesen. Es gibt verschiedene Wanderwege von 20 Minuten bis zu 1 1/2 Stunden, die aber ohne Anstrengung zu meistern sind, da die Wege überwiegend flach sind und man keine Berge hoch und runter wandern muss, was zur Abwechslung auch mal ganz nett war! 😉

Danach haben wir uns dann auch auf den Rückweg nach Auckland gemacht und somit ein wunderschönes und spaßiges Wochenende beendet!

10 things to do on a rainy day in Auckland

Zugegeben es ist grade Sommer in Auckland und das Wetter hervorragend. Jedoch darf man das Wetter in Neuseeland nicht unterschätzen: Es schwankt häufig und ist ziemlich unberechenbar. Daher ist es gut immer einen Back-up Plan für Schlechtwettertage zu haben 😉 Denn wenn es regnet, dann aber so richtig – Platzregen, Sturm, Wind, da möchte man sich nicht draußen aufhalten !!

  1. Kaffe trinken: In und um Auckland gibt es wahnsinnig viele, kleine, süße Cafés und da die Kiwis verrückt nach gutem Kaffee sind, kann man sich mehr als sicher sein, dass man einen frischen leckeren Kaffee bekommt. Im Sortiment sind oftmals auch noch viele verschiedene Cupcakes (herzhaft & süß), Salate, Torten, Kekse, und und und.. Man kann wirklich stundenlang in den Cafés hier verbringen und es sich so richtig gut gehen lassen. Meine liebsten Cafés in den Vororten von Auckland lassen sich in diesem Blogpost finden: Meine 3 Lieblingscafes in den Vororten Aucklands!
  2. Auckland Art Gallery: Direkt im Stadtzentrum ist eine Kunst Galerie, die jeder KOSTENLOS (!!) besichtigen kann. Die Galerie beinhaltet eine große Kollektion von früher europäischer Kunst bis hin zu modernen Werken. Eine tolle Möglichkeit, um ein paar Regenstunden herumzubekommen. Adresse: Wellesley St E, Auckland, 1010.
  3. Auckland War Memorial Museum: dieses eindrucksvolle Museum hat viele verschiedene Ausstellungen über so gut wie alles: die Weltkriege, Kolonisierung, Geologie, Wildlife, Marine Leben, Antarktis, Maori Geschichte,… In diesem riesigen Museum lassen sich sogar ganze ein bis zwei Tage schlechtes Wetter überbrücken und es ist zudem sehr interessant für Kinder.
  4. Ein Schwimmbad besuchen: ist zwar nicht das Gleiche wie der Strand, aber man kann auch hier schön schwimmen. Im Norden von Auckland gibt es übrigens die Waivera Hot Pools, ein toller Ort um zu entspannen.
  5. Shoppingcenter auskundschaften: Zugegeben, ich war bis jetzt noch in keinem Einkaufszentrum, dass mithalten kann, mit denen, die man so von zuhause kennt. Aber ein Besuch im Sylvia Park (286 Mount Wellington Hwy, Mount Wellington, Auckland 1060) lohnt sich bei Regen dann schon.
  6. Indoor Minigolf, Trampolinpark und Snowboarden: Wenn man ein bisschen Action braucht, findet man auch in Auckland die richtige Gelegenheit dazu, selbst wenn es regnet. Natürlich schlecht, wenn man einen zweijähriges Kleinkind mit sich herumschleppt, aber mit Freunden bestimmt toll! Habe ich bis jetzt noch nicht ausprobiert, aber es ist auf meiner „Notfallliste“ für Regentage notiert 😉
  7. Kino: Ist wie alles andere nicht ganz günstig in Neuseeland, aber wenn man keine Alternativen hat, auch ein Besuch wert.. 🙂
  8. Im Bett einkuscheln und Buch lesen – da braucht es keine weitere Ausführung !
  9. Chipmunks Indoorpark – Zugegeben, dafür braucht man ein Kind, um hereinzukommen und gaaaanz offiziell, dürfen auch nur Kinder auf die Spielgeräte, aber angekommen man muss seinem Kind helfen, dann muss man da ja zwangsläufig auch rein 😉 Übrigens zahlen nur die Kinder Eintritt und es gibt mehrere Indoorparks verteilt in ganz Auckland.
  10. Stardome Observatory– Das ist ein Planetarium im One Tree Hill Park. Es ist nicht besonders groß aber man bezahlt auch nicht viel Geld (Erw. 2$, Kind 1$) und es ist interessant, wenn man sich ein bisschen für Sterne, Planeten, Raumfahrt und Weltall interessiert. Ganz interessant und interaktiv gestaltet. Auf jeden Fall gut, um 1-2 Regenstunden hinter sich zu bringen!

Personal Travelguide: Rotorua, Wai-O-Tapu Thermal Wonderland & Kerosene Creek

Hanjo und ich haben uns mal wieder über das Wochenende auf den Weg gemacht, um Neuseeland zu erkunden. Diesmal ging es nach Rotorua – einem sehr einzigartigen Ort.

Die Gegend um Rotorua ist nämlich bekannt für seine geothermischen und vulkanischen Aktivitäten und wird auch stinkende Stadt gennant, denn in der ganzen Gegend ist extremes Schwefelvorkommen. So gibt es an jeder Ecke blubbernde bunte Seen und Tümpel, Geysire und Heißwasserquellen.

Hanjo und ich haben dieses Mal schon Freitag das Haus verlassen, direkt nachdem ich meine Arbeit beendet habe. Einfach, da wir bis nach Rotorua knapp 3 Stunden fahren müssen und wir somit schonmal ein Stück des Weges schaffen und damit wir morgens nicht so unfassbar früh aufstehen. Außerdem haben wir damit auch das Problem gelöst unsere Gastfamilien immer fragen zu müsse, ob der andere bei denen im Haus für eine Nacht schlafen kann. Also Abi und Lauch sind an sich relativ entspannt, aber manchmal fällt es mir dann doch schwer, das einzuschätzen und man möchte schließlich auch nicht so fordernd sein. Und somit verbringen wir schon Freitag Abend zusammen und schlafen in unserem Auto. Wir haben übrigens einen super tollen Platz entdeckt, auf dem man über Nacht kostenlos parken und schlafen kann, auch für Zelte und non-self-contained Autos. Und das ist nicht einer dieser schäbigen kostenlosen oder billigen Plätze, das war ein ganz normaler großer Parkplatz, mit mehreren Trinkwasserquellen, einer Spüle zum Geschirr wasche, den alleesaubersten und schönsten öffentlichen Toiletten (in der Natur), die ich je gesehen habe und früh morgens kam erst einmal eine Putzfrau und ein Truck der den Müll eingesammelt hat. Ich meine, wow, und das alles kostenlos ? Wir konnten das gar nicht glauben und sind und sicher, dort jetzt jedes Mal unseren Freitag Abend zu verbringen, wenn wir einen Wochendtrip starten, der mehr Richtung Süden geht. Der Platz hieß übrigens „Te Kauwhata Domain“ und lag kurz vor Hamilton.

Am nächsten Morgen sind wir ganz entspannt und erholt aufgewacht, denn erstens haben wir uns Mückennetze gekauft und konnten mit offenen Fenstern schlafen und ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so viel frische Luft beim schlafen hatte und einfach kein bisschen in der Nacht geschwitzt habe und zweitens hatten wir absolut keinen Stress und sind ohne Wecker (und ohne Kindergeschrei) aufgewacht. Dann haben wir erstmal unseren neuen Gaskocher und unseren neuen Kaffeekocher ausprobiert und richtig kecker und entspannt gefrühstückt. Es gab Brötchen, Aufschnitt, Rührei – einfach so ein richtig schönes Frühstück, was ein bisschen an Deutschland erinnert hat 😉 Jetzt steht auf unserer Kaufliste nur noch ein Campingtisch, denn wir benutzen zurzeit immer unsere Aufbewahrungsbox. Die ist zwar recht groß und funktioniert auch als Tisch, aber in dieser Box befinden sich einfach all unsere Sachen (Geschirr, Töpfe, Bestecke, Salz/Pfeffer) und dann müssen wir immer den Deckel mit all unseren Früshtückssachen anheben, wenn wir doch wieder was aus der Box brauchen und das ist nicht so wirklich praktisch 😀

Auf jeden Fall sind wir dann nach unserem Frühstück ganz entspannt nach Rotorua aufgebrochen und unser erster Zwischenstopp waren die „Blue Springs“.

Und ich kann nur eins sagen: Dieser Ort war magisch. Das Wasser so unwirklich, wie aus einem Film – man hat nur darauf gewartet, dass gleich eine Meerjungfrau aus dem Wasser springt. Die gesamte Route des Te Waihou Walkways umfasst ca. 5 Kilometer und man braucht 1.5 Stunden (3 Stunden Return). Wenn man aber zum Leslie Road Carpark fährt sind es nur knapp 800 Meter zu den Blue Springs und dann kann man wieder umdrehen, was wir auch gemacht haben. Aber hier kommen jetzt erstmal ein paar Bilder von diesem wunderschönen Ort ❤

Weiter ging es für uns ins Stadtzentrum von Rotorua zum Maori Village. Einem Ort, an dem die Maori (neuseeländische Ureinwohner) leben und ihre Kultur ausleben. So kann man zum Beispiel kostenlos deren Tänze und Gesänge ansehen/-hören, wenn die üben. In der Kirche gab es einen ganze netten alten Mann, der uns was zu den Malereien und Schnitzereien erzählt hat und überall steigt Schwefel aus dem Boden. War nicht groß, aber dennoch ganz schön anzusehen und man musste kein Geld bezahlen, wie bei fast allen anderen Aktivitäten in Rotorua, bei denen die Maori Kultur dargestellt bzw. geothermische Aktivitäten zu sehen sind.

Wir sind noch kurz zu in den Supermarkt gesprungen, um dann weiter zum Redforest zu fahren, aber der Wald ist so riesig und irgendwie sind wir nicht ganz dort hingekommen, wo wir hinwollten, deswegen war es am Ende nur ein Waldspaziergang. War aber auch ganz nett 😉 und es hat nicht nach Schwefel gestunken in dem Wald 😀

Nach langem Hin- und Her haben wir es dann tatsächlich geschafft und mit Jannik Buschmann, Luca Kohn und einem Jungen, den die beiden in Australien kennengelernt haben, Fabrice auf einem Campingplatz zu treffen, um den Abend gemeinsam zu verbringen. Der Campingplatz lag direkt an einem See und ist auch für non-selfcontained Autos gestattet, man bezahlt nur 8$ pro Nase und alles war recht schön. Man kann sich nicht beschweren. Es gab zwar keine Duschen, dafür aber einen See zum Baden und die Toiletten waren auch in Ordnung (es gab dort leider kein Licht, deswegen kann ich nicht beurteilen, ob sie sauber oder dreckig waren :D) aber sie haben nicht gestunken und da haben wir schon schlechteres erlebt 🙂

Der Abend war auf jeden Fall superlustig. Jannik hat eine Geschichte nach der anderen rausgehauen über das Zeltlager in Oldesloe oder sein Hostelleben in Australien und wir haben alle Tränen gelacht und hatten einen unfassbar schönen, lustigen und geselligen Abend. Es ist immer wieder toll, Leute aus Bad Oldesloe zu sehen, so am anderen Ende der Welt 😉 Wir hatten übrigens den schönsten Platz am See, als so langsam die Sonne unterging.

Am nächsten Morgen haben wir alle zusammen gefrühstückt und während die Jungs ihren Roadtrip weiter nach Taupo fortgesetzt haben, sind Hanjo und ich zum Wai-O-Tapu Thermal Wonderland gefahren. Das ist ein sehr geothermisches Gebiet für das man auch Eintritt bezahlen muss, was mit 32$ absolut in Ordnung ist. Zumal man bedenken muss, dass Neuseeland generell sonst keinen Eintritt für die ganzen Naturspektakel nimmt und man fast alles kostenlos bestaunen kann, während alle anderen Länder dieser Welt aus jeder Kleinigkeit ein gewinnbringendes Geschäft machen. Da fanden wir also völlig in Ordnung, da mal ein Eintrittspreis zu bezahlen und die Wirtschaft zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass sich jemand um den Erhalt des Gebietes kümmert. Man geht quasi einen Rundgang (1-2 Stunden) und sieht sich die verschiedensten Dinge an. Am bekanntesten wird wohl der Champagne Pool sein:

Aber auch die etlichen brodelnden Schlammlöcher ..

und der Devil’s Bath See hat seine Beachtung verdient..

Insgesamt war dieser Park ziemlich unreal. Es kam mir so ein bisschen vor als hätte irgendwie  amerikanische Firme dort Land gekauft und ein „Wonderland“ gebaut.. überall stinkende Nebelmaschinen hingestellt, die Felsen ein bisschen angepinselt und zu viel Farbe in die Gewässer gekippt. Man konnte einfach wirklich nicht fassen, dass solche Orte existieren, so unfassbar magisch und beeindruckend. Es wäre recht touristenüberlaufen aber insgesamt sein Geld wert.

Nach unserem Besuch im Wonderland ging es für uns zum Kerosene Creek. Einem Fluss mit natürlichen Hot Pools. Und auch wenn der Fluss ziemlich eklig und dreckig aussah (und auch war 😀 ) hatte es die absolut perfekteste Badewannenwassertemperatur!! Nicht so unfassbar heiß wie die Hot Pools in Taupo, aber auch nicht zu kühl. Es war einfach so angenehm darin zu sitzen. Da gab es auch die eine oder ander Person die das Ganze als Spa genutzt und sich erstmal mit Gesichtsmaske dort hineingesetzt hat – aber gut, jedem das Seine 😉

Nach einer kurzen Badewannepause haben wir dann auch beschlossen uns auf den Heimweg zu machen, um nicht ganz so spät zurück zu sein und noch genügend Zeit zu haben um in Ruhe zu duschen und zu essen. Ja das wars dann auch schon: unser Wochenende in Rotorua war ein voller Erfolg. Es bisschen sehr eklig mit dem Geruch, aber für diese Naturspektakel nimmt man das gerne mal in Kauf (leben könnte ich da aber nicht 😀 )

Frei, Spontan und Abenteuerlustig

Ich möchte heute mal einen etwas anderen Beitrag veröffentlichen. Einen Artikel, den ich für die Jugendseite im fit Magazin geschrieben habe. Bis zu dem Moment, als ich festgestellt habe, dass sie nach 1500 Zeichen von mir gefragt habe und nicht 1500 Wörter… Upsi. Kann ja mal passieren. Da ich aber generell Probleme habe mich kurz zu fassen und ich die Arbeit jetzt nicht ganz umsonst gemacht haben wollte, habe ich diesen Artikel zu Ende geschrieben. Und letztendlich hat Hanjo mich dazu überredet, diesen auf meinem Blog zu veröffentlichen. Als Beitrag, was meine Zeit in Neuseeland so besonders macht. Also here we go ..

Schulalltag – Ich kann mich noch ziemlich genau daran erinnern, wie ich im Unterricht immer auf die große Weltkarte gestarrt habe, die neben der Tafel hing. Und während der Lehrer redete und redete und die Gedanken immer weiter abschweifen, saß ich da und habe fantasiert, wie schön es doch grade wäre in Hawai mit einer Blumenkette am Strand zu spazieren, in Kenia wilde Löwen und Elefanten in ihre natürlichen Umgebung zu beobachten, in Mexico die Ruinenstätte der Maya zu bestaunen, in Thailand in einer Hängematte am Strand zu schlafen oder in Australien durch das Outback zu fahren. Raus aus dem grauen, verregneten Alltag Deutschlands – rein in das Abenteuer, die unser Planet zu bieten hat. Ich wollte frei sein, spontan, abenteuerlustig und die Welt entdecken. Meinen Horizont erweitern und über den Tellerrand hinausblicken.

Genau damit habe ich am 9.Oktober anfangen: ich bin voller Vorfreude und gleichzeitig voller Wehmut nach Neuseeland aufgebrochen. Und wisst ihr, was diese Zeit so unglaublich besonders macht? Ich bin frei, spontan und abenteuerlustig.

In Neuseeland gibt es so viele Naturspektakel. Vom Regenwald geht es über zu Traumstränden, zu Vulkangebieten und Bergen voller Schnee. Mitten im Wald türmen sich riesige Sanddünen aus dem Nichts auf, bunte blubbernde Seen erstrecken sich über das Land und der nächste Wasserfall ist keinen Steinwurf weit entfernt. Neuseeland ist auf jeden Fall eine Reise wert!

Abenteuerlust – Einer meiner liebsten Trips ging in die Bay of Islands über die Weihnachtsfeiertage. Ich habe in dieser kurzen Zeit so viele wunderschöne Orte gesehen und bin wirklich überwältigt von Schönheit der neuseeländischen Natur gewesen. Die Bay of Islands und das Northland liegt, wie der Name bereits sagt, in Norden von Neuseeland und ist nur eine dreistündige Fahrt von Auckland entfernt. Die Fahrt dorthin bietet sich übrigens super als kleiner Roadtrip an, mit vielen kleinen Zwischenstopps an Märkten, Wasserfällen und schönen Stränden. Auch empfehlenswert sind die Mearmaidpools. Das sind natürliche Infinitypools eingebettet in Felsen im Meer und reich an Korallen und Muscheln. Auch wenn der Weg dorthin mehr als abenteuerlich und gefährlich ist, lohnt sich ein Besuch allemal.

Unser Weihnachten haben wir auch ganz anders verbracht: Wir sind einen ganzen Tag lang mit einem Boot hinausgefahren, um Delfinen zum Greifen nah zu kommen und die verschiedenen Insel zu Fuß zu erkunden. Es war für mich eines der schönsten Erlebnisse, diese wilden Delfine in ihrem natürlichen Lebensraum zu bobachten, wie sie um das Boot herumgetollt sind und einsame Inseln zu erkunden und in ihren klaren Seen zu baden. Außerdem konnten wir das bekannte Hole in the Rock bestaunen – ein riesiges Loch mitten in einem Felsen, durch das man sogar durchfahren kann.

Am nächsten Tag ging es für uns auf eine Fahrt durch den Regenwald auf zu den Te Paki Sanddünen. Riesige Sandberge mitten im Wald und man fühlte sich wie in der Wüste, nur dass es nicht ganz so heiß und trocken war. Dennoch habe ich die ganze Zeit darauf gewartet eine Kolonne an Kamelen an mir vorbeiziehen zu sehen. Auf den Sanddünen darf man übrigens surfen und während man einen Heidenspaß hat, mit dem Surfboard die Dünen herunterzurasen, kann man in der Ferne schon das Meer erblicken – genauer gesagt den nördlichsten Punkt Neuseelands, an dem die Meere zusammentreffen. Cape Reinga. Neuseeland ist einfach unglaublich.

Spontanität – Aber was fast noch schöner ist, als die Natur zu entdecken und Naturspektakel zu bestaunen? Das Ganze spontan zu machen und am besten noch mit wildfremden Menschen. So etwas hätte ich in Deutschland niemals gemacht. Fremde Leute anschreiben, sich mit ihnen auf einen Kaffe treffen, geschweige denn, mit denen in ein Auto zu steigen und für ein Wochenende zu reisen. Aber man lernt die tollsten Menschen kennen. Menschen die wie ich, raus aus ihrem Alltag wollten, um die Welt zu entdecken. Die genauso abenteuerlustig sind und mit einer fremden Person verreisen. Aber wenn man Glück hat und sich bemüht, offen und kontaktfreudig ist, entwickeln sich tiefe Freundschaften mit Menschen aus aller Welt. Diese Trips ergeben sich meistens erst ein paar Tage vorher und dieses Gefühl von „einfach machen“ gibt mir soviel Lebensqualität. Es macht diese Zeit besonders, wenn man offen für Neues ist, aktiv auf Menschen zugeht und sich ihre Geschichten mit Interesse anhört. So war ich beispielsweise mit drei Französinnen in Napier und mit zwei Amerikanerinnen und einer Finnin in Paihia.

Ich muss gestehen, ich gehöre eher zu der Sorte Mensch, die alles ganz genau durchplanen und sich Pläne und Listen schreiben, halt alles ganz penibel organisieren. Deswegen ist das für mich schon ein großer Schritt spontan und ohne Planung wegzufahren. Aus meiner Komfortzone herauszutreten. So haben mein Freund ich beispielsweise einen Tag vorher beschlossen zur Coromandel Halbinsel zu fahren in unserem neuen Auto. Und auch wenn das Wetter nicht gut war und wir Probleme hatten über die Neujahrsfeiertage einen Campingplatz zu finden, war es ein einmaliges Erlebnis. Spontan eben.

Freiheit – Auch wenn ich zuhause eigentlich alle Freiheiten der Welt hatte und selbstständig war, ist es noch einmal etwas komplett anderes alleine an das andere Ende der Welt zu fliegen. Man trägt die Verantwortung für sich selber alleine. Klar, ich arbeite unter der Woche und habe in dem Sinne keine Freiheiten. Aber für diesen Job habe ich mich entschieden – in der Schule saß man, weil man musste. An den Wochenende hat man sein Leben nach seiner Familie und seinen Freunden ausgerichtet – hier entscheide ich jedes Mal aufs Neue was ICH möchte. Was ICH essen möchte, wohin ICH reisen möchte, was ICH tun werde. Und ich habe die Freiheiten, mir jedes Wochenende zu überlegen, welchen Ort Neuseelands ich entdecken möchte: Den brasilianischen Regenwald? Die Florida Keys? Die schneebedeckten Berge der Alpen? Die grünen Wiesen Irlands? Mittelerde? In Neuseeland gibt es alles, so viele Orte dieser Welt in einem kleinen Stückchen Land. Und ich kann es kaum erwarten, sie alle zu entdecken und mit aller Freiheit zu entscheiden, wohin ich als nächstes will. Ohne gebunden zu sein! Und ich kann verraten, dass es nicht schöneres gibt, als irgendwo an einem einsamen Strand morgens aufzuwachen und das Gefühl haben frei zu sein!

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass Neuseeland eine Reise wert ist. Eine Reise auf der man sich selber viel besser kennen lernen kann. Eine Reise, von der ich so viel lernen kann. Eine Reise, die ich niemals vergessen werde. Eine Reise, von der ich in 30 Jahren lustige Anekdoten zu berichten habe. Eine Reise auf der ich frei, spontan und abenteuerlustig war.

Den Online-Artikel vom fit Magazin könnt ihr übrigens hier finden: https://magazin.dak.de/abenteuer-neuseeland/

Dort spreche ich über meine Entscheidung nach Neuseeland zu gehen, die Herausforderungen, denen ich mich stellen musste und was ich über alles vermisse!

Quelle: Titelbild

Meine Reisebegleiter: Die besten Apps für Neuseeland

Mein Handy gehört zu meinem Alltag, wie nicht anderes. Es hilft mir nicht nur meinen Alltag zu organisieren sondern trägt einen riesige Verantwortung, dass ich mich auf Reisen nicht verirre, immer gut vorbereitet bin und alle wichtigen Dokumente dabei habe – quasi meine persönliche Sekretärin 😉 Mein Handy habe ich schon immer viel genutzt, um Dinge zu organisieren und um auch unterwegs alles regeln zu können, doch in Neuseeland hat sich das nochmal sehr verstärkt. Ich habe mir in der Zwischenzeit viele Apps heruntergeladen, die speziell auf das Reisen und Leben in Neuseeland ausgerichtet sind und die definitiv den Alltag erleichtern, fast sogar notwenig sind 😉

Finanzen:

In Neuseeland bezahlt man so gut wie alles mit Karte, überall und zu jeder Zeit. Selbst einen kleinen Kaffee in dem winzigsten Café kann man mit Karte bezahlen. Wenn man hier Bargeld aus der Tasche holt, wird man schräg angeguckt 😉 Das gängigste System heißt Eftpos (elektronisches Bezahlen) und ist sogar auf Farmers Märkten oder Night Markets möglich oder sogar notwenig, da die durch Bargeldlosigkeit Zeit sparen wollen – wie gesagt, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, man zahlt hier alles mit Karte 🙂

Ich gehöre aber eigentlich zu den Leuten, die in Deutschland ALLES mit Bargeld bezahlt und die Karte nur beim Online Shopping (hin und wieder 🙂 ) in Gebrauch war 😀 Deswegen war das für mich eine enorme Umstellung, das Bargeld zu vergessen und immer die Karte zu zücken. Und ich muss sagen, man verliert super schnell den Überblick darüber, was man grade auf dem Konto hat und was man bereits ausgegeben hat. Da man das Geld halt nicht in den Händen hält und immer vor Augen hat, was sich grade im Portemonnaie befindet. Das Gute? Alle Banken in Neuseeland haben Apps, mit denen man super leicht Überweisungen tätigen und den Überblick über Einkünfte und Ausgaben behalten kann. Ich habe mein Bankkonto bei „Westpac“ und kann jetzt natürlich nur aus meiner Erfahrung sprechen, aber ich muss feststellen, dass die Apps auf die Minute genau sind. Es wird sofort (!!) angezeigt, was abgebucht und überwiesen wurde und nicht erst Stunden oder gar Tage später, was extrem Hilfreich ist !!

Also egal, bei welcher Bank man ist : APP Herunterladen! Ich nutze „Westpac One“ und kann die wärmstens empfehlen !

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Navigation/Fortbewegung

Ja ich weiß, früher konnte man auch ohne Navigationsgerät überall hinfinden, aber Karten lesen ist nicht so mein Ding und ich stehe dazu, dass ich keine Orientierung beim Autofahren habe und mich ohne Navi jedes Mal hoffnungslos verirren würde 😀

Karten“ von Apple (bzw. Google Maps bei Android) ist somit täglich in Gebrauch um mir den Weg anzuzeigen. Das Gute an der App ist, dass sie immer ganz genau die zeit berechnet und Staus, Unfälle und und und rechtzeitig anzeigt, so dass man notfalls einen anderen Weg fahren kann. Die App wird also laufend geupdated, im Gegensatz zu einem normalen Navigationsgerät.

AT Mobile heißt die App, die die Züge und Busse in Auckland koordiniert und dir anzeigt zu welchen Zeiten welche Züge wohin fahren. Auf die ist man auch tatsächlich angewiesen, denn das öffentliche Verkehrsnetz ist in Neuseeland ziemlich schlecht, wenn wir mal ganz ehrlich sind. Selbst in einer Großstadt wie Auckland, läuft alles ziemlich unregelmäßig und holprig. Da kommt es gerne mal vor, dass der Zugverkehr eingestellt wird, ein Bus mal spontan eine anderen Route übernimmt und über die Ferien ganze Bahnlinien mit Bussen ersetzt werden, einfach so. Neuseeländische Mentalität sag ich da nur, die leben halt wirklich in ihrer eigenen kleinen geschützten Welt. Ist ja auch alles in Ordnung, nur ist es daher halt besonders wichtig, vorher die Züge zu checken, damit man keine böse Überraschung erlebt. Bildschirmfoto 2018-01-11 um 16.12.31.png

„AIR NZ“ ist gut, wenn man vorhat mit dem Flugzeug zu reisen, denn auch wenn Neuseeland nicht besonders groß ist und es an sich keine großen Distanzen sind zwischen verschiedenen Orten und Städten, muss man immer jede Menge Zeit einplanen, um von A nach B zu kommen, denn in Großstädten sind die Straßen überfüllt und durch das Land schlängeln sich die schmalen Straßen bergauf und bergab von Kurve zu Kurve. Wenn man also nur ein Wochenende hat, um zu reisen , ist es schlau, größere Distanzen mal mit dem Flieger zu überwinden. In der App Air NZ kann man nicht nur Tickets kaufen, sein Flüge verwalten, sondern auch alle anderen Dinge regeln, die mit dem Flug zusammenhängen. Sein Flugticket hat man zusätzlich immer auf dem Handy dabei. Auch wenn die Inlandsflüge nicht teuer sind, ist Air NZ immer noch die teurere Airline, um in Neuseeland zu reisen. Die australische Billigairline Jetstar hat leider nur eine App für Leute, die ihr Handy auf Neuseeland oder Australien konfiguriert haben, daher kann ich die leider nicht herunter laden. (Kann man schon mit viel Aufwand und Umstellungen, aber das war es mir nicht wert, so viel fliege ich dann doch nicht 😉 )

Sprache:

Kennt ihr das, wenn euch einfach nicht das richtige Wort einfällt und man versucht es zu beschreiben, aber irgendwie sind am Ende alle verwirrt? Dafür ist die App „Leo“ gut. Die hat mich schon durch die Schulzeit gerettet in allen Sprachen, die ich hatte und kommt auch jetzt immer noch zum Einsatz. Denn die wirft nicht nur wirre und zusammenhangslose oder gar falsche Übersetzungen heraus wie Google Übersetzter, sondern immer alle Wörter, die nach Situation passen könnten, macht Vorschläge zu Floskeln, Redewendungen und Sätze und man kann sogar die Konjugation nachschlagen. Mehr Helferlein geht nicht!

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Reisen

„Campermate“ – Ich habe ja schon in diversen Posts berichtetet, dass ich die App Campermate jedes Mal nutze. Klingt jetzt erstmal nach einer stupiden Campingapp, ist aber tatsächlich auf Backpacker in Neuseeland (und Australien) spezialisiert. Es werden Campingplätze, Abwasserstationen, öffentliche Toiletten, Unterkünfte, Straßenwarnungen, kostenloses Wlan und alles andere was man unterwegs braucht angezeigt. Das Beste? Auch alle kostenlosen und kostenpflichtige Aktivitäten, Wasserfälle, Regional Parks, Wanderstrecken, besondere Strände, Picknickplätze und und und kann man entdecken. Zudem kann man von lokalen Anbietern tolle Last-Minute Deals erhalten. Im System befinden sich über 40.000 Standorte, die durch die Regierung, Gemeinderäte und Reisende zur Verfügung gestellt wurden. Zudem kann man durch Rezensionen und Kommentare anderer Reisender erfahren, ob sich ein Besuch wirklich lohnt. Ohne die App wären wir auf den Reisen wirklich aufgeschmissen, denn so können wir uns einfach ohne Plan ins Auto setzen, unseren Roadtrip starten und unterwegs gucken, was sich in der Nähe befindet und was wir uns angucken wollen. Ich liebe diese APP!!

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„Rankers Campers“ – Auch wenn sich in der App Campermate schon etliche Campingplätze von kostenlos bis teuer finden lassen, ist die App Rankers Campers nochmal extra auf Campingplätze in Neuseeland spezialisiert. Dort werden nochmal dreimal so viele Plätze aufgelistet und viele kostenlose für non-self-contained Wagen angezeigt, was uns natürlich enorm hilft.

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Reiseplanung:

Fit for Travel – macht einen fit für die Reise und liefert wertvolle Tipps zu allen wichtigen Reiseimpfungen, Vorsorgetipps, Klimatabellen, Botschaftsadressen, Checklisten, Ärztesuche in der Nähe und Erste Hilfe Maßnahmen – so dass man unterwegs nicht ratlos und verzweifelt in Panik verfallen kann ! Um Impfungen sollte man sich natürlich schon kümmern, wenn man noch im Heimatland ist, aber ich habe mir die App heruntergeladen, um immer auf der sicheren Seite zu sein, wenn es darauf ankommt, den nächstbesten Arzt zu finden oder Erste Hilfe Maßnahmen in Erinnerung zu rufen. Denn auch wenn man in der Theorie weiß, was zu tun ist, kann es nie schaden, solche Dinge nochmal im Notfalls abrufen zu können, denn es kommt immer anders als geplant und besser man ist vorbereitet!

Wetter – Auch wenn alle Wetterapps in Neuseeland ziemlich unnütz sind, da das Wetter sich sehr schnell ändern kann und generell sehr sprunghaft und unentschlossen ist, kann es nicht schaden, wenigstens einen groben Plan zu haben, damit man nicht an den Strand fährt und plötzlich von eine Sturm erwischt wird. Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrungen 😀 Man darf nicht darauf vertrauen, dass es schöner Tag wird, nur weil früh morgens die Sonne scheint oder anders herum 😉

Alltag/Sonstiges:

My Vodafone – Um in Neuseeland mein Handy überhaupt benutzen zu können, musste ich mir ja eine neue Simkarte zulegen. Ich habe mich für eine Prepaid Karte von Vodafone entschieden, da Vodafone damit wirbt, selbst in den entlegensten Ecken von Neuseeland präsent zu sein. Und das stimmt, während Hanjo manchmal mit Spark schon in einem kleinen Kaff kein Netz mehr hat, hatte ich sogar auf dem Tongariro 3G. Und spätestens wenn es um Navigation geht, und wie man wieder aus der Wildnis herausfindet, ist es nicht schlecht Netz zu haben. Da das Ganze ein Prepaid Deal ist, muss ich mein Handy regelmäßig aufladen, dass geht mit der App ganz leicht und problemlos. In der App gibt es sogar spezielle „Movie“ oder „Chat“ oder „Musik“ Packs, mit denen man für einen gewissen Zeitraum die jeweiligen Apps unbegrenzt nutzen kann (Movie z.B. Netflix, Amazon Prime,..; Chat z.B. WhatsApp, Messenger,..; Musik z.B. Spotify, Apple Music,..), ohne dass die gekauften GB verbraucht werden. Zudem gibt es Friday Deals – Extra Internet, Minuten oder SMS für 1-2$. Perfekt, wenn ich mal wieder zum Ende des Monats langsam aber sicher meine GB aufgebraucht habe, aber nicht alles nachladen will 😉

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Kamera – die wohl meistbenutzte App auf meinem Handy. Ich liebe es Bilder zu machen und die iPhone Kamera ist gar nicht mal schlecht 😉 Alle Fotos auf meinem Blog habe ich mit meinem Handy gemacht und ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen 😉