Personal Travelguide: Tauranga, Mt Maunganui, Mclaren Falls, Moturiki Island

Hanjo und ich sind vergangenes Wochenende in Richtung Bay of Plenty aufgebrochen. Das ist circa nur 2 bis 3 Stunden Fahrt von Auckland entfernt und wir hatten dank eines neuseeländischen Feiertages ein langes Wochenende. Obwohl das Wetter super schlecht angesagt war und wir absolut keine Erwartungen an diesen Ort hatten, da er eher nicht typisch Neuseeland ist, hatten wir letztendlich eines der schönsten Wochenende. Vielleicht grade weil wir nur Sonnenschein hatten und der Ort sich als absolute Überraschung heraus gestellt hat. Manchmal ist es gut, ohne Erwartungen oder mit niedrigen Erwartungen an eine Sache heran zu gehen 😉

Tauranga ist ein Küstenort an der Bay of Plenty und wenn ich ihn nur mit wenigen Worten beschreiben sollte würde ich sagen: Concept Stores, Strandpromenade mit vielen Cafés und Restaurants, die größten und schicksten Luxusvillen mit Meerblick und ein riesiger Berg mitten am Wasser. Okay, das waren doch etwas mehr Worte – aber ich habe mich wirklich etwas verliebt in diesen Ort. Wie bereits gesagt, er war nicht typisch neuseeländisch sondern eher etwas europäisch angehaucht. Alleine, als wir in die Stadt hereingefahren sind, waren dort so viele Menschen unterwegs, so viel Trubel und eine richtige kleine Innenstadt mit Geschäften – das lässt sich in Neuseeland eher selten finden 🙂 Ich habe mich auf Anhieb wohl gefühlt!! Und dann das überraschend gute Wetter – damit haben wir nun gar nicht gerechnet gehabt 🙂

In Auckland sind wir noch beim strömenden Regen losgefahren, habe unsere Einkäufe erledigt und wieder ein Stopp bei unserem Campingplatz „Te Kauwhata Domain“ für die Nacht eingelegt. Am nächsten Morgen sind wir dann ganz entspannt Richtung Tauranga aufgebrochen. Da das Wetter am ersten Tag noch am besten sein sollte, haben wir beschlossen gleich zu Anfang den Mount Maunganui emporzusteigen, um die Aussicht bei einem blauen Himmel und Sonnenschein zu erleben. Auch wenn ich wandern hasse, ganz besonders wenn Berge und Treppenstufen im Spiel sind und ich mich jedes Mal aufs Neue ärgere, dass ich nicht genügend Sport mache und keine Ausdauer habe, hat sich die ca. 45 minütige Wanderung gelohnt. Als Beweis folgen gleich mal ein paar Bilder:

Nach unserer Wanderung sind wir dann zum Strand gegangen und haben in den meterhohen Wellen gebadet und ein Picknick am Strand gemacht. Und es wurde sooo heiß! Viel mehr, als baden und am Strand liegen, hätte man nicht machen können 😉

Gegen Abend sind wir zu einem der zwei günstigen Campingplätze gefahren, die dort in der Umgebung liegen. Dieser gehörte zu einem privaten Grundstück, auf dem eine Familie ihr eigenes kleines Schwimmbad mit Café gebaut hat und auf deren umliegenden Wiese man für 10€/Zelt und 12.50€/Auto,Van,Wohnmobil pro Person übernachten darf. Toiletten und warme Duschen des Pools durfte man auch benutzen. Eintritt zum Pool-Spabereich hat man vergünstigt bekommen, wenn man dort übernachtet hat und auch das Café/Restaurant war für alle zugänglich. Es wurden Pommes, Burger, Sandwiches und andere Leckereien angeboten und auch wenn wir dort nicht gegessen haben, roch es unglaublich gut!! Und auch die Preise waren auf den ersten Blick angemessen (für neuseeländische Verhältnisse)! Als extra Bonus gab es ein Trampolin, Hängematten in den Bäumen und zwei süße flauschige Kühe als Nachbarn – die ließen sich aber nicht streicheln, selbst dann nicht, als ich sie mit Gras gelockt habe ..

Am nächsten Tag haben wir „ausgeschlafen“ und sind dann Richtung Stadtzentrum aufgebrochen, da ich unbedingt bummeln gehen wollte. Schon beim ersten Durchfahren sind mir diese ganzen coolen Conceptstores aufgefallen, in denen ich unbedingt stöbern wollte. Und auch wenn ich mir mit meinen Aupairgehalt davon nichts leisten konnte und wollte (ich will ja schließlich noch ein bisschen reisen 😉 ) gab es dort die allerschönsten Sachen. Sachen, die man vorher noch nicht überall gesehen hat. Nach einer Café Pause ging es für uns noch in die Shoppingmall, bei der wir bei K Mart schon wieder unsere Kontrolle verloren haben.. bzw ich 😀 und bei uns im Auto eingezogen sind zwei Kissen: Eins mit fake fur und noch ein anderes flauschiges in silber/grau. Und ja ich arbeite hart daran, dass ich mich etwas wie zuhause fühle und unser Auto bald voller Kissen ist 😉 aber mehr werden es wohl nicht. Hanjo beschwert sich jetzt schon über Platzprobleme 😀

Nach unserer kleinen Shoppingtour sind wir dann noch weiter zu den Kaitare Falls gefahren und ich habe im eiskalten Wasser gebadet – Hanjo nicht und ich glaube, dass ist das erste Mal das das vorgekommen ist und vermutlich auch das Letzte Mal 😀 Ich bin aber nur ins Wasser gegangen, weil ich ein Bild im Wasser haben wollte.. was man nicht alles tut 😀

Dann wollten wir uns noch auf den Weg zu einem anderen Wasserfall machen, allerdings war der Weg dorthin so steil und matschig, dass wir umgedreht sind und Hanjo auch noch von einer Wespe gestochen wurde…

Damit war der Tag auch schon wieder zu ziemlich rum und wir haben uns auf den Weg zu unserem Campingplatz für die nächste Nach gemacht. Diesmal ging es zum McLaren Falls Park und das war der absolut beste Campingplatz mit einem wahnsinnigen Preis-Leistungsverhältnis, auf dem wir jemals waren!! Es war ein riesiger Park mit kleinen Wanderstrecken und tollen Ausblicken auf die Berge und umliegenden Flüsse. Es gibt verschiedene Flächen, auf denen man campen durfte. Wir haben uns für den Teil „Pin Oak“ entschieden, denn hier gab es stationäre (!!) Toiletten und heiße Duschen for free. Und nein, dass waren nicht einfach gammlige Toiletten und Duschen. Die waren absolut sauber (man hätte vom Boden essen können – haben wir dann aber doch gelassen) und richtig schick und modern – ich habe mich etwas wie in einem Hotebadezimmer gefühlt 😉 und das auf einem Campingplatz!! Die Duschräume waren sogar ziemlich groß mit Umkleide und Spiegel – alles ganz für eine Person alleine. Keine Gruppenräume, Tageslicht, ein heißer und starker Wasserstrahl und super sauber! Hanjo und ich waren wirklich etwa sprachlos. Wer jetzt denkt, wir haben dafür ein Vermögen bezahlt, täuscht sich: ES WAREN NUR 10$ PRO PERSON !!! (was in etwa 6,50€ entspricht) Hier werden wir bestimmt wiederherkommen, alleine wegen des Campingplatzes 😉

Da der Park direkt neben den McLaren Wasserfällen lag (wie der Name des Parks ja auch schon andeutet 😉 ) haben wir dort direkt morgens früh einen Stopp eingelegt 🙂 Und dieses Mal ist Hanjo baden gegangen und das Wasser war wirklich eiskalt: „Schmelzwasser-kalt“ seinen Worten nach … Lungenentzündungskalt meiner Meinung nach 😉 Aber der Ort an sich war schon wirklich toll, mitten im Wald und so idyllisch und magisch!

Danach sind wir ein weiteres Mal in die Stadt gefahren, da wir unbedingt noch zur Moturiki Insel wollten, die direkt am Maunganui Beach liegt und da haben wir wirklich ein kleines Paradies fernab vom Trubel gefunden. Obwohl auf der winzigen Insel ordentlich Betrieb war, sind wir unten am Wasser fast ganz alleine gewesen und haben die Sonne, die Aussicht und die Ruhe genossen. Es war so friedlich, dass wir sogar zwei riesige Krebse beim Kämpfen beobachten konnten. Das hat uns zwar die Lust am Baden vertrieben, da wir ja nicht wussten, was sonst alles noch so darin rumschwimmt, aber es war so schön dort, dass ich am liebsten gar nicht dort weg wollte ❤

Tipp: Ganz am Ende des Weges auf der Insel ist ein toller Ort zum Klippenspringen, falls man den Adrenlinkick sucht 😉 Keine Sorge Oma, haben wir natürlich nicht gemacht!! 😉

Zum Abkühlen ging es noch einmal an den Strand zum Baden und dann auch leider schon auf den Heimweg ❤

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