Personal Travelguide: Hamilton Gardens & Hobbiton Movie Set Tour

Unser ursprünglicher Plan war ein ganzes Wochenende unterwegs zu sein und uns ganz ausführlich Hamilton und Hobbiton inklusive Matamata, die Stadt, in der das Movie Set ist, anzugucken. Doch dann kam eine fiese Erkältung dazwischen und um mich etwas zu schonen, haben wir kurzerhand eine verkürzte Version daraus gemacht. Hanjo hat mich also Samstag Abends abgeholt und wir sind nach Matamata gefahren. Von Auckland sind es ungefähr 2 Stunden Fahrt.

Die Hobbiton Movie Set Tour:

Was ist das ? – Alles begann 1978 damit, dass die Familie Alexander ihre 500 Hektar große Farm bezog und ihren Lebensunterhalt auf einer Ranch mit 13000 Schafen und 300 Angus Rindern verdienten. Als Peter Jackson 1998 begann nach einer passenden Location für die Herr der Ringe Trilogie zu suchen stieß er auf dieses Stück Land und begann die Verhandlungen mit der Familie. 2 Jahre wurde an dem Set gebaut, um dann darin 12 Tage lang zu drehen. Es wurde die Landschaft transformiert, 37 Hobbit Höhlen mit Gärten und Zäunen gebaut, sowie ein Baum versetzt und mit künstlichen Blättern versehen und natürlich die Doppelbogenbrücke, die Mühle und das „The Green Dragon“ errichtet – aber all die Arbeit war nicht für die Ewigkeit bestimmt. Nach den Dreharbeiten sollte das Gelände wieder abgerissen werden. Allerdings war das touristische Interesse so groß, dass es stattdessen erweitert wurde  und nun täglich mehrere Führungen stattfinden.

Anreise:

Da das Movieset mittlerweile eine richtige Goldgrube ist, werden Touren von allen möglichen Standorten aus angeboten: Auckland, Hamilton, Rotorua, … Man kommt also egal, wo man gerade ist, immer nach Mittelerde 😉

Das MovieSet befindet sich neben der Stadt Matamata, wo Besucher auch mit einem Shuttle abgeholt werden. Da wir ein eigenes Auto haben, sind wir dort alleine hingefahren und konnten auf dem Parkplatz direkt vor Ort parken.

Übernachtungsmöglichkeiten:

Auf dem Gelände selbst gibt es (noch) keine Übernachtungsmöglichkeiten. Dafür bieten sich die umliegenden Städte bzw. Matamata an. Dort gibt es diverse Hostels, B&B’s und Campingplätze. Unser absolutes Highlight war „Brock’s Place“ (277B Buckland Road, Matamata). Ebenfalls ein Familienbetrieb, die die Gunst der Stunde genutzt haben und auf ihrem Gelände einen kleinen Campingplatz mit Duschen und Toiletten eingerichtet haben. Für 8$ pro Person darf man hier übernachten, kostenlos die Toilette und Wasser nutzen, seine technischen Geräte aufladen und für 2$ duschen. Allerdings kann man erst nach 17 Uhr dort aufkreuzen und muss vor 10 Uhr morgens verschwinden, da die Familie den Campingbetrieb nur nebenbei leitet. Das Beste allerdings: Man ist quasi Nachbar mit dem Hobbiton Set und braucht nur 3 Minuten die Straße weiter fahren bis man dort angelangt ist. Also eine perfektere Lage und günstigere Schlafmöglichkeit gibt es eigentlich nicht! Und Hanjo und ich haben den tollsten Sonnenaufgang dort erleben können und währenddessen gefrühstückt!

Zeiten:

Die Touren beginnen um 8.30 Uhr morgens und enden um 15.30 Uhr und starten fast alle 10 Minuten. Während den Sommermonaten gibt es noch weitere Touren. Außerdem bietet das Set auch eine Abendtour mit 12 Gänge-Menü im „The Green Dragon“ an. Eine Tour dauert ca. 2 Stunden. Mein absoluter Tipp, den man sich wirklich ans Herz legen sollte: BUCHT DIE ALLERERSTE TOUR!!! Ihr seid die allerersten auf dem Gelände, habt alles für euch, es ist noch alles ruhig und magisch und keine Menschenmassen die eure gesamten Bilder crashen. Wir sind so froh, dass wir das frühe Aufstehen in Kauf genommen haben und gleich die erste Tour mitgemacht haben. Sonst wäre es das Geld nicht wert gewesen, womit wir auch beim nächsten Punkt waren.

Kosten:

Zugegeben mit 79$ (von Matamata, Shires Rest) pro Erwachsener und 39,50$ für 9-16 Jährige (unter 9 Jahren ist der Eintritt frei) ist die Tour alles andere als ein Schnäppchen und wir haben lange überlegt, ob es sich lohnt für uns, das Geld in die Hand zu nehmen. Im Voraus buchen ist fast Pflicht, da die Touren schon oftmals tagelang restlos ausgebucht sind.

Lohnt es sich?

Hanjo hat die Filme gesehen und ich nicht. Ich weiß aber wer die Hauptcharaktere sind und worüber die Geschichten im Groben handeln. Wenn man ein Fan der Filme ist, sollte man sich die Tour auf keinen Fall entgehen lassen, da das Set sehr naturgetreu und mit so viel Liebe zum Detail eingerichtet ist. Man wartet wirklich darauf, dass gleich ein Hobbit um die Ecke gehüpft kommt. Und ich glaube, dann hat man automatisch das Gefühl in dem Film zu sein und sieht überall die Szenen in seinem Kopf abspielen.

Für mich als „Nichtfan“, oder eher als Person, die die Filme nicht gesehen hat, war es natürlich nicht mitreißend in dem Sinne, dass ich da voll drin war. Aber ich finde es hat sich dennoch gelohnt. Das sieht einfach alles so niedlich und echt aus und vor allem bei gutem Wetter so schön anzusehen! 80$ ist ein sehr happiger Preis für das Erlebnis, aber die Tourguides sind wirklich bemüht, eine lustige und unterhaltsame Tour mit vielen Funfacts daraus zu machen und man hat die Möglichkeit seine hunderttausend Bilder zu schießen und obendrauf gibt es noch ein einzigartiges Hobbit-Bier (die haben ihre eigenen Sorten) „kostenlos“ obendrauf. Wir sind froh, dass wir das gesehen haben, zumal ich sonst glaube ich echt was verpasst hätte – ich möchte jetzt unbedingt alle Filme schauen! 😉 Also wenn jemand vorhat dort hinzufahren, dann würde ich sagen: Ja es lohnt sich, bei gutem Wetter, gleich die allererste Tour morgens früh und wenn man zumindest weiß, wovon die Filme/Bücher handeln.

Aber jetzt kommt erstmal eine ganze Ladung Bilder:

Hamilton Gardens

Nachdem wir unsere Tour beendet haben, sind wir noch einmal nach Matamata in Zentrum reingefahren und einmal auf- und abgelaufen, aber da es doch nicht wirklich spektakulär war, haben wir beschlossen weiter nach Hamilton (ca. 1 1/2 Stunden) zu fahren und dort den bekannten Hamilton Gardens einen Besuch abzustatten. Nachdem wir erstmal orientierungslos durch den Park gelaufen sind auf der Suche nach den toll angelegten Themenparks waren wir fast etwas enttäuscht. Aber irgendwann haben wir die Parks dann auf der Karte gefunden und ich muss sagen: WOW! Die kleinen Gärten sind alle voneinander abgetrennt und unter einem bestimmten Thema, einem bestimmten Aspekt oder nach einer bestimmten Kultur eingerichtet. So gab es zum Beispiel den chinesischen und japanischen Garten, den italienischen Renaissance Garten, den Tudor Garten, den englischen Garten, den tropischen Garten, den Maori-Garten, Kräutergarten, und und und. Die Liste könnte jetzt noch unendlich weitergeführt werden, denn die Gärten nehmen gar kein Ende und einer ist schöner als der andere! Und doppelt so viel Gärten sind noch in Planung bzw. werden gerade gebaut. Ein Besuch ist kostenlos und lohnt sich total!! Hier mal ein paar meiner Highlights:

Chinese Scholar’s Garden:

Indian Char Bagh Garden:

Italian Renaissance Garden:

Japanese Garden of Contemplation:

Modernist Garden:

Te Parapara Garden:

Tudor Garden:

Concept Garden: 

 

Die Stadt Hamilton an sich lohnt sich nicht wirklich: Es gibt noch diverse Parks, einen Zoo, eine „bekannte“ Statue und ein paar Läden aber ich finde es sinnvoller einfach nur einen Zwischenstopp auf Durchfahrt durch Hamilton bei den Gärten einzulegen.

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