monthly review: march

Und der März ist um..

Gereist:

Anfang März hatten wir Besuch aus Deutschland: Alex und Jasmin waren für zwei Wochen in Neuseeland. Das erste Wochenende haben wir uns alle in Taupo getroffen und haben ein superschönes und lustiges Wochenende gehabt inklusive Adrenalinkick.

Außerdem haben wir mit dem Ziel Raglan erst einmal alles von der Nordinsel abgeklappert, was wir sehen wollten. Raglan ist ein Surferhotspot an der neuseeländischen Westküste – anstatt zu surfen ging es für mich aber aufs Pferd. Alles zu unserem Trip gibts hier.

Gefeiert:

Am 1. März hatte Hanjo Geburtstag und wir haben uns mit Jasper auf dem Spielplatz getroffen (was man halt so macht wenn man 20 wird 😉 ) und haben ein paar schöne Stunden verbracht. Ich kann es gar nicht in Worte fassen, wie glücklich ich bin gemeinsam mit dir zu reisen Hanjo! Dieses Jahr ist so viel geschehen, aber unsere Zeit in Neuseeland gehört vermutlich zu den größten Abenteuern, die wir je in unserem Leben erleben dürfen und ich hätte mir keine bessere Begleitung dafür erträumen können! Ich liebe dich! ❤

Drei Wochen später , am 28. März, bin ich dann auch mal 19 geworden und Hanjo und ich haben uns vormittags auf einen Kaffee getroffen. Jasper war auch wieder mit von der Partie. Meine Gastfamilie hat mich abends zum Dinner eingeladen und ich hatte einen so schönen Tag! Es haben sich alle so viel Mühe gegeben mir eine Freude an meinem Geburtstag zu machen und das weiß ich sehr zu schätzen!! ❤

Gefreut:

Gestern sind mein Papa und Tom endlich in Auckland angekommen!! Ich bin so überglücklich die beiden wieder in die Arme schließen zu können und kann gar nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist.

Gekocht: 

Diesen Monat gab es mal wieder zwei Rezepte hier auf dem Blog: Dhal und gefüllte Zucchini.

Geschrieben: 

Des Weiteren habe ich über mein Neuseeland-Andenken, die Fashionweek in Auckland (mein absolutes Highlight!!), den Shakespear Regional Park, über das Ausgehen in Auckland und meine Top 5 Bars berichtet. Außerdem gibt es auch noch einen Beitrag, wie man sich einen gewissen Lifestyle mit dem AuPair-gehalt ermöglichen kann. Mein liebster Post ist eine Zusammenstellung aus all den süßen und witzigen Dingen, die die Jungs so von sich geben (hier) . Ich bin mir sicher, da wird es irgendwann noch einmal eine Fortsetzung geben 😉 Für den DAK #traveltuesday gab es übrigens noch einen Artikel mit Tipps wie man seinen Auslandsaufenthalt selber organisieren kann und wie man im Ausland kostenlos Sport in seinen Alltag integrieren kann.

Geplant: 

Morgen geht es für uns los auf unseren großen Neuseeland-Roadtrip. Wir fahren von Auckland über Coromandel, Hobbiton, Rotorua, Taupo, Napier und Martinborough bis nach Wellington. Einen ausführlichen Bericht über die Reiseroute, Unterkünfte, Sehenswürdigkeiten und Bilder gibt es natürlich bald hier zu finden. Ich freue mich so auf unseren „Familienurlaub“ und bin gespannt, was Papa und Tom von Neuseeland halten 😉

Wenn Papa und Tom abreisen, dann stehen wieder einmal die Ferien vor der Tür (Hilfe!!!). Aber es sind nur zwei Wochen, deswegen gehe ich davon aus, dass ich nervenstark bleiben werde 😉 Und nach den Ferien geht Archie zur Schule. Dann wird sich unser Alltag noch einmal etwas verändern, worauf ich sehr gespannt bin. Überhaupt einen Einblick in den neuseeländischen Schulalltag zu bekommen, da freue ich mich schon drauf 😉

Generell wird es die nächste Zeit etwas ruhiger hier. Ich versuche ja schon regelmäßig alle zwei bis drei Tage einen neuen Beitrag online zu stellen, aber jetzt ist erstmal eine intensive Zeit mit Papa und Tom angesagt!

Damit ist dann auch schon der März vorbei und es bleiben nur noch 3 Monate!! Ich kann es wirklich nicht glauben!! Die Zeit rennt…

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#traveluesday: Wie man in Neuseeland kostenlos Sport machen kann

Alle die mich kennen und jetzt nur die Überschrift gelesen haben, fangen bestimmt gerade ganz laut an zu lachen… Katha und Sport?! Ja ihr habt richtig gelesen, ich schreibe tatsächlich darüber, wie man in Neuseeland Sport machen kann – kostenlos wohlgemerkt. Aber keine Sorge, ich habe nicht angefangen, regelmäßig Sport zu machen. Nur weil man am anderen Ende der Welt ist kann man ja nicht seinen ganzen Lebensstil über Bord werfen. Mein Leistungssport-Diziplinen sind immer noch Netflix gucken und schlafen 😉

Aber zurück zu dem Grund, warum dieser Artikel entstanden ist: Alle Leute, die ich kenne, die in Neuseeland und/oder Australien unterwegs waren sind mit mindestens 10 Kilo mehr auf den Rippen wieder zurück nach Deutschland gekommen. Da habe ich mir natürlich Sorgen gemacht, da ich weder den besten Stoffwechsel habe und das mal easy wegstecken kann, noch grade sportlich motiviert bin und nicht regelmäßig Sport mache. Mein Glück: eine Familie, in der es nur Gemüse und Vollkorn gibt; zwei Kinder, die mich ordentlich auf Trab halten und einen Freund, der voller Verzweiflung auf kreative Ideen kommt. Denn sind wir mal ehrlich, wer will schon 100-200$ im Monat für ein Fitnessstudio ausgeben?! Die hat man als Au-Pair oder Backpacker nun mal nicht übrig, es sein denn man macht bei den Reisen Abstriche, aber das ist ja nun auch nicht der Sinn der Sache. Daher hier also 3 Ideen, wie man kostenlos Sport machen kann (und damit ist nicht 0815 joggen gemeint):

  1. Mit Kindern auf dem Spielplatz toben – Ja das ist Sport! Wenn man sich nicht auf die Bank in den Schatten setzt und nur mal kurz die Schaukel anschubst, sondern mit den Kindern Ticken mitspielt und alles andere auch mitmacht. Ich meine, wer möchte denn nicht wieder Kind sein und auf einem Spielplatz spielen?! Da sind so ein paar AuPair Kinder doch das allerbeste Alibi;) Ich muss zugeben, ganz oft setze ich mich auch nur auf die Bank in den Schatten und passe auf, dass sich keiner der Jungs verletzt oder dass sie nicht anfangen sich mit Stöckern zu bekämpfen und genieße einfach die Stunde, die ich mal Pause habe. Aber wenn man wirklich die Absicht hat Sport zu machen, ist das eine gute Möglichkeit, um sich kostenlos und ganz nebenbei mal auszupowern und zu bewegen. Zusätzlich kann man ja sich noch die Fahrräder oder Roller schnappen und eine Fahrradtour zu einem entfernteren Spielplatz machen 😉 So werde ich quasi zum Sport machen gezwungen …
  2. Reisen und Wandern – Da Sightseeing in Neuseeland überwiegend aus Wandern zu Naturspektakeln besteht, macht man quasi Sport und bewegt sich, wenn man gleichzeitig auf Reisen ist. Wenn das nicht mal Multitasking ist. Ich muss sagen, ich hasse Wandern und habe auch ehrlich gesagt so gar keinen Spaß dran. Ist halt im Prinzip genauso langweilig wie joggen, nur ohne Seitenstechen 😀 Aber wenn man loswandert mit dem Hintergedanken, bald an einem einmaligen Naturspektakel anzukommen, Wasserfälle zu sehen, versteckte Buchten zu entdecken und die unfassbar wunderschöne und atemberaubende Natur Neuseelands zu erkunden, dann ist das Entschädigung genug für die Qualen 😉 Also einfach mal eine Tageswanderung am Wochenende (z.B das Tongariro Crossing oder im Abel Tasman Park) machen oder sich vornehmen regelmäßig kleine ein- bis zweistündige Wandertracks abzulaufen. Sightseeing und Sport mit einer Klappe geschlagen!
  3. Kreative Fitnessgeräte – Ich muss sagen, die Idee kam nicht von mir, sondern von Hanjo, aber diese ist so genial, die muss hier einfach mit aufgelistet werden!! Hanjo hat ja nun wirklich einen Bewegungsdrang und geht in Deutschland ja regelmäßig trainieren, aber auch er hat schließlich kein Geld über für ein überteuertes Fitnessstudio. Also muss man eben kreativ werden und Abhilfe schaffen. Sein „Fitnessstudio“ besteht nun aus Wasserkanistern aus dem Supermarkt. Die gibt auch nämlich auch in großen Wassermengen: 4l, 6l, 10l und diese lassen sich super als Hantel zweckentfremden. Und das für nur sehr wenig Geld. Zudem sind die Wasserkanister aus dem Supermarkt super stabil. Wenn man also ein Home-Workout macht, muss man sich hier noch nicht mal teure Trainingsgeräte anschaffen und wenn man im Auto lebt nutzt man einfach die Wasserkanister als Hanteln, die Wäscheleine als Springseil oder andere Gegenstände, die man gerade zur Hand hat, zum trainieren.

 

Wie auch immer man versucht die 10 Kilo extra zu verhindern, ist jedem selbst überlasen. Ich denke vorrangig ist es wichtig seine Zeit hier zu genießen und nach einem anstrengenden Tag gerne mal ins Bett fallen und ein Stück Schokolade zu verdrücken. Diese Zeit ist so einmalig, man sollte die nicht damit verschwenden, sich darüber Gedanken zu machen abzunehmen! In diesem Sinne: Hat jemand Serienempfehlungen für Netflix?

Fashionweek Auckland 2018

Fashionweek – Wie ihr euch vorstellen könnt, hat alleine schon bei dem Wort mein Herz ein ganzes Stück schneller geschlagen 😉 Leider konnte ich, wie die Male zuvor, dieses Jahr nicht das liebe Team von Laurèl bei der Fashionweek Berlin unterstützen, da ich ja nun am anderen Ende der Welt sitze und dabei fehlte mir dieses Fashionfeeling in Neuseeland und speziell in Auckland total. Hier gibt es schon viele Leute, die sehr gut gekleidet sind, aber eher in so Business-Outfits – klar, die tragen das ja auch zur Arbeit. In der Freizeit läuft hier allerdings (fast) jeder in gemütlicher Workoutkleidung durch die Gegend, ganz leger und ganz lässig – was an sich ja auch nicht falsch ist. Jedoch vermisse ich es, individuell und besonders gekleidete Menschen auf der Straße zu sehen. Menschen, die ihre Stimmung und ihren Charakter in ihrem Outfit widerspiegeln und einen inspirieren. Das habe ich bis jetzt hier noch nicht so wirklich gesehen. Aus diesem Grund war ich umso mehr gespannt, inwiefern das Ganze auf der Fashionweek zu erleben ist. Wobei ich Fashionweek eigentlich in Klammern setzten müsste, denn auch das ist die ruhige und gelassene neuseeländische Form der Modewoche.

Was mir allerdings gefällt: dadurch, dass dieses Event so klein ist, ist ein Großteil für die Öffentlichkeit zugänglich. So gibt es beispielsweise Ausstellungen, Designer Sales, Modenschauen und Präsentationen nicht nur für geladene Gäste. So war es auch mir möglich etwas hinter die Kulissen zu schauen – ohne Vitamin B 😉 Das hat natürlich auch seinen Vorteil!

Am Donnerstag gab es zum Beispiel einen Designer Sale im Szeneviertel Ponsonby mit DJ, Drinks und Häppchen und jeder Menge Schnäppchen. Hier habe ich gemeinsam mit meiner Freundin CeCe vorbeigeschaut. Wir hatten absolut keine Erwartungen und wurden mehr als überrascht. Auch hier habe ich die „Newzealand-Edition“ erwartet: Unbekannte Marken,  hohe Preise und keine schöne Auswahl. Tja falsch gedacht. Es gab dort alles was einen Rang und Namen hatte: Giorgio Armani, Prada, Hugo Boss, Versace, Karen Walker, DKNY, Ellie Saab,.. und alles von 10$-60$! CeCe und ich sind etwas durchgedreht und waren bestimmt 5 Mal in der Umkleidekabine 😀 Am Ende habe ich einen richtig coolen dunkelblauen Vintageblazer von Armani, der etwas oversized geschnitten ist, für 30$ ergattert und eine ärmellose schwarze schlichte Bluse von Zimmermann für 10$!

Am Freitag stand für mich ein ganz besonderes Highlight an: es gab eine öffentliche zugängliche Modenschau der Designerin Ingrid Starnes. Die Show sollte in der O’Connell Street stattfinden, in der die Models im Prinzip die Straße einmal hinunter und wieder herauf laufen. Von der Inszenierung hat das Ganze etwas an die „Chanel Resort Show“, die in den Straßen von Kuba stattfand, erinnert. Natürlich nicht so spektakulär, aber die Idee an sich (eine Straße in einen Laufsteg umzuwandeln) sorgt schon für eine ziemlich tolle Atmosphäre. Das kann man sich ja gerne mal vom Karl abgucken 🙂

Das Label Ingrid Starnes wurde 2009 in Neuseeland gegründet und ist bekannt für cleane Schnitte kombiniert mit schmeichelhaften Drapierungen. Sie verwendet sehr fließende Stoffe wie z.B. Seide und schlichte aber dennoch ausdrucksstarke Farben. Bei dieser Show gab es vor allem viele Stilbrüche, die mir besonders gut gefallen haben und Transparenz war ein riesiges Thema. Leider hat es an diesem Tag die ganze Zeit geschüttet, so dass bei der Show niemand trocken blieb. Die Models sind mehr oder weniger den Laufsteg herunter geschlittert (überraschenderweise ist niemand gefallen!!) und viele Gäste haben hinter ihren nassen Stühlen gestanden und sich unter ihren Regenschirmen verkrochen. Einen Outdoor-Runway in Auckland aufzubauen ist aber auch risikoreich, denn alle vier Jahreszeiten an einem Tag sind nichts Ungewöhnliches und wenn es regnet, dann hat man auch immer das Gefühl die Welt würde gleich untergehen. Aber vielleicht gerade wegen des Regens hatte die Show so eine ganz besondere Ahmosphäre. Das Licht hat sich auf der nassen Strasse gespiegelt, zur Dämmerung kamen dann noch die dunklen Wolken und die Models sind bei epischer Musik die Straße entlang gelaufen. Ich bin einfach nur glücklich, dass ich meine Dosis Mode auch noch in Neuseeland bekommen habe – ganz egal wie das Wetter ausfiel 🙂

Das schöne an diesen Events ist ja auch immer, dass es überall Drinks und Snacks gibt 😉 und natürlich musste ich gleich auch meinen neuen Blazer ausführen! Nach der Show habe ich noch bei der Präsentation der neuen Kollektion von „Edit.“ im Store vorbeigeschaut und bei einem Event von Platypus. Dort war aber die Musik des DJs nicht so wirklich mein Ding, deswegen habe ich nur mal schnell einen Blick reingeworfen, ein bisschen Modeluft eingesogen und bin weitergezogen 🙂

Auckland: Shakespear Regional Park

Ich weiß, es war in der letzten Zeit etwas ruhiger, das liegt vor allem daran, dass ich gesundheitlich etwas geschwächelt habe. In der Nähe von Kindern ist das Ansteckungsrisiko ja immer recht hoch, wenn diese in den Kindergarten oder sonst wohin gehen. Aber mittlerweile geht es mir wieder gut, ich habe nur einen einzigen Tag mit der Arbeit ausgesetzt und bemühe mich nun, wieder regelmäßiger zu updaten 😉

Noch bevor ich krank geworden bin, ging es mit ein paar meiner Freunde in den Shakespear (ja ohne „e“ am Ende) Regional Park, der etwas eine Stunde Autofahrt oberhalb von Auckland liegt. Dieser eignet sich perfekt für einen Tagesausflug zum Wandern, Baden und Relaxen. Der Park ist relativ groß und enthält mehrere befestigte Tracks zum Wandern/Spazieren, die alle jeweils um die 1-2 Stunden lang sind. Ringsherum gibt es jede Menge schöne Sandstrände – Schwimmen mit Blick auf die Skyline von Auckland ist hier garantiert 😉 Außerdem gibt es ein Wildlifereserve, in dem man mit Glück den einen oder anderen exotischen für Neuseeland typischen Vogel entdecken kann. Außerdem befindet sich hier auch der „bekannte“ (für neuseeländische Verhältnisse bekannt 😀 ) Bilderrahmen in Lebensgröße. Bei dem haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen eine Familienfoto zu machen 🙂

 

 

AuPair-Küche: Dhal

Wie ihr vielleicht wisst, ist die asiatische Kultur sehr ausgeprägt in Neuseeland, viel mehr als alle anderen Kulturen, die es hier gibt. Doch vor allem die asiatische Küche hat sich hier überall durchgesetzt, somit gehört „Dhal“ fast zum Nationalgericht. Diese Art Linseneintopf kommt aus der indischen und pakistanischen Küche und kann in vielen verschiedene Variationen zubereitet werden. Mein Gastvater Lauch beherrscht das besonders gut und da die Jungs es lieben, blieb mir eigentlich nichts anderes übrig, als zu lernen, wie man Dhal kocht. Keine Panik, es ist viel leichter als man es sich vielleicht vorstellt 😉

Zutaten: (4 Personen)

– 2El Olivenöl

– 1 rote Zwiebel

– 2.5cm großes Stück frischer Ingwer

– 3 Knoblauch Zehen

– 1 große grüne Chillischote

– 1TL Salz

– 1TL Kreuzkümmel

– 250g rote Linsen

– Saft einer Limette

Zubereitung:

1. Zuallererst die Zutaten vorbereiten: die Zwiebel, den Knoblauch und die Chillischote fein hacken. Dann den Ingwer schälen und reiben. Eine Limette auspressen und die Gewürze bereitstellen.

2. In einem großen Topf das Olivenöl erhitzen und Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Chillischote, Salz und Kreuzkümmel hinzugeben. Bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen, bis die Zwiebeln weich sind.

3. Die Linsen mit 750ml Wasser hinzugeben und für weitere 20 Minuten kochen lassen, bis die Linsen sich zersetzt haben.

4. Die Hitze herunter drehen und den Limettensaft hinzugeben und unterrühren.

5. Mit Fladenbrot, Naan Brot (indisches Brot), etwas Naturjoghurt (falls zu scharf) und/oder Koriander Blättern servieren.

Hier habe ich noch Spinatblätter hinzugefügt. Das schmeckt nicht nur gut, sondern gibt dem sonst recht farblosen und „pampigen“ Dhal eine etwas schönere Optik 😉

Tipp: Wenn das Gericht zum Beispiel auch für Kinder geeignet sein soll, dann am Besten die Kerne in der Chillischote entfernen. Wenn man es allerdings besonders scharf mag, kann man diese gerne zum Dhal hinzufügen.

Personal Travelguide: Raglan & Wild Coast Extreme Horse Adventure Trail Ride

Wir sind gerade aus Raglan wiedergekommen und ich glaube so schnell war ich noch nie mit meinem Reisebericht 😉 Raglan liegt an der rauen Westküste und wird als das Byron Bay Neuseeland gehandelt. Strände mit schwarzem, glitzerndem Sand, saftige grüne Hügel und meterhohe Wellen – ein wirklich paradiesischer Ort zum surfen. Oder zum Reiten, wie in meinem Fall 😉 Ich habe mir nämlich einen großen Wunsch erfüllt und habe die atemberaubende Natur Neuseelands auf dem Pferderücken erkundet. Im Nachhinein habe ich mich sogar noch mehr gefreut, dass es in Raglan stattgefunden hat, da die Natur hier sehr „typisch neuseeländisch“ ist, mit den rauen Küsten, dem schwarzen Strandsand, den dschungelartigen Bergen und die einsame Ruhe.

Aber erst einmal alles auf Anfang: Hanjo und ich sind Freitag Abend gegen 7 Uhr aufgebrochen, zwei Stunden später als geplant, da sich in meiner Gastfamilie alle falsch verstanden haben, jeder Pläne gemacht hat und am Ende das alles nicht ganz aufging. So musste ich einspringen und auf die Jungs aufpassen, bis Abi von der Arbeit zuhause war. Das war nicht weiter schlimm, denn nach Raglan sind es nur zwei Stunden Fahrt aus von Auckland, allerdings haben wir das ursprünglich alles anders geplant 🙂 Irgendwann im Dunkeln sind wir dann in Raglan angekommen – es war eigentlich erst neun Uhr, aber es fühlte sich an wie Mitternacht – mir war superschlecht durch die vielen Kurven, dass ich das navigieren vernachlässigt habe und wir am Ende noch mal eine halbe Stunde Fahrt ranhängen mussten, um zu unserem Campingplatz zu gelangen. Den haben wir übrigens nach 10km Gravel Road in engen Kurven (absoluter Albtraum!) und im Dunkeln auch erreicht. Das Office konnten wir nicht mehr ausfindig machen, daher haben wir beschlossen, einfach am nächsten Tag zu bezahlen. So ganz ging auch dieser Plan nicht auf, denn auf dem Campingplatz fand eine Hochzeit statt und die Braut hat den gesamten Platz gemietet und ist erstmal zu uns angelaufen gekommen, als Hanjo und ich um halb zehn über unser Abendbrot im Auto hergefallen sind und wie die Tiere ohne Teller oder Besteck gegessen haben 😀 Wir waren halt hungrig und es musste schnell gehen 🙂 Wir konnten sie dann überzeugen, die Nacht dort zu verbringen und am nächsten Morgen ganz früh abzuhauen ohne die Küche oder sonstiges zu nutzen und die Hochzeitsgesellschaft zu stören. Damit war sie auch einverstanden und wir konnten uns endlich schlafen legen. Am nächsten Morgen sind wir um 8 Uhr aufgestanden, da ich für um 10 Uhr meinen Ausritt gebucht habe (über http://www.bookme.co.nz) und wir festgestellt haben, dass wir kein Netz (geschweige denn Internet) auf dem Campingplatz hatten und somit den Reitstall irgendwie ohne Karte oder Navi finden mussten .. auch das noch 😀 Nachdem wir denn in beide Richtungen ein Stück gefahren sind.. erfolgslos.. sind wir zum Campingplatz zurückgefahren und haben ein riesiges Schild direkt gegenüber mit der Aufschrift „Wild Coast Extreme Horse Adventures“ gesehen.. Ich wusste ja, dass der Stall in der Nähe ist (aus diesem Grund haben wir uns ja auch für den Platz „Ruapuke Motor Camp“ entschieden), aber dass er dann so nah ist, damit haben wir nich gerechnet. Sonst wären wir mit Sicherheit nicht die ganze Zeit daran vorbeigefahren .. Mein Papa würde jetzt sagen „Wer gucken kann, ist klar im Vorteil!“

Der Stall hat mir total gut gefallen. Er befand sich im Familienbetrieb, dessen eigentlicher Verdienst im Züchten von Rindern und Milchkühen besteht, und sah sehr gepflegt aus. Die Pferde wurden auf der Weide gehalten und hatten riesige Flächen zum toben, fressen und einfach nur Pferd sein! Alle sahen wohl ernährt und sehr gepflegt aus, worauf ich immer sehr viel Acht gebe. Ich finde, selbst wenn man so eine Tour bereits gebucht hat, sollte immer das Wohl der Pferde an erster Stelle stehen und notfalls  lieber vor Ort noch absagen und das Unternehmen nicht noch mit seinem Geld unterstützen, wenn man sieht, dass es den Tieren dort nicht gut geht. Das war hier aber nicht der Fall! Mein Pferd hieß Chief und der Name passte wie die Faust aufs Auge. Sich irgendwo einreihen kam nicht in Frage, am liebsten ist er ganz vorne mitgelaufen und hat die Gruppe angeführt. Schnell war er auch und so ein richtiger kleiner Angeber und verfressen. Ist aber schwer sich zurückzuhalten, wenn das Gras so hochwächst, dass man sich noch nicht einmal bücken muss und man im Vorbeigehen schnell in etwas reinbeißen kann. Würde ich als Pferd bestimmt auch machen 🙂 Die Tour ging drei Stunden und war wirklich eine „Extreme Horse Adventure“ : steile Berge hoch und runter, durch Bäche, durchs dichte Gestrüpp auf den Mt. Karioi, um die wahnsinnige Aussicht auf das Meer zu genießen. Danach ging es runter an den Strand, wo wir mit dem Pferden erstmal ins Meer baden gehen konnten. Chief liebte das Meer und hat erstmal Blubberbasen mit seiner Nase im Wasser gemacht – so süß! – und die salzige Meerluft „inhaliert“ (Fachjargon: flehmen“) – sieht immer sehr witzig aus, wenn Pferde das machen (2. Video)!! Danach konnten alle fortgeschrittenen Reiter, die Lust dazu hatten, am Strand lang galoppieren und ich hatte einen Heidenspaß! Der schwarze Sand ist wesentlich fester als der weiße Sand und somit der perfekt Untergrund für Pferde.

Nach meinem Ritt ging es zurück nach Raglan, wo Hanjo und ich durch die vielen kleinen Geschäfte gebummelt sind. Als Surferhotspot waren demnach natürlich auf die Geschäfte ausgelegt. Überall gab es Neoprenanzüge, Surfbretter, Skateboards, Lederarmbänder, Muschelketten und und und zu kaufen. Gefühlt alle sind in Vans, Shorts, Tanktops und Rastalocken bzw. Man-Bun herumgelaufen oder sagen wir lieber tiefenentspannt geschlendert/“geskateboardet“ – hier wurde jedes Klischee erfüllt!! Aber genau diese Atmosphäre hat diesen Ort zu besonders gemacht. Wie bereits erwähnt wird Raglan gerne mit den „alten“ Byron Bay verglichen, bevor es so touristisch wurde. Raglan hat noch diesen Charakter eines „ursprünglichen“ Surferparadieses, ein „Geheimtipp“ unter den Sportlern. Ich muss sagen, ich habe mich in Raglan verliebt, nicht nur wegen des Ausrittes, und würde liebend gerne noch einmal hierher zurückkehren.

Allerdings sind wir gegen 4 Uhr schon zu unserem Campingplatz gefahren, da ich meine Beine nicht mehr bewegen konnte und im Stehen hätte einschlafen können 😀 Drei Stunden am Stück zu reiten, wenn man davor zwei Jahre lang nicht mehr auf einem Pferd saß, war in dieser Hinsicht nicht meine allerbeste Idee 🙂 Aber die Schmerzen waren es allemal wert!! Unsere zweite Nacht haben wir dieses Mal ohne eine Hochzeit zu crashen auf „Kev’s Place“ (für 10$/p.P.) in Raglan verbracht – mit der absoluten genialsten Aufsicht auf die Stadt und das Meer. Der Campingplatz ist sehr zu empfehlen, sehr einfach, aber mit eigener Quelle, mega Aussicht, kostenlosen Duschen, Toiletten und einem kleinen Spielplatz für Kinder. Kevin selber hat sich ein riesiges Boot auf die Wiese gestellt und das als Büro umgebaut – damit war der Typ uns gleich sympathisch!

Am nächsten Morgen haben wir ausgeschlafen und sind dann zum „Ngarunui Beach“ gefahren. In Neuseeland sollte man immer „zwischen den Flaggen“ schwimmen bzw. da wo die Wellen besonders hoch sind, denn in den vermeintlich ruhigeren Gebieten herrscht oft eine lebensbedrohliche Strömung. Die Blacksand-Beaches sind in der Regel auch etwas gefährlicher zum Schwimmen als die „normalen“ Strände mit weißem Sand. Hanjo ist tatsächlich schwimmen gegangen zwischen hunderten Surfern (es war wirklich sehr sehr voll!!), mir war das Meerwasser schon zu kalt. Daran merkt man schon, dass der Sommer langsam aber sicher vorbei ist und sich alles abkühlt. Bevor wir uns auf den Heimweg gemacht haben, gab es noch einen kleinen Abstecher ins „Bow St Depot“ im Zentrum von Raglan zum lecker Burger und Nachos essen – sehr zu empfehlen!

Damit ging unser vorerst letzter Wochenendtrip auf der Nordinsel zu Ende. In 12 Tagen (Schon??!! Ich kann es kaum glauben) kommen Papa und Tommi ans andere Ende der Welt und wir starten unseren Roadtrip von Auckland nach Wellington. Aber ansonsten heißt es für Hanjo und mich jetzt erst einmal Geld sparen, damit für uns im Juni auf unserer großen Südinsel-Rundreise so richtig austoben können 😉

Aus dem Kindermund – Best of Archie & Jasper

Mittlerweile könnte glaube ich ein Buch schreiben, über all die lustigen Dinge, die die Jungs von sich geben! Vor allem wenn wir vom Kindergarten nach Hause fahren und die Jungs einfach völlig erschöpft all ihre wirren Gedanken von sich lassen, muss ich mich echt zusammenreißen, dass ich vor lauter Lachen überhaupt noch Autofahren kann! Da das nun kein ganzes Buch werden soll, kommen hier meine persönlichen Highlights:

♥Archie’s ganzer Name ist eigentlich Archibald. Das erzählt er auch bei jeder Gelegenheit. Zusätzlich geht es dann immer weiter mit „…mein Papa heißt Lauchlan Cameron…Mama heißt Abigail Bennett .. und das ist Jasper Cameron…“ und so weiter und so fort mit allen weiteren Familienmitgliedern, die ihm einfallen, dessen vollen Namen er kennt..

Jasper als kleiner Bruder kopiert natürlich gerne und erzählt nun auch ständig alle Namen der Familie. Als ich ihn letztens gefragt habe wie sein ganzer Name (der übrigens Jasper Cameron ist) sei, sagte er: „Jasper bald Cameron“ 😀 (weil Archie = Archibald)

Alleine das ist ja schon süß, viel witziger macht es die Tatsache, dass „bald“ ja auch noch glatzköpfig auf deutsch bedeutet, wenn es nicht grade zum Namen gehört..

♥Ein anderes Mal haben wir wieder über die Namen gesprochen. Lauch und Abi sind nicht verheiratet, daher ist sein Nachname Cameron und ihrer Bennett. Das weiß Jasper natürlich nicht – generell hat er glaube ich noch keine Ahnung was „verheiratet sein“ überhaupt bedeutet. Als ich ihn dann gefragt habe, ob er denn auch meinen richtigen Namen kennt, denn die Jungs nennen mich immer nur Katie und ich habe auf Katharina angespielt, Jasper überlege kurz und sagte dann : „Katie Bennett“. Ich fragte ihn daraufhin, wieso er glaubt, dass ich Katie Bennett heiße. Seine Antwort war: „Weil du ein Mädchen bist“…

Ich heiße zwar nicht Katie Bennett, aber seine Überlegung hat durchaus Hand und Fuß 😉 Schließlich heißen alle „Jungs“, sprich Lauch, Archie und Jasper Cameron mit Nachnamen Cameron und Abi, die Frau im Haus, Bennet… muss also der Name für die „Mädchen“ sein 😉

♥ Das Abi hier die Hosen anhat, haben mittlerweile auch die Jungs mitbekommen 🙂 Wieder mal im Auto hat Archie mich gefragt, ob ich ihn denn auch vom fernsehen bannen könne, wenn er etwas ungezogenes macht (ich will gar nicht wissen, was er geplant hatte.. 😀 ). Daraufhin meinte ich, natürlich, wenn ich „in charge“, also das Sagen habe, dann könne ich ihn vom TV bannen, wenn es notwenig sei. Dann fragte er, ob das auch gelte, wenn Mum zuhause sei, denn sie sei ja „in charge of everything“… dem Haus, dem Essen, den Jungs „sogar Daddy“ meinte er dann. Als ich dann gefragt habe, wieso sie sogar das Sagen über Lauch hat, denn er ist ja schon erwachsen, überlegte Archie und sagte …“Mh, well… you’re right.. let’s just say Daddy is in charge of the garage“. Ab da konnte ich nicht mehr vor Lachen.. 😀 Armer Lauch… immerhin was die Garage betrifft, hat er noch ein Wörtchen mitzureden. Obwohl Archie das schon so formuliert hat, als würden wir jetzt einfach mal so tun, er hätte ein Bestimmungsrecht über die Garage, da es ja sonst nichts in seinen Augen gibt 🙂

♥ Jasper war erkältet und hat im Auto ganz doll gehustet. Archie hat ihm dann erstmal erklärt, dass man sich die Hand vor den Mund halten muss, oder noch besser, man hustet in den Ellbogen, um seine Bakterien nicht überall zu verteilen. Das hat er schließlich im Kindergarten gelernt und Jasper ganz wichtig gezeigt. Jasper guckt ihn total schockiert an und ruft „Aber dann wird mein Ellbogen doch auch krank!“

 

♥ Mit Jasper gehe ich jeden Donnerstag regelmäßig zur „Playgroup“. Davon gibt es viele verschiedene in Neuseeland. Einige sind privat organisiert, andere durch Organisationen wie Plunket oder ähnliches. Eigentlich nur ein fester Ort und eine feste Zeit, in der sich Mütter/Väter mit ihren Kindern treffen (meistens im Alter von 1-4). Um ehrlich zu sein, ist es eher eine Gelegenheit für alle Mütter Kaffee zu trinken, zu tratschen und mal eine ruhigere Zeit zu haben, wenn die Kinder alle zusammen spielen. Unsere Playgroup wird von Celia geleitet und findet in einer Plunket-Klinik statt. Das ist keine richtige Klinik, sondern eher ein Zentrum in dem Frauen Unterstützung bei der Schwangerschaft und Eltern Tipps zur richtigen Erziehung bekommen, und wo geschaut wird, ob sich die Kinder richtig entwickeln. Im Prinzip so etwas wie ein Kinderarzt und eine Hebamme in einem, nur ohne den medizinischen Teil. Da die Plunketklinik auch ein Badezimmer und eine kleine Küche hat und im Spielraum jede Menge Sofas und Stühle stehen, sieht es ein bisschen aus wie eine halbe Wohnung – zumindest für ein Kind absolut vorstellbar. Jasper geht also zu Celia und fragt völlig verwundert: „Wo schläfst du denn hier? Hast du gar kein Bett?!“

 

♥ Wir haben letztens Brownies gebacken und die Jungs saßen ganz erwartungsvoll die gesamten 20 Minuten vor dem Backofen und haben die Schokoladenküchlein „fertig gestarrt“. Als es dann endlich soweit war und ich das Blech aus dem Ofen nehmen konnte, musste ich die Jungs noch ein weiteres Mal auf die Folter spannen – diesmal mussten sie warten, bis die Brownies etwas abkühlen. Die Beiden sind also zum Spielen abgezischt und ich bin auf die Toilette gegangen. Komme ich wieder und entdecke ganz viele kleine komische Löcher im Kuchen 😀 Ich frage die beiden also, warum da Löcher drin sind. Jasper tut völlig ahnungslos, guckt mich mit goßen Augen an und sagt er hätte absolut keine Ahnung… Archie springt dann ein und sagt völlig ernsthaft „Ja da war so eine Sache.. du weißt.. “ .Denkpause. „Kannst du dich noch an meinen Dinosaurier erinnern?“ Denkpause. „Ja, den habe ich grade erwischt, als er den Kuchen gegessen hat…“ Ich gucke ihn ungläubig an und er fügt noch schnell hinzu: “ Keine Sorge, ich habe schon mit ihm geschimpft, Katie, das brauchst du nicht mehr tun!“ Und die beiden rennen schnell weg… Dinosaurier also.. – Als ich Kind war, hat der Weihnachtsmann die Wände angemalt… Dinge gibt’s…