Fashionweek Auckland 2018

Fashionweek – Wie ihr euch vorstellen könnt, hat alleine schon bei dem Wort mein Herz ein ganzes Stück schneller geschlagen 😉 Leider konnte ich, wie die Male zuvor, dieses Jahr nicht das liebe Team von Laurèl bei der Fashionweek Berlin unterstützen, da ich ja nun am anderen Ende der Welt sitze und dabei fehlte mir dieses Fashionfeeling in Neuseeland und speziell in Auckland total. Hier gibt es schon viele Leute, die sehr gut gekleidet sind, aber eher in so Business-Outfits – klar, die tragen das ja auch zur Arbeit. In der Freizeit läuft hier allerdings (fast) jeder in gemütlicher Workoutkleidung durch die Gegend, ganz leger und ganz lässig – was an sich ja auch nicht falsch ist. Jedoch vermisse ich es, individuell und besonders gekleidete Menschen auf der Straße zu sehen. Menschen, die ihre Stimmung und ihren Charakter in ihrem Outfit widerspiegeln und einen inspirieren. Das habe ich bis jetzt hier noch nicht so wirklich gesehen. Aus diesem Grund war ich umso mehr gespannt, inwiefern das Ganze auf der Fashionweek zu erleben ist. Wobei ich Fashionweek eigentlich in Klammern setzten müsste, denn auch das ist die ruhige und gelassene neuseeländische Form der Modewoche.

Was mir allerdings gefällt: dadurch, dass dieses Event so klein ist, ist ein Großteil für die Öffentlichkeit zugänglich. So gibt es beispielsweise Ausstellungen, Designer Sales, Modenschauen und Präsentationen nicht nur für geladene Gäste. So war es auch mir möglich etwas hinter die Kulissen zu schauen – ohne Vitamin B 😉 Das hat natürlich auch seinen Vorteil!

Am Donnerstag gab es zum Beispiel einen Designer Sale im Szeneviertel Ponsonby mit DJ, Drinks und Häppchen und jeder Menge Schnäppchen. Hier habe ich gemeinsam mit meiner Freundin CeCe vorbeigeschaut. Wir hatten absolut keine Erwartungen und wurden mehr als überrascht. Auch hier habe ich die „Newzealand-Edition“ erwartet: Unbekannte Marken,  hohe Preise und keine schöne Auswahl. Tja falsch gedacht. Es gab dort alles was einen Rang und Namen hatte: Giorgio Armani, Prada, Hugo Boss, Versace, Karen Walker, DKNY, Ellie Saab,.. und alles von 10$-60$! CeCe und ich sind etwas durchgedreht und waren bestimmt 5 Mal in der Umkleidekabine 😀 Am Ende habe ich einen richtig coolen dunkelblauen Vintageblazer von Armani, der etwas oversized geschnitten ist, für 30$ ergattert und eine ärmellose schwarze schlichte Bluse von Zimmermann für 10$!

Am Freitag stand für mich ein ganz besonderes Highlight an: es gab eine öffentliche zugängliche Modenschau der Designerin Ingrid Starnes. Die Show sollte in der O’Connell Street stattfinden, in der die Models im Prinzip die Straße einmal hinunter und wieder herauf laufen. Von der Inszenierung hat das Ganze etwas an die „Chanel Resort Show“, die in den Straßen von Kuba stattfand, erinnert. Natürlich nicht so spektakulär, aber die Idee an sich (eine Straße in einen Laufsteg umzuwandeln) sorgt schon für eine ziemlich tolle Atmosphäre. Das kann man sich ja gerne mal vom Karl abgucken 🙂

Das Label Ingrid Starnes wurde 2009 in Neuseeland gegründet und ist bekannt für cleane Schnitte kombiniert mit schmeichelhaften Drapierungen. Sie verwendet sehr fließende Stoffe wie z.B. Seide und schlichte aber dennoch ausdrucksstarke Farben. Bei dieser Show gab es vor allem viele Stilbrüche, die mir besonders gut gefallen haben und Transparenz war ein riesiges Thema. Leider hat es an diesem Tag die ganze Zeit geschüttet, so dass bei der Show niemand trocken blieb. Die Models sind mehr oder weniger den Laufsteg herunter geschlittert (überraschenderweise ist niemand gefallen!!) und viele Gäste haben hinter ihren nassen Stühlen gestanden und sich unter ihren Regenschirmen verkrochen. Einen Outdoor-Runway in Auckland aufzubauen ist aber auch risikoreich, denn alle vier Jahreszeiten an einem Tag sind nichts Ungewöhnliches und wenn es regnet, dann hat man auch immer das Gefühl die Welt würde gleich untergehen. Aber vielleicht gerade wegen des Regens hatte die Show so eine ganz besondere Ahmosphäre. Das Licht hat sich auf der nassen Strasse gespiegelt, zur Dämmerung kamen dann noch die dunklen Wolken und die Models sind bei epischer Musik die Straße entlang gelaufen. Ich bin einfach nur glücklich, dass ich meine Dosis Mode auch noch in Neuseeland bekommen habe – ganz egal wie das Wetter ausfiel 🙂

Das schöne an diesen Events ist ja auch immer, dass es überall Drinks und Snacks gibt 😉 und natürlich musste ich gleich auch meinen neuen Blazer ausführen! Nach der Show habe ich noch bei der Präsentation der neuen Kollektion von „Edit.“ im Store vorbeigeschaut und bei einem Event von Platypus. Dort war aber die Musik des DJs nicht so wirklich mein Ding, deswegen habe ich nur mal schnell einen Blick reingeworfen, ein bisschen Modeluft eingesogen und bin weitergezogen 🙂

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