Die ganze Wahrheit über das AuPair-Sein

Diesen Beitrag habe ich jetzt schon so lange geplant und sogar bereits zweimal geschrieben. Aber zweimal wurde er bereits komischerweise gelöscht. Das ist jetzt auch schon bei anderen Artikeln vorgekommen. Von diesem Artikel z.B. wurde anfangs nur die Hälfte hochgeladen und der zweite Teil des Textes war gelöscht und stattdessen standen dort meine ursprünglichen Notizen. Total komisch.. kennt sich jemand damit aus und weiß woran das liegen kann? Bin ich technisch so unbegabt ?! 😀 Aber gut, alle guten Dinge sind schließlich 3..

Über das AuPair sein gibt es jede Menge Klischees. Und viele davon stimmen auch. Viele davon aber auch nicht. Daher rücke ich nun mal mit der ganzen Wahrheit raus. Was bedeutet es eigentlich ein AuPair zu sein?!

  1. Die Sache mit dem Ausschlafen – Im Prinzip rollt man aus dem Bett und ist an seinem Arbeitsplatz. Das ist meiner Meinung nach der beste Teil: der nicht vorhandene Weg zu Arbeit. Ausschlafen ist zwar trotzdem nicht angesagt, wenn man um oder sogar vor sieben Uhr aufsteht. Aber Zeit spart man alle mal, denn Haare kämmen, schminken? Was ist das ?
  2. Die Sache mit dem Kaffee – da braucht es nicht viele Erläuterungen. Zwei Worte zur Beschreibung reichen: zu viel!! (Es muss gar nicht Kaffee sein, aber jedes AuPair hat sein Getränk um sich nervlich durch den Tag zu retten 😉 )
  3. Die Sache mit der Verwechslung – Ganz oft werde ich für die Mutter von den Jungs gehalten, vor allem wenn ich nur mit Jasper unterwegs bin. 3 Jahre ist ja auch noch nicht so alt, dass könnte sogar hinkommen, wenn ich denn eine Teen-Mum wäre.. was zum Glück ja nicht der Fall ist 😀 Nicht nur anhand der schrägen Blicke anderer Leute bin ich mir dessen sicher – Nein ich werde sogar darauf angesprochen und gefragt ob das mein Sohn ist und wie niedlich „mein Sohn“ doch sei.  Aber was sollen die Leute auch anderes denken, wenn ich mit einem 3 jährigen an der Hand durch den Supermarkt spaziere und diskutiere, ob die Cracker gekauft werden oder nicht.
  4. Die Sache mit der Geduld & den Nerven– die braucht man in jeder Hinsicht. Es ist quasi eine Grundvorraussetzung, sei es wenn sie sich fertig machen (oder eben nicht) oder wenn man darauf wartet, dass sie endlich zum Essen kommen. Wenn man wieder mindestens zwanzig Minuten einplanen muss vom Schuhe anziehen (erstmal aussuchen & FINDEN !!) bis hin zum angeschnallt im Auto sitzen. Wenn man zum hunderten Mal auffordert, das Spielzeug aufzuräumen, aufzuessen, die Schuhe in die Kiste zu packen, Hände zu waschen,…
  5. Die Sache mit der Suche – Ihr werdet Stunden, Wochen und Monate mit folgenden Such-Tätigkeiten verbringen: das Suchen des zweiten Schuhs (Immer. Egal, wie oft ihr sagt, dass beide Schuhe in die Schuhkiste gehören.) Das Suchen des einen kleinen Spielzeugautos, denn das gleiche in einer anderen Farbe wäre ja inakzeptabel! Und vor allem die Suche nach Ruhe.
  6. Die Sache mit dem Anziehen – Wenn ihr so wie ich seid und es euch Spaß bringt, den Jungs süße Outfits zusammenzustellen oder sogar Outfits, mit denen die beiden gleich aussehen und euch damit richtig Mühe gebt und stattdessen mit einem Ritter-Piraten-Spiderman an der Hand herumlauft. Überall hin. Bei jedem Wetter. Oder wenn ihr morgens eine Dreiviertelstunde gebraucht habt, bis die zwei endlich in ihren Klamotten stecken und sie im Auto anfangen erstmal ihr Sweatshirt, ihre Schuhe und Socken auszuziehen, weil es zu warm ist.. (Vor allem Jasper ist so ein richtiges Kiwi-Kind .. immer barfuss unterwegs!)
  7. Die Sache mit dem Gepäck – Jeder Ausflug nach draußen wird einer Großexpedition in den Himalaya gleichen. Zumindest, was die Ausrüstung betrifft.
    Gehört ihr zu den gewissenhaften AuPairs, werdet ihr Feuchttücher, Sonnencreme, Apfelscheiben, Buch, Wechselkleidung, Butterkekse, Tempos, Pflaster, Trinkflasche, Salzstangen, Sandförmchen und -schaufel, Sonnenhut, Lieblingskuscheltier, Regenjacke, kleine Decke, Gaskocher, Steigeisen dabeihaben.
    Das alles wird in eine riesige, unförmige, hässliche… äh… nein, das hieß: praktische! Tasche gestopft, die erstaunlich gut das Gewicht des Kleinkindes ausgleicht.
  8. Die Sache mit dem Vorlesen – Mir persönlich bringt es ja total viel Spaß den Jungs vorzulesen, da die beiden dann immer ganz ruhig sind und sich gemütlich ankuscheln und alle mal für eine halbe Stunde herunterkommen und entspannen. Allerdings werdet ihr sehr viele Bücher immer und immer und immer wieder vorlesen müssen. Und sie bald alle hassen!
  9. Die Sache mit den Ferien – In all den Jahren meiner Schulzeit waren die Ferien, Feiertage und Freistunden das absolute Highlight. Aber nun bedeuten die schulfreien Tage einfach nur Arbeit, Arbeit, Arbeit – denn die Eltern haben in den wenigsten Fällen auch frei. Und ich habe immer noch ein Trauma von den Sommerferien!
  10. Die Sache mit der Zukunftsplanung – Hier müssen wir uns nach den Eltern richten, deren Erziehungsstil folgen und uns an ihre Regeln halten – und die Ideen der Hostparents stimmen nicht unbedingt immer mit den eigenen überein. Logische Konsequenz sind dann Gedanken wie: „Ich werde meinen Kindern später dies oder jenes nicht erlauben!“, „Meine Kinder werden das später gaaaaanz anders machen!“ oder „Wenn ich mal Kinder habe, dürfen die immer…“. Schlimm, schlimm, aber irgendwie auch lustig.

 

Warnung: Dieser Beitrag kann Spuren von Sarkasmus enthalten. Bitte nicht zu ernst nehmen. Mir geht’s immer noch gut!! 😉

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Happy Birthday Archie !

Archie ist vor zwei Tagen 5 Jahre alt geworden und das war natürlich ein Grund zum Feiern. Obwohl wir unsere höhen und Tiefen hatten, habe ich den kleinen Kerl mittlerweile tief in mein Herz geschlossen und es wird mir ganz doll schwerfallen bald Abschied zu nehmen.

Zurzeit sind grade Ferien und an Archie Geburtstag ist sogar Anzac Day, an diesem Tag wird all den Menschen gedacht, die im Krieg teilgenommen haben und gefallen sind. Das ist zwar nicht der schönste Feiertag, so vom Grund her, aber dafür hat er sein Leben lang an seinem Geburtstag frei und kann diesen ausgiebig feiern 😉

Vor den Ferien war außerdem sein letzter Kindergarten-Tag. Aus diesem Grund gab es für ihn eine kleine vorzeitige Kindergartenparty mit all seinem Freunden und leckerem Schokoladenkuchen, den ich die Tage vorher noch gebacken hatte.

An seinem richtigem Geburtstag ging es dann mit Jasper, Abi und Lauch und den besten Freunden der Familie zu den Hot Pools in Auckland. Hanjo und ich sind abends zum Dinner im Pub dazu gestoßen. In solchen Momenten bin ich immer total glücklich und dankbar an deren Familienleben teilzuhaben und die Jungs aufwachsen zu sehen.

Jasper Geburtstag fand übrigens im Dezember statt -> hier.

Quelle: Titelbild

Let’s talk about: Wenn deine Familie für dich an das andere Ende der Welt reist

Für mich ist es wirklich der absolut größte Liebesbeweis, dass Papa und Tom all die Kosten, Mühen und die Entfernung auf sich genommen haben und an das andere Ende der Welt geflogen sind. Nur um mich zu sehen. Und natürlich auch, um Neuseeland zu entdecken 😉 Mir ist bewusst, dass dies alles andere als selbstverständlich ist und ich weiß das wirklich wertzuschätzen. Die hohen Kosten, die lange Flugzeit, der Jetlag, die kurze Zeit – aber ich würde mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster lehnen und behaupten es hat sich mehr als gelohnt ! Nicht nur Neuseeland ist eine Reise wert, sondern es bedeutet auch ganz viel für mein Auslandsjahr, dass ich die beiden daran teilhaben lassen kann.

Ganz nah dran

Nicht nur durch Erzählungen, Bilder, Skypegespräche oder meinen Reiseblog – nein ganz nah dran und persönlich. Sie wissen nicht nur wo ich lebe, wie meine Gastfamilie ist, wie Neuseeland aussieht – Nein, sie haben es mit eigenen Augen gesehen.

Eine längere Zeit im Ausland, ganz egal, ob als Work&Travel, AuPair, im Studium oder einfach nur als Reise, es ist ein riesiger Teil des Lebens – man kann das sogar als Lebensabschnitt bezeichnen.

Und indem Papa und Tom nach Neuseeland gekommen sind, waren sie Teil dieses Lebensabschnittes. Sie können also verstehen, wovon ich rede, es braucht gar nicht viele Worte.

Wiedersehen nach langer Zeit:

Das Wiedersehen war besonders schön. Ich war den ganzen Morgen schon fürchterlich aufgeregt und konnte es gar nicht abwarten, die beiden wieder in die Arme schließen zu können. Hanjo hat sich sogar schon am Flughafen über mich lustig gemacht, weil ich überhaupt nicht still stehen bleiben konnte 😉 Als sie dann endlich durch die Absperrung in die Empfangshalle gekommen sind, kamen mir auch tatsächlich ein paar Tränen. Und Tom.. kann man sich vorstellen, wie riesig er geworden ist?? Als ich Deutschland verlassen habe, ging er mir noch bis zur Lippe, nun ist er genauso groß wie ich. Ich kann es nicht glauben und in dem Moment der Erkenntnis hatte ich das traurige Gefühl alles verpasst zu haben, wie er größer und „erwachsener“ wird. Was sich aber innerhalb kürzester Zeit aufgelöst hat – er ist immer noch so verpeilt wie vorher 😉 ❤

Family meets family

Was mir besonders gut gefallen hat, ist dass Papa und Tom sich so gut mit Abi und Lauch und den Jungs verstanden haben. Und natürlich auch anders herum. Es gab kaum Verständigungsprobleme und wir hatten so eine schöne Zeit zusammen. Den einen Abend sind sie zu uns gekommen und wir haben Pizza bestellt, Wein getrunken und ganz viel erzählt und gelacht. Am nächsten Tag sind wir dann alle gemeinsam noch brunchen gegangen. Ich glaube dadurch, dass meine Gastfamilie nun meine richtige Familie kennenlernen konnte, haben sie auch noch einmal einen besseren Eindruck über mich und mein Leben gewinnen können und ich habe den Eindruck, dass unsere Beziehung nochmal sehr viel intensiver wurde – im positiven Sinne 😉

Zum zweiten Mal Abschied nehmen

Zum zweiten Mal Abschied nehmen, aufgrund meines Auslandsaufenthaltes ist alles andere als schon. Klar. Aber letztendlich war es gar nicht Son schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich bin jetzt schon bald 7 Monate hier und es kommt mir vor wie maximal zwei. Dann werden jetzt die letzten Wochen sich anfühlen wie ein bis zwei Wochen und ehe sie sich versehen, bin ich auch schon wieder da 😉

Sightseeing: 48 Stunden in Auckland – inklusive Geheimtipps

Wie ihr bereits wisst sind Papa und Tom nach Neuseeland geflogen, um mich besuchen zu kommen. Bevor wir unseren Roadtrip gestartet haben (hier, hier & hier) haben wir noch etwas Zeit zusammen in Auckland verbracht. Die beiden sind Freitag morgen um 10.50 Uhr gelandet und wir sind erstmal zu mir gefahren, da Papa mir ein paar Winterklamotten einpacken musste 😉 Um alles zu sortieren und um erstmal anzukommen haben wir kurz etwas Zeit bei mir verbracht, bevor wir dann zu um 14 Uhr nach Auckland ins Zentrum gefahren sind, damit die in ihr Hotel (Grand Mercure – sehr zu empfehlen!) einchecken und schnell duschen konnten. Danach ging auf eine kleine Sightseeing Tour durch Auckland. Einen weiteren Sightseeing Post gibt es bereits hier.

  1. Queen Street – Ein Bummel durch die Queen Street gehört bei jedem Auckland-Besuch dazu, am besten man fängt beim Britomart (BHF) an und wandert hoch bis zum Aotea Square. Auch einen Abstecher in die Queen Arcade lohnt sich aufgrund der schönen Architektur (nicht wirklich wegen der Geschäfte)
  2. Aotea Square – das ist der Platz mit dem riesigen Holzpferdekopf (oder was es auch immer sein soll 😀 ). Hier befindet sich die Town Hall, ein Theater und ein riesiges Spielezentrum mit Kino, Bowling, Labyrinth, Minigolf, Spielautomaten, Foodcourt, Restaurants, und und und …
  3. Viaduct & North Wharf – hier befindet sich der Hafen und ein Restaurant/Bar/Café reiht sich an das nächste. Das schönste ist jedoch diese Urlaubsstimmung die hier herrscht 🙂
  4. Mount Eden – schon mal auf der Kante eines Vulkans gestanden? Nein? Dann nichts wie hin! Der Vulkan ist zwar schon lange inaktiv und grün bewachsen, aber der Krater ist immer noch sehr beeindruckend. Besonders schon ist auch die Aussicht, die man auf die Stadt hat 🙂
  5. Devonport – liegt im Norden von Auckland und man kann eine Fähre nehmen (ist schneller und günstiger, führt regelmäßig wie die Züge/Busse & zählt ebenfalls als öffentliches Verkehrsmittel). Hier befinden sich viele süße Boutiquen, Cafés, ein Hafen und ein kleiner Strand. Definitiv einen Spaziergang oder auch eine Segway Tour wert (Tom und Papa waren ganz begeistert )!!
  6. Ponsonby – auch Aucklands Szeneviertel sollte nicht ausgelassen werden bei einem Besuch der Stadt. Hier gibt es unheimlich viele Concept-Stores und Bars. Auch von hier hat man zum Teil eine echt schöne Sicht auf Aucklands Skyline. Entweder führt man dort mit dem Auto hin oder nimmt den Bus.
  7. Mission Bay – dort sind wir abends auch noch einmal mit Papa und Tom hingefahren für einen Mini-Strandspaziergang. Außerdem wird man hier gut fündig auf der Suche nach einem Café oder Restaurant (wenn man denn jemals ernsthaft auf der Suche sein kann, weil ganz Auckland mit Cafés gesäumt ist 😉 ).
  8. Skytower – Am besten bei Sonnenschein und strahlendem Wetter, aber die Fahrt nach oben (z.B. ins Café) lohnt sich, denn man bekommt den besten Blick über die gesamte Stadt.

Während wir durch Auckland geschlendert sind, haben wir natürlich auch ein paar coole Highlights entdeckt, die ich auch gerne hier teilen möchte:

  • Cafe „Imperial Lane“ – zugegeben das Café ist ziemlich versteckt in einer Seitengasse, daher habe ich es auch vorher noch nicht gesehen, aber das industrielle Ambiente kombiniert mit der edlen Einrichtung macht das Café zu einem echten Insider-Tipp. Der Kaffee ist hier übrigens hervorragend. 7 Fort Lane, 1010 Auckland. 
  • Designer Store – leider weiß ich den Namen nicht mehr und konnte ihn auch nicht online ausfindig machen, aber der kleine Designer Sale Shop liegt auf dem Weg von der Queen Street in den Albert Park hoch, wenn man die „Victoria Street West“ nimmt auf der linken Seite an einer Ecke. Er ist relativ klein, hatte aber Marken wie Moschino, DKNY, Hilfiger, Dolce&Gabbana, Michael Kors und viele mehr zu bieten. Für Damen und Herren 😉

Personal Travelguide: Wellington (Roadtrip AKL-WLG)

Wellington war der letzte Stopp meines Roadtrips mit Papa und Tom. Und ich muss sagen, darauf habe ich mich fast am meisten gefreut, da ich es soweit in den Süden der Nordinsel noch nicht geschafft habe. Die anderen Beiträge zu unserem Roadtrip gibt es hier, hier und hier.

Wellington als Hauptstadt von Neuseeland umfasst eine sehr kompakte Innenstadt, eine hübsche Promenade, ein Hafen und ein paar umliegende Berge. Sehr bekannt ist zum Beispiel die historische rote Seilbahn, die von der Innenstadt auf den botanischen Garten hinauffährt. Wir haben insgesamt fast 4 Tage in Wellington gehabt und aber auch ordentlich Programm durchgezogen, nachdem wir den ersten halben Tag mit erholen und schlafen von unserem Roadtrip verbracht haben 😉 Muss auch mal sein !

Nicht nur ein abwechslungsreiches Sightseeing-Programm gab es, sondern ach kulinarische Highlights. Kleiner Fun-Fact am Rande: Wellington hat mehr Restaurants, Bars und Cafés pro Kopf als New York 😉


Fakten über Wellington: 

  • zweitgrößte Stadt (an erster Stelle liegt Auckland)
  • Hauptstadt Neuseelands
  • Wellington liegt an der Cook Strait – einer der stürmischsten Meerengen der Welt, daher trägt die Stadt auch den Spitznamen „Windy Wellington“
  • gemäßigte Klimazone

Where to stay: 

Übernachtet haben wir im „Ibis Wellington„. Wellington als große Stadt hat natürlich wieder andere Preise als die kleinen Orte in Neuseeland. Aus diesem Grund haben wir uns für das sehr zentrale (!) Ibis entschieden, das wirklich direkt in der Innenstadt lag. Beim Ibis weiß man irgendwie immer was man für das Geld bekommt, da der Standard überall der gleiche ist. Tatsächlich muss ich sagen, dass die Zimmer doppelt so groß waren wie im normalen Ibis und so gab es ebenfalls ein richtiges Badezimmer und nicht nur diese runde Waschzelle. Auch das Frühstück war hervorragend – vielfältig und sehr international (sprich etwas was Tom auch isst 😀 ).


What to do: 

Wie bereits erwähnt haben wir den halben Samstag auf dem Zimmer verbracht, da wir alle so erschöpft und müde waren von unserem Roadtrip, da wir jeden Morgen früh aufgestanden und Abends tot ins Bett gefallen sind und den gesamten Tag ohne Pausen unterwegs waren. Daher tat es uns wirklich gut einfach nur zu relaxen, da wir uns die erste Stunde einfach nur durch Wellington geschleppt haben – wie so Zombies..

Abends sind Papa und ich aber noch einmal losgezogen und haben etwas von dem „Jim Beam“-Festival mitbekommen, indem wir auf alle Spielplätze und Brücken geklettert sind, um über die Absperrung sehen zu können 😉 Tatsächlich war es das erste Festival in Neuseeland das vergleichbar mit europäischen Festivals ist. Normalerweise bedeuten Festivals in Neuseeland, dass man seine gesamte Familie inklusive Baby und Uroma einpackt und ein Picknick auf einer großen Wiese mit hundert anderen Leuten macht und dem Bühnenprogramm lauscht. Das ist zwar auch ganz nett, aber hat für mich nichts mit einem Festival zu tun 🙂 Abends sind wir Tapas essen gegangen, zu den Restaurants aber später noch…

So richtig durchgestartet mit unserem Sightseeing Programm sind wir also erst Sonntag:

  • Mount Victoria Lookout: Dort kann man natürlich auch eine tolle Wanderung hoch machen, wir waren aber ganz faul unterwegs und haben das Auto genommen (man muss es ja schließlich auch nicht mit Sport übertreiben, haha 😀 ) Die Aussicht ist wirklich beeindruckend – bei blauem Himmel und richtiger Sonnenschein bestimmt noch schöner 😉 Aber es war auch so echt toll!
  • Danach ging es für uns gleich auf die anderen Seite hoch: Mit dem historischen roten Cable Car. Man kann zwischen one-way oder return-ticket wählen. Ich würde aber empfehlen nur von der Stadt aus nach oben zu fahren und dann durch den botanischen Garten hinunter laufen.
  • Auch das Ziel der Cable Car Fahrt, der botanische Garten, ist sehr sehenswert. Es gibt dort so einen ganz niedlichen Bereich (der eigentlich für kleine Kinder gedacht ist) wo man so Mini-Aufgaben erfüllen kann und Sachen aus Bambus und Leinentücher bauen kann, balancieren, Wasser pumpen, Blumen gießen, Äpfel essen, und und und . Das ist wirklich sehr süß und wir haben dort tatsächlich jede Menge Spaß gehabt – obwohl wir vermutlich alterstechnisch nicht ganz der eigentlichen Zielgruppe entsprachen 😉
  • Danach haben wir einen High Tea im Louis Sergeant genossen und das sollte man tatsächlich als festen Programmpunkt einplanen, das war eines meiner Wellington Highlights. Aber dazu gleich noch mehr!
  • Bummeln, bummeln, bummeln! Nicht nur in der kompakten Innenstadt gibt es einige süße und interessante Geschäfte, sondern auch die ausgefallene Cuba-Street hat einiges zu bieten: von Cafés, Boutiquen, schrägen Geschäften und Straßenkünstlern – hier findet man alles im kubanischen und internationalen Stil!

Am Montag ging es dann weiter:

  • 30-minütige kostenlose „Highlight-Tour“ durch die Regierungsgebäude. Sehr zu empfehlen, zumal die Führungen kostenlos sind. Ich bin wirklich schwer beeindruckt von der neuseeländischen Art Politik zu machen. Sehr fair, sehr bodenständig und sehr unkompliziert. Davon können sich alle anderen Mal eine groooße Scheibe abschneiden. In der Regierung sitzen zum Beispiel viele  Nationalitäten gleichmäßig vertreten und die Hälfte davon sind Frauen. Außerdem kann jeder Bürger sich persönlich einbringen und seine Ideen persönlich in einem Gespräch mit den Gesetzesmachern vorbringen. Zudem ist alles unfassbar transparent und man kann sogar bei fast allen Dingen vor Ort zuschauen oder zumindest alles im Radio und TV live miterleben.  Wenn das nicht mal nach Zukunft klingt, dann weiß ich auch nicht!
  • Gegen Nachmittag, nach einer netten Shoppingtour (mir wurden erstmal neue Schuhe gekauft, da ich angeblich mit „Pennerschuhen“ rumgerannt sei – aber gut ich sollte mich nicht beschweren 😉 ein bisschen was dran war vielleicht auch – upsi!) sind wir dann in das Nationalmuseum Te Papa gegangen. Und das kann ich auch allen ans Herz legen: Familien, Backpacker, Kindern, Museumsuninteressierte, einfach allen! Ich war glaube ich noch nie in einem so tollen, modernen und interaktiven Museum drin. Die Austellungen glichen zum Teil  Madame Tussaud und überall waren Dinge zum Anfassen, Angucken, Spielen, Hören und Ausprobieren. So macht Museum wirklich Spaß. Thematisch ging es um die Kriege, in denen Neuseeland teilgenommen hat (Stichwort Commonwealth – also für GB), die Entstehung Neuseelands, die Einwanderer, kulturelle Schwierigkeiten, die Natur Neuseelands, die Maori-Kultur und verschiedene Kunstausstellungen gibt es auch. Insgesamt gibt es sechs Etagen inklusive Café und Dachterrasse. Wir haben uns am ersten Tag sogar nur bis Etage 4 geschafft und sind am nächsten Tag gleich noch einmal dort hin, um uns den Rest anzuschauen.
  • Spaziergang an der an der Uferpromenade muss natürlich auch sein, da das Gebiet am Wasser wirklich schön ist und vor allem abends der Sonnenuntergang toll aussieht und auch alles nett beleuchtet wird.

Unser Dienstag, und somit letzter Tag in Wellington und unseres Roadtrips, sah wie folgt aus:

  • Wie bereits erwähnt waren wir Dienstag morgen noch einmal im Te Papa Museum, da wir noch nicht alles gesehen haben, das Museum aber wirklich schön ist!
  • Mittags haben wir uns die historische Kathedrale Old St. Paul’s angeschaut. Ich bin ja eigentlich eher nicht so der Kirchen-besichtigen-Fan, aber die Kathedrale war wirklich beeindruckend, da sie ganz anders war, als alles was ich bisher gesehen habe. Sie ist komplett aus Holz, da die ersten europäischen Siedler, die damals nach Wellington kamen, sie errichtet haben. In der Kirche sind auch sehr viele Informationstafeln und somit erfährt man auch noch einmal etwas speziell über die Entstehungsgeschichte Wellingtons und die Herausforderungen der ersten europäischen Siedler. Sehr interessant und sehenswert 🙂
  • Damit ging unser Tag auch zu Ende und wir haben ein Taxi zum Flughafen genommen und sind zurück nach Auckland geflogen.

Also einmal zusammengefasst, all die Highlights, die man in Neuseeland nicht verpassen darf: 

  • Mount Victoria Lookout
  • Cable Car
  • Botanischer Garten
  • Ufersparziergang
  • Te Papa Nationalmuseum
  • Cuba Street
  • Führung durch die Parlamentsgebäude
  • Old St.Pauls Cathedral

Außerdem kann man die Herr der Ringe Schauplätze besuchen, in Wildlife-Zentren gehen und die Natur um Wellington bestaunen.


Where to eat in Wellington (my favorite places): 

Avida Bar : hier gibt es superleckere spanische Tapas. Viele verschiedene Auswahlmöglichkeiten, hier sollte also jeder auch etwas finden. Allerdings haben alle Sachen eine besondere Geschmacksnote (für Tom war es schon wieder etwas schwierig, Papa und ich wären am liebsten nochmal dort essen gegangen), obwohl es wiederum auch nicht „zu spanisch“ war, im Sinne von nicht zu speziell. Generell liebe ich Tapas dafür, dass man viele kleine verschiedene Gerichte hat und überall mal einmal probieren kann. In der Karte werden zwei bis drei Gerichte pro Person empfohlen, allerdings waren die Portionen sehr groß (nicht so die typische Tapasgröße), sodass ein bis zwei Portionen allemal gereicht hätten (obwohl Papa und ich ja schon viel essen können 😀 ). Besonders lecker ist die Aubergine und die Schinken- und Chorizoauswahl.

Johnston Street & Featherstone Street, 6011 Wellington Central – Mo. bis Sa 11-24 Uhr, So. geschlossen – €€ – http://www.avidabar.co.nz

Burger Liqour: ein total abgefahrener und cooler Burgerladen. Die Wände sind alle sehr bunt und mit Graffiti übersät, das Personal super locker und das Essen unfassbar lecker. Eine riesige Auswahl an Burgern, die man fast alle auch vegetarisch und vegan bestellen kann nach Wunsch. Hier sind wir gleich am ersten Tag zum Mittag essen hingegangen und es war sehr sehr voll, aber irgendwie gar nicht wuselig, obwohl der Laden auch so bunt und laut war. Im Nachhinein habe ich auch gelesen, dass das wohl einer der besten Burgerläden Wellingtons sein soll. Wir haben ihn allerdings nur durch Zufall entdeckt, da für Tom nur Burger in Frage kamen 😉

129 Willis Street Te Aro, 6011 Wellington Central – Mo/Di/Mi/Do/Sa 11.30-22 Uhr, Fr 11.30-23 Uhr, So 11.30-21 Uhr – €€ – http://www.burgerliquor.co.nz

Mac’s Brewbar: eine sehr cooler Laden mit Bar und Restaurant, die beide ein unterschiedliches Menü anbieten. Insgesamt eine sehr internationale Küche, die von Burger bis Green Curry alles anbietet. Direkt am Hafen, „neben“ dem Te Papa Museum gelegen. Die Portionen sind allerdings riesig, also mehr als ein Hauptgericht schafft man leider nicht, obwohl auch die Vorspeisen und Desserts sich gut anhörten.

4 Taranaki Street, 6011 Wellington Central – Mo bis Fr 11-22 Uhr, Sa/So 10.30-22 Uhr – €€ –              https://macs.co.nz/brewbars/

Yoshi: ein toller Sushi-Laden, indem man sich seinen Teller selber zusammenstellen kann auf dem Weg zur Kasse. Alles ist unglaublich frisch und neben dem typischen Sushi, gab es auch ein paar ausgefallenere zu probieren. Papa meinte er hat lange nicht mehr so gutes Sushi gegessen. Obwohl das Prinzip eher dem einer Kantine gleicht und nicht dem einem Restaurant, hat das Sushi die Qualität eines Sternrestaurants 😉 Tom hat hier auch zum ersten mal Sushi probiert und war hin und weg, sodass wir gleich ein zweites Mal herkommen mussten 🙂

126 Featherstone Street und 110 Lambton Quay, 6011 Wellington Central – Mo bis Fr 10-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr – € bis €€ – https://www.yoshi.co.nz

Louis Sergeant Sweet Couture – Teespezialitäten und französische Backkunst. Hier kann man nicht nur kunstvolle (!!!) Törtchen,  leckere Macarons essen und die feinsten Teesorten probieren, sondern auch ein typisch englisches „Hightea“ erleben – nur eben in der französischen Variante 😉 Dafür haben wir uns ganz spontan entschieden, als wir gesehen haben, was die Tische um uns herum serviert bekommen haben 🙂 Wir hatten etwas Glück, denn eigentlich muss man darf reservieren. Serviert wurde auf einer Etagere diverse süße Leckereien, wie kleine Kuchen verziert mit Blattgold und Macarons, sowie auch herzhafte wie zum Beispiel Lachsrollen mit Kaviar und Mousse aus Gemüse. Dazu gab es so viel Tee wie wir haben wollten und man konnte auch zwischendurch die Teesorten wechseln. Für das gesamte Angebot war der Preis auch gerechtfertigt, zumal die Speisen auch eher Kunst als Essen waren, allerdings ist so ein High Tea in der Regel nicht besonders günstig. Weil es so unfassbar lecker und besonders war mussten wir noch ein weiteres Mal herkommen, dann allerdings nur für eine Tasse Tee und etwas kleines Süßes 😉

146 Featherston Street, 6011 Wellington Central – Mo bis So 9-17 Uhr – €€€ –                                  https://www.louissergeant.co.nz
Kaffee Eis – wie der Name (der komischerweise deutsch ist) schon errät gibt es hier Kaffe und Eis. Allerdings wurden viele Sorten dieses Cafés bereits mit Preisen gekrönt. Da dieser in der Cuba Street liegt, sollte man hier unbedingt beim bummeln einen Abstecher machen und die eine oder andere Eissorte probieren!
146 Cuba Street, Te Aro, 6011 Wellington Central – Mo bis Do 7.30-23 Uhr, Fr 7.30-24 Uhr, Sa 9-24 Uhr, So 9-22 Uhr – €€ – http://kaffeeeis.co.nz 

Das Nachtleben spielt sich übrigens eher im südlichen Teil der Stadt in „Te Aro“ ab. 


Transport:

Wellington ist relativ kompakt, daher braucht man nicht zwingend ein Auto. Wir hatten es die ersten beiden Tage, was glücklicherweise auf ein Wochenende fiel, sodass keine teuren Parkkosten anfielen. Danach haben wir es allerdings abgegeben und konnten zu Fuß alles Problemlos erreichen. Ansonsten stehen für das Zentrum oder spezielle Sehenswürdigkeiten auch immer noch Busse und Taxen zu Verfügung. Zum Flughafen fährt ein Shuttle, ein Flughafen Bus und alle Taxen.


Shopping: 

  • Lambton Quay
  • Willis Street
  • Old Bank Passage
  • Capital Quay
  • Harbour City Shopping Center Downtown
  • Cuba Street

Roadtrip Auckland – Wellington: Pt. II

In dem ersten Beitrag zu unserem Roadtrip ging es um alle allgemeinen Infos zu den Flügen, der Planung und dem Reisezeitraum (hier). Gestern habe ich dann über unsere ersten drei Tage in Coromandel, Hobbiton und Rotorua berichtet (hier). Heute geht es nun weiter mit Tag 4-6 und unseren Zielen Taupo, Napier und Martinborough.


Tag 4: Rotorua – Taupo

Taupo, eine Stadt im Zentrum der neuseeländischen Nordinsel, ist für ihre Lage am See und Outdoor-Sportarten wie Angeln oder Jetboot-Fahren bekannt. Das Wasser des weitläufigen Lake Taupo, eine vulkanische Caldera, fließt in die Huka-Fälle, spektakuläre, kristallblaue Kaskaden, die man über Wander- und Radwege erreichen kann. Rund um Taupo befinden sich heiße Quellen, zum Beispiel im Craters-of-the-Moon-Reservat.

Wikipedia 

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Von Rotorua ging es morgens früh los nach Taupo. Da man aber nur ca. eine Stunde Fahrt benötigt, hatten wir ziemlich viel Zeit in Taupo den Tag über. Die wir aber auch alle Mal gebraucht haben, da wir schon wieder gefühlt hunderte Aktivitäten gemacht haben 😉 Und Taupo gehört nach wie vor zu meinem allerliebsten Ort auf der neuseeländischen Nordinsel!! ❤

What to do:

  • In Taupo gibt es jede Menge zu entdecken. Unser erster Stopp war gleich bei den bekannten „Huka Falls„.
  • Für mich ging es dann mit dem Auto weiter. Tom und Papa habe ich allerdings schon vorher mit einer Luftmatratze bewaffnet rausgelassen. Die beiden sind nämlich auf eine kleine Float-Tour auf dem Waikato River gegangen. Das hatte ich ja bereits mit Hanjo, Alex und Jasmin gemacht. Da wir dieses mal aber nur ein Auto haben, habe ich den beiden den Vortritt gelassen und bin gleich in das warme Wasser der Hot Pools gesprungen und habe dort gewartet.
  • Womit wir auch schon beim nächsten Programmpunkt sind: Hot Pools Taupo. Hanjos absoluter Lieblingsort – Und meiner vielleicht auch 😉 Dort haben wir eine ganze Weile gebadet, bevor es für uns zurück in Richtung Hafen ging..
  • Denn wir hatten uns im Voraus eine Segeltour auf dem Lake Taupo gebucht zu den Maori Rock Carvings. Im Prinzip war es die gleiche Tour, die Hanjo und ich bereits mit Lea gemacht haben nur von einem anderen Anbieter. Dieses Mal sind wir nicht mit der „fearless“ sondern mit der „Barbary“ gesegelt. Das lag aber auch nur daran, dass ich ein gutes Schnäppchen auf Bookme gefunden habe. Ansonsten gibt es keine Qualitätsunterschiede. Dieses Mal war der See aber echt unruhig und mir war auf der Rückfahrt unglaublich schlecht.
  • Das fand zwar eigentlich erst am nächsten Tag statt, aber Tom und Papa haben auch die Extreme Swing gemacht. Ich hätte es nicht erwartet, dass Tom das tatsächlich durchzieht, aber letztendlich hatten die wohl jede Menge Spaß 🙂

Where to sleep: 

Übernachtet haben wir im „The Cove“. Das Hotel liegt direkt am See und das Zimmer war wirklich sehr schön. Und das Badezimmer war einfach so riesig, mit Dusche und Badewanne und rein theoretisch hätte da auch noch ein zwei Einzelbetten hereingepasst 😀 Sehr zu empfehlen!

What to eat: 

Das erste Mal waren wir nun ohne Küche, also blieb uns als einzige Möglichkeit Takeaway oder essen gehen. Wir haben uns für letzteres entschieden und sind zum Restaurant „waterside“ gegangen, was sehr zentral am See und in der Innenstadt liegt. Bei der  Inneneinrichtung war noch etwas Luft nach oben, das Essen allerdings hervorragend. Wir hatten eine Lachsvorspeise mit Avocadomousse und Granatapfel und als Hauptgericht Burger – die Portionen waren wirklich riesig!!

Frühstücken wäre ich gerne im hoteleigenen Café gegangen, aber da sich das Menü eher auf Açai Bowls und Avocado-Toasts konzentrierte, war nichts für Tom dabei. Wir sind somit kurzerhand in die Innenstadt gefahren und im Café Baku frühstücken gegangen. Das Frühstück war mega lecker und hatte alles mögliche zur Auswahl!!


Tag 5 : Taupo – Napier

Die Stadt, die nach einem Erdbeben im Jahr 1931 wieder aufgebaut wurde, ist für ihre Sehenswürdigkeiten im Art-déco-Stil bekannt.

Wikipedia

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Aufgrund der Extreme Swing haben wir spontan noch etwas mehr Zeit in Taupo verbracht bis um halb eins ungefähr. Aus diesem Grund sind wir die fast 2 Stunden Fahrt nach Napier durchgefahren und sind unterwegs nicht noch unterwegs gestoppt. Napier ist wirklich unfassbar schön mit der sehr einheitlichen Architektur im Art-Deco Stil. Und die Menschen leben das auch wirklich. In vielen Antikgeschäften oder auch Touristengeschäften sind die Menschen verkleidet. Man bekommt überall Kleider und Schmuck und Anzüge im damaligen Stil und durch die Stadt werden Sightseeing Touren in Oldtimer angeboten. Napier ist wirklich sehr sehenswert, wenn man sich für Architektur interessiert (oder wenn man völlig in den Film „The Great Gatsby“ verliebt ist).

What to do:

  • In Napier sollte man unbedingt bummeln gehen und die ganzen kleinen Boutiquen und Antikläden auskundschafte. Hier findet man alles, was die Menschen früher getragen und genutzt haben und man fühlt sich total in die Zeit zurück versetzt. Man wartet nur darauf, gleich Leonardo DiCaprio als Gatsby um die Ecke laufen zu sehen 😉
  • In Napier gibt es außerdem eine Schwimmhalle, in der Tom und Papa Abends noch waren, da man leider im Meer nicht baden gehen kann, da es zu gefährlich ist. Die nächsten sicheren Badestrände befinden sich außerhalb der Stadt Napier.
  • Spontan haben wir auch noch eine Minigolfanlage entdeckt, die wir aber aus Zeitgründen nicht nutzen konnten.
  • Napier oder die gesamte Gegend Hawkey’s Bay ist sehr bekannt für seine Weingüter und Weine. Auch hier lohnt sich ein Besuch für ein Weintasting.

Where to sleep: 

Übernachtet haben wir „Scenic Hotel Te Pania Napier“. Es liegt an der Strandpromenade und alle Zimmer haben Meerblick. Die Zimmer sind auch hier echt großzügig und sehr schön! Auch das Frühstücksbuffet war lecker.


Tag 6: Napier – Martinborough

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Martinborough wird auch die „Stadt der Weine“ genannt – wenn ich hier nicht mal richtig bin 😉

Es gibt tatsächlich in und direkt neben der Stadt über 20 verschiedene Boutique-Weingüter. Die meisten haben sich auf den Anbau des Spätburgunders spezialisiert. Tatsächlich habe ich auch noch nie so guten Wein in meinem Leben getrunken wie in Martinborough 😉

What to do:

  • Wir sind vormittags in Napier gestartet, nachdem wir etwas ausgeschlafen haben und morgens noch einmal durch die Stadt gebummelt sind. Nach Martinborough sind es auch drei bis vier Stunden Fahrt. Aus diesem Grund wollten wir uns ein paar Orte auf dem Weg angucken. Im Nachhinein muss ich allerdings sagen, dass es schlauer gewesen wäre einfach durchzufahren, da die Orte jetzt nicht wirklich sehenswert waren. In Greytown – 10 Minuten von Martinborough – würde sich ein kleiner Halt lohnen, aber dann hat man die Strecke halt auch schon geschafft. Natürlich war es gut als Fahrer einmal sich zwischendrin zu entspannen und die Beine zu vertreten (Papa wollte nicht auf der falschen Seite fahren, somit bin ich die ganzen Zeit über gefahren), aber so drei Stunden am Stück kann man schon ganz locker machen eigentlich. Aber egal, dafür haben wir noch ein paar anderen Orte zwischen Napier und Martinborough gesehen 🙂
  • In Martinborough sind einige süße Cafés, Boutiquen und Gallerien, die auf jeden Fall einen kleinen Besuch wert sind.
  • Das Martinborough Hotel ist ein historisches Hotel, welches 1892 erbaut wurde und auch hier sollte man wenigstens einmal reinschauen oder im Restaurant essen gehen 🙂
  • Außerdem gibt es in Martinborough einen Weinshop, der alle Weine der Region anbietet und noch viele weitere kleine Gadgets.

Where to sleep: 

Geschlafen haben wir im oben genannten „Martinborough Hotel„. Das Hotel war einfach wunderschön – der perfekte Mix aus traditionell und edel. Allgemein sehr britisch, aber so gemütlich und einfach nur zum Wohlfühlen.

What to eat:

Auf jeden Fall im Restaurant des Hotels „paddock to plate„. So gut habe ich noch kein einziges Mal zuvor in Neuseeland gegessen. Die Speisekarte der Hammer, das Essen zum reinlegen, und der Wein noch viel besser als alles andere zusammen. Am liebsten wäre ich dort eingezogen, um einfach jeden Abend dort essen zu gehen 😉

Frühstücken kann man in ziemlich vielen Cafés, viele davon bieten englisches Frühstück an. Wer lieber eine etwas internationalere Auswahl haben möchte sollte im „The Village Café“ essen gehen. Das Avocado Toast ist dort sehr zu empfehlen.


Roadtrip Auckland – Wellington: Pt.I

Wie ich ja bereits in meiner monthly review vom März angekündigt habe, sind Papa und Tom endlich in Neuseeland angekommen und wir haben zwei wunderschöne Wochen zusammen verbracht und davon 10 Tage auf Tour. Es ging von Auckland bis runter nach Wellington und da das jede Menge Text geworden wäre, habe ich beschlossen, die Reise in mehrere Beiträge aufzuteilen. Den ersten Teil gibt es hier zu finden, mit allen allgemeine Infos zum Flug, der Reisezeit und der Planung inklusive eines vollständigen Reiseplanes zum „nachreisen“ 😉

Tag 1: Auckland – Coromandel 

Die Coromandel Halbinsel mit ihren unberührten Stränden, grünen Wäldern und entspannten Stimmung ist eine der beliebtesten Urlaubsregionen in Neuseeland.

-Wikipedia

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In Coromandel war ich bereits schon zwei Mal, einmal gleich im neuen Jahr am 1. Januar und dann noch einmal mit Lea und Hanjo. Von daher habe ich bereits relativ gesehen und wusste, was man definitiv sehen muss und was man auslassen kann. Das ist jetzt keine Überraschung aber die wirklichen Highlights der Coromandel Halbinsel sind die Cathedral Cove und der Hot Water Beach. Was für ein Glück, dass das ganze auch noch so nah beieinander liegt.

Da Papa und Tom ja in Auckland im Hotel übernachtet haben, bin ich relativ früh aufgestanden und in die Stadt gefahren, um die beiden abzuholen. Mein großes Glück: Papa hat im Hotel nachgefragt, ob ich dort mit denen frühstücken darf und ich kann euch sagen, das Frühstück im Grand Mercure ist erste Sahne!;) Oberlecker, unglaublich besonders (es gibts sogar eine echte Wabe, aus dem du deinen Honig holst!!) und sehr vielseitig. So gut hatte ich in den letzten 6 Monaten nicht gefrühstückt und das obwohl Frühstück meine allerliebste Mahlzeit des Tages ist!

Von Auckland ging es dann also los nach Coromandel und glücklicherweise war Ostersonntag sprich kein Verkehr in Auckland, was echt eine Wohltat war! Das hieß zwar auch, dass wir uns bereits vorher mit Lebensmitteln eindecken mussten, aber das ist ja auch nicht weiter schlimm.

Unterwegs haben wir eigentlich keine Zwischenstopps eingelegt, da ich dort am Tage eher größere Aktivitäten eingeplant habe. Außerdem war ich so voller Elan, dass ich nach den drei Stunden Fahrt nicht ansatzweise Anzeichen von Erschöpfung hatte 🙂 Obwohl man auch dazu sagen muss, dass Hanjo und ich es mittlerweile gewohnt sind längere Strecken am Stück Auto zu fahren und mir das gar nichts mehr ausmacht.

What to do: 

  • Es ging für uns gleich zur Cathedral Cove, da wir das gute Wetter ausnutzen wollten und man schon ca. 45 Minuten für die Wanderung dorthin benötigt. Unser erster Roadtrip-Tag war somit gleich ein Strandtag und wir haben ein paar Stunden am Strand verbracht und gebadet und uns gesonnt. Das Wasser war immer noch sehr angenehm und überhaupt nicht kalt. Zurück ging es mit dem Wassertaxi, was ca. 5-10 Minuten fährt, 15$ pro Person kostet und mit dem man sich die Wanderung zurück sparen kann. Allerdings haben wir uns für eine ziemlich ungünstige Zeit entschieden und mussten 1 1/2 Stunden warten, bis wir endlich auf das Boot konnten, da so viele Leute dort gewartet haben und auch immer nur so 17-18 Leute aufs Boot passten. Das war etwas nervig und hat uns ziemlich viel Zeit „geklaut“, aber was soll’s..
  • Nach der Cathedral Cove ging es für uns zum Hot Water Beach, der etwa 10-15 Minuten entfernt liegt. Leider haben wir vorher überhaupt nicht die Gezeiten gecheckt, so dass wir bei Flut ankamen und uns kein Loch mit heißem Wasser Buddeln konnten. Dafür haben wir aber in den tollen hohen Wellen gebadet und hatten viel Spaß.

Where to sleep: 

Ich hatte uns für die eine Nacht einen Bungalow mit Küche und eigenem Bad auf dem Campingplatz „Top 10 Holiday Park Hot Water Beach“ gebucht, der wie der Name schon verrät, direkt am Hot Water Beach liegt. Die Lage ist wirklich perfekt, wenn man sich nur die Cathedral Cove und den Hot Water Beach angucken möchte. Allerdings ist rechtzeitig buchen angesagt. Unser Bungalow war total süß und gemütlich und hatte fast einen Hotelstandard. Es wurden alles an Bettwäsche, Handtücher, Pflegeprodukte, Föhn,.. gestellt. Leider hatte unsere Küche nicht die Ausstattung wie in der Beschreibung angegeben, so dass wir uns nicht mal essen kochen konnten und auf die Gemeinschaftsküche zurückgreifen mussten, was aber auch nicht weiter schlimm war. Auf der Anlage gibt es außerdem noch Trampoline, Go-Karts, Fahrräder, ein Fish’n’Chips Stand, und viele weitere Angebote, die man überwiegend kostenlos nutzen konnte. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt und ich wäre gerne noch eine weitere Nacht dort geblieben, um ehrlich zu sein 😉

What to eat: 

Wir hatten uns eigentlich alle Zutaten für „Geschnetzeltes“ gekauft, dann aber festgestellt, dass wir in unserer Küche nicht mal eine Herdplatte hatten und da es schon relativ spät war, haben wir uns spontan dazu entschlossen Fish’n’Chips zu essen. Das war wirklich sehr lecker in Kombination mit einem Salat, für Tom gab es sogar Checken Nuggets und insgesamt war es auch nicht teuer. Einkaufsmöglichkeiten gibt es nur in der nächstgelegen Stadt, also sollte man vorher einkaufen bzw. die Möglichkeiten vor Ort wahrnehmen.


Tag 2: Coromandel – Hobbiton/Matamata – Rotorua

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Am zweiten Tag sind wir morgens von Coromandel aus gestartet und haben uns auf den Weg gemacht nach Hobbiton und dann weiter nach Rotorua.

What to do:

  • Als Zwischenstopp bietet sich ein Halt im Karangahake Gorge an, in dem auch der Wasserfall „Owharoa Falls“ liegt, der sich prima zum Schwimmen eignet. Im Karangahake Gorge kann man viele verschiedene Wanderungen unternehmen. Es ist ein ehemaliges Minengebiet und eine wunderschöne Natur. Wenn man eher auf der „schnellen Durchreise“ ist, dann bietet sich der Wasserfall als kleine Abkühlung an. Außerdem muss man in Neuseeland auch zu einem Wasserfall, sonst kann man nicht behaupten in Neuseeland gewesen zu sein 🙂
  • Da wir doch recht viel Zeit am Wasserfall verbracht haben und Tom auch noch Schwimmen gegangen ist, haben wir kurzerhand den nächsten Programmpunkt gestrichen: Mokena Geysir Domain. Da ich dort vorher auch noch nicht war, kann ich dazu leider nichts sagen, es soll aber nicht so spektakulär sein.
  • Vom Wasserfall ging es dann weiter nach Mittelerde – genauer gesagt zum Hobbiton Movie Set. Dort hatten wir uns zwei Uhr eine Führung gebucht. Obwohl wir dieses Mal mittags dort waren, und nicht morgens als allererstes (wie beim letzten Mal mit Hanjo) fand ich es trotzdem sehr schön. Wir hatten gutes Wetter und ich mochte auch unseren Tourguide noch lieber.
  • Unser letzter Zwischenstopp vor Rotorua hieß Blue Springs. Auch dort war ich bereits mit Hanjo und bin so begeistert gewesen von dieser Schönheit, dass ich dort unbedingt mit Papa und Tom noch einmal hinmusste!

Where to sleep:

Auch in Rotorua haben wir uns einen Bungalow auf einem Campingplatz gebucht. Der hatte zwar dieses Mal eine vollständig ausgestattete Küche, allerdings war es sehr rustikal und recht klein und somit nicht ganz so schön wie der erste. Wir hatten irgendwie keine richtigen Ablagen, Aufbewahrungsmöglichkeiten oder ähnliches und somit wühlt man sich relativ schnell fest. Alles wurde immer nur von A nach B und von B nach A gepackt, aber das war für die zwei Nächte nicht weiter schlimm. Der Campingplatz des „Rotorua Thermal Holiday Parks“ war relativ schön und hatte sogar einen kleinen Pool und Whirlpools, die wir aus Zeitgründen aber nicht nutzen konnten.

What to eat: 

Da wir eine Küche hatten, wollten wir diese natürlich auch nutzen und haben uns in Rotorua endlich unser Geschnetzeltes gemacht. Allerdings gibt es in der Innenstadt sogar eine „Eat Street“ – die heißt tatsächlich so. Das ist eine Straße in der sich Restaurant an Restaurant säumt, ein Café neben dem anderen ist uns so ziemlich alle Nationalitäten vertretenen sind. Wenn man hier nicht findet, weiß ich auch nicht 😉 Wir sind abends zu Papa Tazio gegangen – ein Italiener, wie der Name schon verrät und das Essen war wirklich sehr lecker!!


Tag 3: Rotorua

Auch den dritten Tag haben wir in Rotorua verbracht, da wir ja erst am Vortag spät abends angekommen sind und somit noch gar keine Zeit hatten uns Rotorua anzugucken.

What to do in Rotorua:

  • Meiner Meinung nach sollte man sich unbedingt eines der Naturwunder-Parks angucken, sei es Wai-O-Tapu oder Te Puia oder etwas anderes. Die geothermalen und vulkanischen Aktivitäten die in Rotorua zum Vorschein kommen sind einzigartig in der Welt und das sollte man sich nicht entgehen lassen. Es kann schließlich nicht jeder von sich behaupten einen blubbernden bunten Schwefelsee gesehen zu haben 🙂 Unsere Entscheidung ist auch das „Wai-O-Tapu Thermal Wunderland“ gefallen. Hier lohnt es sich vor 10.15 Uhr dazu sein, um den Lady Knox Geysir zu erleben. Aber auch ein Spaziergang durch den Park alleine lohnt sich schon – Champagne Pool und Devil’s Bath inklusive 😉
  • Für unsere nächste Aktivität hatte ich noch nichts im Voraus gebucht, da Rotorua so viele tolle Aktivitäten zu buchen hat, das man sich gar nicht entscheiden kann. Man kann zum Beispiel in jahrhundertalten Mammutbäumen nachts im beleuchteten Kletterpark herumturnen, sich eine Maori Show ansehen, in lebensgroßen Bällen Berge herunterkugeln, oder wie in unserem Fall White Water Rating. Das war wirklich eines meiner Highlights der Reise, denn es hat unfassbar viel Spaß gebracht und die Guides waren auch alle echt witzig und haben daraus ein ganz besonderes Erlebnis gemacht. In Rotorua kann man den kommerziell größten Wasserfall runter raften – 7 1/2 Meter hoch, um genau zu sein. Insgesamt waren wir eine Stunde unterwegs und das Geld hat sich mehr als gelohnt. Es gibt dort zwar mehrere Anbieter, wir haben uns aber für das Unternehmen „Rotorua Rafting“ entschieden und waren mehr als zufrieden!!