10 Sätze, die ich als Kind gehasst habe und jetzt selber sage

Au-Pair sein kann ganz schön herausfordernd sein, vor allem wenn die Kinder sich wie der allerschönste Supernanny-Fall aufführen. Ganz klar bevorzugt in der Öffentlichkeit. Und immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich Dinge von mir gebe, die ich jahrelang als Kind gehört habe und eigentlich gehasst habe.. Tja, der Apfel fällt nie weit vom Stamm 😉

Problem: Die Jungs stochern lustlos im Essen herum und beschweren sich über alles möglichen Zutaten, obwohl es drei Tage zuvor noch ihr vermeintliches Lieblingsessen war und ich stundenlang in der Küche stand.

Antworten:

  1. „Es gibt Kinder in Afrika, die haben gar nichts zu essen. Die würden sich freuen.“
  2. „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. „

 

Problem: Trotz perfekt strukturierter und ausgeklügelter Argumentationen mit unanfechtbaren Gründen (weil, was ich sage, zählt) und hundertfachen Wiederholungen der Frage/Bitte/Aufforderung, hört einfach niemand und es passiert absolut, aber auch rein gar nichst.

Antworten:

3. „Ich zähle jetzt bis drei!“

4. „..Zwei…Zweieinhalb…Zweidreviertel…“

 

Problem: Die Jungs haben ihr Schlafzimmer voll mit Büchern und Spielzeugen und ihre Spielecke im Wohnzimmer. Definitiv genügend Platz zum Spielen. Da räumt man stundenlang auf, trägt alles hinterher, verfrachtet alles an seinen Platz.. Und zwei Minuten Später? Liegt das besch*** Lego wieder IN DER KÜCHE. Natürlich auch in allen Einzelteilen. Auf zehnfacher Bitte das aufzuräumen passiert natürlich nichts. Falls Antworten 3 und 4 nicht helfen, behelfe ich mir hiermit:

Antworten:

5. „Ich komme gleich mit einer Mülltüte in dein Zimmer und alles was nicht an seinem Platz ist, werfe ich weg!!“ (Als ob..)

6. „Müsst ihr eure Sachen überall verteilen?!“

7. „Als ich in eurem Alter war…(musste ich mein Zimmer aufräumen /die Glasflaschen zum Container bringen/…)“

 

Problem: Egal wo wir sind, überall gibt es fluffys, Eiscreme, McDonald’s,… Und jedes Mal fangen wir von vorne eine Diskussion an, warum man nicht jeden Tag so etwas kaufen kann. Und dann wird eine Dramashow vom Feinsten abgeliefert (Chapeau auf die schauspielerische Leistung by the way), wie sehr man ja hungrig wäre und wirklich ganz ganz dringend Essen bräuchte (die letzte Mahlzeit ist ja nicht gerade erst 10 Minuten her.. okay Spaß, ich hab dann auch schon wieder Hunger)

(mistgehassteste) Antwort:

8. „Wir haben noch Brot zuhause“

 

Problem: Die Jungs machen etwas, von dem sie ganz genau wissen, dass sie es nicht dürfen. „Aber … hat gesagt..“ und „Aber das war wirklich nicht meine Idee, die kam von …“ oder auch „Ich schwöre, dass ist nicht meine Schuld, ich habe nur gemacht was … gesagt hat!“

Antwort:

9. „Wenn … sagt spring aus dem Fenster, machst du das dann auch?!“

 

Problem: Fernsehen, Spielen, Powernappen .. alles ist wichtiger als Essen, auf die Toilette gehen, Hausaufgaben machen…

Antwort:

10. „(Schule/Mahlzeiten/Auf die Toilette gehen/…) geht vor !! “

 

 

Und das Beste an den Sätzen? Die Kinder geben angesichts zwingenden Logik sofort auf und gehorchen aufs Wort. Baaam! Alle Probleme gelöst.  Schließlich haben die Sätze auch mich auf der Stelle genervt  sofort horchen lassen. Klappt immer und garantiert, vor allem, wenn man sie jeden Tag ein paar Mal von sich gibt. Doppelt und dreifach hält besser. Versprochen!

 

Quelle: Titelbild

Advertisements

One Comment

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s