Roadtrip Auckland-Wellington: Papa und Tom kommen nach Neuseeland!

So die beiden sind mittlerweile schon wieder abgereist, aber wir hatten die absolute schönste Zeit zusammen. Und sind wir mal ehrlich: Gibt es einen größeren Liebesbeweis, als wenn deine Familie einmal an das andere Ende der Welt fliegt, um dich zu sehen?! Ich denke nicht 😉 Die beiden konnten nicht nur meine Gastfamilie kennenlernen, sonder wir haben in 10 Tagen Roadtrip auch fast alle Highlights der neuseeländischen Nordinsel gesehen. Insgesamt waren sie für zweieinhalb Wochen hier, drei inklusive Flug und es war eine echt intensive aber unfassbar tolle Zeit und ich habe es sehr genossen, meine Familie um mich herum zu haben. Da wir so viel erlebt haben und wir unter anderem auch an Orten waren, an denen ich vorher noch nicht war, habe ich beschlossen, das ganze in mehrere Beiträge aufzuteilen. Es würde sonst vieeeel zu viel Text und vor allem zu viele Bilder werden.

Flüge: Die Flüge hatten wir bereits vor meine Abreise in Deutschland gemeinsam gebucht. Papa und Tom sind genau wie ich mit Emirates von Hamburg über Dubai nach Auckland geflogen. Wir hatten diese ungefähr im September/Oktober gebucht für den Reisezeitraum Ende März/April und haben ein mega Schnäppchen bekommen – es war nur halb so viel, wie ich für meinen Flug bezahlt habe 😀

Reisezeit: Gezwungenermaßen blieben nur die Osterferien als möglicher Reisezeitraum. In Deutschland fängt der Frühling an (oder sollte es zumindest 😉 ) während in Neuseeland der Herbst anbricht. Nach langer Recherche und Hin- und Herüberlege, da man ja nicht unbedingt in den Herbst und in das vermeintlich schlechte Wetter fahren will, kam aber heraus, dass der Herbst so ziemlich die ideale Reisezeit ist. Denn:

  • Die Hauptsaison, die in Neuseeland von Dezember bis Februar geht, ist vorbei und somit sind die übertriebenen „Sommerferien-Preise“ auch Geschichte. Es ist ja in Deutschland nicht anders, dass zum Sommer hin und zur Urlaubszeit alle Preise etwas erhöht werden und genauso ist es in Neuseeland auch. Hinzu kommt, dass zu dieser Zeit das Land auch nicht so krass mit Touristen überlaufen ist, was sehr angenehm ist!
  • Hochsommer – klingt erstmal ganz nett, wenn man aus dem deutschen Schneegestöber kommt. Aber um ehrlich zu sein, war der Hochsommer sehr sehr schwül, aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und über Nacht hat sich das auch nicht wirklich abgekühlt. Außerdem sind die Regentage ziemlich gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt, sprich nur weil Hochsommer ist, heißt es nicht, dass das Wetter nicht dauerhaft schwankt, wie das ganze Jahr über. Natürlich regnet es im Herbst und Winter deutlich mehr als im Sommer, aber es ist eher ein „goldener Herbst“. Man kann es auch als Spätsommer bezeichnen. Warme angenehme Tage und kühle Nächte. Meiner Meinung nach perfekt.

Fazit: Die Reisezeit März und April ist perfekt für einen Neuseeland-Besuch. Am besten erst die Südinsel und dann die Nordinsel, da es auf der Nordinsel immer noch ein Stück wärmer ist als im Süden. Man hat warmes Wetter, ohne die allzu intensive Sonnenstrahlung (wir erinnern uns: Neuseeland = gefährlichste Sonne der Welt), kühle Nächte, in denen man prima schlafen kann (ohne einen Hitzschlag zu bekommen) und die Preise für alles haben ihr „Sommerhoch“ überwunden und sind wieder bei „normal“ angekommen.

Planung: Papa und Tom hatten ja nun das große Glück, dass ich schon eine Weile hier war und quasi unsere Reise planen konnte.

  • Generell lohnt es sich bei https://www.newzealand.com/ie/ vorbeizuschauen, dort gibt es ein paar Roadtrips mit Reisezielen halbwegs vorgefertigt. Das eignet sich prima als Anhaltspunkt.
  • Allerdings konnten wir drei ja nicht ganz so spontan losfahren, wie Hanjo und ich es tun, da wir zu dritt nicht im Auto auf irgendeinem Campingplatz schlafen können 😉 Also mussten vorweg Unterkünfte gebucht werden.
  • Bevor man diese bucht, ist es ratsam, die zu fahrende Strecke bei Google Maps (oder im meinem Fall Apple App „Maps“ ) einzugeben und zu gucken, wie lange man braucht, denn auch wenn die Entfernungen meistens nicht groß sind, beanspruchen die neuseeländischen Straßen immer ordentlich Zeit, da sie zum Teil in viele kleine enge Kurven gelegt sind, Bergrauf und -runter gehen, sehr schmal und oftmals nicht im allerbesten Zustand sind. Außerdem gucken, wie viele Fahrer es gibt und ob man sich abwechselt beim Fahren oder der eine Fahrer zusätzlich noch Pausen auf die Fahrzeit rechnen sollte.
  • Des Weiteren sollte man sich ein paar Aktivitäten aussuchen, die man unbedingt machen möchte und Sightseeing-Highlights, die man nicht verpassen möchte. Auch hierfür die Zeiten entweder googeln oder einfach überschlagen. So entsteht schon mal ein ziemlich guter Plan und man kann abwegen, ob eine Nacht reicht, oder man lieber mehrere Nächte einplanen sollte. Das hängt natürlich auch immer von der Gesamtzeit ab. Wenn man eh wenig Zeit hat so wie wir, dann zieht man eher ein ordentliches Programm ohne Pausen durch, um möglichst viel zu schaffen. Wenn man allerdings flexibler ist mit der Zeit, lohnt es sich diese auch zu nehmen und die Orte ohne Stress zu genießen.
  • Wenn man dann einen groben Plan aufgestellt hat, kann man nach Unterkünften suchen. Wir haben auf einen guten Mix aus Hotels und zum Beispiel Bungalows auf Campingplätzen mit kleiner Küche gesetzt. Das hat den Vorteil, dass man auch mal selber kochen kann und nicht immer teuer essen gehen muss.
  • Auch das Fortbewegungsmittel muss gebucht werden. Entweder man entscheidet sich für einen Wohnwagen, dann kann man sich auch die Hotel sparen und stattdessen kostengünstiger auf Campingplätzen übernachten. Dafür sind die Kosten für das Wohnmobil höher. Oder man entscheidet sich für Reisebusse. Hier ist man allerdings nicht so flexibel, da man auf Zeiten angewiesen ist und an den jeweiligen orten nicht mobil ist, sowie auch unterwegs keine Stopps bei zum Beispiel tollen Wasserfällen oder Aussichtspunkten, Höhlen, Stränden, etc. einlegen kann. Es gibt auch eine Bahn, die einmal die Nordinsel überquert, wenn man nicht auf der „falschen“ Seite fahren möchte 😉 Allerdings ist man auch hier auf Zeiten angewiesen und ebenfalls nicht so flexible (siehe Reisebus). Aus diesen Gründen haben wir uns für einen Mietwagen entschieden. Geworden ist es ein Hyundai i30 von der Vermietung „Jucy“ – dort darf man nämlich auch ab 18 Jahren mieten und fahren – mit der „stress-free“ Versicherung, die sich auf jeden Fall empfehlen lässt. Generell ist Jucy super problemlos, unkompliziert und „cool drauf“.
  • Einige der Aktivitäten habe ich auch bereits im Vorraus gebucht, wie zum Beispiel die Segeltour auf dem Lake Taupo oder die Führung durch Hobbiton. So läuft man nicht in Gefahr, dass die Aktivität ausgebucht ist (vor allem Hobbiton – unbedingt Tage, am besten schon Wochen vorher buchen!!) Es lohnt sich auf https://www.bookme.co.nz für ein tolles Angebot vorbeizuschauen.

Im Folgenden befindet sich einmal unser (ausführlicher) Reiseplan mit Zielen, Unterkünften, Aktivitäten, Fahrzeiten und Zwischenstopps. Dieser Plan war wirklich sehr hilfreich, um nicht den Überblick zu verlieren und nichts doppelt zu buchen oder Daten zu verwechseln, da das doch leicht passieren kann, wenn man jeden Tag an einem anderen Ort ist. Noch besser als handschriftlich ist als Excel Tabelle auf dem Computer, da man dort problemlos alles hin- und herschieben und verändern kann, ohne dass es im Chaos endet. Auch sinnvoll ist eine Spalte, mit den Kosten (bezahlt, ausstehend, mögliche Zusatzkosten,..) anzulegen, die ich jetzt hier entfernt habe, damit man auch darüber nicht den Überblick verlieren kann. (Zur PDF Version geht’s hier)

Wie am Ende die Umsetzung erfolgt ist, was sich geändert hat, was sehenswert und was eher nicht so sehenswert war, gibt es in den nächsten Tagen auf dem Blog.

Advertisements

5 Kommentare zu „Roadtrip Auckland-Wellington: Papa und Tom kommen nach Neuseeland!“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s