Personal Travelguide: Wellington (Roadtrip AKL-WLG)

Wellington war der letzte Stopp meines Roadtrips mit Papa und Tom. Und ich muss sagen, darauf habe ich mich fast am meisten gefreut, da ich es soweit in den Süden der Nordinsel noch nicht geschafft habe. Die anderen Beiträge zu unserem Roadtrip gibt es hier, hier und hier.

Wellington als Hauptstadt von Neuseeland umfasst eine sehr kompakte Innenstadt, eine hübsche Promenade, ein Hafen und ein paar umliegende Berge. Sehr bekannt ist zum Beispiel die historische rote Seilbahn, die von der Innenstadt auf den botanischen Garten hinauffährt. Wir haben insgesamt fast 4 Tage in Wellington gehabt und aber auch ordentlich Programm durchgezogen, nachdem wir den ersten halben Tag mit erholen und schlafen von unserem Roadtrip verbracht haben 😉 Muss auch mal sein !

Nicht nur ein abwechslungsreiches Sightseeing-Programm gab es, sondern ach kulinarische Highlights. Kleiner Fun-Fact am Rande: Wellington hat mehr Restaurants, Bars und Cafés pro Kopf als New York 😉


Fakten über Wellington: 

  • zweitgrößte Stadt (an erster Stelle liegt Auckland)
  • Hauptstadt Neuseelands
  • Wellington liegt an der Cook Strait – einer der stürmischsten Meerengen der Welt, daher trägt die Stadt auch den Spitznamen „Windy Wellington“
  • gemäßigte Klimazone

Where to stay: 

Übernachtet haben wir im „Ibis Wellington„. Wellington als große Stadt hat natürlich wieder andere Preise als die kleinen Orte in Neuseeland. Aus diesem Grund haben wir uns für das sehr zentrale (!) Ibis entschieden, das wirklich direkt in der Innenstadt lag. Beim Ibis weiß man irgendwie immer was man für das Geld bekommt, da der Standard überall der gleiche ist. Tatsächlich muss ich sagen, dass die Zimmer doppelt so groß waren wie im normalen Ibis und so gab es ebenfalls ein richtiges Badezimmer und nicht nur diese runde Waschzelle. Auch das Frühstück war hervorragend – vielfältig und sehr international (sprich etwas was Tom auch isst 😀 ).


What to do: 

Wie bereits erwähnt haben wir den halben Samstag auf dem Zimmer verbracht, da wir alle so erschöpft und müde waren von unserem Roadtrip, da wir jeden Morgen früh aufgestanden und Abends tot ins Bett gefallen sind und den gesamten Tag ohne Pausen unterwegs waren. Daher tat es uns wirklich gut einfach nur zu relaxen, da wir uns die erste Stunde einfach nur durch Wellington geschleppt haben – wie so Zombies..

Abends sind Papa und ich aber noch einmal losgezogen und haben etwas von dem „Jim Beam“-Festival mitbekommen, indem wir auf alle Spielplätze und Brücken geklettert sind, um über die Absperrung sehen zu können 😉 Tatsächlich war es das erste Festival in Neuseeland das vergleichbar mit europäischen Festivals ist. Normalerweise bedeuten Festivals in Neuseeland, dass man seine gesamte Familie inklusive Baby und Uroma einpackt und ein Picknick auf einer großen Wiese mit hundert anderen Leuten macht und dem Bühnenprogramm lauscht. Das ist zwar auch ganz nett, aber hat für mich nichts mit einem Festival zu tun 🙂 Abends sind wir Tapas essen gegangen, zu den Restaurants aber später noch…

So richtig durchgestartet mit unserem Sightseeing Programm sind wir also erst Sonntag:

  • Mount Victoria Lookout: Dort kann man natürlich auch eine tolle Wanderung hoch machen, wir waren aber ganz faul unterwegs und haben das Auto genommen (man muss es ja schließlich auch nicht mit Sport übertreiben, haha 😀 ) Die Aussicht ist wirklich beeindruckend – bei blauem Himmel und richtiger Sonnenschein bestimmt noch schöner 😉 Aber es war auch so echt toll!
  • Danach ging es für uns gleich auf die anderen Seite hoch: Mit dem historischen roten Cable Car. Man kann zwischen one-way oder return-ticket wählen. Ich würde aber empfehlen nur von der Stadt aus nach oben zu fahren und dann durch den botanischen Garten hinunter laufen.
  • Auch das Ziel der Cable Car Fahrt, der botanische Garten, ist sehr sehenswert. Es gibt dort so einen ganz niedlichen Bereich (der eigentlich für kleine Kinder gedacht ist) wo man so Mini-Aufgaben erfüllen kann und Sachen aus Bambus und Leinentücher bauen kann, balancieren, Wasser pumpen, Blumen gießen, Äpfel essen, und und und . Das ist wirklich sehr süß und wir haben dort tatsächlich jede Menge Spaß gehabt – obwohl wir vermutlich alterstechnisch nicht ganz der eigentlichen Zielgruppe entsprachen 😉
  • Danach haben wir einen High Tea im Louis Sergeant genossen und das sollte man tatsächlich als festen Programmpunkt einplanen, das war eines meiner Wellington Highlights. Aber dazu gleich noch mehr!
  • Bummeln, bummeln, bummeln! Nicht nur in der kompakten Innenstadt gibt es einige süße und interessante Geschäfte, sondern auch die ausgefallene Cuba-Street hat einiges zu bieten: von Cafés, Boutiquen, schrägen Geschäften und Straßenkünstlern – hier findet man alles im kubanischen und internationalen Stil!

Am Montag ging es dann weiter:

  • 30-minütige kostenlose „Highlight-Tour“ durch die Regierungsgebäude. Sehr zu empfehlen, zumal die Führungen kostenlos sind. Ich bin wirklich schwer beeindruckt von der neuseeländischen Art Politik zu machen. Sehr fair, sehr bodenständig und sehr unkompliziert. Davon können sich alle anderen Mal eine groooße Scheibe abschneiden. In der Regierung sitzen zum Beispiel viele  Nationalitäten gleichmäßig vertreten und die Hälfte davon sind Frauen. Außerdem kann jeder Bürger sich persönlich einbringen und seine Ideen persönlich in einem Gespräch mit den Gesetzesmachern vorbringen. Zudem ist alles unfassbar transparent und man kann sogar bei fast allen Dingen vor Ort zuschauen oder zumindest alles im Radio und TV live miterleben.  Wenn das nicht mal nach Zukunft klingt, dann weiß ich auch nicht!
  • Gegen Nachmittag, nach einer netten Shoppingtour (mir wurden erstmal neue Schuhe gekauft, da ich angeblich mit „Pennerschuhen“ rumgerannt sei – aber gut ich sollte mich nicht beschweren 😉 ein bisschen was dran war vielleicht auch – upsi!) sind wir dann in das Nationalmuseum Te Papa gegangen. Und das kann ich auch allen ans Herz legen: Familien, Backpacker, Kindern, Museumsuninteressierte, einfach allen! Ich war glaube ich noch nie in einem so tollen, modernen und interaktiven Museum drin. Die Austellungen glichen zum Teil  Madame Tussaud und überall waren Dinge zum Anfassen, Angucken, Spielen, Hören und Ausprobieren. So macht Museum wirklich Spaß. Thematisch ging es um die Kriege, in denen Neuseeland teilgenommen hat (Stichwort Commonwealth – also für GB), die Entstehung Neuseelands, die Einwanderer, kulturelle Schwierigkeiten, die Natur Neuseelands, die Maori-Kultur und verschiedene Kunstausstellungen gibt es auch. Insgesamt gibt es sechs Etagen inklusive Café und Dachterrasse. Wir haben uns am ersten Tag sogar nur bis Etage 4 geschafft und sind am nächsten Tag gleich noch einmal dort hin, um uns den Rest anzuschauen.
  • Spaziergang an der an der Uferpromenade muss natürlich auch sein, da das Gebiet am Wasser wirklich schön ist und vor allem abends der Sonnenuntergang toll aussieht und auch alles nett beleuchtet wird.

Unser Dienstag, und somit letzter Tag in Wellington und unseres Roadtrips, sah wie folgt aus:

  • Wie bereits erwähnt waren wir Dienstag morgen noch einmal im Te Papa Museum, da wir noch nicht alles gesehen haben, das Museum aber wirklich schön ist!
  • Mittags haben wir uns die historische Kathedrale Old St. Paul’s angeschaut. Ich bin ja eigentlich eher nicht so der Kirchen-besichtigen-Fan, aber die Kathedrale war wirklich beeindruckend, da sie ganz anders war, als alles was ich bisher gesehen habe. Sie ist komplett aus Holz, da die ersten europäischen Siedler, die damals nach Wellington kamen, sie errichtet haben. In der Kirche sind auch sehr viele Informationstafeln und somit erfährt man auch noch einmal etwas speziell über die Entstehungsgeschichte Wellingtons und die Herausforderungen der ersten europäischen Siedler. Sehr interessant und sehenswert 🙂
  • Damit ging unser Tag auch zu Ende und wir haben ein Taxi zum Flughafen genommen und sind zurück nach Auckland geflogen.

Also einmal zusammengefasst, all die Highlights, die man in Neuseeland nicht verpassen darf: 

  • Mount Victoria Lookout
  • Cable Car
  • Botanischer Garten
  • Ufersparziergang
  • Te Papa Nationalmuseum
  • Cuba Street
  • Führung durch die Parlamentsgebäude
  • Old St.Pauls Cathedral

Außerdem kann man die Herr der Ringe Schauplätze besuchen, in Wildlife-Zentren gehen und die Natur um Wellington bestaunen.


Where to eat in Wellington (my favorite places): 

Avida Bar : hier gibt es superleckere spanische Tapas. Viele verschiedene Auswahlmöglichkeiten, hier sollte also jeder auch etwas finden. Allerdings haben alle Sachen eine besondere Geschmacksnote (für Tom war es schon wieder etwas schwierig, Papa und ich wären am liebsten nochmal dort essen gegangen), obwohl es wiederum auch nicht „zu spanisch“ war, im Sinne von nicht zu speziell. Generell liebe ich Tapas dafür, dass man viele kleine verschiedene Gerichte hat und überall mal einmal probieren kann. In der Karte werden zwei bis drei Gerichte pro Person empfohlen, allerdings waren die Portionen sehr groß (nicht so die typische Tapasgröße), sodass ein bis zwei Portionen allemal gereicht hätten (obwohl Papa und ich ja schon viel essen können 😀 ). Besonders lecker ist die Aubergine und die Schinken- und Chorizoauswahl.

Johnston Street & Featherstone Street, 6011 Wellington Central – Mo. bis Sa 11-24 Uhr, So. geschlossen – €€ – http://www.avidabar.co.nz

Burger Liqour: ein total abgefahrener und cooler Burgerladen. Die Wände sind alle sehr bunt und mit Graffiti übersät, das Personal super locker und das Essen unfassbar lecker. Eine riesige Auswahl an Burgern, die man fast alle auch vegetarisch und vegan bestellen kann nach Wunsch. Hier sind wir gleich am ersten Tag zum Mittag essen hingegangen und es war sehr sehr voll, aber irgendwie gar nicht wuselig, obwohl der Laden auch so bunt und laut war. Im Nachhinein habe ich auch gelesen, dass das wohl einer der besten Burgerläden Wellingtons sein soll. Wir haben ihn allerdings nur durch Zufall entdeckt, da für Tom nur Burger in Frage kamen 😉

129 Willis Street Te Aro, 6011 Wellington Central – Mo/Di/Mi/Do/Sa 11.30-22 Uhr, Fr 11.30-23 Uhr, So 11.30-21 Uhr – €€ – http://www.burgerliquor.co.nz

Mac’s Brewbar: eine sehr cooler Laden mit Bar und Restaurant, die beide ein unterschiedliches Menü anbieten. Insgesamt eine sehr internationale Küche, die von Burger bis Green Curry alles anbietet. Direkt am Hafen, „neben“ dem Te Papa Museum gelegen. Die Portionen sind allerdings riesig, also mehr als ein Hauptgericht schafft man leider nicht, obwohl auch die Vorspeisen und Desserts sich gut anhörten.

4 Taranaki Street, 6011 Wellington Central – Mo bis Fr 11-22 Uhr, Sa/So 10.30-22 Uhr – €€ –              https://macs.co.nz/brewbars/

Yoshi: ein toller Sushi-Laden, indem man sich seinen Teller selber zusammenstellen kann auf dem Weg zur Kasse. Alles ist unglaublich frisch und neben dem typischen Sushi, gab es auch ein paar ausgefallenere zu probieren. Papa meinte er hat lange nicht mehr so gutes Sushi gegessen. Obwohl das Prinzip eher dem einer Kantine gleicht und nicht dem einem Restaurant, hat das Sushi die Qualität eines Sternrestaurants 😉 Tom hat hier auch zum ersten mal Sushi probiert und war hin und weg, sodass wir gleich ein zweites Mal herkommen mussten 🙂

126 Featherstone Street und 110 Lambton Quay, 6011 Wellington Central – Mo bis Fr 10-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr – € bis €€ – https://www.yoshi.co.nz

Louis Sergeant Sweet Couture – Teespezialitäten und französische Backkunst. Hier kann man nicht nur kunstvolle (!!!) Törtchen,  leckere Macarons essen und die feinsten Teesorten probieren, sondern auch ein typisch englisches „Hightea“ erleben – nur eben in der französischen Variante 😉 Dafür haben wir uns ganz spontan entschieden, als wir gesehen haben, was die Tische um uns herum serviert bekommen haben 🙂 Wir hatten etwas Glück, denn eigentlich muss man darf reservieren. Serviert wurde auf einer Etagere diverse süße Leckereien, wie kleine Kuchen verziert mit Blattgold und Macarons, sowie auch herzhafte wie zum Beispiel Lachsrollen mit Kaviar und Mousse aus Gemüse. Dazu gab es so viel Tee wie wir haben wollten und man konnte auch zwischendurch die Teesorten wechseln. Für das gesamte Angebot war der Preis auch gerechtfertigt, zumal die Speisen auch eher Kunst als Essen waren, allerdings ist so ein High Tea in der Regel nicht besonders günstig. Weil es so unfassbar lecker und besonders war mussten wir noch ein weiteres Mal herkommen, dann allerdings nur für eine Tasse Tee und etwas kleines Süßes 😉

146 Featherston Street, 6011 Wellington Central – Mo bis So 9-17 Uhr – €€€ –                                  https://www.louissergeant.co.nz
Kaffee Eis – wie der Name (der komischerweise deutsch ist) schon errät gibt es hier Kaffe und Eis. Allerdings wurden viele Sorten dieses Cafés bereits mit Preisen gekrönt. Da dieser in der Cuba Street liegt, sollte man hier unbedingt beim bummeln einen Abstecher machen und die eine oder andere Eissorte probieren!
146 Cuba Street, Te Aro, 6011 Wellington Central – Mo bis Do 7.30-23 Uhr, Fr 7.30-24 Uhr, Sa 9-24 Uhr, So 9-22 Uhr – €€ – http://kaffeeeis.co.nz 

Das Nachtleben spielt sich übrigens eher im südlichen Teil der Stadt in „Te Aro“ ab. 


Transport:

Wellington ist relativ kompakt, daher braucht man nicht zwingend ein Auto. Wir hatten es die ersten beiden Tage, was glücklicherweise auf ein Wochenende fiel, sodass keine teuren Parkkosten anfielen. Danach haben wir es allerdings abgegeben und konnten zu Fuß alles Problemlos erreichen. Ansonsten stehen für das Zentrum oder spezielle Sehenswürdigkeiten auch immer noch Busse und Taxen zu Verfügung. Zum Flughafen fährt ein Shuttle, ein Flughafen Bus und alle Taxen.


Shopping: 

  • Lambton Quay
  • Willis Street
  • Old Bank Passage
  • Capital Quay
  • Harbour City Shopping Center Downtown
  • Cuba Street

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4 Comments

  1. launic01

    Hey Katharina, sehr cooler Blog! Liest sich super. Vielleicht hast du Lust mal nen Roadtrip bei Glotting.com anzulegen 🙂 Als ich im Ausland war kam mir die Idee und vielleicht ists ja auch was. Hab damals meinen Kanada/ USA Roadtrip angelegt 🙂 Viel Spaß noch!

    Gefällt 1 Person

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