Die ganze Wahrheit über das AuPair-Sein

Diesen Beitrag habe ich jetzt schon so lange geplant und sogar bereits zweimal geschrieben. Aber zweimal wurde er bereits komischerweise gelöscht. Das ist jetzt auch schon bei anderen Artikeln vorgekommen. Von diesem Artikel z.B. wurde anfangs nur die Hälfte hochgeladen und der zweite Teil des Textes war gelöscht und stattdessen standen dort meine ursprünglichen Notizen. Total komisch.. kennt sich jemand damit aus und weiß woran das liegen kann? Bin ich technisch so unbegabt ?! 😀 Aber gut, alle guten Dinge sind schließlich 3..

Über das AuPair sein gibt es jede Menge Klischees. Und viele davon stimmen auch. Viele davon aber auch nicht. Daher rücke ich nun mal mit der ganzen Wahrheit raus. Was bedeutet es eigentlich ein AuPair zu sein?!

  1. Die Sache mit dem Ausschlafen – Im Prinzip rollt man aus dem Bett und ist an seinem Arbeitsplatz. Das ist meiner Meinung nach der beste Teil: der nicht vorhandene Weg zu Arbeit. Ausschlafen ist zwar trotzdem nicht angesagt, wenn man um oder sogar vor sieben Uhr aufsteht. Aber Zeit spart man alle mal, denn Haare kämmen, schminken? Was ist das ?
  2. Die Sache mit dem Kaffee – da braucht es nicht viele Erläuterungen. Zwei Worte zur Beschreibung reichen: zu viel!! (Es muss gar nicht Kaffee sein, aber jedes AuPair hat sein Getränk um sich nervlich durch den Tag zu retten 😉 )
  3. Die Sache mit der Verwechslung – Ganz oft werde ich für die Mutter von den Jungs gehalten, vor allem wenn ich nur mit Jasper unterwegs bin. 3 Jahre ist ja auch noch nicht so alt, dass könnte sogar hinkommen, wenn ich denn eine Teen-Mum wäre.. was zum Glück ja nicht der Fall ist 😀 Nicht nur anhand der schrägen Blicke anderer Leute bin ich mir dessen sicher – Nein ich werde sogar darauf angesprochen und gefragt ob das mein Sohn ist und wie niedlich „mein Sohn“ doch sei.  Aber was sollen die Leute auch anderes denken, wenn ich mit einem 3 jährigen an der Hand durch den Supermarkt spaziere und diskutiere, ob die Cracker gekauft werden oder nicht.
  4. Die Sache mit der Geduld & den Nerven– die braucht man in jeder Hinsicht. Es ist quasi eine Grundvorraussetzung, sei es wenn sie sich fertig machen (oder eben nicht) oder wenn man darauf wartet, dass sie endlich zum Essen kommen. Wenn man wieder mindestens zwanzig Minuten einplanen muss vom Schuhe anziehen (erstmal aussuchen & FINDEN !!) bis hin zum angeschnallt im Auto sitzen. Wenn man zum hunderten Mal auffordert, das Spielzeug aufzuräumen, aufzuessen, die Schuhe in die Kiste zu packen, Hände zu waschen,…
  5. Die Sache mit der Suche – Ihr werdet Stunden, Wochen und Monate mit folgenden Such-Tätigkeiten verbringen: das Suchen des zweiten Schuhs (Immer. Egal, wie oft ihr sagt, dass beide Schuhe in die Schuhkiste gehören.) Das Suchen des einen kleinen Spielzeugautos, denn das gleiche in einer anderen Farbe wäre ja inakzeptabel! Und vor allem die Suche nach Ruhe.
  6. Die Sache mit dem Anziehen – Wenn ihr so wie ich seid und es euch Spaß bringt, den Jungs süße Outfits zusammenzustellen oder sogar Outfits, mit denen die beiden gleich aussehen und euch damit richtig Mühe gebt und stattdessen mit einem Ritter-Piraten-Spiderman an der Hand herumlauft. Überall hin. Bei jedem Wetter. Oder wenn ihr morgens eine Dreiviertelstunde gebraucht habt, bis die zwei endlich in ihren Klamotten stecken und sie im Auto anfangen erstmal ihr Sweatshirt, ihre Schuhe und Socken auszuziehen, weil es zu warm ist.. (Vor allem Jasper ist so ein richtiges Kiwi-Kind .. immer barfuss unterwegs!)
  7. Die Sache mit dem Gepäck – Jeder Ausflug nach draußen wird einer Großexpedition in den Himalaya gleichen. Zumindest, was die Ausrüstung betrifft.
    Gehört ihr zu den gewissenhaften AuPairs, werdet ihr Feuchttücher, Sonnencreme, Apfelscheiben, Buch, Wechselkleidung, Butterkekse, Tempos, Pflaster, Trinkflasche, Salzstangen, Sandförmchen und -schaufel, Sonnenhut, Lieblingskuscheltier, Regenjacke, kleine Decke, Gaskocher, Steigeisen dabeihaben.
    Das alles wird in eine riesige, unförmige, hässliche… äh… nein, das hieß: praktische! Tasche gestopft, die erstaunlich gut das Gewicht des Kleinkindes ausgleicht.
  8. Die Sache mit dem Vorlesen – Mir persönlich bringt es ja total viel Spaß den Jungs vorzulesen, da die beiden dann immer ganz ruhig sind und sich gemütlich ankuscheln und alle mal für eine halbe Stunde herunterkommen und entspannen. Allerdings werdet ihr sehr viele Bücher immer und immer und immer wieder vorlesen müssen. Und sie bald alle hassen!
  9. Die Sache mit den Ferien – In all den Jahren meiner Schulzeit waren die Ferien, Feiertage und Freistunden das absolute Highlight. Aber nun bedeuten die schulfreien Tage einfach nur Arbeit, Arbeit, Arbeit – denn die Eltern haben in den wenigsten Fällen auch frei. Und ich habe immer noch ein Trauma von den Sommerferien!
  10. Die Sache mit der Zukunftsplanung – Hier müssen wir uns nach den Eltern richten, deren Erziehungsstil folgen und uns an ihre Regeln halten – und die Ideen der Hostparents stimmen nicht unbedingt immer mit den eigenen überein. Logische Konsequenz sind dann Gedanken wie: „Ich werde meinen Kindern später dies oder jenes nicht erlauben!“, „Meine Kinder werden das später gaaaaanz anders machen!“ oder „Wenn ich mal Kinder habe, dürfen die immer…“. Schlimm, schlimm, aber irgendwie auch lustig.

 

Warnung: Dieser Beitrag kann Spuren von Sarkasmus enthalten. Bitte nicht zu ernst nehmen. Mir geht’s immer noch gut!! 😉

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