Auckland – Die besten Anlaufstellen zum shoppen

Alle die mich kennen, wissen dass Mode meine größte Leidenschaft ist. Das ich hier so lange ohne meinen geliebten Kleiderschrank und regelmäßige Shoppingtouren auskommen musste, ändert aber nicht daran, dass ich immer noch gut im „bummeln“ bin 😉 Ich konnte es mir natürlich nicht nehmen lassen, die wichtigsten Shoppingorte auszukundschaften:

  1. Sylvia Park – das größte Shoppingcenter Neuseelands. Ist für europäische Verhältnisse alles andere als groß, aber hier gibt es einen H&M und den einzigen neuseeländischen Zara. Wenn man mal eine sowas wie Basics braucht oder man etwas vergessen hat.
  2. Queen Street – ist die längste Shoppingstraße in Auckland CBD und hier geht es schon etwas exklusiver zu: Gucci, Prada und Louis Vuitton reihen sich hier aneinander. Dazwischen gibt es Fastfoodketten, Banken und Souvenirshops.
  3. Britomart – ein sehr schöner Teil vom CBD. Direkt neben dem gleichnamigen Bahnhof gelegen, mit Lichterketten überhangen reihen sich hier ein paar bekannte Designer an coole Conceptstores und besonderes Cafés.
  4. Vulcan Lane – Hier finden sich sehr sehr besondere aber auch hochpreisige Labels, die überwiegend aus Neuseeland stammen. Etwas versteckt in einer Seitengasse, aber mit ganz viel Charme aufgelockert durch coole Cafés und Restaurants.
  5. Ponsonby – DAS Szeneviertel schlechthin. Hier reiht sich ein Concept Store an eine süße Boutique an einen namenhaften Designer. Von Interieur bis hin zu Fashion lässt sich hier alles finden. Gesäumt mit außergewöhnlichen Bars, Restaurants und Cafés. Die Nacht wird hier zum Tag und besondere Events finden hier ihr Dach über dem Kopf.

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Quelle: Titelbild

 

 

 

 

 

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Let’s talk about: Wildcampen

Der Nachthimmel wird von tausenden Sternen hell erleuchtet, eine frische Brise lässt das grüne Gras leise hin- und herschaukeln und in der Ferne hört man die Wellen des Meeres brechen. Klingt nach einem Paradies – ist es auch! Selbst als Nichtcamper genießt man das Campen in Neuseeland einfach, man kann gar nicht anders. Die weiten, unberührten Landstriche Neuseelands und die vielerorts spürbare Abgeschiedenheit sind wie geschaffen für alle, die Freiheit in jeder Form spüren wollen. Doch leider hat das unverantwortliche Verhalten einiger Urlauber in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Kiwis ihre Regeln bezüglich des Wildcampens stark verschärft haben und Verstöße mit hohen Freiheitsstrafen ahnen. Ein paar Gedanken über die Verantwortung des Menschen gegenüber der Umwelt und inwiefern die neuen Regeln gerechtfertigt sind:

Also erst einmal finde ich es eine absolute Schande und mehr als peinlich, dass es überhaupt dazu kommen musste. Ich frage mich, was in den Menschen vorgeht, die einen Busch als Toilette umfunktionieren, ihre Abfälle in den Wald schmeißen, heißes Wasser auf bedrohte Pflanzen gießen, tagelang an einem Ort bleiben und alles kaputt trampeln und fahren und nicht hinter sich aufräumen. Dabei spreche ich nicht nur von Backpacker, es sind auch oftmals Einheimische, die genauso handeln. Und es macht mich wütend und traurig zugleich. In Neuseeland ist mir noch einmal mehr bewusst geworden, wie wunderschön und einzigartig diese Welt ist und dass wir noch viel bewusster und nicht so verschwenderisch umgehen sollten. Das gilt nicht nur in Neuseeland, sondern überall auf dieser Welt. Wieso verpacken wir alles in Plastik ? Wieso wird für fünf Meter Weg das Auto genommen? Wieso entsorgen wir unseren Müll nicht angemessen? Wieso schmeißen wir Lebensmittel weg und verschwenden so viel Wasser? Wieso hinterlassen wir so viel mehr als nur Fußspuren? Was ich aber noch erschreckender finde: Wieso man sich in einem Land als Gast nicht als solcher benehmen kann. Respektvoll. Es ist ein unfassbares Geschenk, Länder wie Neuseeland zu bereisen und die allertollsten und einzigartigsten Naturspektakel zu entdecken. Stattdessen zerstören wir es, führen uns auf wie Schweine, hinterlassen Chaos und machen alles kaputt, für die, die nach uns kommen. Keine Frage, das ist inakzeptabel!

Allerdings darf man nicht die Schuld nur auf die Backpacker schieben. Wer selber Müll in den Wald wirft und sein Kaugummi einfach fallen lässt, den Müll nicht trennt, jedes einzelne Produkt in eine extra Plastiktüte beim Einkaufen packt (ohne Witz jetzt) und über öffentliche Verkehrsmittel, Fahrräder und zu Fuß gehen nicht einmal nachdenkt, der kann nicht mit dem ausgestreckten Finger auf die Backpacker zeigen. Bescheuerte Doppelmoral. Ohne „uns“ Backpacker und Reisenden würde es Neuseeland wirtschaftlich gar nicht so gut gehen. Wir bringen Geld mit, kurbeln durch unsere Arbeit die Wirtschaft an und geben in den meisten Fällen das Geld auch wieder im selben Land aus. Ohne „uns“ wäre die Tourismusbranche ein Witz. Wir sind ein ganz großer Einnahme -und Wirtschaftsfaktor Neuseelands. Und natürlich gibt es schwarze Schafe, aber alle Backpacker und Reisende über einen Kamm zu scheren ist genauso emotional unreif, wie rücksichtslos und unnachsichtig zu verwüsten.

Es ist viel mehr an der Zeit, dass Neuseeland Gegebenheiten optimiert oder erst einmal erschafft. Mülleimer im öffentlichen Raum, saubere Toiletten, ausgebaute Straßen, zumutbare öffentliche Verkehrsmittel und mehr kostenlose bzw. günstige Campingplätze mit den nötigen Einrichtungen. Dieses Problem existiert und anstatt mit dem Finger zu zeigen, zu schimpfen und alles zu verbieten – sich damit aber eigentlich selber schaden – ist es vielmehr an der Zeit das Problem an der Wurzel zu packen und die Infrastruktur für den Tourismus zu verbessern. Denn Touristen wird es immer geben, dafür ist Neuseeland zu schön und einzigartig und die Branche ist existentiell für das Land. Aber es bringt nichts die Augen zu verschließen und zu pöbeln, denn auch schwarze Schafe wird es immer geben.

Dennoch sollten wir uns alle einmal an die Nase fassen und überlegen, wie groß unser ökologischer Fußabdruck wirklich ist und ob wir nicht an unserem Verhalten etwas verändern können und hinterfragen, was man von Gästen und Urlaubern in seinem eigenen Land erwartet und sich dreifach so vorbildlich im Ausland verhalten. Denn Wildcampen ist Geschichte, aber vielleicht kann man das Campen an sich in Neuseeland vor dem Aussterben retten!

Let’s talk about: Gastfamilie suchen, kontaktieren & sich für eine entscheiden

Wenn man sich dazu entschieden hat als AuPair ins Ausland zu gehen, dann steht man oftmals vor der Frage: Organisation – Ja oder Nein? Auch zu diesem Thema habe ich bereits einen Artikel veröffentlicht, und zwar hier. Wenn man sich für die Organisation entschieden hat, dann ist diese ja dein Vermittler, um eine passende Gastfamilie zu finden. Wenn du – so wie ich – dich dagegen entscheidest und das Geld sparen möchtest, musst du auf anderen Wegen eine Gastfamilie finden, die dich in deinem Wunschzeitraum aufnimmt. Wie man den restlichen Aufenthalt organisiert gibt es hier nachzulesen, in diesem Beitrag möchte ich aber gerne speziell auf die Gastfamilie eingehen. Wo man die überhaupt herbekommt, wie das mit dem kontaktieren und dem ersten Skype-Gespräch aussieht und wie man sich letzendlich für die richtige Familie entscheidet. Das sind natürlich alles nur persönliche Erfahrungen.


WO FINDE ICH EINE GASTFAMILIE

Eine Gastfamilie gibt es auf mehreren Wegen zu finden. Für alle die langfristiger suchen und von Deutschland aus ihre große Reise planen würde ich eines der Vermittlungsportale empfehlen:

Ich habe mich damals auf mehreren Portalen angemeldet und ein ausführliches Profil erstellt. Am besten gefallen hat mir allerdings aupairworld, da die Bedienung sehr einfach war, es unfassbar viele Gastfamilien gab und es komplett kostenlos ist – es sei denn man entscheidet sich für die Prämium-Variante. Hierüber habe ich auch meine Gastfamilie gefunden.

Es lohnt sich durchaus auf mehreren Portalen ein Profil zu erstellen, um seine Chancen zu vergrößern und wenn man einmal eine Text verfasst hat kann man diesen so oder so ähnlich auch auf den anderen Seiten verwenden. Der Aufwand ist also nicht so riesig und man erhöht definitiv seine Chancen auf die für einen passende Gastfamilie.

Über aupairworld können Gastfamilien und Aupairs über eine Nachrichtenfunktion austauschen, ohne dass man seine privaten Kontaktdaten preisgeben muss. Außerdem wählt die Seite schon passende Gastfamilien für dich aus, natürlich deinen Suchkriterien entsprechend. Wenn du eine Familie suchst, die dich von Oktober bis Februar aufnimmt und maximal zwei Kinder zwischen 3 und 7 Jahren hat, dann werden auch nur diejenigen Familien angezeigt. Wenn du aber nicht zu verbissen nach einem bestimmten Kriterium suchst und offen allen Familien, dem Alter der Kinder, der Anzahl der Kinder, des Wohnortes der Familie und auch etwas flexibel im Reisezeitraum bist erhöhen sich natürlich auch hier deine Chancen auf eine Gastfamilie. Ich habe immer mal wieder meine Suchkriterien geändert und habe geschaut, was der „Easy Find“ mir alles an Familien angeboten hat – selbst wenn das Startdatum einen Monat später wäre oder die Familie ein Baby hätte. Viele Familien sind wesentlich flexibler, als sie es in der Beschreibung angeben und oftmals kann man mit vermeintlich ausgedehnten Suchkriterien genau das finden, wonach man eigentlich sucht.

Eine weitere Alternative, um eine Gastfamilie zu finden sind zum Beispiel:

  • Facebook: öffentliche Gruppen wie „AuPair in Auckland“ „AuPair Neuseeland“ und so weiter..
  • Kontakte: heutzutage gehen ja schon viele junge Menschen ins Ausland und ich bin mir ziemlich sicher, dass der Großteil jemanden in seinem Umfeld hat, der bereits im Ausland war oder sogar als AuPair gearbeitet hat und dir eine gute Familie vermitteln kann. Oder zumindest wertvolle Tips geben kann.

WELCHE ERWARTUNGEN KANN ICH AN EINE GASTFAMILIE HABEN

Bevor man nach einer Gastfamilie guckt, sollte man sich vorher schon etwas Gedanken darüber machen was man eigentlich möchte. Spaß am Umgang mit Kindern sollte eigentlich eine Grundvorraussetzung sein, dennoch gibt es riesige Unterschiede mit dem Alter der Kinder. Mir war zum Beispiel von Anfang an klar, dass ich nicht mehr als drei Gastkinder haben und auch kein Baby betreuen möchte. Außerdem wollte ich in einer Großstadt (Auckland oder Wellington) leben und nicht auf einer Farm mitten im Land. Bei dem Alter war ich aber relativ flexibel (bis auf die Baby-Sache). Generell gilt je jünger die Kinder desto mehr Arbeit aber auch mehr Geld. Wenn die Kinder bereits älter sind und durchgehend in die Schule und den Kindergarten gehen, dann arbeitet man nicht so viel, aber bekommt auch nicht so viel Geld. Wenn die Familie erfahren ist was AuPairs angeht, ist sie meistens auch entspannter, was die Arbeit, den Übernachtungsbesuch, die Freizeitgestaltung oder auch die zusätzlichen Annehmlichkeiten wie ein Auto angeht. Allerdings ist es dann auch in der Regel so, dass man nicht eine ganz enge Verbindung aufbaut, die über Jahre hinweg hält, da man oftmals schon das zehnte AuPair ist. Je weiter die Familie von Großstädten entfernt wohnt, desto mehr Annehmlichkeiten wie ein eigenes Auto, eine eigenes Badezimmer, lange Wochenenden, … gibt es, da die Familie natürlich werben will, weil viele AuPairs die Großstadt bevorzugen, da man dort besser „connecten“ kann. Natürlich möchte ich das jetzt keinesfalls alles pauschalisieren, aber das sind so die Erfahrungen, die ich und meine Freunde gemacht haben. Ausnahmen gibt es natürlich immer 😉  Worauf ich hinaus will: man muss sich vorher ein paar wichtige Gedanken machen, worauf man besonders Wert legt, was einem wichtig ist und wo man auch bereit ist Kompromisse einzugehen. Denn um einmal die Seifenblase der Illusionen zu zerplatzen: Die perfekte Gastfamilie gibt es NICHT!

Fragen, die man sich stellen sollte:

  • Möchte ich ein richtiges Familienmitglied werden und auch meine Freizeit gerne mit der Gastfamilie verbringen ?
  • Wie viel bin ich bereit zu arbeiten? Bin ich in der Lage einen 45 Stunden Job die Woche auszuführen, oder möchte ich ein entspanntes Auslandsjahr haben zum „chillen“?
  • Was mag ich an Kindern gerne? Finde ich Kuscheln und Vorlesen besser oder bevorzuge ich Action und Gruppenspiele? Welches Alter passt besser zu mir?
  • Wie gut ist mein Englisch/Französisch/Spanisch/Italienisch/…?
  • Habe ich genügend Ersparnisse oder muss ich mir meine Reisen überwiegend durch meinen AuPair-Job bezahlen?
  • Kann und will ich die Verantwortung für kleine Kinder tragen?
  • Traue ich mich im Ausland (gegebenenfalls im Linksverkehr) Auto zu fahren?
  • Ist es für mich in Ordnung, wenn meine Gastfamilie Haustiere hat und ich mich auch um die kümmern muss?
  • Wo will ich leben? Großstadt, Meernähe, Land, Berge ?
  • Wo kann ich Kompromisse eingehen bzw. verzichten?

Wenn man sich darüber bereits im Voraus Gedanken macht, kann man Enttäuschen durchaus verhindern. Und besser nochmal weitersuchen nach einer Familie, als sich für eine zu entscheiden, die irgendwie gar nicht meine Erwartungen erfüllt.

Einem AuPair stehen ein eigenes Zimmer, alle Mahlzeiten und ein Taschengeld zur Verfügung. Hinzu kommen bezahlte Krankheits- und Urlaubstage. Diese orientieren sich in der Regel an denen des Landes.

Extras sind ein eigenes Auto für die Freizeit, (wenn du die Kinder fahren musst, dann MUSS dir ein Auto inkl. Benzin für deine Arbeitszeiten zur Verfügung stehen), ein eigenes Badezimmer (i.d.R. teilt man sich ein Bad mit den Gastkindern), verlängerte Wochenenden, Handytarife,… Das sind natürlich tolle Annehmlichkeiten, dazu sind die Familien allerdings nicht verpflichtet.

Für ca. 30 Stunden Arbeit (Kinderbetreuung + leichte Hausarbeiten, die mit den Kindern zusammenhängen) in einer Familie mit zwei Kindern im Kindergarten-/Schulalter kann man ca. 200$ pro Woche in Neuseeland erwarten. (Richtwert, keine feste Angabe! Es hängt auch mit der zu verrichteten Arbeit und der Anzahl und dem Alter der Kinder zusammen!) 


DER ERSTE KONTAKT MIT DER GASTFAMILIE UND DAS ERSTE SKYPEGESPRÄCH

Wenn man eine Gastfamilie kontaktiert und ein Profil auf Aupairworld hat, sollte man eine kurze aber persönliche und gut durchdachte Nachricht an die Familie schreiben. Darin sollte man sein Interesse bekunden und wenn möglich auch klarmachen, warum du dich grade für diese Familie interessierst. Das kann zum Beispiel sein, dass sie dir gleich aufgefallen sind, da alle auf den Bildern so sympathisch aussehen oder die Kinder dein Wunschalter haben, die Gastfamilie bereits so viel Erfahrung mit AuPairs hat oder sie zum Beispiel deutsche Wurzeln haben. Am besten man liest sich das Familienprofil gut durch und achtet auf kleine Details, um sofort in der ersten Nachricht zu zeigen: „Ich habe mich mit euch auseinandergesetzt und habe ernsthaftes Interesse. Das ist keine Copy+paste Nachricht.“ Des Weiteren sollte man natürlich auch hervorheben warum man gerade der perfekte Typ für diesen Job ist und seine Erfahrungen mit Kindern erwähnen und seine Stärken betonen. An letzter Stelle sollte man sie einladen auf das eigenen Profil vorbeizuschauen und anbieten alle aufkommenden Fragen liebend gerne zu beantworten. In der ersten Nachricht würde ich nicht gleich nach einem Skype-Gespräch fragen, aber auf jeden Fall betonen, dass man sich sehr über eine kurze Rückmeldung freuen würde.

Generell sollte es einer Mini-Bewerbung gleichen, vor allem wenn die Familie sehr gute Konditionen bietet und viele Bewerbungen erhält. Es sollte gleich herausstechen, warum du Interesse hast und was deine Vorteile sind. Wenn du z.B. ein Zertifikat oder ein bestimmte Ausbildung, eine Praktikum oder sonstiges hast – ERWÄHN ES. Selbst wenn du darüber auf deinem Profil ausführlich berichtest. Gib der Familie einen Grund, warum sie sich schleunigst dein Profil angucken sollten. Sieh zu, dass deine Nachricht nicht im Haufen von Bewerbungen untergeht. Nichtsdestotrotz ist es keine Bewerbung für einen Job in einem internationalen Unternehmen. Man darf gerne persönlicher werden, auf die Familie zu sprechen kommen, Interesse zeigen und sogar Fragen stellen, wenn etwas unklar ist oder auch Fragen stellen, um Interesse zu zeigen. Prinzipiell würde ich erst einmal etwas förmlicher schreiben, sobald aber eine sehr umgangssprachliche Nachricht zurückkommt, sich deren Schreibstil anpassen. Wie gesagt, es ist ein Job, aber man bewirbt sich immer noch, um als Familienmitglied aufgenommen zu werden. Und da sollte man in erster Linie sympathisch rüberkommen und angenehm auf die Gastfamilie wirken und nicht so ‚Omg, die hält sich aber für toll‘ oder ‚Die nervt mich ja jetzt schon‘.

Nach ein paar ausgetauschten Nachrichten kommt irgendwann die Frage nach einem Skype-Gespräch, bzw. man stellt sie selber. Und natürlich ist man davor super aufgeregt, hat Angst, dass man kein Wort herausbringt, die Familie nicht versteht, einem die Vokabeln ausgehen oder auch die Gesprächsthemen. Aber keine Sorge, selbst wenn es dein erstes Gespräch ist, hat die Familie das oftmals schon gemacht. Und alle Familien wissen, dass ihnen kein Muttersprachler gegenüber sitzt, also auch wegen der Sprache sollte man sich gar keine Gedanken machen. Das Gespräch ist vielmehr dazu da um zu sehen, ob man menschlich überhaupt zusammen passt – niemand wird deine Fremdsprachenkenntnisse bewerten!

Hilfreich ist es allerdings sich ein paar Notizen zu machen und sich Fragen im vorweg aufzuschreiben, damit man in der Aufregung nichts vergisst (gerne auch schon in der Fremdsprache). Fragen können zum Beispiel sein:

 1. DER ALLTAG, DIE ARBEITSZEITEN UND ERWARTUNGEN
  • Wie sieht ein typischer Tag aus?
  • Gehen die Kinder in die Schule/den Kindergarten und wenn ja wie lange?
  • Bekomme Ich einen festen Schedule? (Wichtig! Viele Familien reden davon, aber fragt vielleicht auch das aktuelle Au-Pair, wie es tatsächlich aussieht)
  • Muss ich am Wochenende arbeiten?
  • Welche After-School-Activities haben die Kinder?
  • Wird erwartet, dass ich koche?
  • Wird erwartet, dass ich einkaufen gehe?
  • Gibt es Haustiere? Wenn ja, in wie fern muss ich mich um sie kümmern?
  • Wie viel Zeit verbringen Kinder und Eltern gemeinsam?
  • Isst die Familie gemeinsam?
  • Verbringt die Familie auch in der Freizeit Zeit mit dem Au-Pair?
  • Was sind die wichtigsten Werte der Erziehung?
  • Welche Eigenschaften sollte das Au-Pair mitbringen? Was ist ihnen besonders wichtig?
2. DIE KINDER
  • Wie würden sie die Kinder in ein paar Worten beschreiben?
  • Was sind die Lieblingsfächer in der Schule?
  • Was ist das Lieblingsessen?
  • Gibt es irgendwelche Allergien oder Special Needs?
  • Was sind die Lieblingsbeschäftigungen?
  • Treffen sie sich viel mit Freunden? (Playdates?)
  • Was sind die „Macken“ der Kinder? (das kann man auch als eine lustigere Frage einbauen und z.B. von eigenen kleinen Macken erzählen, das lockert auf!)
  • Wie ist das Verhältnis der Kinder zueinander (Eifersucht, Streitereien…?)
3. DIE „PRIVILEGIEN“
  • Bekomme ich ein Auto?
  • Wie darf ich das Auto nutzen? (Nur während der Arbeit/Immer/bestimmte Zeiten oder Kilometer?)
  • Wer zahlt für Sprit?
  • Wie sieht mein Zimmer aus? (Wo befindet es sich?)
  • Plant die Familie Urlaube und planen sie, das Au-Pair mitzunehmen?
  • Gibt es eine Curfew? (Eine bestimmte Zeit, zu der ich abends zuhause sein muss?)
  • Dürfen andere Au-Pairs in meiner Freizeit vorbei kommen? (Übernachtungen?)
4. DIE UMGEBUNG
  • Wie viele Au-Pairs wohnen in der Nähe? (Und wie weit weg?)
  • Welche College-Möglichkeiten gibt es?
  • Gibt es Freitzeitaktivitäten im Nahen Umkreis (Fitnessstudios, Spielplätze für die Kinder, Schwimmbäder etc)
  • Wie weit ist der nächste Supermarkt entfernt?
  • Wie weit ist es bis zur nächsten Mall oder einem guten „Treffpunkt“?
5. Fragen an das aktuelle Au-Pair 
  • Wie sieht der Schedule tatsächlich aus?
  • Was sind die größten Schwierigkeiten mit den Kindern?
  • Was sind die Macken der Gasteltern bzw worauf sollte man achten?
  • Wie attraktiv ist die Umgebung/Lage?
  • Wie zuverlässig sind die Eltern? (Pünktlichkeit/Bezahlung etc)

Es sollte übrigens nicht nur bei einem Skypegespräch bleiben und es ist auch gut, wenn zwischendurch einmal alle Familienmitglieder gesprochen wurden. Mit alle meine ich jetzt natürlich nicht Tante, Cousin und Uroma, aber man sollte nicht nur mit der Mutter skypen, sondern auch einmal die Kinder und den Vater zu Gesicht bekommen.


SICH FÜR DIE RICHTIGE FAMILIE ENTSCHEIDEN

An diesem Punkt kommen wir nochmal auf die eigenen Erwartungen zu sprechen: Sind diese erfüllt? Oder welche Kompromisse werde ich eingehen? Kann ich damit 6/9/12/.. Monate mit leben?

Abgesehen von den eigenen Kriterien ist aber das Bauchgefühl sehr viel entscheidender. Habe ich mich bei den Gesprächen wohlgefühlt? Finde ich die Familie sympathisch ? Konnte ich vielleicht mit einem der vorherigen Aupairs sprechen und mir ihre Sicht der Dinge einholen ? Fühle ich mich wohl bei dem Gedanken, mit dieser Familie die nächsten Monate zusammenzuleben ?

Manchmal stimmen die Kriterien aber das Bauchgefühl einfach nicht, dann würde ich mich auf jeden Fall dagegen entscheiden. Wenn die Kriterien nicht zu 100% erfüllt sind, aber ich mich super verstanden habe mit der Familie und super gerne bei denen leben und arbeiten würde, dann wäre ich die Entscheidung nochmal gut überdenken. Manchmal kann man größere Kompromisse eingehen, als man vielleicht anfänglich vermutet 😉

Und ganz wichtig ist auch die Erkenntnis, dass wenn es am Ende doch nicht funktioniert: Gastfamilien gibt es wie Sand am Meer (vor allem in Australien und Neuseeland) und wenn man es durch klärende Gespräche nicht regeln kann, findet man ganz schnell auch vor Ort einen passenden Ersatz!


WORAUF MUSS ICH SONST NOCH ACHTEN

Dazu hat natürlich jeder eine andere Meinung, aber ich finde einen Aupair-Vertrag ziemlich sinnvoll und auch wichtig. Es geht gar nicht darum eine zehnseitigen Vertrag dreimal zu unterschreiben, sondern vielmehr darum eine Auflistung aller Eckdaten zusammenzustellen, den beide Parteien einsehen und nachschauen können und dem beide Parteien von Anfang an zustimmen. Darin festgehalten werden sollten: Arbeitszeiten, Gehalt, Aufgaben (klar definiert; nicht: Wäsche machen, sondern: 3x die Woche, die Wäsche der Kinder waschen und 1x die Woche Handtücher der Kinder waschen, bügeln nicht notwendig) die Hausregeln (z.B. das Benzin das für eigene Zwecke genutzt wird muss selber bezahlt werden; Übernachtungsgäste nur nach Absprache mit Familie; Das AuPair ist für die Sauberkeit ihrer eigenen Räume zuständig;..) und allgemeine Infos (z.B. Vorsicht immer das Tor zur Straße schließen; Keine Rasierer und Scheren im Badezimmer offen rumliegen lassen; Allergien;…) enthalten. Dadurch können Missverständnisse vermieden werden und wenn es zu Änderungen/.. kommt hat man seine „Rechte“ immer schriftlich vor sich liegen. So kann einem zum Beispiel nicht eine Aufgabe aufgezwungen werden oder unbezahlte Überstunden ignoriert werden. Es ist einfach zur Sicherheit beider Parteien und kann keinesfalls schaden!

#traveltuesday: Faszination Rugby

Schon mal was von den „All-Blacks“ gehört? Nein? Dann wird Zeit für etwas Aufklärung. Denn die All-Backs sind die neuseeländischen Rugby-Spieler. Genauer gesagt die neuseeländische Rugby-Nationalmannschaft und die beste Mannschaft der Welt und somit Neuseelands ganzer Stolz. Der Name All Blacks ist auf die vollständig schwarze Kleidung der Mannschaft und die neuseeländische Nationalfarbe schwarz zurückzuführen. Rugby ist DER Nationalsport in Neuseeland und es gibt kaum jemanden, der kein Fan der All-Blacks ist. Überall hängen Flaggen, an den Autos kleben Sticker, in den Shops hängen Trickots und viele neuseeländische Produkte machen Werbung mit den All-Blacks. Leider habe ich es bis jetzt noch nicht zu einem Rugbyspiel in Neuseeland geschafft, geschweige denn zu einem Spiel der All-Blacks. Diese sind, wie man sich vorstellen kann, immer sofort ausgekauft und die Höhe der Ticketpreise ist auch ziemlich unverschämt. Dafür spiele ich aber mit Jasper im Garten Rugby und er versucht mir jedes Mal alles beizubringen. So süß !!

Quelle: Titelbild

AuPair-Küche: Kürbis Wedges

Es gibt wohl kaum ein Kind das keine Pommes/Kartoffelecken mag. Aber anstatt der Kartoffel kann man ja auch zur Abwechslung mal andere Gemüsesorten nehmen. Besonders lecker sind Kürbisecken. Die sind nicht nur einfach zubereitet, sondern sind auch lecker süß – einer der Gründe, warum die Jungs das Gericht lieben. Sie eigenen sich hervorragend als Beilage zu Fleisch, als Ergänzung zum Salat oder einfach nur so als Snack zwischendurch!

Zutaten:

  • Kürbis (Hokkaido)
  • Olivenöl
  • Salz & Pfeffer
  • Gemahlenes Chillipulver & Paprikapulver

Zubereitung:

  • Den Kürbis waschen, halbieren, entkernen und ungeschält in dünne Scheiben schneiden.
  • Mit Olivenöl bestreichen und würzen.
  • Auf ein Blech legen und ca. 45 Minuten auf mittlerer Schiene bei 180 Grad im vorgeheizten Backofen backen.
  • Gegebenenfalls noch nachwürzen!

Die Nordinsel Neuseelands – Regionen & Must-See’s

-,Ich bin die letzten Wochen ordentlich fleißig gewesen und ich freue mich, dass mittlerweile wieder jeden zweiten Tag ein neuer Beitrag online geht. Das ist manchmal gar nicht so einfach mit dem Alltag und unseren Reisen zu vereinbaren. Aber ich finde ich schlage mich ganz gut 😉 Apropos Reisen.. mittlerweile haben wir die „gesamte“  Nordinsel bereist, es fehlt nur noch der Mount Taranaki in New Plymouth.

Da man schnell den Überblick verlieren kann und es ja auch immer mehr Leser werden, mich teilweise sogar Nachrichten erreichen, was ich denn empfehlen kann und wie dies und jenes funktioniert (Neuseeland ist ein tolles Reiseziel, das merken immer mehr Leute und planen ihren Auslandsaufenthalt 😉 ) habe ich mir gedacht ich erstelle hier jetzt mal eine grobe Übersicht mit den tollsten Zielen in Neuseeland. Der erste Teil kommt hier also zur Nordinsel. Was du auf keinen Fall verpassen darfst ? Erfährst du hier.. (Die Stichpunkte, die du auf deiner Bucket-List notieren solltest sind fett hinterlegt, also schnell ein Stift und Papier zücken!)

Fangen wir mal von „oben“ an:

  1. Northland (& Bay of Island):Das Northland ist riesig und man sollte sich definitiv mehr als ein Wochenende Zeit nehmen, um das zu erkunden. Vor allem wenn man ganz bis an die nördlichste Spitze will, braucht man mindestens um die 4 Tage. Länger ist natürlich immer besser 😉 Der Ort „Pahia“ ist ein guter Startpunkt, um die Gegend zu erkunden. Von hier aus sollte man auf jeden Fall eine Bootstour in die Bay of Islands buchen. Wir haben uns damals für die Cream Tour entschieden, die einen Inselstopover, Delfinschwimmen und das Hole of the Rock inkludiert. Dann solltest du dich auf jeden Fall noch weiter auf den Weg machen und zu den Te Paki Sanddunes fahren und dort auf eine Sandsurftour gehen – Brett kann man sich dort für kleines Geld ausleihen. Ist sehr anstrengend aber bringt unglaublich viel Spaß.  Dann geht es auch gleich zum Cape Reinga – der nördlichste Punkt Neuseeland. Eigentlich nicht so besonders spektakulär, aber wenn man schon da ist sollte man wenigstens auch einmal an die letzte Spitze des Landes 😉 Wer noch etwas Zeit hat, sollte den Mermaid Pools (Achtung auf Ebbe warten, sonst wird der Weg noch beschwerlicher und das Schwimmen gefährlicher) und dem „Matakana Farmers Market“ (jeden Samstag) einen Besuch abstatten. [hier]
  2. Auckland: Mit Auckland ist ja nicht nur das Stadtzentrum  – auch Central Business District genannt – sondern auch jeden Menge Fläche darum. Angucken sollte man sich auf jeden Fall, neben dem CBD, Ponsonby, Devonport, Takapuna, Bethells oder Piha Beach. [hier]
  3. Waikato: Hier sollte man sich die Waitomo Caves und die Hamilton Gardens nicht entgehen lassen. Auch Matamata mit seinem Hobbiton Movie Set ist für Fans ein absolutes Muss. Mein absoluter Lieblingsort allerdings ist Taupo. (Hier ganz klar der Lake Taupo, der Waikato River, die Hot Pools, die Extreme Swing/Bungeejump, und die Maori Rock Carvings nicht verpassen). Weiter oben liegt die Coromandel Peninsula. Coromandel ist sehr schön, vor allem auch der Coromandel Forest, wenn man sich für so etwas interessiert, dann hier vielleicht auch eine Wanderung einplanen. Mit hat es allerdings gereicht in vielen engen Kurven dadurch zu fahren und mal von den Aussichtsplattformen die Aussicht zu genießen. Coromandel Town ist auch ganz nett, aber nicht zwingend notwendig, da sie doch sehr klein und eben nicht spektakulär ist. Was auf jeden Fall „erledigt“ werden muss ist die Cathedral Cove und der Hot Water Beach. Auch der Karangahake Gorge ist wunderschön zum Wandern, Radfahren und Spazieren. [hier, hier, hier & hier]
  4. Bay of Plenty: In der Region Bay of Plenty sollte ein kleiner Abstecher in die Stadt Tauranga unternommen werden. Hier gibt es nicht nur tolle Strände, süße Boutiquen und Concept Stores, Cafés und Restaurants mit außergewöhnlichem Angebot und die allertollsten und luxuriösen Traumvillen direk am Meer. Nein, hier befindet sich der auch der bekannte Mount Maunganui mit seiner atemberaubenden Aussicht auf den Ozean und Tauranga. Rotorua hingegen gilt als kulturelles Zentrum Neuseelands mit einer Vielfalt an einzigartigen Naturspektakeln (Stichwort: bunte blubbernde Seen, Schlammlöcher, Schwefel und Geysire) und der ausgeprägten Maori-Kultur. Sehenswert sind entweder Te Puia oder das War-o-Tapu Thermal Wonderland (hier gibt es auch den bekannten Champagne Pool), Kerosene Creek, und vielleicht auch eine Maori-Show. Aktionmäßig sollte man sich das White Water Rafting nicht entgehen lassen. Aber auch hier hat Rotorua jede Menge Auswahl zu bieten, je nachdem welche Art von Adrenalinkick und Action man bevorzugt 😉 [hier, hier & hier]
  5. Gisborne – liegt im Osten von Neuseeland und ist sehr bekannt für seine Regenwälder, Strände und vielen Wasserfälle. Ein Highlight sind auf jeden Fall die zahlreichen Wanderouten an der Küste und die Rere Rockslide. Das sind mehrere natürlich geformte „Rutschen“ aus Felsen, die durch die Wassermassen über die Jahre so glattgespült wurden, dass man prima rutschen kann. (Wharekopae Road, Gisborne). Hier habe ich es leider noch nicht hingeschafft, aber schon jede Menge coole Bilder und Videos gesehen und Erzählungen gehört von Freunden. Der Ort Gisborne an sich ist meiner Meinung nach nicht besonders lohnenswert. [hier]
  6. Hawke’s Bay – In der Region sollte man auf jeden Fall der Art Deco Stadt Napier einen Besuch abstatten, um sich einmal in seinem Leben wie Gatsby und Daisy zu fühlen 😉 Auch Hastings, nur eine halbe Stunde von Napier entfernt, ist ein kleiner Besuch wert. Die Städte sind beide total niedlich. [hier]
  7. Manawatu- Managanui – hier befindet sich der Tongariro National Park mit den zwei höchsten Vulkanen des Landes Mount Ruapehu und dem Mount Ngauruhoe (aka Mount Doom aus Herr der Ringe) sowie den Tongariro. Das Tongariro Crossing zählt zu der beliebtesten Wanderstrecke Neuseelands. Größere Städte sind unter anderem Palmerston North und Levin, die sich aber nicht wirklich lohnen, wie ich finde. [hier]
  8. Taranaki- in die Region mit dem Vulkan Mount Taranaki und der Stadt New Plymouth habe ich es bis jetzt leider noch nicht geschafft, aber dort werden wir einen Zwischenstopp einlegen, wenn wir uns von Auckland aus auf den Weg zur Südinsel machen.
  9. Wellington – Nicht nur die neuseeländische Hauptstadt Wellington mit seinem Cable Car, dem Mount Victoria, den Regierungsgebäuden und der Cuba Street haben es mir angetan (und es geschafft sind innerhalb weniger Tage zu meiner neuseeländischen Lieblingsstadt zu mausern) sondern auch die Orte Greytown und Martinborough sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Erbaut im kolonialen Stil und bekannt für seine edlen Weine sind die beiden Städte sehr sehenswert. [hier & hier]

Quelle: Titelbild 

Goodbye Kindergarten – Hello School

Für Archie beginnt mit seinem 5. Lebensjahr auch seine Schulzeit. Er hatte vor den Ferien sein letzten Tag im Kindergarten, ist während der Ferien ein Jahr älter geworden und hat nach den Ferien seinen ersten Schultag gefeiert.

Das Schulsystem in Neuseeland: 

Das ist etwas anders als in Neuseeland. Man unterteilt in drei Gruppen: 0-5 Jahre befindet sich im Stadium des frühen Lernens (Early Learning). Hier erhalten die Eltern 20 Stunden die Woche kostenfrei Betreuungsmöglichkeiten, wie z.B. Childcare, Kindergarten und Vorschule. Wobei in allen drei Sachen weit mehr als nur Spielen im Vordergrund steht. Es werden bereits hier gewisse Themen behandelt wozu die Kinder spielerische Projekte umsetzen: angenommen das Thema des Semesters ist Dinosaurier, dann werden beispielsweise Dinosaurier gezeichnet, aus Ton geformt, in der Sandkiste ausgegraben, in die Museumsabteilung gegangen, Bücher gelesen, Filme dazu geschaut, und viel mehr. Natürlich stehen alle möglichen Spielzeuge zur Verfügung , mit denen die Kinder frei spielen dürfen und können. Allerdings wird auch schon im frühen Alter von 0-5 auf sehr viel mehr Bildung (in spielerischer Form) gesetzt, als bei uns in Deutschland.

Die zweite Gruppe ist die Altersstufe 6-16. Dort besteht die Schulpflicht. Die meisten Kinder werden allerdings an oder direkt nach ihrem 5. Geburtstag eingeschult und werden in einer bereits bestehenden Klassengemeinschaft aufgenommen. Sprich Archie kommt nun in eine Klasse, in der einige Kinder seit ein paar Wochen, andere seit ein paar Monaten und wiederum andere vielleicht schon ein Jahr sind. Das klingt erstmal merkwürdig, Tatsache aber ist, dass die ersten ein bis zwei Semester eher so das Kindergarten-Lernprinzip fortgesetzt wird und alle so auf den gleichen Stand gebracht werden. Jeder lernt nach seinem eigenen Fortschritt und Bildungsstand. Es gibt die Primary School (entweder Klasse 1-6, oder 1-8), wenn man in dieser nur 6 Jahre geht es weiter in die Intermediäre Schule (Klasse 7-8) und dann geht es auf die High School (Klasse 9-13). Man kann mit Erreichen des 16. Lebensjahres die Schule nach Klasse 11 beenden, genau wie bei uns in Deutschland auch.

In Neuseeland gibt es drei Schultypen: Staatliche Schulen, staatliche Schulen mit einem besondern Charakter und private Schulen. Archie kommt auf die Schule „Our Lady of the Sacred Heart“. Wie der Name schon sagt, ist es eine Schule mit eine religiösen Charakter, genauer gesagt katholischen Charakter und die Schule ist zwar privat, die Kosten aber nicht so hoch, da ein Teil von der katholischen Kirche finanziert wird. In Neuseeland gibt es außerdem auch viele geschlechtergetrennte Schulen. In fast allen Schulen wird in Neuseeland eine schuluniform getragen. Ebenso muss Archie eine tragen: sie ist dunkelgrau (Shorts und Polo) mit einem bordeauxfarbigen Sweatshirt und einer bordeauxfarbigen Krawatte (haha, das sieht vielleicht süß aus! – Obwohl ich gar kein Fan von dem Prinzip Schuluniform bin). Die Mädchen tragen grau-dunkelblau-bordeaux-farbige Kleider mit weißem Kragen und Schleife. Insgesamt ist die Schuluniform farblich sehr hübsch und nicht völlig geschmacklos wie teilweise an vielen anderen Schulen 😉

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Schulzeit für Archie wird und werde zwischendurch mal ein Update geben!