#traveltuesday: Deutschland vs. Neuseeland

Über die Gastfreundlichkeit der Kiwis habe ich ja schon  berichtet und in diesen besagten Unterhaltungen kommt immer wieder die Frage: „Und wie findest du Neuseeland? Gefällt es dir besser als Deutschland?“ Natürlich denkt man nicht erst dann darüber nach, sondern setzt sich immer wieder im Alltag mit den kleinen Unterschieden auseinander und beurteilt unterbewusst, was einem besser gefällt. Vorweg: Neuseeland ist landschaftlich ein Traum, fast unwirklich und die Kiwis und deren Mentalität möchte ich eigentlich auch nicht mehr missen. Dennoch vermisse ich Deutschland sehr und könnte mir nicht vorstellen für immer nach Neuseeland zu ziehen – so faszinierend dieses Land auch ist 😉 Zu allererst müssten die erstmal das Brot-Problem fixen. Ich mein hallo? Es gibt noch andere Sachen auf dieser Welt als Toast und so exotisch sind Schwarz- und Vollkornbrote nun nicht! Danach können sie sich dann gleich an die Straßen machen und dafür sorgen, dass man überall auf geteerten und sicheren Straßen hinfahren kann, ohne dass man das Gefühl hat man fährt auf einem Rummel Achterbahn. Vom öffentlichen Transport fange ich gar nicht erst an – kein Wunder, dass jeder ein Auto braucht, sonst sitzt man zuhause mehr oder weniger fest. Und Kinderbetreuung und Schulbildung sollte bezahlbar sein. Es ist doch tatsächlich günstiger ein AuPair mit Unterkunft, Verpflegung, Gas, Wasser, Strom und Bezahlung zu haben, anstatt seine Kinder die Woche über in Betreuung zu geben. Wenn ich mir aber etwas für Deutschland wünschen dürfte, wäre es mehr Toleranz und Gastfreundlichkeit gegenüber jeglichen Religionen, Kulturen, Geschlechtern und Persönlichkeiten. Ein paar bunte blubbernde Seen und Regenwälder, Paradiesstrände und Gletscher wären auch noch ganz nett. Oh und das gute Wetter. Die Sonne muss nicht ganz so intensiv und gefährlich sein – meine Haut hat völlig verrückt gespielt bei der ganzen Sonnencreme! – aber so ein bisschen Sonnenschein, Wärme und ein richtiger Sommer.. ja darüber würde ich mich freuen! Aber so im Ganzen habe ich festgestellt wie sehr ich meine Heimat eigentlich liebe und dass ich sie noch viel mehr wertschätzen sollte!

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Quelle: Titelbild

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Auf Wiedersehen Neuseeland

So das war’s. 9 Monate sind wie im Flug vergangen und ich kann es gar nicht glauben. Und ich glaube ich habe es bis heute nicht ganz realisiert, was ich da eigentlich gemacht habe. Das ich wirklich für so lange Zeit am anderen Ende der Welt war.

Mein Fazit? Das war die beste Entscheidung meines Lebens, nach Neuseeland zu gehen, in einer Gastfamilie zu leben, mit Hanjo gemeinsam zu reisen. Es war alles so perfekt, wie es gewesen ist. Ich meine natürlich gab es auch Höhen und Tiefen, aber die Höhen und die Gesamterfahrung wiegen einfach alles auf. Ich habe so viel erlebt, so viele Leute kennengelernt, so viele beeindruckende Orte gesehen, so viel gelernt. Ich kann es gar nicht wirklich in Worte fassen, was sich nach dieser Zeit in meinem Kopf abspielt. Und auch wenn ich mich riesig freue wieder zuhause zu sein, weiß ich, dass ein kleiner Teil von mir immer am anderen Ende der Welt in Neuseeland bleiben. Das ist wohl der „Preis“ den man zahlt, wo anders auf der Welt Menschen zu haben, die einem wichtig sind, Orte die eine Bedeutung haben,… das mag jetzt überdramatisch klingen, aber man kehrt irgendwie nie ganz vollständig nachhause zurück. Aber das ist auch gut so! Fest steht, dass das garantiert nicht mein letzter Besuch in Neuseeland gewesen ist, ich kommen ganz sicher wieder! Goodbye Aotearoa ❤

#traveltuesday: Kann man sich als Backpacker kostengünstig gesund ernähren?

Ja, Lebensmittel in Neuseeland sind teuer, wie alles andere auch! Vor allem Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Aber es ist tatsächlich nicht ganz unmöglich, sich halbwegs gesund zu ernähren, wenn man als Backpacker durch das Land reist. Klar, gönne ich mir auch mal eine Cola, einen Burger von einer Fastfoodkette oder ein Eis zwischendurch und gelegentlich landet auch mal eine Tüte Chips oder eine Tafel Schokolade in unserem Einkaufswagen – ausersehen natürlich! Aber im Großen und Ganzen versuchen mein Freund und ich schon immer frisch, gesund und vor allem kostengünstig zu kochen und uns nicht nur von Instant Nudeln und Erdnussbutter zu ernähren! Wie das geht? Ganz einfach! Gut ist es, wenn man im Voraus ein Budget festlegt und seine Mahlzeiten für die Woche plant. Dann kann man einen großen Einkauf machen, anstatt viele kleine und leichter in seinem Budget bleiben. Grundnahrungsmittel kauft man am Besten in großen Mengen ein. In Neuseeland eignet sich dafür die Supermarktkette „Pak’N’Save“ hervorragend. Gemüse und Obst sollte man in den sogenannten „Fruit&Veg-Shops“ kaufen. Dort findet man oftmals gute Angebote für saisonale Produkte. Außerdem stimmt hier die Qualität. Dann muss man sich nur noch bewusst sein, dass gesund kochen auf einem Gaskocher mit einem kleinen wackligen Tisch sehr viel Aufwand und Zeit bedeutet, aber das haben wir bis jetzt gerne in Kauf genommen. Zum Frühstück ist zum Beispiel Porridge eine gute Alternative, zum Abendessen machen wir gerne Kartoffel-Zucchini-Puffer. Dazu nimmt man eigentlich nur ein normales Kartoffelpufferrezept und fügt ein bis zwei Zucchini hinzu. Dadurch werden diese herzhaft und lassen sich prima mit Quark essen. Für den Snack unterwegs machen wir gerne Sandwiches oder essen Äpfel und Möhren. Als Rezepte lässt sich alles prima nutzen, wozu man keinen Backofen und nicht mehr als 4-5 Zutaten (Gewürze ausgeschlossen) benötigt. 

Südinsel Tag 17 -19: Christchurch

Wir haben ja die letzten Tage unsere Südinsel Reise in Christchurch verbracht. Die Stadt wurde ja vor ein paar Jahren von einem der schwersten Erdbeben, die Neuseeland je aufgezeichnet hatte, stark zerstört und befindet sich seitdem im Aufbau. Obwohl hier viele Baustellen sind, merkt man schon, dass die Neubauten alle sehr gut durchdacht sind und nach neusten Standards gebaut werden. Der Platz wird optimal genutzt und auch die Innenstadt ist sehr komprimiert und fußläufig gut erreichbar und auch hier alles optimal gebaut und vor allem sehr modern. Überhaupt bin ich überrascht, wie viel in so kurzer Zeit alles wieder errichtet wurde. Da können sich die Bauarbeiter vom Berliner Flughafen mal ein Scheibchen abschneiden .. oder eher eine gaaanz große Scheibe 😉

Da unser Fokus erstmal ganz klar auf dem Autoverkauf lag, haben wir hier auch viel Zeit mit dem Auto Saubermachen, Termine vereinbaren, Sichtungen und Probe Fahrten verbracht. Aber selbstverständlich haben wir uns auch etwas die Stadt angeguckt. Hier mal ein paar Sachen, die wir gemacht haben und ein paar Empfehlungen, was sich unbedingt lohnt:

  1. Frühstück im Robert Harris: ich weiß, das ist jetzt nicht so spektakulär, weil RH gibt es überall in Neuseeland. Aber die Filiale in Christchurch ist wirklich sehr schön und die haben hier ein super leckeres Avocado Toast zum Frühstück mit Bacon, Ei, Feta und Blattspinat.. zum reinlegen !! Auch die wedges mit Käse und Bacon überbacken waren unnormal gut, wenn man es nur nachmittags schafft – wobei das Frühstück auch ganztägig serviert wird 😉
  2. Im Workshop vorbeischauen: das ist ein ganz toller Designerladen in der Colombo Street, mit tollen Service und neuseeländischen Premiummarken und auch andere Marken wie Helmut Lang, Acne, Chloé, Marc Jacobs uvm. was für ein Zufall, dass grade Sale war und wir kurz vorher unser Auto verkauft haben und etwas Geld über hatten 😉
  3. Im Amazonita ein Cocktail trinken und eine Cheeseplatter teilen: das Amazonita liegt am Fluss und ist ein sehr schönes Restaurant, etwas hochpreisig, aber wenn man nur für einen Drink oder ein Dessert dort hingeht auf jeden Fall machbar 🙂 das Restaurant ist im Dschungel Stil (Stichwort Amazonas und Brasilien) eingerichtet mit Blättertapeten, Samtsofas, edles Holz, toller Beleuchtung und ganz vielen Blumen. Das Steak vom Nachbartisch sah übrigens auch unwiderstehlich aus 😀
  4. In der Kunstgalerie vorbeischauen, der Eintritt ist nämlich kostenlos 😉 perfekt, wenn es mal regnet. Hier werden auch kostenlose Führungen angeboten, die ca. 45-60 Min dauern. Hierzu habe ich Hanjo erst einmal gezwungen, aber ich glaube im Endeffekt fand er es nicht ganz sooooo schlimm 😉
  5. Durch Christchurch schlendern und ein bisschen die Stimmung aufnehmen. Es würde so viel zerstört, überall sind Baustellen, aber es wird jetzt etwas Neues und noch viel schöneres wieder aufgebaut. Das spürt man an jeder Ecke.
  6. Im Ruby stöbern. Ebenfalls ein kleiner Laden in einer der Passagen (wo auch H&M ist). Hier gibt es total viele coole Sachen, die man so noch nicht so gesehen hat und vor allem die Kleider sind alle ein Traum ! Keine Sorge Papa, hier habe ich mir nicht auch noch was gekauft 😀
  7. Mit der historischen Tram durch die Stadt fahren.

Wir haben übrigens im Urbanz sehr zentral übernachtet. Wir hatten über booking.com ein Doppelzimmer ( allerdings ohne Fenster) aber zum halben Preis bekommen und „genießen“ den Hostel Luxus 😀 nein im Ernst, nachdem man im kalten Winter im Auto schläft, schätzt man selbst das dreckigste Hostel wert. Man ist im warmen, kann sich ohne Verrenkungen umziehen, kann sich Duschen, muss kein Plumpsklo benutzen und man hat auch keine sandfly plagen 😀 nein so schlimm war es alles gar nicht, ich habe es geliebt im Auto zu reisen und zu schlafen – selbst im Winter – aber es geht durchaus komfortabler 😉

Autoverkauf in Neuseeland

Gute News: wir haben unser Auto wieder verkauft!

Wir haben uns im Vorfeld echt viele Gedanken darüber gemacht, wie und ob wir unser Auto überhaupt los werden. Mit der Zeit sind dann auch immer mehr „Mängel“ zum Vorschein gekommen, nichts gravierendes aber trotzdem Dinge, die natürlich den Wert des Autos mindern. Außerdem ist grade keine Backpacker-Saison, sprich es gibt zu viele Autos (für Backpacker) auf dem Markt, aber nicht genügend Käufer. Die „neuen“ Backpacker kommen eher so im September/Oktober an und dann zur Hauptreisezeit im November/Dezember und dann werden die Autos alles schnell weggegriffen sein.

Hinzu kommt, dass wir in Christchurch sind, neue Backpacker aber immer eher in Auckland ankommen und dort auch ihr Abenteuer starten, heißt dort auch versuchen ein Auto zu kaufen. Das alles waren Faktoren, die uns echt ein bisschen Sorgen bereitet haben.

Also die besten Tipps um sein Auto zu verkaufen sind:

  • in Auckland verkaufen
  • Zur Hauptsaison = neuseeländische Sommermonate verkaufen
  • Möglichst ohne schwerwiegende Mängel, da muss man natürlich schauen inwiefern es sich lohnt zum Verkauf hin noch Geld in das Auto zu stecken, oder ob man das Auto einfach richtig günstig verkauft und der Nachfolger sich dessen Problem annimmt.

Wenn all diese Dinge nicht stimmen, so wie bei uns, dann ist das natürlich schlecht, aber noch lange kein Weltuntergang.

  • Wichtig ist zum einen, die Nachricht des Verkaufs groß zu verbreiten: wir haben zum Beispiel auf etlichen Gruppen auf Facebook gepostet, nicht nur in allgemeinen Backpackergruppen, sondern auch auch in lokalen Christchurchgruppen, und speziellen Autoverkaufsgruppen und die Post auch immer wieder gepostet alle paar Tage, da de natürlich sonst in der Versenkung verschwindet und ihn keiner mehr findet, keiner scrollt durch die Angebote bis zu 6 Wochen zurück. Zusätzlich kann man sich auch auf trademe anmelden und an die Scheiben einen Zettel hängen mit Telefonnummer und natürlich auch der Info dass das Auto zum Verkauf steht 😉 Desweiteren kann man auch Zettel in lokalen Hostels aufhängen, mit den Eckdaten des Autos und Kontaktinformationen. Wir haben nur Facebook genutzt und bei jedem weiteren Post Anfragen bekommen.
  • Auf den potentiellen Käufer zugehen und notfalls im Preis herunter. Man muss sich wohl von dem Gedanken verabschieden, das Auto zu einem Bombenpreis zu verkaufen und womöglich noch Gewinn zu machen. Vielmehr sollte man sich dessen bewusst sein, wie viel man durch einen Autokauf gespart hat im Gegensatz zu einem Mietwagen. Und wieviel man durch den Kauf auch gewonnen, denn die Busse bringen einen garantiert nicht an die allerletzte und eventuell spektakulärste Ecke Neuseelands. Dann fällt es auch gar nicht mehr schwer, fürs Auto praktisch kein Geld mehr zu bekommen. Alles Einstellungssache 😉
  • In Christchurch gibt es jede Menge Händler, die sich die Autos angucken und dir einen Preisvorschlag machen. Das sind meistens blöde Dumpingpreise, aber besser als gar nichts.
  • Preisansetzung: hierbei ist es wichtig, das Auto nicht für zu wenig Geld anzubieten, weil handeln tun sie alle noch. Allerdings den Preis auch nicht zu hoch setzen, damit sich dann auch überhaupt Interessenten melden. Hierbei natürlich auch die Umstände (Ort, Zeit) beachten. Wir haben unser Auto damals zur Hauptsaison für 2700$ in Auckland gekauft und in der Nebensaison in Christchurch mit einigen Mängeln für 1400$ eingestellt und letztendlich für 1000$ verkauft – worüber wir sehr glücklich waren. Wir hatten uns schon innerlich darauf eingestellt, das am Ende für 400$ abzugeben. Aber wie gesagt, das Auto hätte sich auch ohne Verkauf am Ende gelohnt 😉
  • Achtung Betrug: wie auch überall woanders, gibt es hier schwarze Schafe. Wir haben uns zum Beispiel die Profile der Interessenten angeguckt und auch deren Namen gegoogelt, manchmal gibt es ja lokale Zeitungsberichte über Betrüger. Dann gilt nur Bares ist Wahres. Sofort abblocken, wenn der Interessent vorschlägt über Paypal zu bezahlen. Das ist eine Masche, bei der sie augenscheinlich bezahlen, das Auto abholen und dann das Geld zurückziehen. Fazit: kein Auto und kein Geld mehr. Stutzig sollte man auch werden, wenn die Person nicht mal persönlich das Auto sehen will, auch wenn sie angeblich auf Fiji lebt und das Auto verschiffen lassen will und jemand anderes kommt zum angucken. Solche Sachen sind uns zum Glück alle nicht passiert, aber haben wir zu genüge von gehört. Also immer auch ein bisschen aufs Bauchgefühl vertrauen und ein bisschen die FBI-Stalking-Skills herausholen 😉 natürlich nur im legalen Sinne 😀

Wir sind „Felix“ also gleich am ersten Tag in CHCH los geworden für 1000$ an eine nette Dame auch Christchurch, die das Auto wohl für den privaten Gebrauch haben wollte. Sie wollte zwar auch nicht mal Probe fahren, ist aber persönlich vorbeigekommen, hat bar bezahlt (das neuseeländische Geld lässt sich eigentlich nicht fälschen) und wirkte auch sonst ganz sympathisch.

Damit ist uns natürlich auch eine Last von den Schultern gefallen und wir sind froh die Verantwortung dafür abzugeben. Ein bisschen vermissen, werde ich es wohl trotzdem, schließlich war das für lange Zeit unser Schlafzimmer, unsere Küche und unser Wohnzimmer 🙂 und es hat uns sicher und zuverlässig durch ganz Neuseeland gebracht.

Noch ein letzter Tipp:

Ein Verkaufsdokument schreiben und unterschreiben lassen vom Käufer und Verkäufer, damit beide auf der sicheren Seite sind. Bei uns hat es beim Kauf und Verkauf immer handschriftlich gereicht. Und danach zur Postbank gehen und das Abmelde-Formular Ausfüllen, damit es auch ganz offiziell nicht mehr dein Auto ist und du keine Verantwortung mehr dafür trägst.

5 Dinge die ich durch das Reisen gelernt habe

Die letzten Tages unseres Roadtrips verbringen wir nun in Christchurch, dazu wird in zwei Tagen ein kompletter Beitrag online gehen. Nun aber möchte ich einmal auf die 5 Dinge eingehen, die ich durch das Reisen gelernt habe (was mir das Aupair-Sein gebracht habe gibt es hier zu lesen).

Irgendwie macht mein Handy sich das zur Aufgabe die Texte zu löschen und meine vorherigen Notizen online zu stellen, was mich total nervt, also hier noch einmal und diesmal hoffentlich vollständig: 5 Dinge, die ich durch das Reisen in Neuseeland gelernt habe.

  1. Sei offen für Neues – in Neuseeland gibt es so viele Dinge, die man einfach mal ausprobieren muss. Sei es eine Stadt, ein Gericht oder neue Leute. Ich bin ja schon immer offen für neue Sachen gewesen, aber manchmal halt doch etwas voreingenommen und ich habe mir vorgenommen einfach in Zukunft noch mehr auszuprobieren und einfach mal machen 😉
  2. Spontan sein – was zum Teil ja schon im ersten Punkt enthalten ist, die einfach mal machen Einstellung und Spontanität. Ich bin ja ein absoluter Planungsfreak, der sich Listen schreibt und alles auf die Minute timen muss 😀 und was auf der einen Seite bisher immer hilfreich war, muss ich hin und wieder auch mal tief durchatmen und einfach darauf vertrauen, dass alles so läuft als hätte man es perfekt durchgeplant. Denn letztendlich nur durch Spontanität passieren die wirklich schönen Dinge!!
  3. Always take the scenic route – das trifft jetzt wohl eher auf Neuseeland im speziellen zu und mal abgesehen davon, dass alle Routen spektakulär sind, ist es immer besser den „Scenic Drive“ zu nehmen, anstatt die schnellere oder kürzere Route. Der Weg ist schließlich das Ziel 😉
  4. Teilen macht Spaß, alleine Reisen aber auch – in Sydney war ich alleine, was, wie ich finde, eine ganze tolle Erfahrung ist, die jeder auch mal in seinem Leben gemacht haben sollte. Und wenn es nur ein paar Tage sind, die man ganz alleine in einer fremden Stadt/Land/Insel/.. verbringt. Zusammenreisen ist aber genauso schön, da man auch einfach jemanden hat mit dem man Sprit-/Lebensmittel-/Unterkunftskosten ähh die Erlebnisse natürlich teilen kann 🙂 Oftmals kann das gar nicht so richtig in Worte fassen und braucht einfach jemanden, bei dem man es wortlos los werden kann, der dich auch wortlos versteht.. falls dieser Satz jetzt Sinn macht 😀 und günstiger ist es natürlich auch, wenn man sich die Kosten fürs Benzin teilt oder auch die Lebensmittel durch zwei teilt – man kann halt auch ganz anders einkaufen für zwei Leute und richtig und insgesamt günstiger kochen als für eine Person
  5. Die Welt ist so schön und einzigartig – das klingt so ausgelutscht schon, aber mir ist einfach nochmal mehr bewusst geworden, wie schön dieser Planet ist und das ich noch viel bewusster damit umgehen möchte. Ich habe auch schon damit angefangen meinen Plastikverbrauch fast komplett zu reduzieren, ganz geht es natürlich schlecht, weil einige Sachen bekommst du nur in Plastik verpackt und manche Sachen lassen sich als Backpacker auch schwer umsetzen auf Reisen, aber mit ist das ganz wichtig geworden umweltbewusster zu leben und auch auf tierische Produkte etwas mehr zu verzichten. Ganz werde ich wohl nicht schaffen, aber jeder so wie er kann – ist wohl erst einmal ein guter Anfang!

Südinsel Tag 16: Kaikoura & Whale Watching

Von unserem tollen Campingplatz und der netten Gesellschaft hatte ich ja bereits schon im letzten Post erzählt. Gegen 10 Uhr haben wir den Platz verlassen und sind ins Zentrum hereingefahren, was wirklich lange gedauert hat. 2016 war ja hier eines der schwersten Erdbeben, die das Land jemals hatte und die Straße dorthin war quasi eine Dauerbaustelle war. Und auch in Kaikoura selbst sieht man definitiv noch die Ausmaßen des Erdbebens, allerdings haben diese Improvisationen der Stadt auch einen ganz tollen Charakter verliehen. Einige Geschäfte waren zum Beispiel in so Containern untergebracht, die aber von der Seite verglast waren und aus vielen Alternativen Mitteln würde sich dort beholfen. Dadurch hatte die Stadt etwas alternatives cooles und versprühte einen ganz besonderen Charme. Ich meine klar, sind Erdbeben eine Katastrophe und Kaikoura war komplett von der Außenwelt abgeschnitten und musste per Flugzeug und Schiff versorgt werden, aber durch solche Katastrophen werden Leute auch kreativ und genau diese Kreativität und das Improvisationstalent sollte dort erhalten bleiben, meiner Meinung nach.

Wir sind dann auf eine kleine Halbinsel mit einer Bucht gefahren in der es wieder Seehunde gab. Dort musste ich mich erst einmal aufregen über das Verhalten mancher Besucher. Ich meine, selbst wenn die Tiere recht zutraulich sind, sind es immer noch wilde Tiere. Und dann gibt es da doch tatsächlich Leute, die sich einen halben meter entfernt daneben knien um ein selfie mit der Robbe zu machen, laut kreischen lachen, herumhüpfen neben dem Tier. Und der Seehund fand das gar nicht witzig, hat ein paar mal sich aufgebäumt, die Zähne gezeigt und gefaucht – aber das war anscheinend immer noch kein Zeichen für die Gruppe sich angemessener zu verhalten. Das hat mich so wütend gemacht, dass die erstmal was von Hanjo zu hören bekommen haben. Also so etwas Dummes. Es standen ja nicht nur überall Schilder, sondern auch mit einem normalen Menschenverstand verhält man sich doch ganz ruhig, bewegt sich langsam, ist leise und hält einen guten Abstand zu wilden Tieren. Vor allem können Seehunde wirklich gefährlich sein und 2m Abstand ist das Minimum, der Biss eines Seehundes gleicht dem eines Wolfes und führt oftmals zu schwerwiegenden Infektionen der Wunde. Aber naja, ich glaube ja an Karma 😉

Um kurz vor eins hatten wir dann unser Highlight: whale watching !! Vor der Küste Kaikouras befinden sich ca 80% der weltweiten Meeresbewohner und/oder durchkreuzen diesen. Die Fahrt ist speziell auf die Sichtung von Pottwalen ausgerichtet und man sieht während der zwei Stunden maximal 1-2, da die Wale unter sich schon alle von einander entfernt leben und ihre Wege nicht oft kreuzen und sie zudem 1-2 Stunden unter Wasser tauchen, bis sie an die Oberfläche kommen. Jetzt dürft ihr raten, wie viele wir zu Gesicht bekommen haben: BELIEVE IT OR NOT – 7 STÜCK!! Wir könnten unser Glück gar nicht fassen .. ich mein did we break the record yet ???? Zudem auch noch zwei Albatrosse. Das Boot war generell super modern ausgestattet, die Sitze war unfassbar gemütliche Ledersessel, in denen man hätte Stunden verbringen können. Außerdem war die Crew unfassbar gut ausgebildet und ich bin jetzt umfassend über Pottwale informiert 😉 es wurden immer wieder Filme gezeigt und power Point Präsentation und die eine Frau hat uns so viel erzählt, könnte auch bekannte Wale (die in der Bucht leben oder jedes Jahr wiederkehren) innerhalb von Sekunden erkennen und uns deren Namen sagen. Wir waren so beeindruckt von dem Gesamterlebnis und das Geld hat sich allemal gelohnt!!

Abends sind wir dann nach Christchurch gefahren und haben uns Hostel eingecheckt. Vorher noch unseren Heißhunger auf Pizza befriedigt – man kann sich ja auch mal „was gönnen“ als Backpacker aka eine 5$ Pizza von Dominos 😀

Die nächsten Tage werde ich erstmal nichts Posten, da wir die ganze Zeit in Christchurch verbringen und ich am Ende einen gesammelten Post über die Tage veröffentliche.