Südinsel Tag 16: Kaikoura & Whale Watching

Von unserem tollen Campingplatz und der netten Gesellschaft hatte ich ja bereits schon im letzten Post erzählt. Gegen 10 Uhr haben wir den Platz verlassen und sind ins Zentrum hereingefahren, was wirklich lange gedauert hat. 2016 war ja hier eines der schwersten Erdbeben, die das Land jemals hatte und die Straße dorthin war quasi eine Dauerbaustelle war. Und auch in Kaikoura selbst sieht man definitiv noch die Ausmaßen des Erdbebens, allerdings haben diese Improvisationen der Stadt auch einen ganz tollen Charakter verliehen. Einige Geschäfte waren zum Beispiel in so Containern untergebracht, die aber von der Seite verglast waren und aus vielen Alternativen Mitteln würde sich dort beholfen. Dadurch hatte die Stadt etwas alternatives cooles und versprühte einen ganz besonderen Charme. Ich meine klar, sind Erdbeben eine Katastrophe und Kaikoura war komplett von der Außenwelt abgeschnitten und musste per Flugzeug und Schiff versorgt werden, aber durch solche Katastrophen werden Leute auch kreativ und genau diese Kreativität und das Improvisationstalent sollte dort erhalten bleiben, meiner Meinung nach.

Wir sind dann auf eine kleine Halbinsel mit einer Bucht gefahren in der es wieder Seehunde gab. Dort musste ich mich erst einmal aufregen über das Verhalten mancher Besucher. Ich meine, selbst wenn die Tiere recht zutraulich sind, sind es immer noch wilde Tiere. Und dann gibt es da doch tatsächlich Leute, die sich einen halben meter entfernt daneben knien um ein selfie mit der Robbe zu machen, laut kreischen lachen, herumhüpfen neben dem Tier. Und der Seehund fand das gar nicht witzig, hat ein paar mal sich aufgebäumt, die Zähne gezeigt und gefaucht – aber das war anscheinend immer noch kein Zeichen für die Gruppe sich angemessener zu verhalten. Das hat mich so wütend gemacht, dass die erstmal was von Hanjo zu hören bekommen haben. Also so etwas Dummes. Es standen ja nicht nur überall Schilder, sondern auch mit einem normalen Menschenverstand verhält man sich doch ganz ruhig, bewegt sich langsam, ist leise und hält einen guten Abstand zu wilden Tieren. Vor allem können Seehunde wirklich gefährlich sein und 2m Abstand ist das Minimum, der Biss eines Seehundes gleicht dem eines Wolfes und führt oftmals zu schwerwiegenden Infektionen der Wunde. Aber naja, ich glaube ja an Karma 😉

Um kurz vor eins hatten wir dann unser Highlight: whale watching !! Vor der Küste Kaikouras befinden sich ca 80% der weltweiten Meeresbewohner und/oder durchkreuzen diesen. Die Fahrt ist speziell auf die Sichtung von Pottwalen ausgerichtet und man sieht während der zwei Stunden maximal 1-2, da die Wale unter sich schon alle von einander entfernt leben und ihre Wege nicht oft kreuzen und sie zudem 1-2 Stunden unter Wasser tauchen, bis sie an die Oberfläche kommen. Jetzt dürft ihr raten, wie viele wir zu Gesicht bekommen haben: BELIEVE IT OR NOT – 7 STÜCK!! Wir könnten unser Glück gar nicht fassen .. ich mein did we break the record yet ???? Zudem auch noch zwei Albatrosse. Das Boot war generell super modern ausgestattet, die Sitze war unfassbar gemütliche Ledersessel, in denen man hätte Stunden verbringen können. Außerdem war die Crew unfassbar gut ausgebildet und ich bin jetzt umfassend über Pottwale informiert 😉 es wurden immer wieder Filme gezeigt und power Point Präsentation und die eine Frau hat uns so viel erzählt, könnte auch bekannte Wale (die in der Bucht leben oder jedes Jahr wiederkehren) innerhalb von Sekunden erkennen und uns deren Namen sagen. Wir waren so beeindruckt von dem Gesamterlebnis und das Geld hat sich allemal gelohnt!!

Abends sind wir dann nach Christchurch gefahren und haben uns Hostel eingecheckt. Vorher noch unseren Heißhunger auf Pizza befriedigt – man kann sich ja auch mal „was gönnen“ als Backpacker aka eine 5$ Pizza von Dominos 😀

Die nächsten Tage werde ich erstmal nichts Posten, da wir die ganze Zeit in Christchurch verbringen und ich am Ende einen gesammelten Post über die Tage veröffentliche.

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