Autoverkauf in Neuseeland

Gute News: wir haben unser Auto wieder verkauft!

Wir haben uns im Vorfeld echt viele Gedanken darüber gemacht, wie und ob wir unser Auto überhaupt los werden. Mit der Zeit sind dann auch immer mehr „Mängel“ zum Vorschein gekommen, nichts gravierendes aber trotzdem Dinge, die natürlich den Wert des Autos mindern. Außerdem ist grade keine Backpacker-Saison, sprich es gibt zu viele Autos (für Backpacker) auf dem Markt, aber nicht genügend Käufer. Die „neuen“ Backpacker kommen eher so im September/Oktober an und dann zur Hauptreisezeit im November/Dezember und dann werden die Autos alles schnell weggegriffen sein.

Hinzu kommt, dass wir in Christchurch sind, neue Backpacker aber immer eher in Auckland ankommen und dort auch ihr Abenteuer starten, heißt dort auch versuchen ein Auto zu kaufen. Das alles waren Faktoren, die uns echt ein bisschen Sorgen bereitet haben.

Also die besten Tipps um sein Auto zu verkaufen sind:

  • in Auckland verkaufen
  • Zur Hauptsaison = neuseeländische Sommermonate verkaufen
  • Möglichst ohne schwerwiegende Mängel, da muss man natürlich schauen inwiefern es sich lohnt zum Verkauf hin noch Geld in das Auto zu stecken, oder ob man das Auto einfach richtig günstig verkauft und der Nachfolger sich dessen Problem annimmt.

Wenn all diese Dinge nicht stimmen, so wie bei uns, dann ist das natürlich schlecht, aber noch lange kein Weltuntergang.

  • Wichtig ist zum einen, die Nachricht des Verkaufs groß zu verbreiten: wir haben zum Beispiel auf etlichen Gruppen auf Facebook gepostet, nicht nur in allgemeinen Backpackergruppen, sondern auch auch in lokalen Christchurchgruppen, und speziellen Autoverkaufsgruppen und die Post auch immer wieder gepostet alle paar Tage, da de natürlich sonst in der Versenkung verschwindet und ihn keiner mehr findet, keiner scrollt durch die Angebote bis zu 6 Wochen zurück. Zusätzlich kann man sich auch auf trademe anmelden und an die Scheiben einen Zettel hängen mit Telefonnummer und natürlich auch der Info dass das Auto zum Verkauf steht 😉 Desweiteren kann man auch Zettel in lokalen Hostels aufhängen, mit den Eckdaten des Autos und Kontaktinformationen. Wir haben nur Facebook genutzt und bei jedem weiteren Post Anfragen bekommen.
  • Auf den potentiellen Käufer zugehen und notfalls im Preis herunter. Man muss sich wohl von dem Gedanken verabschieden, das Auto zu einem Bombenpreis zu verkaufen und womöglich noch Gewinn zu machen. Vielmehr sollte man sich dessen bewusst sein, wie viel man durch einen Autokauf gespart hat im Gegensatz zu einem Mietwagen. Und wieviel man durch den Kauf auch gewonnen, denn die Busse bringen einen garantiert nicht an die allerletzte und eventuell spektakulärste Ecke Neuseelands. Dann fällt es auch gar nicht mehr schwer, fürs Auto praktisch kein Geld mehr zu bekommen. Alles Einstellungssache 😉
  • In Christchurch gibt es jede Menge Händler, die sich die Autos angucken und dir einen Preisvorschlag machen. Das sind meistens blöde Dumpingpreise, aber besser als gar nichts.
  • Preisansetzung: hierbei ist es wichtig, das Auto nicht für zu wenig Geld anzubieten, weil handeln tun sie alle noch. Allerdings den Preis auch nicht zu hoch setzen, damit sich dann auch überhaupt Interessenten melden. Hierbei natürlich auch die Umstände (Ort, Zeit) beachten. Wir haben unser Auto damals zur Hauptsaison für 2700$ in Auckland gekauft und in der Nebensaison in Christchurch mit einigen Mängeln für 1400$ eingestellt und letztendlich für 1000$ verkauft – worüber wir sehr glücklich waren. Wir hatten uns schon innerlich darauf eingestellt, das am Ende für 400$ abzugeben. Aber wie gesagt, das Auto hätte sich auch ohne Verkauf am Ende gelohnt 😉
  • Achtung Betrug: wie auch überall woanders, gibt es hier schwarze Schafe. Wir haben uns zum Beispiel die Profile der Interessenten angeguckt und auch deren Namen gegoogelt, manchmal gibt es ja lokale Zeitungsberichte über Betrüger. Dann gilt nur Bares ist Wahres. Sofort abblocken, wenn der Interessent vorschlägt über Paypal zu bezahlen. Das ist eine Masche, bei der sie augenscheinlich bezahlen, das Auto abholen und dann das Geld zurückziehen. Fazit: kein Auto und kein Geld mehr. Stutzig sollte man auch werden, wenn die Person nicht mal persönlich das Auto sehen will, auch wenn sie angeblich auf Fiji lebt und das Auto verschiffen lassen will und jemand anderes kommt zum angucken. Solche Sachen sind uns zum Glück alle nicht passiert, aber haben wir zu genüge von gehört. Also immer auch ein bisschen aufs Bauchgefühl vertrauen und ein bisschen die FBI-Stalking-Skills herausholen 😉 natürlich nur im legalen Sinne 😀

Wir sind „Felix“ also gleich am ersten Tag in CHCH los geworden für 1000$ an eine nette Dame auch Christchurch, die das Auto wohl für den privaten Gebrauch haben wollte. Sie wollte zwar auch nicht mal Probe fahren, ist aber persönlich vorbeigekommen, hat bar bezahlt (das neuseeländische Geld lässt sich eigentlich nicht fälschen) und wirkte auch sonst ganz sympathisch.

Damit ist uns natürlich auch eine Last von den Schultern gefallen und wir sind froh die Verantwortung dafür abzugeben. Ein bisschen vermissen, werde ich es wohl trotzdem, schließlich war das für lange Zeit unser Schlafzimmer, unsere Küche und unser Wohnzimmer 🙂 und es hat uns sicher und zuverlässig durch ganz Neuseeland gebracht.

Noch ein letzter Tipp:

Ein Verkaufsdokument schreiben und unterschreiben lassen vom Käufer und Verkäufer, damit beide auf der sicheren Seite sind. Bei uns hat es beim Kauf und Verkauf immer handschriftlich gereicht. Und danach zur Postbank gehen und das Abmelde-Formular Ausfüllen, damit es auch ganz offiziell nicht mehr dein Auto ist und du keine Verantwortung mehr dafür trägst.

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