Südinsel Tag 7: Franz Josef Glacier & Lake Matheson

Gestern war so ziemlich unser „Pech-Tag“. Wir sind von unserem Campingplatz morgens losgefahren und dann kam glücklicherweise mal etwas Sonne heraus, pünktlich zum Zeitpunkt, an dem wir die Region verlassen haben, klar. Das hat dann auch nur so eine halbe Stunde angehalten, bis wir dann wieder die graue Einheitsbrühe über uns hängen hatten und langsam bin ich diesen grauen Himmel und dieses nass-kalte echt satt. Bevor und nachdem wir in einer Region waren ist dort immer blauer Himmel und schönes Wetter und uns verfolgt das schlechte Wetter regelgerecht…

Auf jeden Fall sind wir dann nach etwas Fahrt in dem Ort Franz Josef angekommen. Hier haben wir einen Helikopterflug für viel Geld auf den Gletscher gebucht. Als wir ankamen, hieß es alles gut, kann bald losgehen. Dann hieß es eventuell können wir nicht auf dem Gletscher landen, da sich das zuzieht und Sicherheit geht ganz klar vor. Daraus wurde dann ein OK, wir können endgültig nicht landen sondern nur über den Gletscher fliegen. Zwei Minuten später dann die Nachricht: sorry wir müssen den Flug streichen.

Damit haben wir dann schonmal unseren halben Tag „verplempert“ im Büro der Helikopterfirma. Immerhin bekommen wir unser Geld komplett zurück.

Also haben wir beschlossen uns auf den Weg zum Lake Matheson zu machen, da wir bei Cata so tolle Bilder gesehen haben. Hingefahren, hingewandert, Ergebnis? Himmel grau, See grau, Nebel, es fängt an zu regnen. Ich mein die Spiegelung auf dem Wasser war immer noch wunderschön aber die Bilder von Cata wie von einem anderen Planeten.

Also sind wir zum Campingplatz gefahren. Dort hatten die eine Sandfly Plage, das haben wir aber erst gemerkt, nachdem wir uns „eingerichtet“ und Essen gekocht haben. Diese kleinen Insekten sind ganz klein, in Gruppen zu tausendfach und die attackieren dich regelrecht und beißen und stechen. Als wir dann im Bett lagen haben wir erstmal eine ganze Stunde Insekten getötet, indem wir wild auf die Matratze gestrampelt sind und überall gegen geschlagen haben- es war ALLES voll, mein absoluter Albtraum, hunderte davon in unserem Bett. Die Nacht dann mehr oder weniger auf einem Fliegenfriedhof geschlafen, weil die Türen konnten wir ja nun nicht mehr öffnen, um die rauszuwerfen. Heute Morgen haben wir dann auch im Auto von drinnen alles umgebaut und sind über die Sitze geklettert, um möglichst schnell von diesem Campingplatz wegzukommen ohne die Türen oder die Fenster zu öffnen. Achja geregnet hat es auch wieder, was für ne Überraschung…

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Südinsel Tag 6: Pancake Rocks and Blowholes & Greymouth

Wir hatten eine sehr erholsame Nacht im Hostel, alle waren leise und respektvoll, niemand hat geschnarcht. Heute Morgen sind wir dann um 7 Uhr aufgestanden, da wir noch in den Supermarkt wollten und zu einen Trinkwasserspender mussten, um unsere ganzen Wasserkanister und Flaschen mal wieder aufzufüllen, daran haben wir nämlich im Hostel nicht gedacht.

Gegen 8 Uhr sind wir dann auch Richtung Westküste aufgebrochen. Insgesamt vier Stunden Fahrt durch die Berge, bis wir endlich an der Küste …

…und den Pancake Rocks waren. Die Fahrt hat sich aber allemal gelohnt, denn das war bis jetzt glaube ich mein Highlight auf der Südinsel. Die Pancake Rocks sehen fast ein bisschen unwirklich aus und sind soo beeindruckend.

Man wandert durch den Park etwa eine halbe Stunde, mit Fotos machen natürlich etwas länger.

Das Beste daran, dass wir im Winter unterwegs sind, ist, dass die ganzen Attraktionen nicht menschenüberlaufen sind. Wir waren mit drei weiteren Personen alleine in dem gesamten Park und diese Ruhe und Leere macht das ganze Erlebnis irgendwie nochmal eine Spur magischer.

Danach ging es für uns weiter nach Greymouth, die Stadt war aber nicht spektakulär, daher sind wir nach 20 Minuten auch weiter Richtung Campingplatz gefahren. Wir waren so schlau und haben gestern im Hostel schon vorgekocht, und so deutsch wie wir sind gibt es heute Kartoffelsalat und Würstchen. Wir erfüllen halt jedes Klischee, nachdem wir schon Geschnetzeltes und Bratkartoffeln und Spiegelei hatten 😀

Südinsel Tag 5: Abel Tasman National Park

Wir haben die Nacht auf einem der schönsten Campingplätze direkt am Strand verbracht und heute Morgen beim Frühstück hat uns sogar eine Robbe besucht, die ist etwa 10m von Strand entfernt im Wasser herum geschwommen. So süß!!

Danach ging es für uns dann in den Abel Tasman Park, da ja gerade Winter ist in Neuseeland und Hanjo und ich nicht so die Fans vom Wandern sind, haben wir beschlossen eine richtige Tour zu buchen. Entschieden haben wir uns für „Wilsons Abel Tasman Day Out“ (über bookme). Wir sind um 9.20 Uhr in Kaiteriteri gestartet und sind einmal die gesamte Küste des Abel Tasman Parks entlanggefahren – inklusive Robbenkolonien und dem Felsen der aussieht wie ein aufgeschnittener Apfel. Um 12 Uhr wurden wir dann herausgelassen und hatten bis 15 Uhr Zeit eine zweistündige Wanderung durch den Park zu machen zu einem anderen Strand, an dem wir wieder abgeholt werden sollten. Um halb fünf sind wir dann wieder am Auto angekommen.

Für uns war diese Art von Tour perfekt, zumal das Wetter auch nicht so super war. Zwar viel besser als ursprünglich angesagt, aber es hat immer mal wieder genieselt und es war die ganze Zeit bewölkt und grau in grau. Normalerweise kann man tagelang durch den Park wandern und in kleinen Hütten unterwegs schlafen und diverse Abschnitte immer mal wieder mit dem Kayak oder dem Wassertaxi über das Wasser zurücklegen.

Von Kaiteriteri ging es für uns nach Motueka ins „Laughing Kiwi Backpackers“ Hostel, das wirklich super schön und sauber und sehr familiär ist. Ich würde jetzt mal behauptet, das ist das schönste Hostel, in dem ich bis jetzt war. Heiße saubere Duschen und unbegrenztes High-Speed Internet inklusive. Besser geht’s nicht!!

Morgen früh geht es Richtung Westküste, genauer gesagt zu den Pancake Rocks.

Südinsel Tag 4: Nelson

So wir haben unsere überaus stürmische Nacht überstanden – das Auto hat ganz schön gewackelt 😀 – und sind Richtung Nelson aufgebrochen. Eigentlich wird die Region „sunny Nelson“ von den Einheimischen genannt, da hier überdurchschnittlich viel Sonne scheint das ganze Jahr über .. davon haben wir aber noch nichts mitbekommen.. #sunnyNelsonNotSoSunny …

Heute Morgen haben wir dann als erstes die Pic’s Peanut Butter Factory besucht. Ich muss ja gestehen, Peanutbutter war nie wirklich mein Ding. Seitdem ich aber hier bin und die von „Pic’s“ gegessen habe, liebe ich Erdnussbutter einfach. Diese wird in Nelson hergestellt und man darf an kostenlosen Touren teilnehmen und sogar seine eigene Erdnussbutter herstellen.

Danach sind wir durch die Innenstadt von Nelson geschlendert. Hier gibt es so viele süße Cafés und Restaurants und Kunstgalerien, Boutiquen,.. am liebsten hätte ich überall gegessen, getrunken und eingekauft 😉

Hanjo und ich haben beschlossen, uns nochmal einen Strand anzugucken und geworden ist es „Rabbit Island“. Circa eine halbe Stunde aus der Stadt heraus gibt es eine kleine Halbinsel. Wir waren fast die einzigen am Strand und haben sogar ein winziges Stückchen blauen Himmel entdeckt 😀

Übernachtet wird auf dem Campingplatz „Kina Recreation Reserve“, der ebenfalls am Strand liegt.

Südinsel Tag 3: Marlborough Sounds & Picton

Heute Morgen hat unser Wecker schon um 6 Uhr geklingelt und pünktlich um 6.30 Uhr standen wir dann am Frühstücksbuffet – die allerersten Gäste.. ich glaube, das ist mir auch noch nie passiert 😀 Aber dadurch, dass wir so überaus pünktlich waren, war alles noch unberührt und grade aufgedeckt. Das Frühstück war sowieso der Hammer (man schätzt es ja auch gleich tausend mal mehr wert wenn man so einen Luxus lange nicht mehr hatte 😉 ) und Hanjo und ich haben einfach eine ganze Stunde gefrühstückt 😀

Um halb acht sind wir dann zu der Interislander Fähre gefahren, wurden eingecheckt und um neun ging die Fahrt durch die Marlborough Sounds und die Cook Strait von Wellington nach Picton los. Insgesamt dauert die Fahrt ca. 3 Stunden. Obwohl es verhältnismäßig ziemlich ruhig war, haben die paar Wellen schon gereicht, dass ich seekrank wurde. Daher habe ich fast die ganze Zeit geschlafen – das ist der Vorteil wenn man das Talent hat auf Knopfdruck einschlafen zu können und einfach alle Probleme ignorieren kann 😀

In Picton angekommen sind wir erst einmal durch die Fußgängerzone geschlendert …

…und haben dann beschlossen zu Bob’s Bay zu wandern. Das sind ca. 1 Stunde Hin- und Rückweg inklusive Fotostopps; denn die muss man unbedingt einlegen, die Fjordlandschaft ist so unfassbar beeindruckend – obwohl das Wetter hier eher nicht so gut ist. Dabei haben wir sogar ganz viel Robben im Fjord gesehen.. so süß!!

Danach wollten wir eigentlich nur schnell einen Kaffee trinken gehen, haben dann aber einen alten Herren aus Lübeck kennengelernt. Er ist 1980 mit seiner Familie nach Neuseeland ausgewandert. Und das allerwitzigste: er hat damals in Bad Oldesloe gearbeitet. Heute arbeitet er als Reiseführer für deutsche Touristen in Neuseeland und lebt in Picton. 2 1/2 Stunden haben wir uns unterhalten und er hat uns unzählige Insidertipps für unsere Reise mitgegeben und uns sogar angeboten auf seinem Grundstück mit unserem Auto zu übernachten, falls unser kostenloser Campingplatz (den wir uns vorher ausgeguckt haben) bereits voll sein sollte.

Da das Wetter immer schlechter wurde haben wir uns dann auf den Weg zum Campingplatz gemacht und können nun leider nicht mehr kochen, da hier gefühlte Orkanböen durch die Gegend wehen! 😀 Wir haben uns jetzt ins Auto verkrochen und werden später ein typisch deutsches Abendbrot (nämlich Brot mit Aufschnitt) essen, ist ja auch ganz gut eigentlich.

Morgen früh geht es für uns weiter nach Nelson und darauf den Tag in den Abel Tasman Nationalpark – mit hoffentlich besserem Wetter!

Tag 2: Wellington

Unsere erste Nacht im Auto bei kalten Temperaturen haben wir auch gut hinter uns gebracht. Wir sind zwar noch nicht auf der Südinsel wo es so richtig kalt ist, aber im Süden der Nordinsel. Wir haben uns schon auf eine kalte Nacht vorbereitet und ich hatte eine Mütze auf, Handschuhe und Wollsocken an in meinem Schlafsack und die Handschuhe und die Mütze habe ich im Halbschlaf ausgezogen, da mir das viel zu warm wurde. Daher bin ich guter Dinge, dass ich mit notfalls noch mehr Kleidungsschichten oder sogar meiner Winterjacke auch im Auto schlafen können, wenn wir auf der Südinsel sind.

Unseren Tag haben wir um 7 Uhr morgens begonnen. Wir sind dann gegen 8 Uhr nach Wellington gefahren.

Unseren ersten Stop hatten wir auf dem Mount Victoria – mit einer Lunch-Pause.

Danach sind wir mit dem Cable Car gefahren und durch den botanischen Garten hinunter gelaufen – zurück in die Stadt.

Genauer gesagt zum Parlament. Dort haben wir um 14 Uhr eine Führung gebucht.

Nach der einstündigen Führung sind wir etwas durch die Stadt geschlendert, haben einen Kaffee getrunken und sind Richtung Hafen und ganz spontan entschlossen uns noch eine Ausstellung im Te Papa Museum anzuschauen.

Danach sind wir im Hotel eingecheckt. An der Stelle: Danke Papa für die spendierte Hotelnacht 😉 Untergekommen sind wir im Grand Mercure.

Dann haben wir uns auf den Weg gemacht zum Chow Restaurant, nur Hanjo war mal wieder verpeilt und hat seinen Ausweis nicht eingepackt 😀 #typischHanjo

Aus diesem Grund gab es dann nur einen Burrito auf die Hand, der war aber auch lecker 😀

Im Hotel sind wir dann erstmal in den Pool gesprungen und haben etwas in der Sauna entspannt. In den superschönen Hotelbademänteln und Schlappen ging es dann erstmal durch das Hotel 😀

Während ich das grade schreibe, haben wir unsere Champagnerflasche geöffnet, die Hanjo von seiner Gastmutter als Abschiedsgeschenk bekommen hat, und da wir die leider nicht verschließen können, haben wir wohl keine andere Wahl, als sie auszutrinken 😉 😀

So, wir genießen jetzt unsere Nacht im Luxus, bevor wir morgen wieder in den Camping-Lifestyle switchen! Prost & Gute Nacht!

Tag 1: New Plymouth & Mount Taranaki

Unsere große Reise, zum Abschluss unseres Auslandsabenteuers, hat endlich begonnen!!

Heute Morgen musste ich mich dann tatsächlich von meiner Gastfamilie verabschieden, gemeinsam gefrühstückt haben wir aber noch zusammen und das neue AuPair konnte ich auch noch kennenlernen, sie ist gestern Abend noch angekommen.

Um 9 Uhr hat Hanjo mich dann abgeholt und für uns ging es nach New Plymouth und zu dem Mount Taranaki. In New Plymouth haben wir uns nur die süße Stadt angeguckt und sind ein bisschen durch die Gegend geschlendert.

Einmal zum Len Lye Center, das ist eine Kunstgalerie mit einer ziemlich coolen Fassade (Stichwort Spiegel im Hansapark) …

…und anschließend am Wasser zurück.

Danach sind wir zum Lake Mangamahoe gefahren, da man dort laut Internet eine tolle Aussieht auf den Taranaki hat und bei richtigen Licht sich der Vulkan im See spiegelt. Sieht das nicht aus wie in einem Bilderbuch??😍 Danach ging es für noch ein Stückchen höher zum North Egmont ..

Dadurch dass es hier ja Herbst ist und langsam Winter wird, liegt in den Bergen schon etwas Schnee, sogar auf der Nordinsel und dadurch war die Aussicht einfach super beeindruckend.

Übernachtet haben wir auf dem Victoria Park Carpark, ca 30 Minuten von dem Mount Taranaki entfernt – ebenfalls mit spektakulärer View 🙂

Unser erster ereignisreicher Roadtrip-Tag geht damit zu Ende und morgen geht es weiter nach Wellington, bevor wir dann auch endlich die Nordinsel verlassen und anfangen die Südinsel zu bereisen. Can’t wait!!