Auf Wiedersehen Neuseeland

So das war’s. 9 Monate sind wie im Flug vergangen und ich kann es gar nicht glauben. Und ich glaube ich habe es bis heute nicht ganz realisiert, was ich da eigentlich gemacht habe. Das ich wirklich für so lange Zeit am anderen Ende der Welt war.

Mein Fazit? Das war die beste Entscheidung meines Lebens, nach Neuseeland zu gehen, in einer Gastfamilie zu leben, mit Hanjo gemeinsam zu reisen. Es war alles so perfekt, wie es gewesen ist. Ich meine natürlich gab es auch Höhen und Tiefen, aber die Höhen und die Gesamterfahrung wiegen einfach alles auf. Ich habe so viel erlebt, so viele Leute kennengelernt, so viele beeindruckende Orte gesehen, so viel gelernt. Ich kann es gar nicht wirklich in Worte fassen, was sich nach dieser Zeit in meinem Kopf abspielt. Und auch wenn ich mich riesig freue wieder zuhause zu sein, weiß ich, dass ein kleiner Teil von mir immer am anderen Ende der Welt in Neuseeland bleiben. Das ist wohl der „Preis“ den man zahlt, wo anders auf der Welt Menschen zu haben, die einem wichtig sind, Orte die eine Bedeutung haben,… das mag jetzt überdramatisch klingen, aber man kehrt irgendwie nie ganz vollständig nachhause zurück. Aber das ist auch gut so! Fest steht, dass das garantiert nicht mein letzter Besuch in Neuseeland gewesen ist, ich kommen ganz sicher wieder! Goodbye Aotearoa ❤

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Autoverkauf in Neuseeland

Gute News: wir haben unser Auto wieder verkauft!

Wir haben uns im Vorfeld echt viele Gedanken darüber gemacht, wie und ob wir unser Auto überhaupt los werden. Mit der Zeit sind dann auch immer mehr „Mängel“ zum Vorschein gekommen, nichts gravierendes aber trotzdem Dinge, die natürlich den Wert des Autos mindern. Außerdem ist grade keine Backpacker-Saison, sprich es gibt zu viele Autos (für Backpacker) auf dem Markt, aber nicht genügend Käufer. Die „neuen“ Backpacker kommen eher so im September/Oktober an und dann zur Hauptreisezeit im November/Dezember und dann werden die Autos alles schnell weggegriffen sein.

Hinzu kommt, dass wir in Christchurch sind, neue Backpacker aber immer eher in Auckland ankommen und dort auch ihr Abenteuer starten, heißt dort auch versuchen ein Auto zu kaufen. Das alles waren Faktoren, die uns echt ein bisschen Sorgen bereitet haben.

Also die besten Tipps um sein Auto zu verkaufen sind:

  • in Auckland verkaufen
  • Zur Hauptsaison = neuseeländische Sommermonate verkaufen
  • Möglichst ohne schwerwiegende Mängel, da muss man natürlich schauen inwiefern es sich lohnt zum Verkauf hin noch Geld in das Auto zu stecken, oder ob man das Auto einfach richtig günstig verkauft und der Nachfolger sich dessen Problem annimmt.

Wenn all diese Dinge nicht stimmen, so wie bei uns, dann ist das natürlich schlecht, aber noch lange kein Weltuntergang.

  • Wichtig ist zum einen, die Nachricht des Verkaufs groß zu verbreiten: wir haben zum Beispiel auf etlichen Gruppen auf Facebook gepostet, nicht nur in allgemeinen Backpackergruppen, sondern auch auch in lokalen Christchurchgruppen, und speziellen Autoverkaufsgruppen und die Post auch immer wieder gepostet alle paar Tage, da de natürlich sonst in der Versenkung verschwindet und ihn keiner mehr findet, keiner scrollt durch die Angebote bis zu 6 Wochen zurück. Zusätzlich kann man sich auch auf trademe anmelden und an die Scheiben einen Zettel hängen mit Telefonnummer und natürlich auch der Info dass das Auto zum Verkauf steht 😉 Desweiteren kann man auch Zettel in lokalen Hostels aufhängen, mit den Eckdaten des Autos und Kontaktinformationen. Wir haben nur Facebook genutzt und bei jedem weiteren Post Anfragen bekommen.
  • Auf den potentiellen Käufer zugehen und notfalls im Preis herunter. Man muss sich wohl von dem Gedanken verabschieden, das Auto zu einem Bombenpreis zu verkaufen und womöglich noch Gewinn zu machen. Vielmehr sollte man sich dessen bewusst sein, wie viel man durch einen Autokauf gespart hat im Gegensatz zu einem Mietwagen. Und wieviel man durch den Kauf auch gewonnen, denn die Busse bringen einen garantiert nicht an die allerletzte und eventuell spektakulärste Ecke Neuseelands. Dann fällt es auch gar nicht mehr schwer, fürs Auto praktisch kein Geld mehr zu bekommen. Alles Einstellungssache 😉
  • In Christchurch gibt es jede Menge Händler, die sich die Autos angucken und dir einen Preisvorschlag machen. Das sind meistens blöde Dumpingpreise, aber besser als gar nichts.
  • Preisansetzung: hierbei ist es wichtig, das Auto nicht für zu wenig Geld anzubieten, weil handeln tun sie alle noch. Allerdings den Preis auch nicht zu hoch setzen, damit sich dann auch überhaupt Interessenten melden. Hierbei natürlich auch die Umstände (Ort, Zeit) beachten. Wir haben unser Auto damals zur Hauptsaison für 2700$ in Auckland gekauft und in der Nebensaison in Christchurch mit einigen Mängeln für 1400$ eingestellt und letztendlich für 1000$ verkauft – worüber wir sehr glücklich waren. Wir hatten uns schon innerlich darauf eingestellt, das am Ende für 400$ abzugeben. Aber wie gesagt, das Auto hätte sich auch ohne Verkauf am Ende gelohnt 😉
  • Achtung Betrug: wie auch überall woanders, gibt es hier schwarze Schafe. Wir haben uns zum Beispiel die Profile der Interessenten angeguckt und auch deren Namen gegoogelt, manchmal gibt es ja lokale Zeitungsberichte über Betrüger. Dann gilt nur Bares ist Wahres. Sofort abblocken, wenn der Interessent vorschlägt über Paypal zu bezahlen. Das ist eine Masche, bei der sie augenscheinlich bezahlen, das Auto abholen und dann das Geld zurückziehen. Fazit: kein Auto und kein Geld mehr. Stutzig sollte man auch werden, wenn die Person nicht mal persönlich das Auto sehen will, auch wenn sie angeblich auf Fiji lebt und das Auto verschiffen lassen will und jemand anderes kommt zum angucken. Solche Sachen sind uns zum Glück alle nicht passiert, aber haben wir zu genüge von gehört. Also immer auch ein bisschen aufs Bauchgefühl vertrauen und ein bisschen die FBI-Stalking-Skills herausholen 😉 natürlich nur im legalen Sinne 😀

Wir sind „Felix“ also gleich am ersten Tag in CHCH los geworden für 1000$ an eine nette Dame auch Christchurch, die das Auto wohl für den privaten Gebrauch haben wollte. Sie wollte zwar auch nicht mal Probe fahren, ist aber persönlich vorbeigekommen, hat bar bezahlt (das neuseeländische Geld lässt sich eigentlich nicht fälschen) und wirkte auch sonst ganz sympathisch.

Damit ist uns natürlich auch eine Last von den Schultern gefallen und wir sind froh die Verantwortung dafür abzugeben. Ein bisschen vermissen, werde ich es wohl trotzdem, schließlich war das für lange Zeit unser Schlafzimmer, unsere Küche und unser Wohnzimmer 🙂 und es hat uns sicher und zuverlässig durch ganz Neuseeland gebracht.

Noch ein letzter Tipp:

Ein Verkaufsdokument schreiben und unterschreiben lassen vom Käufer und Verkäufer, damit beide auf der sicheren Seite sind. Bei uns hat es beim Kauf und Verkauf immer handschriftlich gereicht. Und danach zur Postbank gehen und das Abmelde-Formular Ausfüllen, damit es auch ganz offiziell nicht mehr dein Auto ist und du keine Verantwortung mehr dafür trägst.

5 Dinge die ich durch das Reisen gelernt habe

Die letzten Tages unseres Roadtrips verbringen wir nun in Christchurch, dazu wird in zwei Tagen ein kompletter Beitrag online gehen. Nun aber möchte ich einmal auf die 5 Dinge eingehen, die ich durch das Reisen gelernt habe (was mir das Aupair-Sein gebracht habe gibt es hier zu lesen).

Irgendwie macht mein Handy sich das zur Aufgabe die Texte zu löschen und meine vorherigen Notizen online zu stellen, was mich total nervt, also hier noch einmal und diesmal hoffentlich vollständig: 5 Dinge, die ich durch das Reisen in Neuseeland gelernt habe.

  1. Sei offen für Neues – in Neuseeland gibt es so viele Dinge, die man einfach mal ausprobieren muss. Sei es eine Stadt, ein Gericht oder neue Leute. Ich bin ja schon immer offen für neue Sachen gewesen, aber manchmal halt doch etwas voreingenommen und ich habe mir vorgenommen einfach in Zukunft noch mehr auszuprobieren und einfach mal machen 😉
  2. Spontan sein – was zum Teil ja schon im ersten Punkt enthalten ist, die einfach mal machen Einstellung und Spontanität. Ich bin ja ein absoluter Planungsfreak, der sich Listen schreibt und alles auf die Minute timen muss 😀 und was auf der einen Seite bisher immer hilfreich war, muss ich hin und wieder auch mal tief durchatmen und einfach darauf vertrauen, dass alles so läuft als hätte man es perfekt durchgeplant. Denn letztendlich nur durch Spontanität passieren die wirklich schönen Dinge!!
  3. Always take the scenic route – das trifft jetzt wohl eher auf Neuseeland im speziellen zu und mal abgesehen davon, dass alle Routen spektakulär sind, ist es immer besser den „Scenic Drive“ zu nehmen, anstatt die schnellere oder kürzere Route. Der Weg ist schließlich das Ziel 😉
  4. Teilen macht Spaß, alleine Reisen aber auch – in Sydney war ich alleine, was, wie ich finde, eine ganze tolle Erfahrung ist, die jeder auch mal in seinem Leben gemacht haben sollte. Und wenn es nur ein paar Tage sind, die man ganz alleine in einer fremden Stadt/Land/Insel/.. verbringt. Zusammenreisen ist aber genauso schön, da man auch einfach jemanden hat mit dem man Sprit-/Lebensmittel-/Unterkunftskosten ähh die Erlebnisse natürlich teilen kann 🙂 Oftmals kann das gar nicht so richtig in Worte fassen und braucht einfach jemanden, bei dem man es wortlos los werden kann, der dich auch wortlos versteht.. falls dieser Satz jetzt Sinn macht 😀 und günstiger ist es natürlich auch, wenn man sich die Kosten fürs Benzin teilt oder auch die Lebensmittel durch zwei teilt – man kann halt auch ganz anders einkaufen für zwei Leute und richtig und insgesamt günstiger kochen als für eine Person
  5. Die Welt ist so schön und einzigartig – das klingt so ausgelutscht schon, aber mir ist einfach nochmal mehr bewusst geworden, wie schön dieser Planet ist und das ich noch viel bewusster damit umgehen möchte. Ich habe auch schon damit angefangen meinen Plastikverbrauch fast komplett zu reduzieren, ganz geht es natürlich schlecht, weil einige Sachen bekommst du nur in Plastik verpackt und manche Sachen lassen sich als Backpacker auch schwer umsetzen auf Reisen, aber mit ist das ganz wichtig geworden umweltbewusster zu leben und auch auf tierische Produkte etwas mehr zu verzichten. Ganz werde ich wohl nicht schaffen, aber jeder so wie er kann – ist wohl erst einmal ein guter Anfang!

5 Dinge, die ich durch die Arbeit als AuPair gelernt habe

  1. Geduldiger zu sein und meine Erwartungen herunterzuschrauben: Ich bin ja eigentlich schon ziemlich geduldig, wenn es darauf ankommt Kindern etwas zu erklären oder deren Wutanfälle einfach über mich ergehen zu lassen und ganz ruhig mit denen zu sprechen (was nicht immer leicht ist 😀 ) aber jetzt musste ich lernen einfach noch geduldiger zu sein und lernen einfach alles so hinzunehmen wie es kommt. Als Perfektionist möchte ich es immer gerne in einer gewissen Art und Weise haben – zeiteffizient und perfekt, mit Kindern kann man sich solche Pläne aber abschminken, am Ende läuft es eh alles so ab, wie es grade passt und nicht so wie es in meinen Augen am besten wäre.
  2. Einen Haushalt zu schmeißen: Kochen, Wäsche waschen, putzen, einkaufen, die Kinder herumfahren. Im Prinzip habe ich die letzten Monate einen Familienhaushalt geschmissen und das war immer mal wieder herausfordernd, aber letztendlich habe ich daraus gelernt, mich noch besser zu organisieren und vorausschauend zu planen was die alltäglichen Dinge angeht.
  3. Die perfekte Gastfamilie gibt es nicht: Das soll jetzt keineswegs falsch herüberkommen, aber am Anfang habe ich mir immer die perfekteste Gastfamilie überhaupt ausgemalt und selbst wenn man schon ziemlich viel Glück (so wie ich) hat, dann stimmt es halt trotzdem nicht alles zu 100%. Die Jungs können mich wirklich an meine Grenzen bringen – Archie mit seinen Wutanfällen und seiner Ignoranz und Respektlosigkeit, Jasper mit seiner Sturheit und seiner manchmal verpeilten Art. Auch viel Arbeit habe ich verrichtet. Vor allem im Austausch mit anderen AuPairs ist mir aufgefallen, wie viel ich eigentlich arbeite und wie wenig Geld ich verhältnismäßig dafür bekomme. Nichtsdestotrotz fühle ich mich pudelwohl und bin einfach super glücklich, dass ich so eine liebe und herzenswarme Familie abbekommen habe. Und ein paar Kompromisse kann man ja durchaus eingehen 😉
  4. Sich durchzusetzen und auch mal NEIN zu sagen:  Sei es bei den Gastkindern, dem neuen Hund (auch wenn sie mich mit ihrem treuen Hundeblick anschaut und viel zu süß zum nein sagen ist), zu der Arbeit. Wobei letzteres bin ich immer noch zu zurückhaltend. Wenn man dann irgendwie als Mädchen für alles gesehen wird und alle möglichen kleinen Pupsaufgaben im Haushalt erledigen muss, einfach alles auf einen abgeschoben wird und man sich nur so fragt : Stand das in meiner Jobbeschreibung?? Aber dennoch habe ich viel mehr Selbstbewusstsein bekommen mich durchzusetzen und auch mal laut zu werden (gegenüber den Jungs, wenn mal wieder nichts funktioniert) und auch mal NEIN zu sagen. Wobei da definitiv noch Luft nach oben ist 😉
  5. Meine Freizeit wertzuschätzen: Vor allem als ich anfangs bis zu 55 Stunden die Woche gearbeitet habe und zusätzlich jedes Wochenende reisen war, wusste ich teilweise nicht mehr wo vorne und hinten ist. Seitdem aber auch Jasper drei Tage in den Kindergarten geht, bin ich so dankbar einfach im Laufe des Tages Zeit für mich zu haben, Kaffee trinken zu gehen, sich mit Freunden zu treffen, Mittagsschlaf zu halten oder Netflix zu gucken. Believe it or not, aber ich war in der letzten Zeit sogar ein paar mal joggen 😀 Und diese Freizeit schätze ich so wert, weil mir auch bewusst ist, dass es diese Möglichkeit wahrscheinlich ab jetzt nicht mehr in meinem Leben geben wird im Laufe des Tages einfach mal so bis zu vier Stunden frei zu haben 😉

Quelle: Titelbild

Let’s talk about: So klappt es mit dem Sparen

Die letzten Wochen mussten Hanjo und ich auf Sparkurs fahren, damit wir genügend Geld für unsere Südinsel-Tour zusammenbekommen. Und auch auf der Südinsel werden wir eher sparsamer leben müssen, damit wir lieber ein bisschen Geld noch in coole Aktivitäten stecken können 😉 Hier also mal ein paar Spartipps, wie man in Neuseeland als Backpacker/Au-Pair sparen kann:

  1. Wenn man erst einmal eine Weile an einem Ort bleibt, oder so wie wir in unserer Gastfamilie leben und keine Ausgaben für Benzin, Campingplätze, Essen hat, dann macht sich das schon deutlich bemerkbar. Während des Sommers sind wir jedes Wochenende unterwegs gewesen und haben praktisch das ganze Geld, welches wir in der Woche verdient haben, am Wochenende auf Reisen wieder unterwegs ausgegeben. Vor allem das Benzin hat ordentlich „reingehauen“, ganz besonders, weil wir ja nicht nur irgendwo hingefahren sind und dann weiter an den nächsten Ort, sondern Sonntag Abend immer wieder bis nach Auckland zurück. Wenn man also schon ein paar Wochen auf Wochenendtrips verzichtet, dann spart man so viel Geld ein.
  2. Bevor man losfährt eine grobe Route planen. Natürlich lieben wir es beide spontan unterwegs zu sein und nach Lust und Laune Stops einzulegen. Für die Südinsel haben wir uns aber einen Plan angelegt, welche Strecken wir zurücklegen, um keine unnötigen Wege extra zu fahren. So kann man auch im Voraus prima die Kilometer und die Benzinkosten überschlagen, damit man ungefähr eine grobe Zahl im Kopf hat.
  3. Das Gleiche gilt natürlich für die Lebensmittel auch. Wenn man vor seinem Einkauf plant, was man die Woche essen will und seine Mahlzeiten vorrausplant, kann man genau das einkaufen was man braucht. Am besten saisonal, da die Preise in Neuseeland seehr stark schwanken für Lebensmittel und in größeren Mengen z.B. bei Pak’n’Save.
  4. Wasser bekommt man hier übrigens überall umsonst. Natürlich schmeckt es hier stark chlorig und ist für uns Deutsche etwas gewöhnungsbedürftig, da wir nur das geschmacklose Wasser gewöhnt sind. Aber ich finde das mittlerweile gar nicht mehr schlimm und trinke ausschließlich Leistungswasser. Solange es nicht anders ausgeschrieben ist, kann man das hier auch überall trinken und in öffentlichen Einrichtungen, Parks, Städten und Restaurants gibt es auch Wasserspender. Da spart man nicht nur das Geld für Wasser in Flaschen, sondern auch gleich das Plastik 😉
  5. Die App „Gaspy“ und „fuelwatch“ zeigen dir die günstigsten Tankstellen in deiner Nähe an, denn auch die Preise sind hier etwas unberechenbar und sprunghaft. Auch wenn es nur 5ct pro Liter sind, in der Menge und wenn man oft tankt macht das dann schon einen Unterschied.
  6. Auf Facebook nach Mitreisenden suchen: dann kann man nicht nur tolle Geschichten austauschen, ein paar Karmapunkte sammeln indem man Leuten eine Mitfahrgelegenheit anbietet, sondern auch die Spritkosten  teilt 😉
  7. Auf grabone oder bookme nach Deals für Aktivitäten suchen. Dadurch spart man sooo viel Geld, wenn man zum Beispiel Touren bucht, einen Adrenalinkick sucht oder einfach nur seine Eintrittspreise etwas reduzieren will.
  8. Auf Campermate und Rankers Campers NZ nach günstigen oder sogar kostenlosen Campingplätzen suchen (auch für NSC). Alternativen zu Campingplätzen sind unter anderem Housesitting, AirBNB oder auch Couchsurfing (neben dem Standard Hostel/Hotel natürlich).

 

So damit sind wir bis jetzt ganz gut durchgekommen und werden es (hoffentlich 😉 ) auch finanziell damit durch unseren Reisemonat schaffen, solange nichts schiefläuft und wir am Ende hohe Autoreparaturkosten oder so etwas haben :D.

Let’s talk about: Abschied nehmen von der Gastfamilie

In einer Woche ist es soweit. Ein bisschen Angst habe ich schon vor dem Tag. Alleine wenn ich daran denke, kommen mir manchmal ein paar Tränen. Worum es geht? Abschied nehmen.

Ich glaube man versteht erst wirklich, wie man sich in dieser Situation fühlt, wenn man es selber einmal durchmachen muss. Tatsache ist allerdings, dass ich in Deutschland wusste, ich werde meine Familie und meine Freunde ganz bald wiedersehen. Hier stehe ich nun und frage mich: werde ich jemals jemanden irgendwann irgendwo wiedersehen? Oder lasse ich mein Leben, das ich hier gelebt habe, einfach komplett zurück? Auch wenn es „nur“ 8 Monate in meiner Gastfamilie war, kann ich diese Leute meine zweite kleine Familie nennen.

Mir war nicht klar, dass man ein fremdes Kind so aufrichtig und sehr lieben kann, wie ich es mit Jasper tue. Wir hatten so eine intensive Zeit zusammen (jeden Tag von morgens bis abends) und er hat einfach eine riesige Entwicklung durchgemacht. Er hat gelernt auf die Toilette zu gehen, sich alleine anzuziehen und wie er sich alleine beim schaukeln Anschwung gibt. Das mag nach Banalitäten klingen, wir haben aber jede Kleinigkeit zusammen erlernt und ich war jedes Mal so unfassbar stolz und habe mich mit ihm gefreut. Er ist in den Kindergarten gekommen und berichtet mir jeden Tag mit strahlendem Augen, was er gemacht hat. Wir haben ganz viele imaginäre Spiele zusammen gespielt: mal waren wir auf Safari (ich bin mir sicher, die Nachbarn halten uns für verrückt) mal auf einem Boottrip, und manchmal hatte er ein eigenes Restaurant und ich wurde „bekocht“. Ich habe ihn jeden Tag schlafend aus dem Auto getragen, seine Lieblings-Smoothies gemacht. Mit ihm seine heiß geliebten Schokoladenbrownies gebacken. Ich werde es so vermissen, wenn er mit seinem Spielzeug spielt und einfach allen Gegenstände eine Stimme gibt. Wenn er ganz laut Hilfe geschrieen hat und ich panisch zu ihm gerannt bin, nur um festzustellen, dass er gerade mit seinem Feuerwehrauto ein Legofigur rettet. Er hat so viel Fantasie und ich liebe es ihm bei Spielen zu beobachten und ihm vorzulesen. Ich werde es vermissen, wenn er müde wurde und anfangen hat sich anzukuscheln und mit meinen Haaren zu spielen. Oder mir meinen Rücken massiert hat, nur um dann zu verlangen, dass ich seinen Rücken auch massiere. Dieses verschmitzte Grinsen, das tiefe Lachen, und die dunkelbraunen, ja fast schwarzen Augen mit seinen langen Wimpern, die mich immer so tiefgründig angeschaut haben. Gott, wie habe ich den kleinen Kerl in meinen Herz geschlossen. Ständig hat er ganz leise ins Ohr geflüstert: Katie, I love you to the moon and back. Und ja Jasper, dich liebe ich auch, mindestens zwei Mal zum Mond und zurück!

Auch Archie habe ich so unfassbar in mein Herz geschlossen, auch wenn unsere Beziehung einer Achterbahn glich. Trotz all seiner Stimmungsschwankungen und Wutanfälle hat er mir so viel Liebe geschenkt, mir tausende Umarmungen gegeben. Ständig musste ich Kussattacke über mich ergehen lassen 😀 Trotz seiner 5 Jahre ist er schon so erwachsen, hatte auf alles eine Antwort parat, hat immer meine Aussprache verbessert (er ist so britisch 😀 ) und wusste immer wo alles im Haus war. Wir hatten nicht ganz so viel Zeit zusammen, wie ich es mit Jasper hatte, da er nur morgens und nachmittags zuhause war während ich gearbeitet habe. Er ging den Tag über immer in den Kindergarten und seit ein paar auch Wochen auch in die Schule. Er hat mich immer wieder mit seinem Wissen über so viele Themen beeindruckt und war so unfassbar stolz, wenn er mir etwas erzählen konnte, wovon ich noch nichts wusste. Und so oft hat er mich zum lachen gebracht und mir im Haushalt geholfen. Ein Kind, was es liebt, Wäsche aufzuhängen oder zu saugen, will doch jeder haben oder nicht? Wenn es eine Sache gab, mit dem ich ihn bestechen konnte, dann war es Schokolade und es gab auch keinen glücklicheren Archie, als wenn es irgendetwas schokoladiges gab – Die Leidenschaft haben wir geteilt 😀 Ich kann mich noch ziemlich genau an meinen zweiten Tag erinnern. Wir saßen auf dem Boden in seinem Zimmer und haben gepuzzelt und auf einmal ist er mir um den Hals gefallen und hat gesagt: I am so happy you’re here. I love you, Katie. Und ab dem Moment war das Eis gebrochen und ich wusste, hier in dieser Familie bin ich richtig. Dieser kleine Moment hat so viel ausgemacht und für mein Auslandsjahr so viel bedeutet.

Aber nicht nur die Jungs werde ich vermissen, sondern auch Abi und Lauch, die mich so herzlich empfangen und in ihrer Familie aufgenommen haben. Ständig saßen wir abends auf der Terrasse und haben Wein getrunken, über Gott und die Welt geredet und gelacht. Sie haben mich gleichzeitig in ihr Familienleben eingebunden, mir aber auch jeden Freiraum gegeben, was ich sehr wertschätze. Auch wenn mein Job anstrengend war, hat es mir viel Spaß gebracht und ich werde alles vermissen.

Ich weiß gar nicht richtig, wie ich meine Situation in Worte fassen soll. Es fühlt sich an, als würde ich einen kleinen Teil von mir hier am anderen Ende der Welt lassen, ohne zu wissen, diesen Teil jemals wiederzubekommen. Ich habe hier ein komplett anderes Leben gelebt und nur Hanjo werde ich aus diesem Leben wieder mit zurück nach Deutschland nehmen. Auf der einen Seite freue ich mich auf zuhause, auf der anderen Seite bricht es mir das Herz. Neuseeland liegt schließlich nicht um die Ecke und diese Ungewissheit macht mich unfassbar traurig. Das Gefühl ist so leer und doch so überwältigend. Das hört sich bestimmt mega komisch an, aber so ist es irgendwie.

Nicht nur meine Gastfamilie, sondern auch meine Freunde lass ich hier. Natürlich habe ich auch ein paar Deutsche kennengelernt, eine Freundin wohnt zu Beispiel nur eine halbe Stunde von Zuhause entfernt, aber mein richtig enger Freundeskreis, das sind Leute, die auch sehr weit weg entfernt leben: San Diego, Pennsylvania, Chicago, eigentlich Helsinki, aber bald Brisbane in Australien. Natürlich hoffe ich auf ein Wiedersehen, aber auch das ist ungewiss und steht in den Sternen.

Dieses Auslandsjahr hat mir so viel gegeben, ich habe so viel über mich und mein Leben gelernt, Einstellungen geändert, bin offener geworden, abenteuerlustiger und habe ein bisschen mein Drang zum Überorganisieren und alles Perfekt machen unterdrücken können. Ich will nachhause. Ich will hierbleiben. Ich will meine Familie sehen. Ich möchte meine Familie nicht verlassen. Ich möchte nach Deutschland mein altes Leben wiederhaben. Ich möchte in Neuseeland bleiben und mein neues Ich sein. Der struggle ist real. Ich weiß, dass das alles einmalig war und es nie wieder so sein wird, wie es war. Selbst, wenn ich wiederkommen sollte, wird sich so viel verändert haben und meine Freunde alle wieder in ihrem richtigen Zuhause sein.

Abschied nehmen ist einfach blöd. Und vielleicht noch blöder, als es damals in Deutschland war.

 

monthly review: may

Und der Mai ist um, nun beginnt aber wirklich der Endspurt..

Gereist:

Eigentlich reisen Hanjo und ich ja nicht mehr, aber Cata kam nach Neuseeland und da mussten wir uns natürlich mir ihr treffen. Also sind wir Anfang Mai ein Wochenende nach Rotorua gefahren und haben dort gemeinsam einen Tag verbracht. Unser Highlight war auf jeden Fall der Treewalk im Redforest bei Nacht. Dort sind in den riesigen Mammutbäumen Hängebrücken und Plattformen aufgegangen und bei Nacht werden die riesigen Holzlaternen angemacht und die Bäume in verschiedenen Farben angestrahlt. Das sah so wunderschön aus !!

Geschafft:

Unseren letzten Arbeitsmonat. Jetzt ist es nur noch eine Woche und am Samstag geht es für uns los auf unsere große Südinsel-Tour. Darauf freue ich mich schon so unglaublich und kann es kaum abwarten.

Außerdem haben wir endlich unsere Heimflüge gebucht und ich habe mich auch um meine Abschiedsgeschenke für meine Gastkinder gekümmert.

Gedacht: 

Wir werden nicht nur auf Reisen gehen, sondern uns auch von unseren Gastfamilien verabschieden müssen. Das setzt mir mehr zu, als ich gedacht habe. Darauf genauer werde ich aber erst in zwei Tagen eingehen.

Und ich kann gar nicht glauben, wie schnell meine 8 Monate AuPair umgegangen sind. Die Zeit ist wie im Flug vergangen und es fühlt sich an, als wäre ich erst vor ein paar Wochen hier angekommen.

Und eine weitere Frage hat mich beschäftigt: Was wird aus dem Blog? Meine AuPair-Zeit ist bald zu Ende. Zum einen bringt es mir unfassbar viel Spaß und es ist mein Ausgleich zum Alltag, auf der anderen Seite ist es viel mehr Arbeit, als ich mir jemals hätte vorstellen können und ich frage mich: wofür? Ich bin überrascht, dass überhaupt so viele Leute das interessiert und so viele fremde Menschen meine Beträge lesen – worüber ich mich natürlich auch freue. In Zusammenhang mit diesem Blog habe ich ja auch mit der DAK Gesundheit zusammengearbeit und es sind noch weitere Anfragen herein gekommen, von denen ich aber mehr oder weniger das Meiste abgelehnt habe. Ein Bleichmittel für weißere Zähne hat hier nun irgendwie nichts zu suchen 😀 Und dennoch frage ich mich, wohin das Ganze führen könnte, ob ich weitermachen will und wenn ja in welchen Umfang oder ob ich mit meiner Abreise aus Neuseeland auch den Blog „lahmlege“. Mal sehen, wofür ich mich am Ende entscheide, bis jetzt bin ich noch ziemlich ratlos .. 🙂

Geschrieben:

Diesen Monat war ich wieder etwas fleißiger und ich habe darüber berichtet, dass Archie in die Schule kommt und wie das Schulsystem hier aussieht (hier) und außerdem eine riesige Nordinsel-Reise-Zusammenfassung geschrieben inklusive Bildern (hier).  In Zusammenhang mit dem #traveltuesday  sind folgende Themen auf dem Blog zu finden: Faszination Rugby, Wie wählt man das richtige Reiseland aus und zu dem Kiwi Slang. Außerdem habe ich noch ein paar Tipps zum Finden der Gastfamilie (hier), den besten Anlaufstellen in Auckland zu Shoppen (hier) und Indoor-Aktivitäten mit Kindern (hier) zusammengeschrieben. Des Weiteren sind auch noch ein paar persönliche Gedanken zum Wildcampen (hier) online gegangen und warum es so wichtig ist, sich als Backpacker oder AuPair Zeit für sich alleine zu suchen (hier), auch wenn man möglichst viele Leute kennenlernen will und ständig unterwegs ist.

Gewachsen:

Meine Gastfamilie ist um ein weiteres Mitglied größer geworden. Sie  ist schwarz, ganz schön haarig und zuckersüß. Ein Labrador Welpe namens Luna Negra (spanisch für schwarzer Mond) – ich teile quasi meinen Zweitnamen mit ihr #namensschwestern 😉 Ich bin auf der einen Seite etwas traurig, dass sie sich einen Welpen zwei Wochen vor meiner Abreise angeschafft haben, auf der anderen Seite ist es wie ein drittes Kind und ich habe ja so schon genügend zu tun 😉 Und zwei Wochen ist ja immerhin etwas Zeit mit der kleinen Maus. Aber habe mich aber schon total verliebt ❤

Somit brechen die letzten 4 Wochen an, bis ich wieder zuhause bin. Ich kann es kaum abwarten, alle wiederzusehen ❤