Let’s talk about: driving on the left side

Ehrlich gesagt habe ich die ganze Zeit gedacht, ach das ist gar nicht schlimm.. ist zwar ne Umstellung, aber wird schon alles klappen. Als es dann aber dazu kam, das erste Mal auf der linken Seite zu fahren, war ich ganz schön aufgeregt. Da war die vorherige Einstellung sofort verschwunden und ich habe mich gefühlt, wie in meiner allerersten Fahrstunde.

Die ersten beiden Tage war es wirklich ungewohnt und das größte Problem war der Blinker, der sich eben auch auf der anderen Seite befindet. Ich habe wirklich jedes Mal zuerst den Scheibenwischer angemacht bevor ich geblinkt habe…

Aber ich muss sagen jetzt nach 4 Tagen kommt es mir völlig normal vor. Ich muss teilweise immer noch nachdenken, wenn niemand vor mir fährt und ich abbiegen will, in welche Spur ich einbiegen muss, aber ansonsten fühle ich mich wirklich sicher und habe damit gar kein Problem mit. Wobei ich auch erwähnen muss, dass das ein Automatik-Auto ist und ich glücklicherweise nicht mit meiner linken Hand schalten muss, was ich mir nicht mal annähernd vorstellen kann 😉

Aber alles in allem ist es gar nicht so schlimm und ich hätte längst nicht so viel Panik bei der ersten Fahrt haben müssen 😉

 

Quelle: Titelbild

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Let’s talk about: meeting your host-family for the first time

Es hat sich ein bisschen angefühlt wie ein erstes Date, nur verbunden mit der Tatsache, dass ich dafür an das andere Ende der Welt geflogen bin und nicht so schnell wieder aus der Sache heraus komme, falls es doch nichts wird. Aber alle Gedanken umsonst: Ich wurde so unfassbar herzlich empfangen. Abi (meine Gastmutter) hat mich gemeinsam mit Archie (der „älteste“ Sohn) vom Flughafen abgeholt. Ich wurde direkt umarmt und herzlich willkommen geheißen. Archie war zunächst etwas schüchtern und hat sich immerzu in seinem Sitz versteckt. Aber nach ein paar Minuten hat er dann angefangen zu erzählen und bis heute nicht wieder aufgehört 😉

Jasper (der kleinste Sohn) und Lauchlan (mein Gastvater, Spitzname ist tatsächlich Lauch 😀 aber es wird wie „Lock“ ausgesprochen..) haben zuhause auf mich gewartet und für mich extra ein paar einheimische Gerichte gekocht. Jasper war so aufgeregt, dass er in der Garage gewartet hat und mir die direkt in die Arme gesprungen ist. Das hat mich wirklich super glücklich gemacht, denn man macht sich ja schon so seine Gedanken, wie die Kinder auf einen reagieren, ob sie offen oder verschlossen sind, ob sie einen mögen und man auch ihren Respekt hat.

Ich habe mich wirklich von der ersten Sekunde so unfassbar wohl gefühlt und war so glücklich. Ich hatte irgendwie sofort so ein Gefühl vom „Ankommen“ und habe mich richtig gefreut hier 8 Monate zu verbringen.

Obwohl erst der zweite Tag ist, komme ich schon mit allem ganz gut zurecht. Die beiden Jungs testen schon noch ihre Grenzen aus und gucken, was sie alles tun können ohne Ärger zu bekommen, aber ich hoffe mal, das legt sich bald 😉 Obwohl sie schon ihre aufmüpfigen Momente haben, geben die einem auch so viel. Ständig werde ich geknuddelt und gebraucht von den Zwei, dass ich wirklich das Gefühl habe, auch irgendwo eine kleine Bereicherung, aber auf jeden Fall eine große Unterstützung bin. Heute ist dann aber das niedlichste überhaupt passiert und das gleich zweimal: Im Auto, als Jasper und ich Archie vom Kindergarten abgeholt haben und die beiden kurz vorm einschlafen waren und abends, als ich mit Archie gemalt habe, sagte er zu mir „I love you, Katie“, und da ist wirklich mein Herz aufgegangen. Das war einfach so zuckersüß und das nach erst 2 Tagen hier ❤

Quelle: Titelbild

Let’s talk about: Saying goodbye

Wie es mir jetzt geht ? Hm, gemischt.

Diese eine Sache, vor der ich die ganze Zeit Angst hatte (mal abgesehen vom Koffer packen) war: Auf Wiedersehen zu sagen. Zu meiner Familie. Zu meinem Freund. Zu meinen Freunden. Am Flughafen zu stehen und zu wissen, es ist irgendwie endgültig. Dieses gemischte Gefühl aus freudiger Erwartung und Bauchschmerzen vor unendlicher, aber nicht wirklich greifbarer, Trauer.

Obwohl ich kein Heimweh-Typ bin und schon als kleines Kind oft „alleine“ von Zuhause weg war, hatte ich Angst vor diesem Moment. Was wird passieren, nachdem ich Tschüss gesagt habe? Was geht in allen anderen vor ? Wie komme ich mit der Situation klar? Irgendwie versucht man ja schon sich auf alles einzustellen. Aber irgendwie war es dann doch alles anders als gedacht: ich war die ganze Zeit super entspannt, vielleicht habe ich die Situation aber auch einfach nicht realisiert. Mir ging es vermutlich besser als meiner Familie. Der blödeste Moment war das „Tschüss sagen“. Da flossen dann auch bei mir die Tränen. Aber sobald ich durch den Securitycheck gegangen bin, war alles in Ordnung. Die Vorfreude auf das Kommende überwiegte und ein bisschen stolz, dass ich das Flughafen Szenario so gut gemeistert habe war ich auch 😉 Also alles halb so dramatisch wie gedacht.

Dennoch habe ich zwischendurch ein mulmiges Gefühl gehabt: Man freut sich so sehr los zu fliegen und dieses Abenteuer zu starten und dennoch bahnt sich so ein Gefühl von „Ich kann das nicht“, „Ich bleibe doch hier“, „Ich will nicht weg“ an. Aber man muss das durchziehen. Man will es sich ja auch selber beweisen.

In Sydney angekommen war dann auch gleich das erste bisschen Heimweh da. Völlig kaputt, hungrig und das Bedürnis nach einer Dusche, dazu die Situation noch ganze drei Stunden absitzen zu müssen bevor ich ins Hostel einchecken konnte, hat das Ganze vermutlich nur verstärkt.

Aber so im Ganzen geht es mir gut. Der Blick auf die Oper und die Harbour Bridge hat alles entschädigt 🙂 Ich kann es kaum erwarten Sydney zu erkunden und mich zu beschäftigen um nicht zu sehr an Zuhause denken zu müssen!

 

Quelle: Titelbild

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

…gefühlt gar nichts und doch so viel.

Ich tendiere ja eher dazu doppelt so viel in meinen Koffer zu quetschen, wie es eigentlich nötig wäre. Alles in fünffacher Ausführung und vieles, was man eigentlich gar nicht braucht; zwei lange Hosen, Strickjacken und ein Tuch für den Urlaub in Südspanien beispielsweise… falls die Temperaturen mal unter 30° C fallen..ist ja klar. Zu jedem Outfit dann noch das passende Paar Schuhe und ne Tasche und der Koffer wiegt mindestens 20 Kilo zu viel. Um es auf den Punkt zu bringen: meinen Koffer zu packen überfordert mich maßlos – sei es nur für einen Wochenendtrip. Jetzt kann man sich in meine hilflose und verzweifelte Lage hineinversetzen, in der ich es fertigbringen muss, einen einzigen Koffer für ein ganzes Jahr zu packen, der ein Gewicht von 30 Kilo nicht überschreiten darf #sendhelp !

Da mich dieses Thema schon wochenlang im Voraus beschäftigt hat, habe ich mal ganz viel recherchiert, wie man am Besten seine Sachen packen soll. Here we go …

  1. „Die Menge des Reisegepäcks hängt davon ab, wie oft man einen Waschtag einlegt.“ Macht ja schon irgendwie Sinn, wenn man an Unterwäsche und Socken denkt. Auch als Backpacker sinnvoll, das Prinzip auf die restliche Kleidung anzuwenden. Da ich nicht wirklich im Dschungel lebe, sondern in Auckland und ein festes Dach über dem Kopf habe und ein „normales“ Leben in NZ führe, werde ich vermutlich nicht jede Woche jeden Tag das Gleiche tragen.
  2. „Die Auswahl der Kleidungsstücke sollte danach erfolgen, ob sie leicht sind.“ Gemeint sind damit Stoffe wie Baumwolle und Fleece und keine Jeanshose. Baumwolle – ok einverstanden. Fleece ? Kein Kommentar 😀 Mag ja leicht sein und warm halten, aber ich glaube, das einzige Fleece-Teil, dass ich jemals besaß war eine Jacke zum Reiten. Gut, als Backpacker sehr sinnvoll. Für mich leider gar nichts…
  3. Tipp eines australischen Farmers: WEITE Oberteile, da die Luft besser zirkulieren kann und das ganz einfach den Tragekomfort erhöht.
  4. Trecking Schuhe und Trecking Sandalen…um ehrlich zu sein freue ich mich grade sehr, nicht primär als Backpacker unterwegs zu sein, sondern als Au-pair in Auckland zu leben ..

 

Mag ja alles praktisch sein, für mich aber eine absolute Katastrophe, da ich nicht geplant hatte meinen Kleidungsstil komplett über Bord zu werden und als Jack-Wolfskin Schaufensterpuppe herumzulaufen. Also muss ein neuer Plan her:

Welche Sachen sind meine Lieblingssachen? Welche Teile trage ich innerhalb zwei Wochen mindestens 2 bis 3 Mal ohne mich daran satt gesehen zu haben? Welche Teile lassen sich farblich kombinieren? Ist von „praktisch“ bis „schick“ mindestens ein Outfit vorhanden ?

Entschieden habe ich mich vor allem für ein paar Basics, die in keinem Kleiderschrank (bzw. Koffer) fehlen dürfen, wie zum Beispiel eine schwarze Hose, eine weiße Bluse, ein weißes Kleid, eine Trenchjacke. Dinge, die ich täglich gerne trage. Wichtig sind mir vor allem die Accessoires: einen tollen Gürtel, glitzernde Socken, ein buntes Halstuch, eine Hingucker-Handtasche. Mit diesen Details wertet man automatisch einen Basic-Look, wie Jeans und T-Shirt auf und macht ihn individuell und immer wieder veränderbar.

Obwohl ich T-Shirts fast nur zum Schlafen trage, habe ich mir in letzter Zeit doch das eine oder andere T-Shirt angeschafft, da diese zur Kinderbetreuung einfach praktischer sind, als eine Bluse (nicht, dass ich das schonmal gemacht hätte…öhhm).

Farbtechnisch sind fast ausschließlich schwarz, weiß, blau und grau enthalten mit einigen wenigen Einzelteilen in Bordeaux oder Senffarben. Ich erhoffe mir dadurch möglichst viele Kombinationsmöglichkeiten 😉

Auch bei den Schuhen habe ich nur meine absoluten Lieblinge ausgesucht: ein paar Boots, weiße Sneaker, schwarze Ballerinas und ein paar goldene Sandalen.

Ein paar tatsächlich wertvolle Tipps sind zum Beispiel ein leichtes Duschhandtuch, Shampoo und Conditioner als Kombi, eine wetterfeste Jacke, die super leicht ist und sich zusammen falten lässt und die Erkenntnis, dass man nicht auf den Mars fliegt und sich notfalls alles kaufen kann.

Ich muss sagen, am Ende war es halb so schlimm, wie gedacht. Was ich letztendlich alles vergessen oder nicht getragen habe, erzähl ich dann, wenn ich wieder hier bin ;P Momentan bin ich grade nur stolz auf mich, wie gut ich das hinbekommen habe 😉

 

 

Bild: pinterest

„kiwi“in spe

In ein paar Tagen ist es soweit: ich fliege an das andere Ende der Welt – Neuseeland. Da ich schon 3-4 Mal gefragt wurde, ob ich so ein Reisetagebuch schreibe, oder man auf Instagram oder so sehen kann, wo ich mich grade rumtreibe, dachte ich mir „Hey, wieso eigentlich nicht?!“ Wie ihr ja wisst, gehöre ich nicht zu den Personen, die den ganzen Tag auf WhatsApp (etc.) mit ihren Freunden kommuniziert und einfach so „Dauer-smalltalk“ hält. Eigentlich melde ich mich nur, wenn ich wirklich etwas wichtiges zu erzählen habe oder irgendetwas klären muss. Daher ist das ja eine gute Möglichkeit meine Freunde und meine Familie auf dem Laufenden zu halten und ihnen Bilder zu zeigen, ohne dass am Ende jemand sauer auf mich ist, da ich mich zu selten gemeldet habe 😉

Hier ist es nun: mein Reisetagebuch in Form eines Blogs. Ich habe noch keine Ahnung, wie viel Motivation und Zeit ich haben werde, das Ganze hier fortzuführen, spätestens wenn ich eine Whatsappgruppe aufmache, habe ich keine Lust mehr darauf 😀  Mal sehen… zurzeit ist dies aber der ultimative Plan allen, die daran Interesse haben, einen Einblick in mein Auslandsjahr zu geben. Ist ja letztendlich auch eine schöne Erinnerung für mich selber.

Super kreativ und professionell das Ganze …vor allem der Name .. Aber diese ganzen Blogs mit „…goes ..“ und „…travels the world“ und so gibt es halt alle schon. Und da es hier ja um meine persönlichen Erfahrungen geht, dachte ich mir „Hey, wieso heißt die Seite nicht so wie du ?“..ja da hab ich mich schon an meine kreativen Grenzen getrieben.. aber was soll’s 😉

Zu meinem Reiseplan: Am 9. Oktober fliege ich von Hamburg über Dubai nach Sydney und verbringe da noch ganze 4 Tage, bevor ich schließlich zu meiner Gastfamilie nach Auckland „rüberfliege“. Auf die freue ich mich schon ganz besonders <3. Dort bin ich dann bis Ende Mai und möchte anschließend gerne noch ein paar Wochen reisen.

Also here we go.. Neuseeland ich komme ❤