#traveltuesday: Wie wählt man das richtige Reiseland aus

Wenn man den Entschluss gefasst hat für eine längere Zeit ins Ausland zu wollen, steht man oftmals vor der großen Entscheidung wohin. Obwohl ich viele Jahre in der Schule auch die Fremdsprachen Französisch und Spanisch gelernt habe, ist meine Wahl am Ende auf ein englischsprachiges Land gefallen, da die Sprachhürde hier am geringsten für mich war und Englisch – als Weltsprache – zunehmend wichtiger wird. Letztendlich waren Australien und Neuseeland bei mir in der engeren Auswahl und ich weiß, dass sehr viele Leute vor dieser Entscheidung stehen und einige „aus der Not heraus“ einfach beide Länder bereisen 😉 Generell kann ich es jedem nur empfehlen für ein Auslandsjahr bis an das andere Ende der Welt zu fliegen, denn tatsächlich sind die Flugkosten und -dauer und die Länder so groß, dass die allerwenigsten nur für einen Urlaub hierherkommen. Außerdem gibt es für beide Länder ein spezielles „Working Holiday Visa“, mit dem man sehr flexibel Jobs ausführen, aber auch jederzeit einfach nur reisen kann. Das ist in diesem Umfang in den USA beispielsweise nicht möglich. Gerade wenn man sich für die Arbeit als AuPair entscheidet und oftmals nur Wochenenden zum Reisen hat ist Neuseeland die bessere Wahl, da die Distanzen nicht so riesig sind.

Fragen, die man sich also stellen sollte, sind:

  • Worauf lege ich meinen Schwerpunkt? Ist es das Sprache erlernen? Das Reisen?
  • Spreche ich die Sprache des Ziellandes gut genug?
  • Wie weit weg will ich von zuhause sein? Gibt es Länder, die ich vielleicht nicht mal so bereisen würde aufgrund der Entfernung/Flugkosten/Zeit/..?
  • Bin ich als AuPair, Work & Traveller, … unterwegs ? (hier, hier)
  • Bin ich eher der Stadt- oder Naturmensch? Wobei ich eigentlich eher so ein Stadtmensch bin, ist meine Entscheidung auf Neuseeland gefallen 😉
  • Welche Rahmenbedingungen sind gegeben: finanzielle Mittel, Visabestimmungen, …

 

Letztendlich muss man einfach entscheiden. was einem besser gefällt, wie weit man von zuhause entfernt sein möchte und worauf man seinen Schwerpunkt setzt. Ich habe meine Entscheidung für Neuseeland noch nicht eine einzige Sekunde bereut und kann es jedem nur ans Herzen legen einmal im Leben hierher zu kommen!! 

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#traveltuesday: Wie plane ich einen Roadtrip?

Ein Auto, eine kilometerlange verlassene Straße durch den Regenwald, ein Paradiesstrand zur Rechten, schneebedeckte Berge zur Linken, gute Musik zu der man laut mitsingen kann, nette Gesellschaft und ein starkes Freiheitsgefühl – es gibt kaum eine schönere Möglichkeit Neuseeland zu erkunden als mit einem Roadtrip durch das ganze Land! Seitdem ich in Neuseeland angekommen bin, reise ich fast jedes Wochenende mit dem Auto und erkunde die schönsten Ecken mit Freunden oder meinem Freund. Doch ich muss zugeben, bei meinem ersten Roadtrip wusste ich noch nicht so ganz was mich erwarten wird und musste mein Drang zur Überorganisation ignorieren, als meine Reisebegleitung mir erzählt hat, das sie noch nicht weiß, was genau wir machen werden. Wie bitte? Wie fahren nach Napier und wir haben keinen Plan, was wir dort machen und was es dort gibt? Da musste ich erst einmal schlucken, denn am liebsten plane ich alles bis ins kleinste Detail im Voraus. Aber die schönsten Roadrips sind tatsächlich die, die man spontan erlebt. Wer jetzt auf eine Schritt-für-Schritt-Anleitung gehofft hat, den muss ich nun leider enttäuschen, aber ein paar Anhaltspunkte und Tips kann ich dennoch verraten 😉

  1. Als  Allererstes sollte man ein Auto haben, denn ohne Auto geht ein Roadtrip ziemlich schlecht – logischerweise! Eine Reisebegleitung mit einem Auto tut’s auch.. ist eh viel besser ! 😉 Ich habe mir ganz am Anfang vorgenommen mit Freunde mit einem Boot zu suchen, damit ich coole Touren mit dem Boot machen kann, hat leider bis jetzt noch nicht geklappt :d Aber mit einem Auto solltest ihr da mehr Glück haben 🙂 Natürlich kann man auch alleine reisen, aber zu zweit ist es doch viel schöner – außerdem kann man sich auch die Benzinkosten teilen!
  2. Danach sollte ein grobes Reiseziel ausgewählt werden. In Neuseeland suchen wir immer nach einer größeren Stadt oder einer bestimmten Region, die wir anfahren wollen, wie zum Beispiel Taupo oder auch die Bay of Island.
  3. Hilfreich ist zum Beispiel die App „Campermate“, welche speziell auf Neuseeland und Australien ausgerichtet ist. So kann man unterwegs immer sehen, welche Wasserfälle, besonderen Strände, Aussichtspunkte, Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten, Unterkünfte, Tankstellen oder auch Restaurants gerade in der Nähe sind und spontan dort halten.
  4. Wenn man speziell nach Campingplätzen in Neuseeland sucht kann ich die App „Rankers Camping NZ“ empfehlen.
  5. Besondere Aktivitäten, wie z.B. Bootstouren, Führungen oder auch Adrenalinkicks sollte man aber besser im Voraus buchen.
  6. Generell kann es natürlich nie schaden, sich vorher etwas über die Reiseregion zu informieren und zu planen. Aber den größten Spass und das stärkste Freiheitsgefühl hat man tatsächlich, wenn man einfach losfährt und es darauf ankommen lässt, wo man am Ende landet!

Einen ersten Beitrag zu meinem Nordinsel-Roadtrip mit Papa und Tom und weiteren Tipps zur Planung gibt es hier. Alles Weitere gibt es hier bald zu lesen! Also stay tuned 😉 Meine ganzen weiteren Reisen findet ihr unter der Rubrik „Wanderlust“.

#traveltuesday: Die neuseeländische Sonne

Am anderen Ende der Welt ist gerade Sommer und ich bereue es keine Sekunde mich nicht im deutschen Unwetter zu befinden und stattdessen das Strandleben zu genießen 😉 Was mich allerdings doch etwas nervt: Neuseeland liegt sehr nah am Ozonloch und somit ist die neuseeländische Sonne die gefährlichste der Welt – und das ausgerechnet bei diesen Paradiesstränden… Das bedeutet: eincremen, eincremen, eincremen (LSF 50) und möglichst die direkte Sonneneinstrahlung zwischen 10 und 16 Uhr so gut es geht meiden. Eine Kopfbedeckung ist Pflicht – egal wie blöd es manchmal aussieht 😉 . Außerdem ist es ratsam, empfindliche Stellen, wie zum Beispiel Schultern, Nacken und Dekolleté zu bedecken, denn auch wenn man im ersten Moment schwitzt, ist es tatsächlich angenehmer die Sonne auf einen dünnen Stoff scheinen zu lassen als auf die nackte Haut. Tatsächlich auch, wenn die Sonne nicht scheint. In Neuseeland gibt es eine sehr hohe Hautkrebsrate und man sollte die UV-Strahlen wirklich nicht unterschätzen, sonst riskiert man den einen oder anderen schmerzenden Sonnenbrand oder gar schlimmeres. Da immer eine leichte Brise weht und dadurch die Hitze in der Regel nicht furchtbar unerträglich ist, neigt man leicht dazu, den Sonnenschutz zu vernachlässigen, aber wusstest ihr, dass im Hochsommer zur Mittagszeit tatsächlich nur 10 Minuten ausreichen, um sich zu verbrennen?

Wenn ihr also eines dieser Schilder, Banner oder Informationstafeln seht auf den der Spruch „Slip, Slop, Slap and Wrap“ stößt (der seinen Ursprung übrigens in einer Werbekampagne aus den Jahr 1980 hat) dann sofort: eincremen, Hut und Sonnebrille auf und T-Shirt an!