Südinsel Tag 17 -19: Christchurch

Wir haben ja die letzten Tage unsere Südinsel Reise in Christchurch verbracht. Die Stadt wurde ja vor ein paar Jahren von einem der schwersten Erdbeben, die Neuseeland je aufgezeichnet hatte, stark zerstört und befindet sich seitdem im Aufbau. Obwohl hier viele Baustellen sind, merkt man schon, dass die Neubauten alle sehr gut durchdacht sind und nach neusten Standards gebaut werden. Der Platz wird optimal genutzt und auch die Innenstadt ist sehr komprimiert und fußläufig gut erreichbar und auch hier alles optimal gebaut und vor allem sehr modern. Überhaupt bin ich überrascht, wie viel in so kurzer Zeit alles wieder errichtet wurde. Da können sich die Bauarbeiter vom Berliner Flughafen mal ein Scheibchen abschneiden .. oder eher eine gaaanz große Scheibe 😉

Da unser Fokus erstmal ganz klar auf dem Autoverkauf lag, haben wir hier auch viel Zeit mit dem Auto Saubermachen, Termine vereinbaren, Sichtungen und Probe Fahrten verbracht. Aber selbstverständlich haben wir uns auch etwas die Stadt angeguckt. Hier mal ein paar Sachen, die wir gemacht haben und ein paar Empfehlungen, was sich unbedingt lohnt:

  1. Frühstück im Robert Harris: ich weiß, das ist jetzt nicht so spektakulär, weil RH gibt es überall in Neuseeland. Aber die Filiale in Christchurch ist wirklich sehr schön und die haben hier ein super leckeres Avocado Toast zum Frühstück mit Bacon, Ei, Feta und Blattspinat.. zum reinlegen !! Auch die wedges mit Käse und Bacon überbacken waren unnormal gut, wenn man es nur nachmittags schafft – wobei das Frühstück auch ganztägig serviert wird 😉
  2. Im Workshop vorbeischauen: das ist ein ganz toller Designerladen in der Colombo Street, mit tollen Service und neuseeländischen Premiummarken und auch andere Marken wie Helmut Lang, Acne, Chloé, Marc Jacobs uvm. was für ein Zufall, dass grade Sale war und wir kurz vorher unser Auto verkauft haben und etwas Geld über hatten 😉
  3. Im Amazonita ein Cocktail trinken und eine Cheeseplatter teilen: das Amazonita liegt am Fluss und ist ein sehr schönes Restaurant, etwas hochpreisig, aber wenn man nur für einen Drink oder ein Dessert dort hingeht auf jeden Fall machbar 🙂 das Restaurant ist im Dschungel Stil (Stichwort Amazonas und Brasilien) eingerichtet mit Blättertapeten, Samtsofas, edles Holz, toller Beleuchtung und ganz vielen Blumen. Das Steak vom Nachbartisch sah übrigens auch unwiderstehlich aus 😀
  4. In der Kunstgalerie vorbeischauen, der Eintritt ist nämlich kostenlos 😉 perfekt, wenn es mal regnet. Hier werden auch kostenlose Führungen angeboten, die ca. 45-60 Min dauern. Hierzu habe ich Hanjo erst einmal gezwungen, aber ich glaube im Endeffekt fand er es nicht ganz sooooo schlimm 😉
  5. Durch Christchurch schlendern und ein bisschen die Stimmung aufnehmen. Es würde so viel zerstört, überall sind Baustellen, aber es wird jetzt etwas Neues und noch viel schöneres wieder aufgebaut. Das spürt man an jeder Ecke.
  6. Im Ruby stöbern. Ebenfalls ein kleiner Laden in einer der Passagen (wo auch H&M ist). Hier gibt es total viele coole Sachen, die man so noch nicht so gesehen hat und vor allem die Kleider sind alle ein Traum ! Keine Sorge Papa, hier habe ich mir nicht auch noch was gekauft 😀
  7. Mit der historischen Tram durch die Stadt fahren.

Wir haben übrigens im Urbanz sehr zentral übernachtet. Wir hatten über booking.com ein Doppelzimmer ( allerdings ohne Fenster) aber zum halben Preis bekommen und „genießen“ den Hostel Luxus 😀 nein im Ernst, nachdem man im kalten Winter im Auto schläft, schätzt man selbst das dreckigste Hostel wert. Man ist im warmen, kann sich ohne Verrenkungen umziehen, kann sich Duschen, muss kein Plumpsklo benutzen und man hat auch keine sandfly plagen 😀 nein so schlimm war es alles gar nicht, ich habe es geliebt im Auto zu reisen und zu schlafen – selbst im Winter – aber es geht durchaus komfortabler 😉

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Südinsel Tag 16: Kaikoura & Whale Watching

Von unserem tollen Campingplatz und der netten Gesellschaft hatte ich ja bereits schon im letzten Post erzählt. Gegen 10 Uhr haben wir den Platz verlassen und sind ins Zentrum hereingefahren, was wirklich lange gedauert hat. 2016 war ja hier eines der schwersten Erdbeben, die das Land jemals hatte und die Straße dorthin war quasi eine Dauerbaustelle war. Und auch in Kaikoura selbst sieht man definitiv noch die Ausmaßen des Erdbebens, allerdings haben diese Improvisationen der Stadt auch einen ganz tollen Charakter verliehen. Einige Geschäfte waren zum Beispiel in so Containern untergebracht, die aber von der Seite verglast waren und aus vielen Alternativen Mitteln würde sich dort beholfen. Dadurch hatte die Stadt etwas alternatives cooles und versprühte einen ganz besonderen Charme. Ich meine klar, sind Erdbeben eine Katastrophe und Kaikoura war komplett von der Außenwelt abgeschnitten und musste per Flugzeug und Schiff versorgt werden, aber durch solche Katastrophen werden Leute auch kreativ und genau diese Kreativität und das Improvisationstalent sollte dort erhalten bleiben, meiner Meinung nach.

Wir sind dann auf eine kleine Halbinsel mit einer Bucht gefahren in der es wieder Seehunde gab. Dort musste ich mich erst einmal aufregen über das Verhalten mancher Besucher. Ich meine, selbst wenn die Tiere recht zutraulich sind, sind es immer noch wilde Tiere. Und dann gibt es da doch tatsächlich Leute, die sich einen halben meter entfernt daneben knien um ein selfie mit der Robbe zu machen, laut kreischen lachen, herumhüpfen neben dem Tier. Und der Seehund fand das gar nicht witzig, hat ein paar mal sich aufgebäumt, die Zähne gezeigt und gefaucht – aber das war anscheinend immer noch kein Zeichen für die Gruppe sich angemessener zu verhalten. Das hat mich so wütend gemacht, dass die erstmal was von Hanjo zu hören bekommen haben. Also so etwas Dummes. Es standen ja nicht nur überall Schilder, sondern auch mit einem normalen Menschenverstand verhält man sich doch ganz ruhig, bewegt sich langsam, ist leise und hält einen guten Abstand zu wilden Tieren. Vor allem können Seehunde wirklich gefährlich sein und 2m Abstand ist das Minimum, der Biss eines Seehundes gleicht dem eines Wolfes und führt oftmals zu schwerwiegenden Infektionen der Wunde. Aber naja, ich glaube ja an Karma 😉

Um kurz vor eins hatten wir dann unser Highlight: whale watching !! Vor der Küste Kaikouras befinden sich ca 80% der weltweiten Meeresbewohner und/oder durchkreuzen diesen. Die Fahrt ist speziell auf die Sichtung von Pottwalen ausgerichtet und man sieht während der zwei Stunden maximal 1-2, da die Wale unter sich schon alle von einander entfernt leben und ihre Wege nicht oft kreuzen und sie zudem 1-2 Stunden unter Wasser tauchen, bis sie an die Oberfläche kommen. Jetzt dürft ihr raten, wie viele wir zu Gesicht bekommen haben: BELIEVE IT OR NOT – 7 STÜCK!! Wir könnten unser Glück gar nicht fassen .. ich mein did we break the record yet ???? Zudem auch noch zwei Albatrosse. Das Boot war generell super modern ausgestattet, die Sitze war unfassbar gemütliche Ledersessel, in denen man hätte Stunden verbringen können. Außerdem war die Crew unfassbar gut ausgebildet und ich bin jetzt umfassend über Pottwale informiert 😉 es wurden immer wieder Filme gezeigt und power Point Präsentation und die eine Frau hat uns so viel erzählt, könnte auch bekannte Wale (die in der Bucht leben oder jedes Jahr wiederkehren) innerhalb von Sekunden erkennen und uns deren Namen sagen. Wir waren so beeindruckt von dem Gesamterlebnis und das Geld hat sich allemal gelohnt!!

Abends sind wir dann nach Christchurch gefahren und haben uns Hostel eingecheckt. Vorher noch unseren Heißhunger auf Pizza befriedigt – man kann sich ja auch mal „was gönnen“ als Backpacker aka eine 5$ Pizza von Dominos 😀

Die nächsten Tage werde ich erstmal nichts Posten, da wir die ganze Zeit in Christchurch verbringen und ich am Ende einen gesammelten Post über die Tage veröffentliche.

Südinsel Tag 15: Hanmer Springs

Die Nacht war leider nur so semi – erholsam: es waren unter null Grad und trotz mehrere Kleidungsschichten und (schlechten) Schlafsäcken und einer Daunendecke, haben wir nachts immer wieder etwas gefröstelt und dadurch sind wir immer wieder aufgewacht. Wir haben morgens früh dann erstmal einen riesigen Schock bekommen, als wir festgestellt haben, dass das durch unseren Atem im Auto kondensierte Wasser an den Scheiben innen gefroren war und da unsere Heizung ja kaputt ist, mussten wir erstmal unser Auto mühsam von innen frei kratzen. Das ist allerdings Instant wieder gefroren 😀 Also haben wir uns Gucklöcher in die Frontscheibe gemacht und die während der Fahrt mit Kratzen versucht freizuhalten bis zur nächsten Tankstelle um uns erstmal ein Spray zu kaufen, dass die Scheiben enteist 😀 Alles im Laufschritt, denn um 7 Uhr morgens hatten wir den ersten Besichtigungstermin – natürliches perfektes Timing, das genau an dem Tag unser Auto von innen zufriert.. so will bestimmt jeder das Auto auf der Stelle kaufen 😀

Die Interessentin hat sich das Auto angesehen, ist Probe gefahren und hat es auch zu einem Mechanical Check in die nächste Werkstatt gefahren – zu unseren Glück. Als wir quasi Autolos in Christchurch waren, sind wir erst einmal lecker frühstücken gegangen und haben gehofft, dass unser Auto nicht zu viele Schäden hat 😀 Herausgekommen ist letztendlich, dass in unserem Auto kein Öl mehr war ( das erklärte dann auch die komischen Geräusche die der Motor die letzten Tage gemacht hat 🙂 ) und die Ölanzeige aber auch nicht funktioniert hat. Zudem müssen auch ein paar andere Dinge an unserem Auto gemacht werden: die Vorderreifen gewechselt, die Handbremse ist nicht mehr voll funktionstüchtig, die Heizung kaputt und wie gesagt die Lampe für den Ölstand ist auch erledigt. Also sind wir erstmal völlig paranoid und von der Angst verfolgt in den 700m liegen zu bleiben zur nächsten Tankstelle gefahren und haben Öl nachgefüllt . Oder nachfüllen lassen, weil davon haben wir auch keine Ahnung 😀 Zwei Idioten, die sich ein Auto gekauft haben 😉

Und dann sind wir aber fröhlich weiter nach Hanmer Springs gefahren. Das kann man ein wenig mit einem noblen Ski Resort vergleichen mit allerhand Spa Möglichkeiten. Vorneweg die Hanmer Springs Pools, eine Außenanlagen mit vielleicht 10-12 verschiedenen Pools mit unterschiedlichen Temperaturen und Mineralien, in denen man es sich gutgehen und die Panoramaaussicht auf die Schneeberge genießen kann.

Natürlich haben wir uns auch Hanmer Springs angeguckt und der Ort ist wirklich sehr süß mit vielen kleinen Geschäften, die Krimskrams, Deko Artikel und Kleidung verkaufen – lädt sehr zum bummeln und stöbern ein.

Gegen späten Nachmittag sind wir dann noch zwei Stunden Richtung Kaikoura gefahren zum Omihi Campground, der wirklich direkt am Meer lag. Und wir hatten einen sehr schönen Sonnenuntergang. Neben uns haben noch zwei deutsche in ihrem Auto gecampt und wir haben uns alle so gut verstanden, dass wir am nächsten Morgen noch ne ganze Weile zusammen saßen und gefrühstückt und erzählt haben. Aber dazu im nächsten Post mehr 😉

Südinsel Tag 13 und 14: Dunedin & Lake Tekapo

Wir sind gestern morgen noch nach Dunedin hereingefahren, da wir das am Vortag nicht mehr geschafft haben. Und wir waren beide so von der Stadt überrascht. Die Stadt war relativ groß und die Architektur sehr beeindruckend und schön! Damals haben sich dort die Schotten niedergelassen, aber dennoch lassen sich so viele verschiedene Baustile dort wiederfinden, vom gothischen Bahnhof über das Theater im Art-Deco Baustil zum Geschäft im viktorianischen Stil – ich fand es dort alles so schön! Außerdem herrschte dort leben und die Cafés und Geschäfte waren voll mit Menschen!!

Danach ging es für uns zum Shag Point, da es dort Seehunde gibt. Und nachdem wir welche in „weiterer“ Entfernung gesehen haben auf einem Felsen, lag bei einem Spaziergang auf einmal eine mitten auf unserem Weg und hatte auch keine Scheu. Das war so süß, wir standen einfach nur ein bis zwei Meter von ihr entfernt – so ein tolles Erlebnis!!

Pinguine haben wir leider wieder nicht gesehen ..

Danach sind wir dann noch kurz bei den Moeraki Boulders angehalten und haben dort auch geluncht.

Gegen Nachmittag sind wir dann nach Tekapo gefahren und haben im Hostel übernachtet. Gott sei dank, denn campen wäre bei den krassen Minusgraden nicht witzig gewesen!! 😀 Abends haben wir uns dann noch den beeindruckend Sternenhimmel angeguckt und die Milchstraße gesehen, dafür ist die Gegend hier bekannt.

Heute Morgen haben wir dann mal wieder ausgeschlafen, in Ruhe gefrühstückt und dann auch noch so lange mit einem Tee am Kamin gesessen, bis wir um 10 Uhr auschecken mussten. Wir haben uns dann erst einmal auf den Weg zur Church of the Good Sheperd gefahren, eine eigentlich ganz unscheinbare Kapelle, aber mit der absolut traumhaftesten Lage. Überall war Frost und Nebel hing über dem Lake Tekapo und im Hintergrund die Schneeberge, es hatte wirklich etwas magisches!!

Nach dem kleinen Abstecher sind wir dann weiter nach Christchurch gefahren. Für heute hatten wir nichts weiter geplant als nur mal Pause zu machen und unser Auto ein bisschen zu putzen und auf Vordermann zu bringen, da wir die kommenden Tage Testfahrten haben und aber potentiellen Käufern schlecht ein schlammbeschmiertes und vollgekrümmeltes Auto zeigen können 😉

Damit war der Tag dann auch rum und wir fahren morgen weiter nach Hanmer Springs und Kaikoura, bis wir dann unsere letzte Tage wieder hier in Christchurch verbringen.

Südinsel Tag 12: Caitlins

So heute war noch einer meiner Lieblingstage, nicht nur weil wir endlich mal wieder gutes Wetter und Sonnenschein hatten!! Wir sind heute morgen ganz gemütlich von Invercargill von unserem Bungalow gestartet – nachdem wir ausgeschlafen und mal wieder so richtig schön ausgiebig gefrühstückt hatten. Dann ging es erstmal zum wirklich südlichsten Punkt Neuseelands: dem Slope point.

Das war einfach wunderschön dort, zum einen weil es ziemlich verlassen war und auch ziemlich unberührt, zum anderen weil die Sonne schien, die Gischt der Wellen unfassbar hoch gespritzt ist und der Ort gleichzeitig etwas Wildes und Unkontrollierbares aber auch eine Ruhe ausgestrahlt hat – wow, wenn das mal noch poetisch klingt 😀

Obwohl die Sonne schien, war es echt kalt und ich trage mittlerweile ein T-shirt, zwei Pullover, zwei (!!) Daunenjacken (eine davon meine Skijacke 😀 ) eine Leggings unter meiner Jeans, zwei paar Socken plus ein paar Wollsocken in meinen UGG’s und zusätzlich noch Schal, Mütze und Handschuhe 😀 Beweglichkeit liegt nur so bei 2% bei den ganzen Kleidungsschichten!

Nach dem Slope Point hatten wir ein weiteres Highlight, aber erst auf den zweiten Anlauf: wilde Seelöwen. Nachdem wir am ersten Strand Pech hatten, haben wir uns noch auf den mühsamen Weg (10km matschige Gravelroad mit einem „Stadtauto“) zur Cannibal Bay gemacht und siehe da – eine ganze Gruppe wilder Seelöwen. Da die ganz schön aktiv waren könnten wir nicht näher als ca 15m heran, generell sollte man auch nicht näher heran gehen, denn die haben keine Angst vor Menschen und greifen auch mal an, wenn sie sich bedroht fühlen anstatt zu flüchten. Und so riesig wie die sind – unerwartet schnell übrigens auch- stehen die Chancen dann wohl eher schlecht für einen 🙂

Aber es war ein absolut tolles Gefühl, die beim herumtollen oder kämpfen oder vielleicht auch Paaren (wir wissen es nicht so genau :D) in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten- super interessant, beeindruckend und unterhaltsam!

Nach den Seelöwen haben wir unser Glück noch ein weiteres Mal herausgefordert und versucht in der Roaring Bay kurz vor dem Nugget Point Leuchtturm noch Gelbaugenpinguine – auch frei lebend – zu sehen, aber daraus wurde leider nichts. Man kann ja nicht alles haben 😉

Jetzt sind wir kurz vor Dunedin auf einem kostenlosen Campingplatz, haben die Chili con carne Reste verdrückt – wir haben ausversehen eher so für 5 Leute gekocht gestern 😀 (da kommen die Gene durch 😉 ) und werden auch bald schlafen gehen. Morgen gucken wir uns dann noch Dunedin an und fahren dann weiter nach Tekapo.

Südinsel Tag 11: Invercargill

So komischerweise hat er den Beitrag ohne Inhalt hochgeladen, also hier noch einmal:

Wir sind aus Lumsden gestartet und hatten nur noch eine Stunde Fahrt bis nach Invercargill. Dort haben wir uns die Innenstadt angeguckt, die war aber nicht wirklich schön, eher einer sehr funktionale Stadt, obwohl es doch so zwischendrin mal zwei bis drei coole Klamotten- oder Dekoläden gab. Hinzu kam, dass es so weit im Süden a****kalt ist und geregnet hat es auch noch. Daher haben wir uns erstmal bei einem Kaffee im südlichsten Starbucks (ja, das fand ich richtig cool) aufgewärmt und haben uns danach auf zur „Demolition World“ gemacht. Dort hat ein Ehepaar, dass einen Schrottplatz betreibt, auf dem Nachbargrundstück eine richtige kleine „Mini“Stadt aus Schrott gebaut. Es gab nichts, was es nicht gab: Bank, Friseur, Bäcker, Burg, Krankenhaus, Tante Emma Laden, Wohnhäuser, ja sogar eine Kirche, in der zwei Schaufensterpuppen geheiratet haben 😉 ich persönlich würde sowas ja nicht gerne im Garten stehen haben, aber irgendwie fand ich das total beeindruckend und kreativ, das so aus Schrott alles nachzubauen. Völlig kostenfrei zu besichtigen übrigens, quasi eine „Kunst“-Ausstellung. Obwohl das teilweise schon etwas gruselig aussah mit dem Schaufensterpuppen, denen gerne mal ein Körperteil fehlte in dieser Stadt voller Schrott – wie aus einem Horrorfilm – vor allem das Krankenhaus hatte eher was von einer verlassenen Psychiatrie in der spukt .. vielleicht habe ich mir aber auch nur zu viele Horrorfilme mit Hanjo angeguckt 😀

Danach sind wir dann noch weiter südlich gefahren, aus der Stadt heraus zum Stirling Point.

Da es aber immer kälter wurde und wir uns einen kleinen Bungalow auf einem Campingplatz gebucht haben, sind wir kurzerhand schon nachmittags dort hingefahren und haben den restlichen Tag ganz entspannt mit chillen und kochen verbracht – das musste auch mal sein!

Südinsel Tag 10: Milford Sound

Heute waren wir in Milford Sound und auch hier wurden alleine meine Erwartungen getroffen! Das ist ein sehr bekanntes Fjordland an der Westküste und bekannt für den vielen Regen – Sonnentage gibt es nur ganz wenige im Jahr. Komischerweise hatten wir hierbei Glück und einen dieser vereinzelten sonnigen Tage erwischt – was das Wetter angeht, spielen wir hier verkehrte Welt, aber ich will mich nicht beschweren 😉

Heute Morgen sind wir um halb acht aus Queenstown gestartet, da man schon gute 4-5 Stunden in das Fjordland braucht.

Auf dem Weg haben wir dann tolle Spiegelseen gesehen und freilegende Papageien, die zwischen den Touristen umhergelaufen sind und ziemlich zutraulich waren – man musste aufpassen, dass sie einem nicht ins Auto gehüpft sind 😉

Um 13.20 Uhr begann unsere Bootstour durch die Milford Sounds und das war einfach die absolut schönste und beeindruckendste Natur, die es auf diesem Planeten gibt. Ich hatte eigentlich so Ähnlichkeiten mit Norwegen erwartet, und ein bisschen sah es auch so aus, nur noch tausendmal spektakulärer! Die Bootstour hat zwei Stunden gedauert, wir haben die mit Jucy gemacht und an Bord gab es jede Menge Speise- und Getränkemöglichkeiten – sehr zu empfehlen der Anbieter! Das Schiff ist sogar so nah an den Wasserfall herangefahren, dass wir alle ganz nass wurden, bei dem schönen Wetter aber gar kein Problem und es war ein echt witziges Erlebnis!!

Morgen sind wir dann ganz an der südlichen Spitze angelangt und werden die nächsten Tage diese Gegend erkundigen: Invercargill, Caitlins und Dunedin.