Personal Travelguide: Waiheke Island (Auckland)

Hanjo und ich haben es diesen Monat auch endlich nach Waiheke Island geschafft, nachdem ich das Ganze schon direkt nach meiner Ankunft in Neuseeland geplant hatte und aber irgendwie nie dazu gekommen bin. Waiheke Island liegt nur eine 30-minütige Fährenfahrt von Auckland entfernt und ist bekannt für seine Traumstrände und Boutique-Weingüter – wenn das nicht mal ganz laut meinen Namen schreit 😉 Ich Idiot habe natürlich mein Handy im Auto liegen gelassen und es auch erst gemerkt, als die Fähre losgefahren ist. Daher musste ich dieses Mal Hanjos Handy nutzen und leider ist die Farbsättigung und die Schärfe der Bilder nicht so wie sonst. Ich habe schon versucht, diese etwas anzupassen, aber gegen den grauen Himmel kam ich einfach nicht an. Also wir hatten nicht das allerbeste Wetter, es war warm (richtig heiss sogar) aber der Himmel war eher bewölkt, allerdings nicht grau, wie es auf den Bildern aussieht 😉

Anfahrt:

Nach Waiheke kommt man nur mit der Fähre. Es gibt eine Passenger Fähre die von Auckland Central und Devonport (Auckland Norden) ablegt. Von Auckland Central kostet die Fahrt Hin- und Zurück 38$ und dauert ca. 30 Minuten. Mit der AT Hop Card (Bahnkarte) kostet eine Fahrt 11.50$ und zusätzlich gibt es ein gewisses Kontingent für 10$ pro Fahrt. Das ganze nennt sich „Hot Seat Deal“, wird nur zu bestimmten Zeiten angeboten und sollte man mindestens 1-2 Wochen im Voraus über das Internet kaufen.

Sightseeing:

Auf Waiheke kommt man relativ schnell (20-30 Minuten) zu Fuß vom Fährterminal in die kleine Innenstadt von Oneroa und ich kann nur sagen dieser Ort und ich – es war Liebe auf den ersten Blick!! Voller süßer Cafés, Kunst- und Schmuckgallerien, tolle Boutiquen und alles so schön, individuell und besonders!! Zum Teil etwas alternativer und die perfekte Mischung aus chic und lässig, aus Hippie und High Society. Der Ort hat mich von der Atmosphäre und Aufmachung etwas an Sylt erinnert, nur in hügeliger Form 😉 Dort kann man auf jeden Fall schon eine gute Zeit verbringen mit bummeln, Kaffee trinken und Ausblick genießen!

Der Oneroa Beach ist auch sehr schön. Dort haben Hanjo und ich einen kleinen Strandspaziergang gemacht und wollten uns dann ursprünglich bei Ebbe auf den Weg zum Little Onetangi Bay machen, der quasi daneben liegt und nur durch Felsen getrennt ist. Bei Ebbe kann man den Weg durch die Felsen nehmen und kommt auf den Weg an Mini-Strandabschnitten vorbei, die normalerweise unter Wasser sind. Weil es dort so traumhaft schön, einsam und ruhig war, haben wir beschlossen dort zu bleiben und nicht noch weiter zu laufen, da die beiden Strände doch recht touristisch sind.

Das Cable Bay Vineyard ist so ziemlich das bekannteste und touristischere Weingut. Allerdings war es auch das, was wir zu Fuß am Besten erreichen konnten, da es nur 15 Minuten von der Innenstadt bzw. 15 Minuten vom Fährterminal entfernt liegt. Dort waren wir zur Mittagszeit Lunch essen und ein Glas Wein trinken. Es gibt zwei Restaurants einmal den „Dining Room“, welcher exklusivste und preisgekrönte Küche anbietet und „The Verandah“, in der es eher leger ist und mehr kleine Gerichte und Snacks angeboten werden, wie Käseplatten, Pommes, Pizza, Garlic Bread,…

Der Wein war wirklich sehr lecker und preislich nicht teurer, als woanders. Von der Karte waren wir nicht so begeistert, denn wir waren im The Verandah und die Speisen waren alle lecker aber weder groß noch besonders und dafür waren die 30$ (Pizza) und 11$ (kleine Pommes) nicht angemessen. Daher mein Tipp: Picknickdecke mitnehmen, am Counter ein Glas oder eine Flasche Wein bestellen (und gleich bezahlen) und dann auf die Wiese chillen und die tolle Aussicht auf die Skyline von Auckland genießen. Vor Ort gibt es auch Decken und Sitzsäcke, aber die sind immer schnell vergriffen. Dort haben Hanjo und ich dann auch noch mehrere Stunden verbracht und Wein getrunken, die Stimmung genossen und bei einer Hochzeit, die dort stattfand zugeschaut 🙂

Übernachtungsmöglichkeiten:

Auf Waiheke ist alles recht teuer. Es gibt eine B&B’s und Apartements aber zu horrenden Preisen. Womöglich perfekt für die Einheimischen als nettes Weekend-Getaway, aber für uns als AuPairs oder auch Backpacker würde ich empfehlen nur einen Tag dort zu verbringen und abends mit der Fähre zurückzufahren. Zumal die Fähren bis nach Mitternacht verkehren.

Fortbewegungsmittel:

Auf der Insel gibt es Busse, Taxen und Verleihe für Fahrräder, Scooter und Autos. Dazu kann ich leider nichts sagen, denn wir haben beschlossen unseren Tag eher auf das Zentrum zu fokussieren und dort ist alles zu Fuß innerhalb einer halben Stunde erreichbar. Eine andere Alternative wären den Sightseeing Hop-On-Hop-Off Bus zu nehmen und alle Highlights der Insel an einem Tag zu entdecken.

Ich habe ein Stück weit mein Herz an Waiheke Island verloren, da dieses „Lifestyle-Gefühl“ zur Abwechslung mal wieder nett war!! Und ich werde ganz bestimmt noch einmal zurückkommen!

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Auckland – Meine persönlichen Lieblingsstrände

Wusstet ihr das man nirgendwo in Neuseeland weiter als 128km von einem Strand entfernt sein kann? Und ganz Neuseeland ist mit Stränden umrahmt – von Paradiesstränden mit weißem Pudersand und türkisfarbenen Meer zu schwarzen magnetischen Black Sand Beaches mit hohen Wellen, die eingebettet in saftige grüne Berge liegen. Neuseeland ist so vielseitig wie kein anderes Land und genauso sind auch seine Strände ❤ Da es viel zu viele gibt, kommen hier nur meine Top 5 aus Auckland:

Takapuna Beach – liegt im Norden von Auckland und ist meine Nummer 1. Hier herrscht absolutes Urlaubsfeeling, es gibt viele Schattenplätze, um sich vor der gefährlichen neuseeländischen Sonne zu schützen, eine Strandpromenade mit Cafés und einen riesigen Spielplatz für die Jungs. Davon habe ich auch schon hier berichtet.

Maereatai/Beachlands – Hier komme ich auch besonders gerne hin, denn das Wasser ist einfach so perfekt türkis und flach und nebenan gibt es ein ganz süßes Café „Bach’n’Café“, in dem es das leckerste Avocado Toast gibt!!

Bethells Beach – Mein liebster Black Sand Beach in Auckland. Es ist eine ganz schöne Fahrt dorthin, daher war ich auch erst einmal dort, gemeinsam mit meinen Gasteltern. Aber dieser Strand lohnt sich, es ist so atemberaubend schön dort und lädt zu kleinen Wanderungen ein ❤

Waiuku Beach – Der Strand ist nur 5 Minuten von Hanjos Gastfamilie entfernt und ebenfalls ein Black Sand Beach mit meterhohen Wellen, eingebettet in grüne Berge und in der Nähe ist auch ein Wasserfall. Könnt ihr sehen, wie schön der Sand glitzert? ❤

Omana Regional Park – Quasi nebenan vom Maeretai Strand. Hier komme ich am liebsten mit den Jungs her, da das Wasser ziemlich flach ist und dieser etwas geschützt in einer Bucht liegt, also ziemlich sicher ist für kleine Kinder. Außerdem gibt es Millionen an Muscheln zu sammeln und zwei Spielplätze nebenan! Perfekt für einen Strandtag mit den Beiden!

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Quelle: Titelbild

Personal Travelguide: Tauranga, Mt Maunganui, Mclaren Falls, Moturiki Island

Hanjo und ich sind vergangenes Wochenende in Richtung Bay of Plenty aufgebrochen. Das ist circa nur 2 bis 3 Stunden Fahrt von Auckland entfernt und wir hatten dank eines neuseeländischen Feiertages ein langes Wochenende. Obwohl das Wetter super schlecht angesagt war und wir absolut keine Erwartungen an diesen Ort hatten, da er eher nicht typisch Neuseeland ist, hatten wir letztendlich eines der schönsten Wochenende. Vielleicht grade weil wir nur Sonnenschein hatten und der Ort sich als absolute Überraschung heraus gestellt hat. Manchmal ist es gut, ohne Erwartungen oder mit niedrigen Erwartungen an eine Sache heran zu gehen 😉

Tauranga ist ein Küstenort an der Bay of Plenty und wenn ich ihn nur mit wenigen Worten beschreiben sollte würde ich sagen: Concept Stores, Strandpromenade mit vielen Cafés und Restaurants, die größten und schicksten Luxusvillen mit Meerblick und ein riesiger Berg mitten am Wasser. Okay, das waren doch etwas mehr Worte – aber ich habe mich wirklich etwas verliebt in diesen Ort. Wie bereits gesagt, er war nicht typisch neuseeländisch sondern eher etwas europäisch angehaucht. Alleine, als wir in die Stadt hereingefahren sind, waren dort so viele Menschen unterwegs, so viel Trubel und eine richtige kleine Innenstadt mit Geschäften – das lässt sich in Neuseeland eher selten finden 🙂 Ich habe mich auf Anhieb wohl gefühlt!! Und dann das überraschend gute Wetter – damit haben wir nun gar nicht gerechnet gehabt 🙂

In Auckland sind wir noch beim strömenden Regen losgefahren, habe unsere Einkäufe erledigt und wieder ein Stopp bei unserem Campingplatz „Te Kauwhata Domain“ für die Nacht eingelegt. Am nächsten Morgen sind wir dann ganz entspannt Richtung Tauranga aufgebrochen. Da das Wetter am ersten Tag noch am besten sein sollte, haben wir beschlossen gleich zu Anfang den Mount Maunganui emporzusteigen, um die Aussicht bei einem blauen Himmel und Sonnenschein zu erleben. Auch wenn ich wandern hasse, ganz besonders wenn Berge und Treppenstufen im Spiel sind und ich mich jedes Mal aufs Neue ärgere, dass ich nicht genügend Sport mache und keine Ausdauer habe, hat sich die ca. 45 minütige Wanderung gelohnt. Als Beweis folgen gleich mal ein paar Bilder:

Nach unserer Wanderung sind wir dann zum Strand gegangen und haben in den meterhohen Wellen gebadet und ein Picknick am Strand gemacht. Und es wurde sooo heiß! Viel mehr, als baden und am Strand liegen, hätte man nicht machen können 😉

Gegen Abend sind wir zu einem der zwei günstigen Campingplätze gefahren, die dort in der Umgebung liegen. Dieser gehörte zu einem privaten Grundstück, auf dem eine Familie ihr eigenes kleines Schwimmbad mit Café gebaut hat und auf deren umliegenden Wiese man für 10€/Zelt und 12.50€/Auto,Van,Wohnmobil pro Person übernachten darf. Toiletten und warme Duschen des Pools durfte man auch benutzen. Eintritt zum Pool-Spabereich hat man vergünstigt bekommen, wenn man dort übernachtet hat und auch das Café/Restaurant war für alle zugänglich. Es wurden Pommes, Burger, Sandwiches und andere Leckereien angeboten und auch wenn wir dort nicht gegessen haben, roch es unglaublich gut!! Und auch die Preise waren auf den ersten Blick angemessen (für neuseeländische Verhältnisse)! Als extra Bonus gab es ein Trampolin, Hängematten in den Bäumen und zwei süße flauschige Kühe als Nachbarn – die ließen sich aber nicht streicheln, selbst dann nicht, als ich sie mit Gras gelockt habe ..

Am nächsten Tag haben wir „ausgeschlafen“ und sind dann Richtung Stadtzentrum aufgebrochen, da ich unbedingt bummeln gehen wollte. Schon beim ersten Durchfahren sind mir diese ganzen coolen Conceptstores aufgefallen, in denen ich unbedingt stöbern wollte. Und auch wenn ich mir mit meinen Aupairgehalt davon nichts leisten konnte und wollte (ich will ja schließlich noch ein bisschen reisen 😉 ) gab es dort die allerschönsten Sachen. Sachen, die man vorher noch nicht überall gesehen hat. Nach einer Café Pause ging es für uns noch in die Shoppingmall, bei der wir bei K Mart schon wieder unsere Kontrolle verloren haben.. bzw ich 😀 und bei uns im Auto eingezogen sind zwei Kissen: Eins mit fake fur und noch ein anderes flauschiges in silber/grau. Und ja ich arbeite hart daran, dass ich mich etwas wie zuhause fühle und unser Auto bald voller Kissen ist 😉 aber mehr werden es wohl nicht. Hanjo beschwert sich jetzt schon über Platzprobleme 😀

Nach unserer kleinen Shoppingtour sind wir dann noch weiter zu den Kaitare Falls gefahren und ich habe im eiskalten Wasser gebadet – Hanjo nicht und ich glaube, dass ist das erste Mal das das vorgekommen ist und vermutlich auch das Letzte Mal 😀 Ich bin aber nur ins Wasser gegangen, weil ich ein Bild im Wasser haben wollte.. was man nicht alles tut 😀

Dann wollten wir uns noch auf den Weg zu einem anderen Wasserfall machen, allerdings war der Weg dorthin so steil und matschig, dass wir umgedreht sind und Hanjo auch noch von einer Wespe gestochen wurde…

Damit war der Tag auch schon wieder zu ziemlich rum und wir haben uns auf den Weg zu unserem Campingplatz für die nächste Nach gemacht. Diesmal ging es zum McLaren Falls Park und das war der absolut beste Campingplatz mit einem wahnsinnigen Preis-Leistungsverhältnis, auf dem wir jemals waren!! Es war ein riesiger Park mit kleinen Wanderstrecken und tollen Ausblicken auf die Berge und umliegenden Flüsse. Es gibt verschiedene Flächen, auf denen man campen durfte. Wir haben uns für den Teil „Pin Oak“ entschieden, denn hier gab es stationäre (!!) Toiletten und heiße Duschen for free. Und nein, dass waren nicht einfach gammlige Toiletten und Duschen. Die waren absolut sauber (man hätte vom Boden essen können – haben wir dann aber doch gelassen) und richtig schick und modern – ich habe mich etwas wie in einem Hotebadezimmer gefühlt 😉 und das auf einem Campingplatz!! Die Duschräume waren sogar ziemlich groß mit Umkleide und Spiegel – alles ganz für eine Person alleine. Keine Gruppenräume, Tageslicht, ein heißer und starker Wasserstrahl und super sauber! Hanjo und ich waren wirklich etwa sprachlos. Wer jetzt denkt, wir haben dafür ein Vermögen bezahlt, täuscht sich: ES WAREN NUR 10$ PRO PERSON !!! (was in etwa 6,50€ entspricht) Hier werden wir bestimmt wiederherkommen, alleine wegen des Campingplatzes 😉

Da der Park direkt neben den McLaren Wasserfällen lag (wie der Name des Parks ja auch schon andeutet 😉 ) haben wir dort direkt morgens früh einen Stopp eingelegt 🙂 Und dieses Mal ist Hanjo baden gegangen und das Wasser war wirklich eiskalt: „Schmelzwasser-kalt“ seinen Worten nach … Lungenentzündungskalt meiner Meinung nach 😉 Aber der Ort an sich war schon wirklich toll, mitten im Wald und so idyllisch und magisch!

Danach sind wir ein weiteres Mal in die Stadt gefahren, da wir unbedingt noch zur Moturiki Insel wollten, die direkt am Maunganui Beach liegt und da haben wir wirklich ein kleines Paradies fernab vom Trubel gefunden. Obwohl auf der winzigen Insel ordentlich Betrieb war, sind wir unten am Wasser fast ganz alleine gewesen und haben die Sonne, die Aussicht und die Ruhe genossen. Es war so friedlich, dass wir sogar zwei riesige Krebse beim Kämpfen beobachten konnten. Das hat uns zwar die Lust am Baden vertrieben, da wir ja nicht wussten, was sonst alles noch so darin rumschwimmt, aber es war so schön dort, dass ich am liebsten gar nicht dort weg wollte ❤

Tipp: Ganz am Ende des Weges auf der Insel ist ein toller Ort zum Klippenspringen, falls man den Adrenlinkick sucht 😉 Keine Sorge Oma, haben wir natürlich nicht gemacht!! 😉

Zum Abkühlen ging es noch einmal an den Strand zum Baden und dann auch leider schon auf den Heimweg ❤

Matakana Village Farmers Market

Wie bereits angekündigt komme ich heute nochmal auf den Matakana Village Farmers Market zurück – einfach weil ich diesen Markt so sehr liebe ❤ . Ich war jetzt bereits zweimal dort und würde am liebsten jedes Wochenende zurückkehren.

Es ist vergleichbar mit einem deutschen Weihnachtsmarkt nur in der Bauernmarkt-Ausgabe. An fast allen Ständen darf man Honig, Käse, Öle, Marmeladen, Obst, Brot, Naturkosmetik,.. und und und probieren. Damit ist dieser Ort schonmal mein persönliches Paradies. Ohne jetzt unverschämt zu sein, aber ich liebe es einfach, wenn man sich so durch die Stände probieren kann, die Verkäufer einem was über ihre Produkte erzählen und man einfach den Markt genießen kann. Auf dem Markt gibt es zusätzlich noch Foodtrucks, an denen Galette, Dumplings, Tacos, Kuchen, Kaffee, Waffeln, Sushi, Curry und noch viel mehr angeboten wird. Also zusätzlich zum Bauernmarkt ist es auch noch ein halbes Foodfestival. Der zweite Grund, warum ich diesen Markt so liebe 😉 Der dritte Grund ist, dass man dort so viele kleine süße Sachen entdecken kann, die man woanders noch nicht gesehen hat und die sich hervorragend als kleine Geschenke für Geburtstage, Weihnachten und einfach zwischendurch anbieten. Der Markt liegt ca. 1 1/2 Stunden Fahrt mit dem Auto von Auckland entfernt, also bietet es sich an einen Tagestrip darauf zu machen und nach dem Markt noch einen der umliegenden Strände zu besuchen. Oder so wie wir es gemacht haben, auf dem Weg in den Norden Neuseelands (Bay of Islands, Northland,..) einfach einen kleinen Zwischenstopp einzulegen. Als Beweis, wie schön dieser Markt gibt, gibt es hier noch ein paar Bilder:

 

Während der Sommermonate: Dezember, Januar und Februar finden hier übrigens auch viele extra Events neben dem Farmers Market statt: Foodfestivals, Aktivitäten für Kinder, Livemusik,…

Ein Besuch loht sich ❤

Personal Travelguide: Coromandel, Cathedral Cove & Hot Water Beach

Dieser Trip war super spontan und sehr kostengünstig !!

Big News: Hanjo und ich haben uns ein Auto zugelegt, JUHUU! Wir waren lange Zeit auf der Suche und haben aber endlich das Richtige für uns gefunden. Alles genauen Infos werde ich aber nochmal in einem Extra-Post veröffentlichen. Da wir aber unser Auto letztendlich früher abholen konnten, als wir geplant haben, sind wir ganz spontan im neuen Jahr nochmal weggefahren. Da ich Montag den 1.1. und Dienstag den 2.1. frei hatte, wollten die freie Zeit auf jeden Fall nutzen und sind zur Coromandel Halbinsel gefahren. Einem sehr bekannten Ziel in Neuseeland und ein beliebter Urlaubsort für Einheimische, mit seiner Cathedral Cove und dem Hot Water Beach.

Coromandel ist in ca. 1-2 Stunden mit dem Auto von Auckland zu erreichen, perfekt also für einen spontanen 2-Tages-Trip. Die Nacht haben wir im Auto geschlafen auf einem Campingplatz und da wir generell noch nicht so Backpackermäßig ausgestattet sind, haben wir unser Abendbrot bereits vorher zubereitet und unser Frühstück mitgenommen. Dadurch sind wir nicht nur sehr kostensparend weggefahren, sondern mussten auch keine Zeit fürs Kochen verschwenden 😉

Aber nun genauer zu unserem Trip:

Wir sind am 1. Januar gegen halb neun/neun Uhr losgefahren, nicht ganz so früh, wie die letzten Male, aber nach einer kurzen Nacht sind wir einfach nicht früher losgekommen 😉

Wir haben unterwegs gehalten, um zu frühstücken, aber ansonsten keine weiteren Zwischenstopps gemacht, so wie bei den letzten Trips, da wir grade nicht so viel Geld für Benzin haben durch den Autokauf. Erstmal wieder sparen angesagt 🙂

Der Hot Water Beach war ziemlich überlaufen und alle haben sich ein Loch gegraben. Denn an einem bestimmten Bereich des Strandes gibt es heißes Quellwasser unter dem Sand und je tiefer man gräbt, desto heißer wird es. Also ist Vorsicht geboten, dass man sich nicht den Allerwertesten verbrennt! 😉 Leider war das Wetter mal wieder super schlecht (es hat wirklich genau die Sekunde angefangen zu regnen, als wir uns ins Auto gesetzt haben, bereit zum losfahren). Am Hot Water Beach hat es zwar nicht geregnet, dafür was aber alles grau und sehr windig. Ich habe mich in meine Pullis und all unsere Handtücher eingewickelt und dann erstmal am Strand geschlafen, was anderes war bei dem Wetter einfach nicht möglich 😀

Hanjo hat sich dann irgendwann noch ein Loch gebuddelt und war kurz schwimmen, aber danach haben wir uns auch auf den Rückweg zum Auto gemacht.

Gegen späten Nachmittag sind wir dann weiter Richtung Norden gefahren zum Campingplatz „Earl’s Paradise“. Dieser ist sehr einfach gehalten, es gibt Dixiklos und kalte Duschen, aber kostet auch nur 10$ pro Person und hat eine tolle Aussicht über die Bucht. Für eine Nacht war es perfekt und hat völlig gereicht. Zumal man bedenken muss, dass bei allen anderen Campingplätzen die Preise über die Feiertage in die Höhe schießen und überhaupt fast vollständig ausgebucht sind. Plätze zum „Wildcampen“ (legale) gibt es in der Coromandel übrigens auch nicht, daher war Earls Paradise wirklich super für uns.

Wir haben also unser Lager aufgeschlagen und Abendbrot gegessen und dann ganz sehnsüchtig darauf gewartet, dass es dunkel ist und wir unsere Lichterkette im Auto anmachen können, nur um dann festzustellen, dass wir so unvorsichtig waren, dass das Kabel schon gerissen war.. wir haben noch versucht sie zu retten, aber nur mit einem Küchenmesser und Fingern ging es schlecht.. Na gut, shit happens, müssen wir uns wohl eine neue kaufen.

Früh morgens sind wir aufgewacht, da es ganz schön heiß im Auto wurde. Wir haben uns nämlich noch kein Mückennetz gekauft und wollten es nicht riskieren komplett aufgefressen zu werden, nur damit wir die Fenster aufmachen können.

Gegen 9 Uhr sind wir dann auch aufgestanden und haben ganz gemütlich gefrühstückt – mit Blick aufs Meer. Zu dem gewissen Meer sind wir dann auch noch hingefahren, nachdem wir unsere Sachen zusammen gepackt hatten. Und es war wirklich ein absoluter Paradies Strand!! Als wir ankamen waren nur zwei weitere Menschen dort, feiner Pudersand und türkisblaues Meer. Da sind wir dann erstmal eine Runde schwimmen gegangen.

Um 11 Uhr sind wir dann Richtung Cathedral Cove aufgebrochen. Angekommen haben wir festgestellt, dass parkplatztechnisch absolut nichts zu machen war, das bedeutete, wir mussten den ganzen Berg wieder herunterfahren, im Dorf parken und den ganzen Berg wieder zu Fuß heraufwandern und es war so heiß!! Aber ich will mich nicht über das bisschen Sonne beschweren, dass wir ausnahmsweise mal hatten. Oben am Berg angekommen ging dann erst die eigentliche „Wanderung“ los zur Cathedral Cove, die ca. 45 Minuten dauert. Alternativ kann man auch ein Wassertaxi für 15$ pro Person (pro Weg) nehmen, oder sich ein Kayak/Jetski/… mieten.

Auch wenn ich mittlerweile echt vom Wandern abgeschreckt bin (dank unseres Tongariro Crossings 😀 ) hat sich der Weg gelohnt. Ich glaube der Strand um die Cathedral Cove ist mein Lieblingsplatz in Neuseeland – bis jetzt zumindest! Vielleicht lag es auch am Wetter, denn das war ausnahmsweise mal sonnig und warm, aber dieser Ort war einfach nur paradiesisch schön: Puderzuckersand, türkises mega klares Wasser, eingebettet in Felsen und Wald. Etwas touristenüberlaufen, aber einfach nur toll. Wir haben super lang gebadet, um uns dann wehmütig auf den Rückweg zu machen. Das war garantiert nicht das letzte Mal hier .. ❤

Personal Travelguide: Northland, Bay of Island & unser Weihnachten 2017

Über Weihnachten hatte ich ein verlängertes Wochenende und so haben Hanjo und ich uns dazu entschlossen, auf Reisen zu gehen. Natürlich hätte ich auch gerne die Erfahrung gemacht mit meiner Gastfamilie zu feiern und ein neuseeländisches Weihnachten zu erleben, aber letztendlich war es mir dann doch wichtiger meine freie Zeit zu nutzen für einen etwas größeren Trip, anstatt zu Hause zu sitzen.

Verschlagen hat es uns in den Norden. Quasi einen zweiten Anlauf genommen, um die Bay of Island nochmal bei schönem Wetter zu erleben, da ich das letzte Mal in Paihia ja so viel Pech damit hatte. (Zum Beitrag geht es hier. )

Doch drei mal dürft ihr raten wer bei Regen los gefahren ist ?!

Aber gut, es gibt schlimmeres…

Freitag haben wir bereits unseren Mietwagen abgeholt. Den haben wir bei JUCY gemietet, neben Lucky Rentals und Wicked Campervans eine der Autovermietungen, die auch an Fahrer ab 18 vermieten. In der Regel sind diese ziemlich günstig, doch leider haben wir das Auto relativ spontan gebucht, da wir gehofft haben, bis dahin bereits ein eigenes Auto zu haben. Das war ganz schön ein Krampf für die Feiertage überhaupt noch einen Mietwagen zu bekommen und dementsprechend mussten wir eine ordentliche Menge Geld hinblättern. Aber gut, ließ sich dann auch nicht mehr ändern, denn alles Andere war ja bereits gebucht. Es ist also sehr empfehlenswert für Zeiträume wie Feiertage, verlängerte Wochenenden, Ferien und die Sommerjahreszeit gut zwei Monate vorher den Mietwagen zu buchen, um einen fairen Preis und das Wunschauto zu erhalten.

Samstag früh ging es für uns dann los. Hanjo hat mich abgeholt und unser erster Stopp war der Matakana Village Famers Market. Den fand ich schon beim ersten Besuch so süß und schön, dass ich dort unbedingt noch einmal hinmusste und ihn Hanjo zeigen musste. Zu dem Markt werde ich bei Gelegenheit noch einmal einen gesonderten Post veröffentlichen mit mehr Bildern und Infos, denn dieser ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Auf dem Markt haben wir uns erstmal ein richtig leckeres, frisch gebackenes Brot gekauft, dass unser Verlangen nach deutschen Bäckereispezialitäten erstmal ganz gut befriedigt hat 😉 Das deutsche Brot fehlt mir wirklich unglaublich, denn alles was man hier so bekommt ist entweder Toast oder Toastbrotähnlich, aber nicht so ein richtig schönes leckeres Brot mit Körnern, was innen weich und außen knusprig ist und satt macht.

Zudem habe ich meinen absoluten Traumjob gefunden: Hundesitter. Auf dem Markt gab es einen Holzunterstand, unter denen drei Mädchen saßen und gegen eine kleine Spende auf die ganzen Hunde aufgepasst und mit ihnen gespielt haben. Da hab ich mich dann auch direkt dazugesellt 😉 Das war wirklich das Paradies auf Erden!! ❤

Nach dem Market ging es für uns weiter zum Mangawhai Heads Beach, der traumhaft schön war und Hanjo ist direkt mal baden gegangen.

Nach dem Strand haben wir noch kurz am Langs Beach gehalten und sind einen kurzen Teil des Coastal Beach Trails gelaufen um die tolle Aussicht von oben auf das Meer zu genießen.

Auf unserem Weg weiter Richtung Norden, gab es für uns dann noch einen winzigen Stopp an den Waiku Caves. In dem sind auch Glühwürmchen zuhause, aber da wir eher nicht so für eine Höhlenexpedition ausgestattet waren und wir dann doch ganz schön Respekt davor hatten, haben wir nur den Eingang erkundet und haben dann unsere Fahrt vorgesetzt. Wenn man in diese Höhlen gehen möchte, sollte man auf jeden Fall eine starke Taschenlampe oder Kopflampe dabei haben, richtig festes Schuhwerk und Wechselklamotten und genügend Snacks. Da man tatsächlich im komplett Dunklen auf sehr rutschigen Steinen klettern und durchs Wasser laufen und muss und ziemlich dreckig dabei wird. Die Strecke durch die Höhle geht ca. 1 1/2 Stunden und ist ohne Führung und auf eigenes Risiko. Ich muss sagen, ich habe mich schon im „Eingang“ unwohl gefühlt, dass es so dunkel und feucht war, die Decke so niedrig war und gestunken hat es auch 😀

Nach der Höhle haben wir noch einen Toilettenstopp in Kawakawa bei der bekannten Hundertwasser Toilette eingelegt. Der österreichische Künstlern Friedensreich Hundertwasser war bekannt für seine abstrakte Gestaltungsweise, er hat Gebäude quasi „verformt“ und auf Geraden verzichtet. Eine Zeit seines Lebens hat er in Neuseeland gelebt und dort unter anderem öffentliche Toiletten gestaltet. Auf jeden Fall einen Toilettenstopp wert 😉

Dann ging es für uns auch zu unserem „Ziel“ Paihia. Die Nacht verbrachten wir im Capt’n Bob’s Beach House, welches relativ zentral liegt und ich auf jeden Fall empfehlen kann. Für ein Hostel hat es einen echt guten Standart und ist sehr sauber, modern und familiär. Auch wenn wir nur eine Nacht dort verbrachten, habe ich mich sofort wohl gefühlt und würde jederzeit zurückkehren! Einziges Manko es gibt keine Locker (also am besten ein Schloss für den Koffer/Rucksack mitbringen und Wertsachen immer mitnehmen) und keine Vorhänge vor den Betten, man stört sich also entweder nicht daran oder hängt ein Handtuch vor, um etwas Privatsphäre zu haben, sofern das in einem Hostel möglich ist 😉

Das war dann auch schon der erste Tag, für den zweiten Tag, Weihnachten, hatten wir uns etwas ganz besonderes vorgenommen 😉

Tag 2:

Für uns ging es früh morgens wieder los und zwar in den Hafen: Wir haben über den Anbieter Fullers Great Sight eine Bootstour gemacht, die sogenannte „Cream Tour“. Diese Tour ist quasi ein Gesamtpaket von allen kleineren Touren, die in der Bay of Island angeboten werden und dauert einen ganzen Tag. Man sucht Delfine und kann bei Gelegenheit sogar mit Ihnen in freier Wildbahn schwimmen, man erkundet einen Großteil der kleinen Inseln und macht auch einen Insel Stopover, zudem fährt man durch das bekannte „Hole of the Rock“.

Boarding war 9.15 Uhr, also relativ entspannt ging es morgens alles zur Sache. Hanjo und ich waren ganz nach deutscher Manier überpünktlich und sind als allererstes auf das Boot und hatte freie Platzauswahl. Wir sind von Paihia gestartet, das Boot hält aber auch in Russel und sammelt dort Passagiere ein. Nach einer kurzen allgemeinen Sicherheitseinweisung und einer Extra-Sicherheitseinweisung für alle, die mit den Delfinen schwimmen wollten, ging es auch schon los. Wir haben viele bekannte Inseln umfahren und uns wurde zu jeder Insel ein bisschen was zur Historie und Nutzung erzählt. Kurz vor halb zwölf haben wir dann endlich eine Gruppe Delfine entdeckt. Schwimmen konnten wir leider nicht, da in der Gruppe ein Baby war und das aus Tierschutzgründen nicht geht. Generell ist die Chance, mit Delfinen in der Bay of Islands zu schwimmen relativ gering, da es viele Bereiche gibt, in denen man nicht ins Wasser darf, in einigen Bereichen nur zu bestimmten Uhrzeiten und dann ist es auch immer abhängig von der Gruppe, wie die sich verhalten und ob sie ein Baby dabei haben. Insgesamt wird sehr sehr stark auf den Naturschutz und vor allem den Tierschutz bei diesen Touren geachtet, was ich großartig finde! Das ist mir tausend Mal mehr Wert, als mit den süßen Tieren zu schwimmen. Ein bisschen Schade war es natürlich trotzdem, denn ein Kindheitstraum von mir ist das schon. Aber wer weiß, die nächste Gelegenheit kommt bestimmt 😉

Nachdem wir die Bucht mit den Delfinen wieder verlassen mussten, da unsere „Zeit“ quasi abgelaufen war, die wir mit den Delfinen verbringen durften ging es zur Insel, die James Cook zu damaligen Zeiten entdeckt hat. Eine kleine „einsame“ Insel mit Traumstränden und Traumaussichten. Dort gab es einen winzigen See in der Mitte, dessen Wasser so unfassbar klar war und der Boden mit Felsen und Muscheln bedeckt war. Jeder der die Serie H2O Plötzlich Meerjungfrau kennt, weiß wovon ich spreche 😉 Denn diese Insel und dieser kleine See sah aus wie Mako Island und ich habe mich ein bisschen wie eine Meerjungfrau gefühlt. Naja nicht ganz, aber die Atmosphäre dort war wunderschön. Auf der Insel hatten wir eine Stunde Zeit und Hanjo und ich haben die Zeit genutzt, um unser mitgebrachtes Lunch zu genießen. Die Touren bieten übrigens aus Lunchboxen an, die man auf dem Boot abholen kann. Das Angebot haben wir allerdings nicht in Anspruch genommen, jedoch einige andere, die sehr zufrieden damit schienen.

Nach unserem Insel-Stopover ging es wieder zurück aus Boot und weiter zum bekannten Hole of the Rock. Auf dem Weg wurde das Netz ausgefahren und alle, die Lust und Laune hatten durften sich auf das Netz werfen (in eiskaltes Meerwasser!) und „Boomnetting“ machen. Man liegt quasi in diesem Netz und das Boot fährt vor und zurück und die wurden ordentlich herumgeschleudert. Hanjo ist auch mit reingesprungen, mir war das etwas zu kalt, da ich mich grade von unserem Baden im See wieder aufgewärmt hatte und das Wetter generell nicht so gut war. Lust hätte ich aber allemal gehabt!

Hole of the Rock ist ein sehr bekannter Felsen in der Bay of Island mit einem riesigen Loch in der Mitte, in dem die Boote sogar durchfahren. Hat mich etwas überrascht, dass unser großes Schiff da durchgepaust hat 🙂 . Das Wasser war übrigens unnatürlich dunkelblau, sowas habe ich noch nie gesehen. Man konnte es gar nicht glauben, aber seit selbst auf den Fotos:

Nach dem Hole ging es für uns zurück nach Paihia. Das Wetter wurde auch immer schlechter und irgendwann hat es angefangen zu regnen, deswegen waren wir dann sich ganz froh, bald wieder auf dem Festland zu sein. Die Bootstour war ein voller Erfolg und hat sehr viel Spaß gebracht. Auch wenn wir nicht mit den Delfinen schwimmen konnten, sind wir ihnen unglaublich nahe gekommen und es war ein unbeschreibliches Gefühl, diese Tiere so wild und frei in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen, wie sie um das Boot herumgetobt sind und regelrecht den Besuch genossen haben 🙂 Den Eindruck hatte ich zumindest.

Wieder auf dem Festland angekommen ging es uns nach Kerikeri. Genauer gesagt in unseren kleinen Bungalow mitten in der Natur. Wir hatten uns über Booking.com einen kleinen Bungalow mit Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad und Terrasse mit Grill gemietet und haben uns dort pudelwohl gefühlt. Unser Weihnachtsessen war nicht besonders weihnachtlich, aber doch ganz lecker. Es gab Bruschetta, Salat, Kartoffelgratin, Rindersteak und Hähnchenkeule und Apfelzimttarte (den Kuchen haben wir aber gekauft). Wir haben es uns auf jeden Fall richtig gut gehen lassen und unser Weihnachten der besonderen Art genossen.

Tag 3:

Hanjo hat mich ganz süß mit Frühstück im Bett überrascht und dann ging es für uns los ab in den Norden. Zum Cape Reinga, dem nördlichsten Zipfel Neuseelands. Wir haben lange überlegt, auch dieses Erlebnis über eine geführte Tour zu buchen (z.B. Explore, Fullers Great Sights, ..), haben uns aber letztendlich dafür entschieden, die Fahrt auf eigene Faust zu unternehmen und die Zwischenstopps, die der Bus macht, einfach alleine zu machen. Erster Halt war der 90 Mile Beach, der in Neuseeland als Straße gilt.Da wir allerdings keinen Geländewagen hatten, haben wir am Parkplatz gehalten und sind zu Fuß am Strand spazieren gegangen. Die Bustouren fahren durchaus am Strand lang für eine lange Strecke und das ist mit Sicherheit ein tolles Erlebnis.

Nächster Stop waren dann die Te Maki Sanddünen. Das war so unrealistisch. Man ist quasi aus dem brasilianischen Regenwald herausgefahren und fand sich in der Sahara wieder. So unfassbar schön! Das Sandboarding ist übrigens umsonst. Im Gegensatz zu Deutschland/Europa muss man für viele Regionalparks und Naturspektakel in Neuseeland keinen Eintritt bezahlen. Vor Ort kann man sich dann aber noch ein Board für 15 $ mieten (unbegrenzte Zeit). Das haben Hanjo und ich auch gemacht und sind dann die Dünen heraufgestiegen, was mich ja schon wieder stark an unser Tongariro Crossing erinnert hat – vom Wander habe ich nämlich erstmal genug! Während Hanjo ein paar Mal die Dünen heruntergerast ist, habe ich die Natur genossen und bin nur die letzte Fahrt mit unserem Board gefahren, denn ich muss zugeben, ich war zu faul, um jedes Mal wieder diese Düne heraufzulaufen 🙂 .

Nach den Dünen haben wir uns dann endgültig auf den Weg zum Cape Reinga gemacht und zu seinem Leuchtturm. Der Ort war ganz schön touristenüberlaufen und ehrlich gesagt gar nicht mal so spektakulär, wie ich es mir vorgestellt habe. Der Leuchtturm ist winzig klein und versteckt sich regelrecht zwischen den Dünen. Dennoch wunderschön und auf jeden Fall mal einen Besuch wert!

Dann ging es für uns auch auf den Rückweg, wir haben noch am Henderson Bay gehalten, einem coral/pink farbigen Sandstrand. Die Farbe erkennt man leider auf den Bilder nicht so gut, aber er war wirklich sehr hübsch. Hanjo ist natürlich mal wieder baden gegangen, während mit das Wasser zu kalt war.

Wieder angekommen in Paihia, haben wir die Nacht diesmal in YHA Hostel verbracht. Dieses liegt ebenfalls ziemlich zentral und hatte schon mehr Hostel Atmosphäre als das Capt’n Bob’s Beach House, war dennoch schön.

Tag 4:

Wir haben uns am letzten Tag mal den Luxus gegönnt „auszuschlafen“. Immerhin bis 9 Uhr, was lange nicht mehr vorgekommen ist ;). Dann haben wir unsere Sachen gepackt, gefrühstückt und uns auf dem Heimweh gemacht, wieder mit dem Vorhaben auf dem Weg Zwischenstopps einzulegen.

Da die Sonne tatsächlich mal herausgekommen ist, haben wir beschlossen noch etwas Zeit in Paihia zu bleiben und einen Cappuccino in der „alongside“-Bar direkt über dem Wasser zu genießen.

Nach unsere Kaffeepause sind wir dann zu den Haruru Falls gefahren, die ebenfalls recht touristenüberlaufen waren, aber dennoch schön. Nach einem kurzen Foto sind wir dann Richtung Auckland gefahren.

Ein weiteres Highlight haben wir in den sogenannten „Mermaid-Pools“ gefunden. Das sind quasi natürliche Infinitypools, die bei Flut sehr gefährlich sein können, da die Wellen dort hineinkrachen können und die gegen die Felsen schleudern, also sollte man vorher das Meer checken, bevor man sich auf den Weg macht. Dieser ist nämlich ganz schön abenteuerlich. Du musst erstmal ein paar Felsen umwandern, in dem du durch das Meer läufst und dein Gepäck auf dem Kopf trägst. Danach geht es einen steilen und sehr matschigen Berg herauf und auch wieder herunter. Sobald man zu den Meermaidpools kommt wird es sehr felsig und scharkantig. Der Weg war mehr als abenteuerlich und ich habe niemanden gesehen, der nicht mit blutigen Beinen dort angekommen ist. Auch meine Beine mussten ganz schön leiden, da man vor allem im Meer immer mal wieder gegen Felsen geschleudert wird und man nebenbei aber versucht sein Gepäck zu retten. Auch auf dem weiteren Weg habe ich mir an mehreren Stellen meine Füße aufgeschnitten. Klingt jetzt alles dramatisch und sah auch dramatisch aus, denn wenn man blutet und das mit Wasser verdünnt wird, sieht man ja immer gleich aus, als hätten man grade einen Mord begangen… aber es tat kaum weh. Der Besuch bei den Mermaid Pools war es allemal wert!!! So ein wunderschöner, beeindruckender und magischer Ort. Dort sah es noch viel mehr aus wie Mako Island 😉

Da uns dieser Abstecher ne ganze Menge Zeit und auch Kraft gekostet hat, haben wir uns beschlossen uns endgültig auf den Rückweg zu machen, um gegen 7 dann wieder in Auckland zu sein.

Insgesamt war eines wunderschönes Wochenende, mit vielen Highlights, nicht ganz so schönem Wetter und einem ganz besonderen Weihnachten. Wir haben die Feiertage auf jeden Fall gut genutzt!

Personal Travelguide: Tongariro Crossing, Huka Falls, Taupo

Mitte Dezember ging es für uns in die Mitte der neuseeländischen Nordinsel, genauer gesagt nach Taupo und zum Tongariro.

Wir haben uns über studenttravels eine organisierte Tour gebucht, da Hanjo und ich ja noch kein Auto zur Verfügung haben. In der Tour war die Busfahrt nach Taupo, die Möglichkeit Bungeejumping oder Extreme Swing zu machen (mit Aufpreis), ein Besuch bei den Hot Water Pools in Taupo, die Unterkunft, der Shuttle zum Tongariro und eine geführte Tour über den Tongariro sowie zwei Mahlzeiten enthalten. Und das alles zu einem echt gutem Preis. Ich muss sagen, ich war mehr als positiv überrascht über die hervorragend gute Organisation, das schöne Hotel und das gute Essen und einfach alles, was mit dieser Tour zusammen hing. Natürlich fühlte sich das ganze ein bisschen wie eine Klassenfahrt an und Hanjo und ich haben zu mindestens jeder Person eine Person aus unserem Jahrgang gefunden, die sich ähnlich sind. Dennoch bin ich froh, dass über diese Tour gemacht zu haben, denn vor allem wenn man kein erfahrener Wanderer ist (bzw. das noch nie wirklich gemacht hat) ist es hilfreich jemanden dabei zu haben, der dir alles organisiert und mitdenkt und für Leute ohne Auto die perfekte Möglichkeit das Land zu erkunden und neue Leute kennenzulernen (überwiegend aus Holland und Deutschland – nicht anders zu erwarten 😉 )

Aber nun genauer zu unserem Trip, für uns ging es Samstag früh relativ früh los, wir sind um kurz nach 6 aufgestanden, haben uns fertig gemacht und sind dann mit der Bahn um kurz nach 7 nach Auckland CBD gefahren. Dort wurden wir von unserem Reisebus erwartet. Der Reisebus stammte von „kiwiexperience“ und war sehr geräumig, sauber und komfortabel, besser als so manch deutscher Reisebus :). Unser Tourguide Vikram und unser Busfahrer Campbell waren beide supernett. Vikram hat den Tongariro bereits sieben Mal bestiegen (woher die Motivation kommt ist mir ein Rätsel 😀 ) und hatte somit ’ne ganze Menge Erfahrung. Zudem war er super organisiert, konnte ALLE (!!!) Fragen beantworten, wusste zu allen Teilen Neuseelands was zu erzählen und war stets aufmerksam und hilfsbereit und das obwohl er selber erst Mitte 20 gewesen sein konnte. Unterwegs haben wir noch einen Supermarktstop eingelegt, damit sich alle mit mit Essen und Snacks eindecken konnte. Hanjo und ich hatten zwar eine ganze Menge Essen dabei, aber die Einladung konnten wir ja nun nicht ausschlagen, also hatten wir am Ende noch mehr Essen 😉 Besser zu viel als zu wenig sag ich da nur – ich gehöre aber auch zu den Personen, die sobald sie sich ins Auto/Bahn/Bus/Flugzeug, mit der Absicht zu reisen, setzen, sofort „Reisehunger“ bekommen und die ganze Zeit snacken könnten .. von wem ich das wohl habe .. ne Papa ?! 😉 ❤

Unser zweiter Stop war dann Taupo: genauer gesagt Bungee Jumping und Extreme Swing. Es hatten alle die Möglichkeit für weitere 150-170$ einen Adrenalinkick zu buchen. Hanjo und ich haben wirklich überlegt gemeinsam die Extreme Swing zu machen, haben uns dann aber aufgrund des Preises dagegen entschieden. Letztendlich hat man dann für diese Tour doch ne ganze Menge Geld bezahlt und wir wollen schließlich noch mal auf eigene Faust nach Taupo – einfach weil es dort sooo schön ist ❤ Also die Extreme Swing ist noch nicht ganz aus unseren Köpfen, aber ich kann an dieser Stelle alle beruhigen, ich werden mich nicht kopfüber irgendwo herunterstürzen und einen Bungee Jump machen 😉

Wir haben noch bei ein paar Leuten zugeschaut und haben uns dann zu Fuß zu den Hot Pools aufgemacht. Und mit Hot meine ich wirklich Hot. Die sind nicht nur so Badewannentemperatur, sondern haben „Kochendheißes-Wasser-Verbrennungspotenzial“. Taupo liegt im Thermalgebiet Neuseelands und ist somit ein wirkliches Naturspektakel. Wir saßen im Waikato River und wären die Füße im eiskalten Wasser lagen, war es am Rücken ganz schön heiß und von heiß zu kalt war eine wirkliche Zentimeterangelegenheit , kein fließender Übergang, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Nach den Hot Pools und nachdem alle anderen mit ihren Bungeesprüngen fertig waren, hat uns der Bus wieder eingesammelt und es ging weiter zu den Huka Falls – sehr bekannten Wasserfällen Neuseelands und sehr schön anzusehen. Das gute hierbei, man muss nirgendwo hinwandern sondern kann direkt davor parken – hat auch mal was 🙂

Die Huka Falls waren unser letzter Zwischenstopp, danach ging es für uns mit dem Bus ins Hotel. Wir haben die Nacht im „The Park Hotel Ruapehu“ verbracht, was ich wirklich empfehlen kann. Die Zimmer waren sehr niedlich eingerichtet, sehr sauber und das Essen war auch sehr gut. Gemeinsam mit einem angehenden Sportlehrer (dreimal dürft ihr raten, worüber er und Hanjo die ganze Zeit geredet haben 😉 ) und DEM Mathe-Physik-IT-Nerd aus Bayern (der seinen Mund einmal aufgemacht hat und nicht mehr aufgehört hat zu reden, nett war er trotzdem) haben wir die Nacht über in dem Zimmer verbracht. Die Jungs waren abends noch ein Bier trinken, während ich nur noch geduscht habe und dann ins Bett gefallen bin. Ich mein als Sportskanone hätte ich so viel Schlaf ja gar nicht gebraucht, um am nächsten Tag ein ordentliches Workout hinzulegen, aber man macht ja nicht alle Tage eine 7-9 stündige Wanderung… haha wenn jetzt irgendwer denkt „Ist die dumm?! Sie war weder jemals wandern noch macht sie regelmäßig Sport und jetzt will sie den Tongariro besteigen?!“ dann habt ihr richtig gedacht!! Dabei wollte ich doch nur diesen blöden blauen See sehen …

Aber zurück zu dem Moment, als noch alles in bester Ordnung war und ich ganz naiv dachte, ich besteige jetzt mal eben einen Berg..

Samstag morgen wurden wir (tatsächlich) von unserem Guide um 6.30 Uhr geweckt, um sieben Uhr haben sich dann alle am Shuttle Bus eingefunden, in dem uns dann erstmal Frühstück ausgeteilt wurde (Croissant, Banane, Kakao/Energie/Protein/Was-auch-immer-Drink) und auf ging es zum Parkplatz am Tongariro, der quasi der Startpunkt für das Crossing war. Es wurde noch schnell ein Gruppenfoto gemacht und dann ging es los. Die ersten Kilometer ging es nur geradeaus, durch eine sehr schöne und einzigartige alpine Natur. Unten am Berg war es noch relativ warm und wir haben uns gefühlt hundertmal mit Sonnencreme eingecremt, um uns vor den gefährlichen UV-Strahlen Neuseelands zu schützen (hier wird man tatsächlich bei Regenwetter braun, da wir so nah um Ozonloch dran sind – nicht dass ich nicht immer noch blass aussehe, als wäre ich im Krankenhaus gewesen, aber andere Leute werden hier braun). Starthöhe sind 1100m und bis zu den Soda Springs (ca. 1-1 1/2 Stunden) steigt der Weg nur leicht an, also alles leicht zu schaffen. Und dann beginnt der allerschlimmste Teil, man steigt den Berg empor auf 1886m: mit TREPPENSTUFEN !! Und man denkt sich nur so, wer hat diesen sch*** Berg gebaut ?! Jetzt darf sich jeder vorstellen wie es ist eine 800 Meter hohe Treppe hochzulaufen und zwar nicht auf kleinen „Stüfchen“ – NEIN AUF RICHTIGEN FAST KNIEHOHEN STUFEN !! Das Ganze nennt sich dann netterweise auch noch „Devil’s Staircase“ (Treppenhaus des Teufels). Der schlimmste Teil der Stufen erstreckt sich „nur“ über 200m Aufstieg, dennoch muss ich sagen, dass ist der Punkt an dem ich nicht mehr wollte. An dem ich auch kein Spaß mehr hatte. Mein Puls ist gerast, mein Herzschlag habe ich regelrecht gehört und meine Beine haben gezittert und sich wie Wackelpudding angefühlt. Wir haben nach jedem Treppenabsatz eine Pause gemacht, damit sich mein Puls wieder beruhigen kann. Zwischendurch gab es dann immer mal kleine Stücke, auf denen man einfach gradeaus gehen konnte, was wirklich eine Wohltat für die Beine war. Auf 1600 Meter haben wir es dann zum immer noch aktiven Red Crater geschafft, auch hier wurde erstmal ein Gruppenbild gemacht. Eigentlich war es nur ein Teil der Gruppe, da jeder in seinem eigenen Tempo wandern konnte.

Nach 4 Stunden Wanderung, knapp 800 Meter Höhenunterschied, hunderten von Treppenstufen und rasendem Puls haben wir es dann endlich geschafft: Lake Emerald. Der Grund, warum ich diese Wanderung machen wollte. Und das war einfach so unfassbar schön und so unwirklich. Inmitten von vulkanischer Natur, inmitten von Nichts : türkisblaue Seen, mit einer orangefarbenen „Kante“ und Schwefelrauch der über den Berg gekrochen kommt. Wie auf einem anderen Planeten…

Der Weg nach unten war ganz schön holprig, fast jeder hat sich da ein paar Mal auf seinen Hintern gesetzt, denn es war ganz schön steil und der Untergrund nicht wirklich fest. Man ist quasi heruntergeschlittert. Nach ein paar Fotos und einer größeren Lunchpause ging es dann zum Parkplatz. An sich fühlte es sich an wie der Rückweg, nur das der Rückweg noch einmal genauso lang war wie der „Hinweg“ zum Lake. Und nach jedem Bergab gab es zu meiner Enttäuschung auch wieder ein Bergauf. Als würden die Beine nicht schon genug schmerzen. Vorbei am „Blue Lake“ und einer verlassenen Hütte ging es dann irgendwann in Schlangenlinien bergab. Das ging ganz schön auf die Knie, mal abgesehen davon, dass man die eh schon nicht mehr gespürt hat und die Beine total weich waren. Das letzte Stück durch einen Regenwald und nach der never-ending-story haben wir es nach 7 1/2 Stunden (eine Zeit auf die ich sehr sehr sehr stolz bin!!) zum Parkplatz geschafft.

Auch wenn der Tongariro Crossing der bekannteste und frequentierteste Wanderweg in Neuseeland ist, sollte man ihn nicht unterschätzen. 2006 sind dort sogar zwei Menschen gestorben. Viele Menschen wissen nicht, dass sie sich dort in alpinen Gelände bewegen, geschweige denn was „Alpin“ überhaupt bedeutet. Denn auch bei Sonnenschein sollte man Schlechtwetterkleidung mitnehmen. Im Tal kann das Wetter komplett anders sein, wie oben an den Cratern. Technisch ist der Wanderweg leicht zu schaffen, konditionell sieht es da schon anders aus. Ich als „Sportmuffel“ bin ziemlich an meine Grenzen gekommen, obwohl ich kein Problem habe lange Strecken am Stück zu gehen und auch lange unterwegs sein kann ohne zu sitzen. Für sportliche Menschen ist es wirklich  gut zu schaffen, obwohl auch Hanjo danach gesagt hat, wenn er gewusst hätte, wie anstrengend das ist, hätte er es sich vorher nochmal genauer überlegt. Für Wanderer sicherlich ein „Kinderspiel“.

Fast ein bisschen unwirklich, dass wir das geschafft haben und vor allem in einer so guten Zeit. Man kann uns ja fast als professionelle Wanderer bezeichnen 😉

Am Parkplatz wurden wir vom Shuttle abgeholt, zum Hotel zurückgebracht, wo alle noch einmal auf die Toilette gegangen sind und ihre Wasserflaschen aufgefüllt sind und dann ging es auch schon zurück nach Auckland. Wir sind sehr viel später angekommen als geplant und somit hatten Hanjo und ich eine kurze Nacht. Nur mit dem Unterschied, dass ich am nächsten Tag früh hoch musste und einen 10-stündigen Tag vor mir hatte und der faule Sack frei hatte und ausschlafen konnte. Da fragt man sich wer hier hart im Nehmen und sportlich ist 😉 ❤

Fazit: Ich kann es jedem nur empfehlen mit studenttravels das Tongariro Crossing zu machen, vor allem wenn man eher Anfänger im Wandern ist. Es war super organisiert, hat Spaß gebracht und hatte ein gutes Preis-Leistung-Verhältnis! Generell sollte man das Tongariro Crossing einmal gemacht haben, wenn man schon in Neuseeland ist. Einmal und nie wieder, aber wenn man die Zähne zusammen beißt ist es auf jeden Fall zu schaffen. Der Weg wird nicht umsonst von fast 700 Wanderern täglich gemeistert und gehört zu den 10 Great Walks of New Zealand.

Meine persönlichen Tipps:

  1. Keine falschen Erwartungen – Da dieser Wanderweg so beliebt ist, wird er gerne mal unterschätzt, auch von uns! Er ist zwar technisch nicht schwierig und setzt keine professionelle Wanderausrüstung voraus, dennoch sollte man sich Gedanken darüber machen, ob man konditionell und gesundheitlich dazu in der Lage ist und sich bewusst darüber sein, dass man knapp 20km Berge rauf und runter wandert und das nicht ohne ist!
  2. Ausreichend informieren – Das wurde uns zum Glück ja fast abgenommen durch unseren Guide. Dennoch sollte man sich intensiv damit beschaffen und das ganze nicht wie einen kleinen spontanen Strandspaziergang behandeln. Selbst bei sommerlichen Temperaturen kann auf dem Berg Schnee liegen und unterwegs gibt es kein Trinkwasser. Das nötige Wissen über Ausstattung und Wetterlage sollte also vorhanden sein. Womit wir auch zum nächsten Punkt kommen.
  3. Die richtige Ausrüstung – Je nach Wetterlage sollte man sich entsprechend kleiden und auch im Sommer mehrere wärmende Kleidungsschichten dabei haben, da die Temperaturen stark fallen können und das Wetter in Neuseeland generell ziemlich unentschlossen ist und stark und unvorhergesehen schwankt. 1,5- 2 Liter Wasser sollte man auf jeden Fall dabei haben. Hanjo hatte sogar 4 Liter mit, da er schon im Alltag relativ viel trinkt. Essen sollte energiereich sein, aber nicht zu schwer im Magen liegen. Perfekt sind leichte Salate (z.B. mit Quinoa) oder Sandwiches. Müsliriegel, ’ne Banane und ein paar Cracker und man ist gut ausgestattet. Auch wenn man so lange unterwegs ist, der Hunger setzt er so richtig nach der Wanderung ein. Während der Wanderung ist man viel zu erledigt und noch „mittendrin“ um so richtig zu essen. Da kann man sich das zusätzliche Gewicht lieber ersparen. Ganz wichtig sind auch eine Kopfbedeckung und Sonnencreme (in Neuseeland ist die Sonne am gefährlichsten (!!), ganz besonders auf einem Berg).