Südinsel Tag 9: Queenstown

Heute war der absolut schönste Tag unserer Südinsel-Reise. Ich habe mich Hals über Kopf in Queenstown verliebt. Diese süße Stadt mit mit tollen Geschäften, hübscher Architektur, belebten Cafés und Restaurants direkt an einem glasklaren See und umgeben von schneebedeckten Bergen. Eine Bilderbuchstadt. Eine Mischung aus Salzburg/Wien und Lübeck und ein bisschen Hamburg. Und etwas von dem Münchner Chic hat sie auch. Man kann es gar nicht in Worte fassen, aber Queenstown ist ein echtes Paradies und übertrifft alle Erzählungen, die ich bis jetzt gehört habe. Am liebsten würde ich hier noch ein paar Wochen verbringen und einfach die Stadt genießen.

Heute Morgen, nachdem wir aus Wanaka losgefahren und in Queenstown angekommen sind, hatten wir gleich mal unser erstes Highlight: unseren Helikopterflug. Den haben wir auf Bookme gefunden und der war noch eine Spur günstiger, als der zum Franz Josef Gletscher. Ich mein klar dieses Mal war es „nur“ eine schneebedeckte Gebirgskette und kein Gletscher, die Aussicht aber nicht weniger beeindruckend. Wir sind in die Berge geflohen, oben an der Spitze ausgestiegen, hatten dort etwas Zeit und auf dem Rückweg konnten Hanjo und ich sogar vorne sitzen. Wir hatten so viel Spaß, ich liebe es einfach im Helikopter zu fliegen!!

Danach sind wir erstmal an den See gefahren und haben gefrühstückt, dafür hatten wir nämlich noch gar keine Zeit gefunden.

Nach unseren Frühstück/frühes Mittagessen sind wir dann erstmal Queenstown erkunden gegangen und wie bereits erwähnt habe ich mich Hals über Kopf in diese wunderschöne Stadt verliebt!!

Um einen noch tolleren Ausblick zu haben, sind wir mit der Gondel auf den Berg hinaufgefahren und obwohl das mit 38$ pro Person wahrlich kein Schnäppchen ist, hat sich das Geld allemal gelohnt. Oben im Café haben wir uns dann erstmal mit einem Tee aufgewärmt. Nicht nur, weil das in diese gemütliche Stimmung gepasst hat, sondern auch weil Tee das günstigste Getränk auf der Karte war und wir aber gerne in dem Café sitzen wollten 😀 #backpackerlife

Als wir dann unten wieder angekommen sind ist und eine Art Motorboot aufgefallen. Und diese Art Motorboot war in Wirklichkeit ein Hai, also kein echter natürlich, aber ein motorbetriebener und darin saßen zwei Menschen. Da sind wir natürlich neugierig geworden. Queenstown lässt ja auch keine Wünsche offen, was Adrenalinkicks angeht. Es gibt nichts wo man sich nicht in irgendeiner Art herunterstürzen, entlang rasen, springen oder tauchen kann. So auch dieser „Hydro Attack“. Ein Boot, das aussieht wie ein Hai, bis zu 80km/h schnell fahren kann auf dem Wasser, bis zu 40km/h unter Wasser (also es taucht quasi wie ein U-Boot ab) und springt wie ein Hai auch aus dem Wasser in die Höhe. Es ist bis jetzt einzigartig auf der Welt und das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen!! Da du quasi alleine in dem Hai mit deinem Fahrer sitzt für fast 20 Minuten ist es ein super individuelles Erlebnis, da die Schnelligkeit und die „Stunts“ auf dein Wohlbefinden und nach deinen Wünschen abgestimmt werden kann und der Preis hat sich auf jeden Fall gelohnt. Leider habe ich davon keine Bilder oder Videos, weil dafür muss man ja immer extra bezahlen.

Dann kam auch schon das nächste Highlight: Ferkburger. Laut Ed Sheeran und dem Rest von Queenstown der beste Burger von Neusseland, nein der ganzen Welt! Und das können wir absolut bestätigen. Obwohl um diese Jahreszeit ja nichts los ist, hat sich eine Schlange vor dem Geschäft gebildet und die Mitarbeiter in Rekordzeit gearbeitet. Die Burger sind rieeeesig. Also ein Burger ohne irgendwelche Beilagen entspricht halt schon einer ganzen Mahlzeit für einen hungrigen Erwachsenen. Alles wird dort frisch hergestellt und selbstgemacht (auch die Brötchen) und wird dir heiß (!) serviert. Der Salat so frisch, dass es richtig knackt, der Bacon so kross und fotogen, wie man ihn selber gar nicht hin bekommt. Das Fleisch heiß und würzig, das Brötchen frisch gebacken, die leckere selbstgemachte Soße auch zum reinlegen. Ich meine, ich liebe ja Burger und habe schon allerhand ausprobiert (ich rede jetzt nicht von McDonalds oder so) aber das war mit Abstand (!!) der beste Burger, den ich je in meinem Leben gegessen habe !!! Also wenn mal jemand zur Hauptsaison in Queenstown dort einen Burger essen will, dann besser online bestellen, es sei denn man möchte gerne ein paar Stunden in der Schlange stehen 😉 Der Hype ist auf jeden Fall begründet und auch das stundenlange Warten ist es wert!

Übernachten werden wir im YHA Queenstown Lakefront und wie es aussieht bis jetzt haben wir ein 8er-Zimmer ganz für uns alleine 😉

Morgen früh machen wir uns dann auf den Weg zu den Milford Sounds.

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Südinsel Tag 8: Wanaka

Ich weiß ich hänge ein wenig hinterher, aber zusätzlich zu der Sandfly Plage im Auto hatten wir in der ganzen Region auch kein Netz. Unsere schlechte Laune ist auch wieder weg. Ich will ja auch eigentlich gar nicht meckern, alleine die Tatsache in Neuseeland zu reisen ist ja schon ein riesiges Glück und das ist Meckern auf ganz hohem Niveau, aber an dem Tag hat mich das alles zu Tode genervt.

Unseren Tag in Wanaka haben wir aber wieder in vollen Zügen genossen. Wir sind nach ca einer zweistündigen Fahrt dort angekommen und haben uns erstmal die kleine süße Stadt angeguckt, so viele Boutiquen und Kunstgallerien – es sah so schön dort aus!

Danach ging es zum Lone Tree Wanaka, der übrigens auch seinen eigenen Hashtag hat : #thatwanakatree . Das Besondere? Er steht mitten im See ganz alleine, im Hintergrund die schneebedeckten Berge.

Danach sind wir noch etwas um den See herum spazieren gegangen und haben danach Mittag gegessen.

Um 15 Uhr haben wir uns Oceans 8 in dem absolut coolsten Kino angeschaut. Statt Kinosesseln gab es alte Sofas und Oldtimer, statt Popcorn und Nachos gab es eine Küche mit frisch gebackenen Cookies und selbstgemachte Pizza und anderen Gerichten, die du auch in dem Saal essen durftest. Der Film war hervorragend und das Kino Erlebnis einmalig!! Schade, dass es so etwas bei uns nicht gibt.

Übernachtet haben wir auf dem Bendigo Campsite und so nah an den Bergen dran, hat man schon gemerkt, wie es nachts kälter wird. Ich schlafe zurzeit in T-shirt, Pulli, Mütze und Handschuhe und Wollsocken, aber das geht auch immer noch gut!!

Südinsel Tag 7: Franz Josef Glacier & Lake Matheson

Gestern war so ziemlich unser „Pech-Tag“. Wir sind von unserem Campingplatz morgens losgefahren und dann kam glücklicherweise mal etwas Sonne heraus, pünktlich zum Zeitpunkt, an dem wir die Region verlassen haben, klar. Das hat dann auch nur so eine halbe Stunde angehalten, bis wir dann wieder die graue Einheitsbrühe über uns hängen hatten und langsam bin ich diesen grauen Himmel und dieses nass-kalte echt satt. Bevor und nachdem wir in einer Region waren ist dort immer blauer Himmel und schönes Wetter und uns verfolgt das schlechte Wetter regelgerecht…

Auf jeden Fall sind wir dann nach etwas Fahrt in dem Ort Franz Josef angekommen. Hier haben wir einen Helikopterflug für viel Geld auf den Gletscher gebucht. Als wir ankamen, hieß es alles gut, kann bald losgehen. Dann hieß es eventuell können wir nicht auf dem Gletscher landen, da sich das zuzieht und Sicherheit geht ganz klar vor. Daraus wurde dann ein OK, wir können endgültig nicht landen sondern nur über den Gletscher fliegen. Zwei Minuten später dann die Nachricht: sorry wir müssen den Flug streichen.

Damit haben wir dann schonmal unseren halben Tag „verplempert“ im Büro der Helikopterfirma. Immerhin bekommen wir unser Geld komplett zurück.

Also haben wir beschlossen uns auf den Weg zum Lake Matheson zu machen, da wir bei Cata so tolle Bilder gesehen haben. Hingefahren, hingewandert, Ergebnis? Himmel grau, See grau, Nebel, es fängt an zu regnen. Ich mein die Spiegelung auf dem Wasser war immer noch wunderschön aber die Bilder von Cata wie von einem anderen Planeten.

Also sind wir zum Campingplatz gefahren. Dort hatten die eine Sandfly Plage, das haben wir aber erst gemerkt, nachdem wir uns „eingerichtet“ und Essen gekocht haben. Diese kleinen Insekten sind ganz klein, in Gruppen zu tausendfach und die attackieren dich regelrecht und beißen und stechen. Als wir dann im Bett lagen haben wir erstmal eine ganze Stunde Insekten getötet, indem wir wild auf die Matratze gestrampelt sind und überall gegen geschlagen haben- es war ALLES voll, mein absoluter Albtraum, hunderte davon in unserem Bett. Die Nacht dann mehr oder weniger auf einem Fliegenfriedhof geschlafen, weil die Türen konnten wir ja nun nicht mehr öffnen, um die rauszuwerfen. Heute Morgen haben wir dann auch im Auto von drinnen alles umgebaut und sind über die Sitze geklettert, um möglichst schnell von diesem Campingplatz wegzukommen ohne die Türen oder die Fenster zu öffnen. Achja geregnet hat es auch wieder, was für ne Überraschung…

Südinsel Tag 6: Pancake Rocks and Blowholes & Greymouth

Wir hatten eine sehr erholsame Nacht im Hostel, alle waren leise und respektvoll, niemand hat geschnarcht. Heute Morgen sind wir dann um 7 Uhr aufgestanden, da wir noch in den Supermarkt wollten und zu einen Trinkwasserspender mussten, um unsere ganzen Wasserkanister und Flaschen mal wieder aufzufüllen, daran haben wir nämlich im Hostel nicht gedacht.

Gegen 8 Uhr sind wir dann auch Richtung Westküste aufgebrochen. Insgesamt vier Stunden Fahrt durch die Berge, bis wir endlich an der Küste …

…und den Pancake Rocks waren. Die Fahrt hat sich aber allemal gelohnt, denn das war bis jetzt glaube ich mein Highlight auf der Südinsel. Die Pancake Rocks sehen fast ein bisschen unwirklich aus und sind soo beeindruckend.

Man wandert durch den Park etwa eine halbe Stunde, mit Fotos machen natürlich etwas länger.

Das Beste daran, dass wir im Winter unterwegs sind, ist, dass die ganzen Attraktionen nicht menschenüberlaufen sind. Wir waren mit drei weiteren Personen alleine in dem gesamten Park und diese Ruhe und Leere macht das ganze Erlebnis irgendwie nochmal eine Spur magischer.

Danach ging es für uns weiter nach Greymouth, die Stadt war aber nicht spektakulär, daher sind wir nach 20 Minuten auch weiter Richtung Campingplatz gefahren. Wir waren so schlau und haben gestern im Hostel schon vorgekocht, und so deutsch wie wir sind gibt es heute Kartoffelsalat und Würstchen. Wir erfüllen halt jedes Klischee, nachdem wir schon Geschnetzeltes und Bratkartoffeln und Spiegelei hatten 😀

Südinsel Tag 5: Abel Tasman National Park

Wir haben die Nacht auf einem der schönsten Campingplätze direkt am Strand verbracht und heute Morgen beim Frühstück hat uns sogar eine Robbe besucht, die ist etwa 10m von Strand entfernt im Wasser herum geschwommen. So süß!!

Danach ging es für uns dann in den Abel Tasman Park, da ja gerade Winter ist in Neuseeland und Hanjo und ich nicht so die Fans vom Wandern sind, haben wir beschlossen eine richtige Tour zu buchen. Entschieden haben wir uns für „Wilsons Abel Tasman Day Out“ (über bookme). Wir sind um 9.20 Uhr in Kaiteriteri gestartet und sind einmal die gesamte Küste des Abel Tasman Parks entlanggefahren – inklusive Robbenkolonien und dem Felsen der aussieht wie ein aufgeschnittener Apfel. Um 12 Uhr wurden wir dann herausgelassen und hatten bis 15 Uhr Zeit eine zweistündige Wanderung durch den Park zu machen zu einem anderen Strand, an dem wir wieder abgeholt werden sollten. Um halb fünf sind wir dann wieder am Auto angekommen.

Für uns war diese Art von Tour perfekt, zumal das Wetter auch nicht so super war. Zwar viel besser als ursprünglich angesagt, aber es hat immer mal wieder genieselt und es war die ganze Zeit bewölkt und grau in grau. Normalerweise kann man tagelang durch den Park wandern und in kleinen Hütten unterwegs schlafen und diverse Abschnitte immer mal wieder mit dem Kayak oder dem Wassertaxi über das Wasser zurücklegen.

Von Kaiteriteri ging es für uns nach Motueka ins „Laughing Kiwi Backpackers“ Hostel, das wirklich super schön und sauber und sehr familiär ist. Ich würde jetzt mal behauptet, das ist das schönste Hostel, in dem ich bis jetzt war. Heiße saubere Duschen und unbegrenztes High-Speed Internet inklusive. Besser geht’s nicht!!

Morgen früh geht es Richtung Westküste, genauer gesagt zu den Pancake Rocks.

Südinsel Tag 4: Nelson

So wir haben unsere überaus stürmische Nacht überstanden – das Auto hat ganz schön gewackelt 😀 – und sind Richtung Nelson aufgebrochen. Eigentlich wird die Region „sunny Nelson“ von den Einheimischen genannt, da hier überdurchschnittlich viel Sonne scheint das ganze Jahr über .. davon haben wir aber noch nichts mitbekommen.. #sunnyNelsonNotSoSunny …

Heute Morgen haben wir dann als erstes die Pic’s Peanut Butter Factory besucht. Ich muss ja gestehen, Peanutbutter war nie wirklich mein Ding. Seitdem ich aber hier bin und die von „Pic’s“ gegessen habe, liebe ich Erdnussbutter einfach. Diese wird in Nelson hergestellt und man darf an kostenlosen Touren teilnehmen und sogar seine eigene Erdnussbutter herstellen.

Danach sind wir durch die Innenstadt von Nelson geschlendert. Hier gibt es so viele süße Cafés und Restaurants und Kunstgalerien, Boutiquen,.. am liebsten hätte ich überall gegessen, getrunken und eingekauft 😉

Hanjo und ich haben beschlossen, uns nochmal einen Strand anzugucken und geworden ist es „Rabbit Island“. Circa eine halbe Stunde aus der Stadt heraus gibt es eine kleine Halbinsel. Wir waren fast die einzigen am Strand und haben sogar ein winziges Stückchen blauen Himmel entdeckt 😀

Übernachtet wird auf dem Campingplatz „Kina Recreation Reserve“, der ebenfalls am Strand liegt.

Südinsel Tag 3: Marlborough Sounds & Picton

Heute Morgen hat unser Wecker schon um 6 Uhr geklingelt und pünktlich um 6.30 Uhr standen wir dann am Frühstücksbuffet – die allerersten Gäste.. ich glaube, das ist mir auch noch nie passiert 😀 Aber dadurch, dass wir so überaus pünktlich waren, war alles noch unberührt und grade aufgedeckt. Das Frühstück war sowieso der Hammer (man schätzt es ja auch gleich tausend mal mehr wert wenn man so einen Luxus lange nicht mehr hatte 😉 ) und Hanjo und ich haben einfach eine ganze Stunde gefrühstückt 😀

Um halb acht sind wir dann zu der Interislander Fähre gefahren, wurden eingecheckt und um neun ging die Fahrt durch die Marlborough Sounds und die Cook Strait von Wellington nach Picton los. Insgesamt dauert die Fahrt ca. 3 Stunden. Obwohl es verhältnismäßig ziemlich ruhig war, haben die paar Wellen schon gereicht, dass ich seekrank wurde. Daher habe ich fast die ganze Zeit geschlafen – das ist der Vorteil wenn man das Talent hat auf Knopfdruck einschlafen zu können und einfach alle Probleme ignorieren kann 😀

In Picton angekommen sind wir erst einmal durch die Fußgängerzone geschlendert …

…und haben dann beschlossen zu Bob’s Bay zu wandern. Das sind ca. 1 Stunde Hin- und Rückweg inklusive Fotostopps; denn die muss man unbedingt einlegen, die Fjordlandschaft ist so unfassbar beeindruckend – obwohl das Wetter hier eher nicht so gut ist. Dabei haben wir sogar ganz viel Robben im Fjord gesehen.. so süß!!

Danach wollten wir eigentlich nur schnell einen Kaffee trinken gehen, haben dann aber einen alten Herren aus Lübeck kennengelernt. Er ist 1980 mit seiner Familie nach Neuseeland ausgewandert. Und das allerwitzigste: er hat damals in Bad Oldesloe gearbeitet. Heute arbeitet er als Reiseführer für deutsche Touristen in Neuseeland und lebt in Picton. 2 1/2 Stunden haben wir uns unterhalten und er hat uns unzählige Insidertipps für unsere Reise mitgegeben und uns sogar angeboten auf seinem Grundstück mit unserem Auto zu übernachten, falls unser kostenloser Campingplatz (den wir uns vorher ausgeguckt haben) bereits voll sein sollte.

Da das Wetter immer schlechter wurde haben wir uns dann auf den Weg zum Campingplatz gemacht und können nun leider nicht mehr kochen, da hier gefühlte Orkanböen durch die Gegend wehen! 😀 Wir haben uns jetzt ins Auto verkrochen und werden später ein typisch deutsches Abendbrot (nämlich Brot mit Aufschnitt) essen, ist ja auch ganz gut eigentlich.

Morgen früh geht es für uns weiter nach Nelson und darauf den Tag in den Abel Tasman Nationalpark – mit hoffentlich besserem Wetter!