Personal Travelguide: Sydney Tag 4 – Featherdale Wildlife Park, Jet Boat, Helikopterflug

Tag 4:

Dieser Tag war vermutlich der Allerschönste, obwohl das Wetter super schlecht war und mir das blödeste Missgeschick überhaupt passiert ist…

Ich hatte mir bereits von zuhause einen Helikopterflug gebucht: Twilight Heli-Flug über Sydney. Uhrzeit: 9.00 Uhr. So stand es auf dem deutschen Coupon, den ich bekam. Kurz darauf habe ich auch noch eine Mail von dem Helikopterflug-Anbieter bekommen, dass sie mein genaues Gewicht benötigen und außerdem einen Pick-up Service anbieten. Ich solle doch bitte die Adresse meines Hostels schicken und werde dann abgeholt. Habe ich alles gemacht und dann kam die Antwort, dass alles klar geht und ich abgeholt werde – UM 5 UHR ?!! Und ich dachte mir nur so „Och nöö, hätten die das nicht bei der Buchung vermerken können, bevor man es bucht ?!“. Aber gut, es ist ja nun mal eine Sache, die man vermutlich nicht wieder im Leben macht (oder zumindest nicht häufig – ich muss sagen ich bin auf den Geschmack gekommen 😉 ) und dann kann man ja auch mal mitten in der Nacht aufstehen. Habe ich dann auch getan. Genau genommen stand ich sogar schon um 5 Uhr morgens draußen vor der Tür. Es war kalt, es war dunkel, und es kam einfach niemand. So gegen viertel vor 6 wurde ich echt nervös und habe dann nochmal die Mail rausgesucht, die mir von dem Helikopter-Unternehmen geschickt wurde. In der Mail, nicht auf dem Coupon wohlgemerkt, stand es dann, schwarz auf weiß: Pick up time 5.15pm… Ja PM..ABENDS..

Aber super, hatte ich viel mehr vom Tag..

(Bevor jetzt jemand denkt ich wäre einfach nur zu dumm.. auf dem ersten Coupon steht tatsächlich immer noch 9 Uhr morgens 😉 )

Featherdale Wildlife Park:

Ja, das ist genau der Park, von dem ich die ganze Zeit geschwärmt habe. Den ich unbedingt besuchen musste. Warum? Man kann Babykängurus streicheln, Fotos mit Koalabären machen und auch alle anderen australischen Tiere bewundern. Zu diesem Park bin ich dann direkt gefahren, nachdem ich mich noch wieder für 1 1/2 Stunden schlafen gelegt hatte. Die Fahrt dauert insgesamt 1-2 Stunden, denn er liegt leider etwas außerhalb von Sydney, ist jedoch gut mit öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen (Bahn Linie „North Shore and Western“ bis Blacktown (ca. 1h Fahrt) und dann noch mit dem Bus 729 (10 Min.) der direkt vor der Tür hält). Dank der iVenture Card bin ich auch hier rein gekommen, „ohne“ Eintritt zu zahlen. Und es ist ein absoluter Traum wahr geworden, dass ich diese süßen kleinen Kängurus und Wallabys streicheln konnte ❤ . Die waren einfach so unfassbar zutraulich und haben wirklich die Nähe zu den Besuchern gesucht. Insgesamt war der Park nicht besonders groß und auch die Gehege hätten für meinen Geschmack deutlich größer sein können, dennoch war zu sehen, wie gut es allen Tieren ging und trotz der Streichelgehege gab es genügend Rückzugsmöglichkeiten für alle Tiere. Man konnte die Tiere also nur streicheln, wenn diese das auch wirklich wollten und hinter die Absperrung gekommen sind. Ich hätte auf jeden Fall stundenlang bei den Kängurus bleiben können (habe ich auch mehr oder weniger gemacht 😀 ) und war so unglaublich glücklich, als ich in dem Park war!!

Oz Jet Boating

Nachdem ich mit dem Park fertig bin, wollte ich eigentlich direkt zum Hostel und mich für den Helikopterflug fertig machen. Da der Park jedoch viel kleiner war, als ursprünglich gedacht und ich schon nach 2 Stunden wieder auf dem Heimweg war, habe ich spontan beschlossen, die Jet Boat Tour doch noch zu machen. Ich hatte mir die bereits auch schon von zuhause ausgeguckt, aber als ich erfahren habe, dass man so lange fahren muss, bis man den Park erreicht, hatte ich die eigentlich aus meinem Plan gestrichen. Die Kängurus waren mir dann doch wichtiger 😉 .

Ich habe so ganz spontan den letzten Platz auf dem Boot bekommen – Glück gehabt – und hatte den Spaß meines Lebens. Wir sind nicht nur super schnell über das Wasser gerast und wurden durch verschiedene Stopps und Wendemanöver unfassbar nass, es lief auch ganz laute Musik, was die gute Stimmung nochmal verbessert hat !!

Ersatzkleidung hatte ich ja nun leider nicht dabei, da das ja eigentlich gar nicht mehr auf meinem Tagesplan stand, aber es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich diese einzupacken 😉

(Bilder davon gab es zwar schon, aber schön ist auch was anderes.. dafür wollte ich kein Geld ausgeben 😀 )

Helikopter Flug

Haha ja der Helikopterlfug am Abend war auch ganz gut. Muss man halt nicht so früh aufstehen dafür  😉

Als es dann endlich so weit war, wurde ich von einem ganz coolen Australier abgeholt der super nett war und auch eigentlich nicht mehr aufgehört hat zu reden während der Fahrt. Angekommen am Heli Port gab es dann erstmal ne ganze Menge Sicherheitseinweisungen von unserem Piloten Grant, der ebenfalls super nett und cool drauf war. Neben mir flog außerdem noch ein Pärchen aus Sydney, die irgendwas gefeiert haben, im Helikopter mit und ich dachte mir erstmal nur so „Oh Shit, muss das sein ?!“. Aber letztendlich waren die ziemlich entspannt und dadurch dass auf der Rückbank nur zwei Sitze waren und die logischerweise nebeneinander sitzen wollten/sollten, hatte ich den Platz in der front row 😉

Leider wurde das Wetter echt schlecht, aus diesem Grund sind wir auch früher losgeflogen, als geplant. Dennoch war das ein einzigartiges Erlebnis, ich hatte sooooo viel Spaß und bin etwas auf den Geschmack gekommen 😉

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Das war dann auch leider schon mein letzter Tag und ich musste meine Koffer packen und am nächsten Tag abreisen.

Ich hätte gerne noch ein paar Tage in Sydney verbracht, um mehr von der Stadt zu sehen, konnte es aber auch kaum erwarten meine „Familie“ endlich kennenlernen. Aber ich werde ganz sicher wieder kommen 🙂

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Personal Travelguide: Sydney Tag 3 – Harbour Bridge Climb

Tag 3: Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Es klingt so blöd, wenn man das sagt, aber ich kann gar nicht glauben, dass schon ich schon 3 Tage in Sydney verbracht habe. Und je länger ich hier bin, desto mehr verliebe ich mich in diesen Ort. Vor allem in den Hafen, die Oper, die Harbour Bridge, Circular Quay, The Rocks, es ist einfach alles so schön hier am Wasser.

Aber noch viel schöner ist die Sicht von oben, genauer gesagt von der Harbour Bridge. Ich hatte mir schon in Deutschland den sogenannten Bridge Walk gebucht und bin mehr als glücklich über diese Entscheidung.

Mein Tag fing mal wieder sehr früh an, damit ich möglichst viel davon habe. Um halb zehn saß ich in der Opera Kitchen direkt am Wasser und habe gefrühstückt. Dann bin ich einmal um den Hafen gelaufen zu „The Rocks“, der alte (ursprüngliche) Stadtteil von Sydney, denn von dort aus startet die über 3-stündige Klettertour.

Unser Tourguide Connor kam ursprünglich aus Texas, ist dann nach seinem Backpacker Aufenthalt in Australien eingewandert und arbeitet seit über 3 Jahren als Tourguide für den Bridge Walk. Er sieht aus wie eine Mischung aus Surfer und Tarzan, ist aber die absolut netteste und coolste Person, die ich bis jetzt hier kennengelernt habe und um ehrlich zu sein, bin ich neidisch auf seine Haare, so schöne lange gesunde Beach Waves wollte ich schon immer haben !! 😉

Das zweite Glück an diesem Tage: wir hatten nicht nur einen coolen Guide, sondern unsere Gruppe bestand mit mir nur aus zwei weiteren Mädels. Allie kam aus Brisbane und das andere Mädchen, dessen Name ich nicht mehr weiß aus Amsterdam. Und zusammen hatten wir so viel Spaß, es war eine gute Stimmung, man musste nicht stundenlang auf alle warten und hatten ganz oben so viel Zeit, um uns ganz in Ruhe zu unterhalten und den Ausblick zu genießen. Normalerweise sind zwischen 10 und 15 Leute in einer Gruppe und genauso voll waren auch alle Gruppen vor und nach uns. Besser hätte es also für mich nicht laufen können 😉

Selbst wenn man Höhenangst hat, sollte man sich das nicht entgehen lassen. Es gibt sehr ausführliche Sicherheitseinweisungen und da man ja eher in die Ferne guckt und nicht direkt nach unten (geht fast gar nicht, denn man sieht nur Brücke) ist es wirklich nicht schlimm. Einfach nur wunderschön. Ich hätte stundenlang dort oben verbringen können. Zudem gab es ne ganze Menge Informationen zu der Brücke und zu Sydney. Das war ganz sicher nicht das letzte Mal 😉

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Personal Travelguide: Sydney Tag 2 – Opera House, Sydney Tower, Bondi Beach

Tag 2 in Sydney war vollgepackt mit Sightseeing, unter anderem war ich in der Oper, auf dem Sydney Tower und am Bondi Beach.

Tag 2:

Am zweiten Tag bin ich sehr früh aufgestanden, da ich mir ein volles Programm vorgenommen habe (weil ich am Anreisetag eigentlich nichts geschafft habe 😀 ). Glücklicherweise war so ziemlich direkt vor dem Hostel in der William Street eine Bushaltestelle der Big-Bus Hop-On Hop-off Tour und ich konnte direkt dort einsteigen ohne irgendwo noch hinzufahren. Ich habe gleich den allerersten Bus um 8.45 Uhr erwischt und bin durch Sydney gefahren. Die Tour war mit der iVenture Card bereits bezahlt. Sie ist aufgeteilt in die Central Tour und die Bondi Tour, die jeweils um die 90 Minuten dauern.

Sydney Opera House: 

Mein erster Stopp war wieder die Oper, aber dieses Mal, um sie von innen zu sehen.

Diese geführte Tour kann ich wirklich allen nur empfehlen. Sie ist nicht nur architektonisch ein Highlight sondern man hat auch einen tollen Blick auf den Hafen.



Der Tourguide war super sympathisch und hat uns mit vielen interessanten Fakten und lustigen Anekdoten durch die Oper geführt. Wir sind unter anderem in den kleinen Theatersälen gewesen und konnten auch den großen Konzertsaal von innen besichtigen.
Sydney Tower Eye Observatory:

Weiter mit dem Bus ging es dann quer durch die Stadt, bis ich am Sydney Tower angekommen bin. Ich wollte es mir nicht nehmen lassen, mir die Stadt in Ruhe von oben anzugucken 😉 Der Blick war letzendlich nicht ganz sooo spektakulär, wie der Hafenblick, dennoch hat sich der Ausflug nach oben gelohnt. Man erhält nicht nur einen tollen Blick über die Stadt, sondern man ist vorher auch noch in einem 4D Kino drin, in dem ein Minifilm über Sydney gezeigt wird.

Bondi Beach & Icebergs Club:

Am Ende der Fahrt habe ich die Buslinie gewechselt und ab ging es zum Bondi Beach und den noblen Ort Bondi. Ganz ehrlich, wenn ich mir irgendein Haus hätte aussuchen dürfen, ich hätte mich nicht entscheiden können 😉 Das war wirklich eine riesige Ansammlung der tollsten und modernsten Häuser, die alle etwas futuristisch und puristisch, aber nicht langweilig waren und die beste Aussicht über die Stadt hatten.

Vom Bondi Beach war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht, der wird so sehr gehypt und ich schätze meine Erwartungen waren einfach zu hoch. Denn letzendlich war es einfach nur ein stinknormaler Strand, mit extrem vielen Surfen, der an Weihnachten im Fernsehen zu sehen ist, wenn alle Australier am Grillen sind.


Besonders gefreut habe ich mich aber über die Tatsache, dass ich den Icebergs Club und deren Swimmingpool im Meer sehen konnte. Der stand definitiv auf meiner Bucketlist ;).

Nach einem kurzen Strandspaziergang und einer Menge Vitamin D bin ich mit dem Bus zurück gefahren und musste erstmal ne Stunde im Hostel pennen, weil mich dieser Tag so erschöpft hat.

Abends habe ich mich tatsächlich noch mit Niki treffen können und wir waren in einer Rooftop Bar was trinken. Es tat gut jemanden aus Bad Oldesloe am anderen Ende der Welt zu sehen und sich austauschen zu können, wie es einem geht.

Ich muss sagen, dass es mir generell besser geht, je mehr ich beschäftigt bin. So langsam sind auch die Leute im Hostel sehr viel offener gegenüber „der Neuen“ und suchen auch von sich aus den Kontakt. Dadurch fühlt man sich nicht mehr ganz so alleine 🙂

Personal Travelguide: Sydney Tag 1 – Anreise

Mein erster Tag in Sydney: wie meine Anreise verlief und wie es mir geht

Tag 1:

Ich bin schon um 9 Uhr in Sydney gelandet und mit dem Link Train ins Zentrum gefahren. Eine Fahrt kostet ca 17 AUD und dauert 15-20 Minuten. Es macht durchaus Sinn sich eine Opalcard zuzulegen. Mit dieser kann man alle öffentlichen Verkehrsmittel (Bus, Bahn, Fähre,…) in Sydney nutzen. Das System finde ich zwar ein bisschen merkwürdig, denn man lädt quasi seine Karte mit einer gewissen Summe auf und bezahlt mehr oder weniger für die Zeit in der man das Verkehrsmittel genutzt hat. Wie eine Handy Prepaid Karte. Dadurch sind die öffentlichen nicht ganz besonders günstig, wie alles andere in Sydney auch.

Angekommen im „Nate‘s Place Backpackers“ Hostel durfte ich noch ganze drei Stunden warten, bis ich in mein Zimmer einchecken konnte. Da ging es mir ehrlich gesagt nicht so gut, denn ich war völlig erledigt von Flug, hatte Hunger und wollte einfach nur duschen, dazu ne ganze Menge fremder Leute, die sich alle untereinander kannten und „befreundet“ waren. Ich habe mich ein bisschen sehr wie „die Neue“ gefühlt. So wurde ich auch behandelt, vermutlich gar nicht beabsichtigt. Aber wenn man nur in Sydney ist, um sich die Stadt anzugucken und nicht mit neugewonnenden Freunden durchs Land reisen will, würde ich das nächste mal ein Hotel mit mehr Privatsphäre bevorzugen. Wobei das Hostel sehr sauber ist und insgesamt einen guten Eindruck macht. Zudem liegt es sehr zentral nur wenige Minuten von Kings Cross.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen schon am ersten Tag Sightseeing zu machen, dazu ist es aber nicht wirklich gekommen weil ich erstmal duschen und schlafen musste 😉 Gegen 17 Uhr bin ich dann aber nochmal zum Circular Quay gefahren, um meine iVenture Card abzuholen, eine Zeit für die Sydney Opera Tour zu reservieren und mein Hop-On-Hop-Off-Bustour Ticket zu erhalten.

Zur iVenture Card: das ist ein City Pass für den man eine gewisse Summe Geld bezahlt und dafür verschiedene Aktivitäten machen kann. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten: 1. du zahlst für eine Anzahl an Tagen und kannst so viel machen wie du willst/schaffst; 2. du zahlst für eine Anzahl an Aktivitäten und hast dafür bis zu 3 Monate Zeit um die zu unternehmen.

Ich habe mich für Option 2 entschieden, da ich mir im Voraus schon die Aktivitäten herausgesucht habe, die ich unbedingt machen will und somit ein bisschen Geld gespart habe, im Gegensatz zur 1. Option. Die Aktivitäten beinhalten zum Beispiel die Sightseeing Bus Tour, eine Tour mit der Fähre, diverse Führungen durch die Oper, The Rocks und weitere Orte und Sehenswürdigkeiten, Eintritte in den Zoo, SeaLife Zentren, Wildparks, Sky Tower und viel mehr. Für jeden Geschmack ist etwas dabei und man spart eine Menge Geld!

Nachdem ich meine ganzen Erledigungen geschafft habe, kaufte ich mir Abendbrot to Go und setze mich an den Hafen vor die Oper und habe einfach ein bisschen das Leben genossen. Zum Einen war ich unendlich glücklich, zum Anderen musste ich auch ein paar Tränen unterdrücken, weil ich realisiert habe, wie weit ich von zuhause weg bin und diesen schönen Moment irgendwie mit niemandem teilen konnte.