Auckland – Top 7 Spielplätze in Auckland

Ja, Spielplätze sind wieder zu einem festen Bestandteil meines Alltags geworden. Leider nicht ganz, um selber herumzutoben, sondern eher um die Jungs zu bespaßen und mal ein paar Minuten Pause zu genießen, dennoch bin ich maßlos begeistert von den neuseeländischen Spielplätzen. Ohne Witz, das ist das Paradies auf Erden für Kinder. Einer größer, besser und beeindruckender als der Andere, als würde es einen Wettbewerb gegeben haben, wer den tollsten Spielplatz bauen kann. Da ja mittlerweile auch andere AuPairs den Weg hierher finden, dachte ich, ist das nun eine gute Gelegenheit, um mal meine Top 5 zu teilen. (Denn da hat man als AuPair mal mehr als nur ein paar Minuten Pause 😉 ) Leider sind die Bilder nicht von mir, da ich die Spielplätze nicht fotografiert habe, aber wir waren auf allen persönlich und das sind meine absoluten Favoriten:

  1. Takapuna Beach Playground; Wo? – Gould Reserve, The Strand, Takapuna (North Shore) Besonderheit ? – Riesiger Turm mit drei verschiedenen Rutschen, Tunnel und Kletternetze in schwindelerregender Höhe, Wasserspielbereich, Hamsterrad, Schaukeln, Trampolin, Hängematten und das alles direkt an einem der schönsten Strände ! Bildschirmfoto 2018-02-11 um 21.16.09 Quelle: Bild
  2. Onepoto Domain; Wo? – Sylvan Ave, Northcote (Northshore) Besonderheit? – riesige Parklandschaft mit verschiedenen Spielplätzen, Seilbahn, „Geheimwege“ durch die Büsche, riesiger Bike und Scooter Fahrweg mit Hügeln, Rampen, Kreiseln, Verkehrsregeln (speziell für kleine Kinder, da fahren keine „coolen“ Jugendliche mit ihren Skateboards herum)  Quelle: Bild 1 und Bild 2
  3. One Tree Hill Playground; Wo? – 670 Manukau Road, Royal Oak (Süden von Auckland) Besonderheit? – Baumhaus, Eisenbahn, Klettergerüste, Brücken, Seilbahn, Skateboard Rampen, Volleyballnetze und das im wunderschönen One Tree Hill Park mit dem anschließenden Cornwall Park – einer meiner liebsten Plätze ❤ Bildschirmfoto 2018-02-11 um 21.23.12.pngQuelle: Bild
  4. Potters Park; Wo? – Balmoral Road, Mount Eden (Zentrum) Besonderheit? – Wasserspielplatz, quasi ein Wasserpark für die Kleinen und das kostenfrei Bildschirmfoto 2018-02-11 um 21.27.04Bildschirmfoto 2018-02-11 um 21.27.21                            Quelle: Bild 1 & Bild 2 
  5. Tūī Glen Reserve; Wo? 2 Claude Brookes Drive, Henderson (West-Auckland) Besonderheit? Pyramiden Türme mit Rutschen, Vogelnester (für Kinder, nicht für Vögel 😉 ) Zwei Seilbahnen um Rennen zu veranstalten, Baumhaus Bildschirmfoto 2018-02-11 um 21.28.22.pngQuelle: Bild
  6. Allenby Park; Wo? Direkt bei mir um die Ecke 😉 Allenby Road, Papatoetoe (Süden) Besonderheit? Wasserspielbereich, Klettergerüst, Schaukeln, Skate-Area, Kletterturm Bildschirmfoto 2018-02-11 um 21.29.32Bildschirmfoto 2018-02-11 um 21.29.47Quelle: Bild 1 & Bild 2 
  7. Snake & Ladders Park; Wo? – 8R Bradley Drive, Farm Cove (Osten von Auckland) Besonderheit? – Kennt ihr noch das Brettspiel Schlangen und Leitern? Das habe ich als Kind immer mit meiner Oma gespielt, wo man immer Würfelt und vorrücken darf und dann mal eine Leiter hochklettern (Vorsprung) bzw. eine Schlange herunterrutschen (Rückschlag) konnte/musste und wer als erster ins Ziel kam hat gewonnen. Der Spielplatz stellt dieses Spiel als Version für Menschen dar. Man ist quasi die Spielfigur und auch wenn man nicht das Spiel spielt, haben die Jungs einen Heidenspaß von Feld zu Feld zu hüpfen und durch die Tunnel zu kriechen/rutschen und Leiter hochzuklettern. Ein wahr gewordener Traum. Das war damals mein absolutes Lieblingsspiel 😉 Quelle: Bild 1 & Bild 2Bildschirmfoto 2018-02-11 um 21.36.12Bildschirmfoto 2018-02-11 um 21.37.17.png
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Let’s talk about: Die Premierministerin ist schwanger und Neuseeland steht Kopf

Ich bin mir nicht sicher, inwiefern die Neuigkeiten auch in anderen Ländern für Aufruhr und Diskussionen gesorgt haben. In Neuseeland ist es aber das einzige Thema zurzeit: Die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern, 37, ist schwanger und erwartet gemeinsam mit ihrem Ehemann Clark Gayford ihr erstes Kind im Juni dieses Jahres. Sie ist die Vorsitzende der sozialdemokratischen Labourpartei und erst seit Oktober im Amt. Vor kurzem verkündete sie nun ihre Schwangerschaft und Neuseeland steht Kopf. Heiß wird diskutiert, ob es ein wichtiges Zeichen für unsere heutige Zeit und die Emanzipation der Frauen setzt oder verantwortungslos ist einer schwangeren Frau und werdenden Mutter, die Verantwortung zu überlassen den wichtigsten Job des Landes auszuüben… Obwohl ich mich weder als (starke) Feministin bezeichnen würde, habe dazu aber auch meine Meinung und finde es ziemlich unverschämt, was einige Neuseeländer hier von sich geben…

Irgendwo kann ich die Neuseeländer, die davon nicht so begeistert sind, verstehen aber halt nur bedingt. Klar, dieser Job erfordert jede Menge Hingabe, Zeit und volle Aufmerksamkeit. In der Schwangerschaft sind jede Menge Hormone im Spiel und vor allem bei einer ersten Schwangerschaft weiß frau noch nicht, was auf sie zukommt. Und ja, das Kind sollte keineswegs zu kurz kommen und eine schöne und friedliche Kindheit haben, in dem die Mutter einen wichtigen Teil im Leben einnimmt. Alles verständlich, schön und gut. Aber warum ich finde, dass es noch viel eher ein wichtiges Zeichen setzt, als das es dem Kind und dem Land schadet? Here we go:

Dass eine Regierungschefin während ihrer Amtszeit schwanger geworden und ein Kind bekommen hat ist bis jetzt erst einmal passiert und das ist bereits 28 Jahre her. In Pakistan hat die 1989 amtierende Premierministerin Benazir Bhutto ihr zweites Kind während ihrer Zeit als Regierungschefin bekommen und alleine die Tatsache, dass das schon 28 Jahre zurück liegt sagt ziemlich viel über die Gleichberechtigung und das Frauenbild heutzutage aus.

Wer hat das ungeschriebene Gesetz erfunden, dass Mütter zuhause bleiben MÜSSEN, sich um Kind und Haushalt kümmern, während der Vater das Geld verdient? Wieso nehmen sich Leute das Recht heraus, schlecht über Familien zu urteilen, die kein traditionelles Familienmodell haben? Wer behauptet, dass Frauen besser darin sind Kinder aufzuziehen? Jacinda setzt auf jeden Fall ein wichtiges Zeichen: Ja, es gibt andere Familienmodelle. Sie geht sechs Wochen in Mutterschutz und fängt dann wieder Vollzeit an zu arbeiten und ihr Mann bleibt mit dem gemeinsam Kind erst einmal zu Hause und wird versuchen, sie überall hin zu begleiten. Wenn das nicht mal modern und situationsgerecht ist.

Des Weiteren beschwert sich doch auch niemand, wenn ein Mann in einer Führungsposition Vater wird und stellt automatisch eine Gefährdung des Kindeswohl in Frage. Fakt ist, für die Entwicklung eines Kindes ist es vermutlich immer noch am besten, wenn beide Elternteile um es herum sind. Aber das lässt sich nun mal nicht einrichten und dann sollte man das Beste aus der Situation machen und sich nicht dem Druck der Gesellschaft unterordnen.

Auch wenn Neuseeland das erste Land war, in dem Frauen wählen gehen durften, ist es jetzt an der Zeit für Einige einen Gang herunterzuschalten und mit unmöglichen Kommentaren und Vorwürfen aufzuhören.

Als Jacinda von einem Reporter gefragt wurde, wie sie ihre Regierungsaufgaben erledigen will, wenn sie gleichzeitig Morgenübelkeit hat, war ihre Antwort: „It’s what ladies do.“ Es ist nämlich an der Zeit auch Frauen eine Karriere zu ermöglichen, ganz egal, in welcher Lage sie sich befindet: Single, Verheiratet, Selbstständig, Angestellt, Mutter, Kinderlos oder eben auch Premierministerin.  Es ist auch an der Zeit, sein schwarz-weißes Weltbild abzulegen und sich nicht zwangsläufig zwischen „traditionell“ und „modern“ zu entscheiden zu müssen, sondern seinen ganz persönlichen Grauton und seine Entscheidungen auf die Lebenssituation anzupassen. Es ist Zeit für mehr Akzeptanz für Außergewöhnliches, das nicht außergewöhnlich sein sollte und mehr Gleichberechtigung für jedes Geschlecht in jedem Bereich. Es ist Zeit, dass sich Dinge ändern und wir moderner werden, wir Frauen uns durchsetzen und unseren eigenen Weg gehen. Und ich bin mir sicher, dass Jacinda weder ihren Job noch ihre Familie vernachlässigen wird und ihre eigenen Entscheidungen treffen kann und wird – zugunsten ihres Kindes UND Neuseelands. Es heißt doch immer Frauen seien multitaskingfähig. It’s what ladies do.

 

 

Quelle Titelbild: http://www.newshub.co.nz/home/politics/2017/06/poll-jacinda-ardern-s-popularity-plummets.html

Personal Travelguide: Tauranga, Mt Maunganui, Mclaren Falls, Moturiki Island

Hanjo und ich sind vergangenes Wochenende in Richtung Bay of Plenty aufgebrochen. Das ist circa nur 2 bis 3 Stunden Fahrt von Auckland entfernt und wir hatten dank eines neuseeländischen Feiertages ein langes Wochenende. Obwohl das Wetter super schlecht angesagt war und wir absolut keine Erwartungen an diesen Ort hatten, da er eher nicht typisch Neuseeland ist, hatten wir letztendlich eines der schönsten Wochenende. Vielleicht grade weil wir nur Sonnenschein hatten und der Ort sich als absolute Überraschung heraus gestellt hat. Manchmal ist es gut, ohne Erwartungen oder mit niedrigen Erwartungen an eine Sache heran zu gehen 😉

Tauranga ist ein Küstenort an der Bay of Plenty und wenn ich ihn nur mit wenigen Worten beschreiben sollte würde ich sagen: Concept Stores, Strandpromenade mit vielen Cafés und Restaurants, die größten und schicksten Luxusvillen mit Meerblick und ein riesiger Berg mitten am Wasser. Okay, das waren doch etwas mehr Worte – aber ich habe mich wirklich etwas verliebt in diesen Ort. Wie bereits gesagt, er war nicht typisch neuseeländisch sondern eher etwas europäisch angehaucht. Alleine, als wir in die Stadt hereingefahren sind, waren dort so viele Menschen unterwegs, so viel Trubel und eine richtige kleine Innenstadt mit Geschäften – das lässt sich in Neuseeland eher selten finden 🙂 Ich habe mich auf Anhieb wohl gefühlt!! Und dann das überraschend gute Wetter – damit haben wir nun gar nicht gerechnet gehabt 🙂

In Auckland sind wir noch beim strömenden Regen losgefahren, habe unsere Einkäufe erledigt und wieder ein Stopp bei unserem Campingplatz „Te Kauwhata Domain“ für die Nacht eingelegt. Am nächsten Morgen sind wir dann ganz entspannt Richtung Tauranga aufgebrochen. Da das Wetter am ersten Tag noch am besten sein sollte, haben wir beschlossen gleich zu Anfang den Mount Maunganui emporzusteigen, um die Aussicht bei einem blauen Himmel und Sonnenschein zu erleben. Auch wenn ich wandern hasse, ganz besonders wenn Berge und Treppenstufen im Spiel sind und ich mich jedes Mal aufs Neue ärgere, dass ich nicht genügend Sport mache und keine Ausdauer habe, hat sich die ca. 45 minütige Wanderung gelohnt. Als Beweis folgen gleich mal ein paar Bilder:

Nach unserer Wanderung sind wir dann zum Strand gegangen und haben in den meterhohen Wellen gebadet und ein Picknick am Strand gemacht. Und es wurde sooo heiß! Viel mehr, als baden und am Strand liegen, hätte man nicht machen können 😉

Gegen Abend sind wir zu einem der zwei günstigen Campingplätze gefahren, die dort in der Umgebung liegen. Dieser gehörte zu einem privaten Grundstück, auf dem eine Familie ihr eigenes kleines Schwimmbad mit Café gebaut hat und auf deren umliegenden Wiese man für 10€/Zelt und 12.50€/Auto,Van,Wohnmobil pro Person übernachten darf. Toiletten und warme Duschen des Pools durfte man auch benutzen. Eintritt zum Pool-Spabereich hat man vergünstigt bekommen, wenn man dort übernachtet hat und auch das Café/Restaurant war für alle zugänglich. Es wurden Pommes, Burger, Sandwiches und andere Leckereien angeboten und auch wenn wir dort nicht gegessen haben, roch es unglaublich gut!! Und auch die Preise waren auf den ersten Blick angemessen (für neuseeländische Verhältnisse)! Als extra Bonus gab es ein Trampolin, Hängematten in den Bäumen und zwei süße flauschige Kühe als Nachbarn – die ließen sich aber nicht streicheln, selbst dann nicht, als ich sie mit Gras gelockt habe ..

Am nächsten Tag haben wir „ausgeschlafen“ und sind dann Richtung Stadtzentrum aufgebrochen, da ich unbedingt bummeln gehen wollte. Schon beim ersten Durchfahren sind mir diese ganzen coolen Conceptstores aufgefallen, in denen ich unbedingt stöbern wollte. Und auch wenn ich mir mit meinen Aupairgehalt davon nichts leisten konnte und wollte (ich will ja schließlich noch ein bisschen reisen 😉 ) gab es dort die allerschönsten Sachen. Sachen, die man vorher noch nicht überall gesehen hat. Nach einer Café Pause ging es für uns noch in die Shoppingmall, bei der wir bei K Mart schon wieder unsere Kontrolle verloren haben.. bzw ich 😀 und bei uns im Auto eingezogen sind zwei Kissen: Eins mit fake fur und noch ein anderes flauschiges in silber/grau. Und ja ich arbeite hart daran, dass ich mich etwas wie zuhause fühle und unser Auto bald voller Kissen ist 😉 aber mehr werden es wohl nicht. Hanjo beschwert sich jetzt schon über Platzprobleme 😀

Nach unserer kleinen Shoppingtour sind wir dann noch weiter zu den Kaitare Falls gefahren und ich habe im eiskalten Wasser gebadet – Hanjo nicht und ich glaube, dass ist das erste Mal das das vorgekommen ist und vermutlich auch das Letzte Mal 😀 Ich bin aber nur ins Wasser gegangen, weil ich ein Bild im Wasser haben wollte.. was man nicht alles tut 😀

Dann wollten wir uns noch auf den Weg zu einem anderen Wasserfall machen, allerdings war der Weg dorthin so steil und matschig, dass wir umgedreht sind und Hanjo auch noch von einer Wespe gestochen wurde…

Damit war der Tag auch schon wieder zu ziemlich rum und wir haben uns auf den Weg zu unserem Campingplatz für die nächste Nach gemacht. Diesmal ging es zum McLaren Falls Park und das war der absolut beste Campingplatz mit einem wahnsinnigen Preis-Leistungsverhältnis, auf dem wir jemals waren!! Es war ein riesiger Park mit kleinen Wanderstrecken und tollen Ausblicken auf die Berge und umliegenden Flüsse. Es gibt verschiedene Flächen, auf denen man campen durfte. Wir haben uns für den Teil „Pin Oak“ entschieden, denn hier gab es stationäre (!!) Toiletten und heiße Duschen for free. Und nein, dass waren nicht einfach gammlige Toiletten und Duschen. Die waren absolut sauber (man hätte vom Boden essen können – haben wir dann aber doch gelassen) und richtig schick und modern – ich habe mich etwas wie in einem Hotebadezimmer gefühlt 😉 und das auf einem Campingplatz!! Die Duschräume waren sogar ziemlich groß mit Umkleide und Spiegel – alles ganz für eine Person alleine. Keine Gruppenräume, Tageslicht, ein heißer und starker Wasserstrahl und super sauber! Hanjo und ich waren wirklich etwa sprachlos. Wer jetzt denkt, wir haben dafür ein Vermögen bezahlt, täuscht sich: ES WAREN NUR 10$ PRO PERSON !!! (was in etwa 6,50€ entspricht) Hier werden wir bestimmt wiederherkommen, alleine wegen des Campingplatzes 😉

Da der Park direkt neben den McLaren Wasserfällen lag (wie der Name des Parks ja auch schon andeutet 😉 ) haben wir dort direkt morgens früh einen Stopp eingelegt 🙂 Und dieses Mal ist Hanjo baden gegangen und das Wasser war wirklich eiskalt: „Schmelzwasser-kalt“ seinen Worten nach … Lungenentzündungskalt meiner Meinung nach 😉 Aber der Ort an sich war schon wirklich toll, mitten im Wald und so idyllisch und magisch!

Danach sind wir ein weiteres Mal in die Stadt gefahren, da wir unbedingt noch zur Moturiki Insel wollten, die direkt am Maunganui Beach liegt und da haben wir wirklich ein kleines Paradies fernab vom Trubel gefunden. Obwohl auf der winzigen Insel ordentlich Betrieb war, sind wir unten am Wasser fast ganz alleine gewesen und haben die Sonne, die Aussicht und die Ruhe genossen. Es war so friedlich, dass wir sogar zwei riesige Krebse beim Kämpfen beobachten konnten. Das hat uns zwar die Lust am Baden vertrieben, da wir ja nicht wussten, was sonst alles noch so darin rumschwimmt, aber es war so schön dort, dass ich am liebsten gar nicht dort weg wollte ❤

Tipp: Ganz am Ende des Weges auf der Insel ist ein toller Ort zum Klippenspringen, falls man den Adrenlinkick sucht 😉 Keine Sorge Oma, haben wir natürlich nicht gemacht!! 😉

Zum Abkühlen ging es noch einmal an den Strand zum Baden und dann auch leider schon auf den Heimweg ❤

Auckland – 5 activities for public holidays (for free)

Wie versprochen kommt nun Teil 2:

  1. Schwimmhalle und Potters Park – die meisten Schwimmhallen haben in den Ferien sogar vergünstigte Preise oder sind sogar eintrittsfrei. Und was gibt es besseres als an einem heißen Sommertag sich zu erfrischen. Wer lieber draußen in der Natur ist, sollte sich mal Potters Park angucken. Quasi ein Spielplatz mit einem Wasserbereich, auf dem die Kinder stundenlang herumtoben und Spaß haben können. Mir wurde auch berichtet, dass es in Auckland Waterview einen neuen Wasserpark/Wasserspielplatz geben soll, der auch einen kleinen Pool haben soll.
  2. Onepoto Domain (Spielplatz und Bike Park für Kinder) – Eines meiner liebsten Ausflugsziele, denn der Spielplatz ist nicht nur riesengroß und ziemlich cool, sondern der Park verfügt auch über einen riesigen Bike und Score Track mit Kurven, Hügeln und Verkehrsschildern und das alles für kleine Kinder. Man findet dort keine „coolen Jungendlichen“ mit ihren Skateboards. Hier hält auch morgens auch immer ein Coffeetruck und mittags ein Eistruck -fürs leibliche Wohl ist also auch gesorgt 😉
  3. Picknick im Park – Manchmal ist das einfach die einfachste Möglichkeit. Man kann sich dabei ja gerne noch mit anderen AuPairs oder Müttern verabreden und einfach ein Picknick veranstalten in den zahlreichen Parks die Auckland zu bieten hat, wie zum Beispiel Cornwall Park oder der Botanical Gardens.
  4. Strand – Da die Sonne und die UV Strahlen in Neuseeland so aggressiv ist sollte man den Strand von 11 bis 16 Uhr zwar meiden und wenn nur im Schatten sitzen. Aber wenn man früh morgens los fährt und ein paar Runden schwimmt und danach auf einen Spielplatz geht, lässt sich so ein Ferientag ganz entspannt herumbekommen. Empfehlenswert ist dort Takapuna Beach. Hier gibt es eine große Wiese mit vielen Bäumen (Schatten!!) und einen wahnsinnig tollen Spielplatz, auf dem Archie und Jasper wirklich Stunden verbringen können.
  5. Playdate – Aus Playdates habe ich versucht den Großteil der Sommerferien zu gestalten, überwiegend mit Kindern aus Jaspers Playgroup. Die Mütter hatten meistens noch ein zweites Kind in Archies Alter und so hatte jedes Kind jemanden zum Spielen und wir haben uns oft in einer großen Gruppe im Park, am Strand oder bei jemandem Zuhause getroffen. Das war super entspannt, denn die Kinder sind beschäftigt und man hat etwas Zeit zum Abschalten, Kaffee trinken und nette Gespräche. Das Gute an Playdates mit mehreren Müttern: Es gibt immer jemanden, der ein Auge auf die Kinder behält und nicht jeder muss jeden durchgehend beobachten und schauen, ob alles in Ordnung ist. Wenn man keine Playgroup hat, kann man einfach mal bei Facebook schauen, dort gibt es diverse Gruppen, auf denen man gleichaltrige Kinder für Playdates finden kann 🙂

 

Personal Travelguide: Lake Taupo Sailing Trip, Maori Rock Carvings, Hot Pools & Huka Falls

Wie bereits in meinem Monatsrückblick angekündigt sind Hanjo und ich Lea am Wochenende nach Taupo gefolgt. Da sie am Wochenende in Taupo war und dieser süße Ort unser Reiseziel geworden ist, hat uns ganz besonders gefreut, denn wir waren schon einmal ganz kurz hier, als wir das Tongariro Crossing gemacht haben und wie soll ich sagen: Es war Liebe auf den ersten Blick!! ❤️ Taupo ist einfach so wunderschön, hat so viel Charme und für jeden Geschmack etwas zu bieten! Angenommen ich würde nach Neuseeland ziehen, wäre Taupo glaube ich meine erste Wahl. Aber keine Sorge, so weit kommt es nicht – ich liebe Deutschland 😉

Wir sind Freitag Abend losgefahren und haben wieder auf unserem Lieblings-Parkplatz vor Hamilton übernachtet. Der ist nicht nur kostenlos und legal sondern auch super sauber und mit schönen öffentlichen Toiletten, Mülleimern und einer Abwaschspüle ausgestattet – und nein, all das ist nicht selbstverständlich, vor allem nicht kostenlos !! Te Kauwhata Domain heißt der Platz. Sehr zu empfehlen!

Am nächsten Morgen sind wir in aller früh aufgestanden, haben unsere Sachen zusammengeräumt und uns auf den Weg nach Taupo gemacht. Von dort aus waren es nur noch 2 1/2 Stunden Fahrt. Gegen 11 sind wir dann in Taupo angekommen, haben Lea eingesammelt und sind zu den Hot Pools im Waikato River gefahren. Dort haben wir dann fast den ganzen Tag verbracht, denn das Wetter war toll, das Wasser angenehm und wir haben es einfach nur genossen! Hanjo sowieso – das ist sein absoluter Lieblingsort 😉

Danach haben wir uns noch kurz auf den Weg in die Stadt gemacht und zum Hole in One in Taupo. Das ist ein Golfloch mitten auf dem See und derjenige, der trifft, bekommt 10.000$. Dort haben sich eine ganze Menge Briten aufgehalten, die ziemlich gute Stimmung verbreitet haben. Die haben sogar ein paar mal die Plattform getroffen, dadurch wurde das Zuschauen echt interessant und spannend. Getroffen hat aber leider niemand.

Danach wollten wir uns eigentlich auf den Weg zu den Huka Fällen machen, aber die ganze Stadt war durch ein Festival verstopft und von Menschen und Besuchern überrannt, dass Hanjo und ich Angst hatten, keinen Platz mehr für die Nacht zu bekommen, also haben wir uns daher auf den Weg zum Campingplatz gemacht: Hipapatua Recreational Reserve. Das liegt direkt am Waikato River, super zentral, 5 Fahrminuten von den Huka Falls entfernt und ist ebenfalls kostenlos. Dort haben wir beide Nächte verbracht.

Am zweiten Tag ging es für uns wieder recht früh los, da wir am Vortag relativ spontan einen Segeltrip auf dem Lake Taupo zum Maori Rock Carving gebucht haben. Unser Segelschiff hieß Fearless und ganz früh morgens gibt es ein Early Bird Special – wir haben nur 28$ bzw. 17€ pro Person für 2 1/2 Stunden bezahlt. Ein super Preis-Leistungsverhältnis, denn es war relativ intim, da wir ca. 15 Leute waren und keine 100, der Kapitän total lieb war und uns immer ein bisschen was erzählt hat und wir hatten sogar einen kleinen Schwimmstop. Es werden mehrere Pakete angeboten; auch mit Sonnenuntergangsschwimmen, Pizza und Wein, und extra langen Schwimmstops. Wir haben uns für die günstige Early Bird Variante entschieden und waren super happy damit!!

Nach unserer Segeltour haben wir es dann tatsächlich zu den Huka Falls geschafft:

Nach den Huka Falls sind wir dann wieder zurück in die Stadt gefahren und haben uns bei McDonald’s erstmal abgekühlt. Es war wirklich ziemlich warm und die Luft unerträglich feucht. Aus diesem Grund haben wir dann auch beschlossen, den Rest des Tages am Lake Taupo mit Baden und Faulenzen zu verbringen. Gesagt, getan. Abends haben wir uns dann leider von Lea verabschieden müssen. Sie ist weiter nach Wellington gefahren, um dann nachhause zu fliegen, während ein weiterer Tag Taupo noch vor uns lag. Abends sind wir wieder auf dem Campingplatz Nähe der Huka Falls gefahren. Am nächsten Tag haben wir „ausgeschlafen“ und sind dann weiter runter an den Fluss gefahren und sind vor der Hitze geflüchtet. Baden, Faulenzen, das Leben genießen stand auf unserem Tagesplan bevor wir uns auf den Heimweg nach Auckland gemacht haben.

Und ich kann nur sagen, dass Taupo Liebe auf den ersten Blick war.. und auch auf den zweiten .. und bestimmt auch auf den dritten, vierten, fünften… Wir fühlen uns hier so wohl!!

monthly review: January

Neues Jahr – neue Abenteuer!

Erlebt: 

Unser Jahr begann gleich mit einem sehr schönem Erlebnis. Wir haben die erste Tour mit unserem neuen Auto unternommen zur Coromandel Halbinsel und dort zwei wunderschöne Tage verbracht. Wir waren am Hot Water Beach und bei der Cathedral Cove, was seitdem einer meiner Lieblingsplätze in Neuseeland ist. Wirklich ein Paradies, wären da nur nicht so viele Touristen 😉

Unser nächster Trip ging nach Rotorua – auch die stinkende Stadt genannt. Die Region ist bekannt für vulkanische und geothermische Aktivitäten und das hohe Schwefelvorkommen. Wir haben uns ein bisschen was von der Maorikultur angeguckt und waren im Wai-O-Tapu Thermal Wonderland, um uns ein paar Wunder der Natur anzuschauen, wie z.B. den Champagne Pool oder Devil’s Bath.

Gleich darauf kam allerliebster Besuch aus der Heimat, oder zu dem Zeitpunkt aus Australien ❤ Gemeinsam mit Lea sind wir nach Coromandel gefahren und haben dort ein schönes Wochenende inklusive Coromandel Town, Cathedral Cove, Hot Water Beach, Wasserfällen, Schweinchenfarm und Karangahake Gorge. Alles zu unserem Trip gibt es hier.

Während wir die Woche über arbeiten mussten, ist Lea weiter durchs Land gereist. Hanjo und ich haben aber beschlossen, das folgende Wochenende zu ihr zu reisen. Somit ging es für uns nach Taupo. Zu unserem Trip nach Taupo folgt der Post übermorgen – seid gespannt! 🙂

Gefeiert:

Neujahr. Ich bin ja nicht so der Typ für Vorsätze, dennoch habe ich mir vorgenommen, das beste aus diesem Jahr heraus zu holen und es in vollen Zügen zu genießen – das klappt bis jetzt wunderbar 😉 Das Jahr begann übrigens gleich perfekt, mit einem Trip nach Coromandel. Wenn das nicht ein guter Start ist 🙂img_1802

Genutzt:

Viele viele Apps! Meine Handynutzung hat sich hier nochmal verdoppelt, denn für alles benutze ich Apps: Navigation, Banking, Fotografie, Planung, … Einfach alles. Welches meine Favoriten sind, gibt es hier zu lesen.

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Gedacht:

Wie anstrengend Kinder sein können und wie man anfängt sich mit tiefergehenden Problemen auseinanderzusetzen. Wie schwer die Sommerferien für mich waren gibt es hier zu lesen. Ein paar Tipps für Ferienaktivitäten in Auckland gab es hier gleich hinterher.

Warum ich nach Neuseeland geflogen bin und was diese Reise für mich bedeutet. Ich wollte frei, spontan und abenteuerlustig sind. Über mich hinauswachsen und über den Tellerrand schauen. Etwas von der Welt sehen. Genau darüber habe ich mit dem „fit“ Magazin der DAK gesprochen und meinen persönliche Beitrag dazu geschrieben. Den Artikel im Magazin findet man auch hier auf der Homepage: https://magazin.dak.de/abenteuer-neuseeland/

Veröffentlicht:

Des Weiteren gab es diesen Monat  noch ein Rezept, ein Markt, Sightseeing Tipps für Auckland CBD und einen riesigen Post über den Autokauf in Neuseeland und unseren Familienzuwachs, sowie einen kleinen Einblick in mein neuseeländisches Zimmer ! 🙂

Kennengelernt:

Eine ganze Menge indische Traditionen. Neuseeland ist ja bekannt dafür, dass es sehr multikulturell ist, was ich auch sehr schön finde. Jeder lebt friedlich mit jedem zusammen, ohne Fremdenhass, Unverständnis und Ignoranz. Integration klappt hier ganz wunderbar. Eigentlich existiert dieses Wort hier nicht einmal, denn es ist selbsverständlich, dass alle Kulturen hier existieren. Hier muss sich niemand „integrieren“. Das ist zumindest mein Eindruck. Während in Australien die Ureinwohner komplett übergangen wurden und jetzt fast nur noch alkoholabgängig und obdachlos sind, leben die Maori – die Ureinwohner  Neuseelands – Hand in Hand mit allen Kulturen. Sie arbeiten in Banken, Geschäften und nehmen auch führende Positionen ein. Natürlich kann man nicht dir Augen davor verschließen, dass die Menschen mit europäischen Wurzeln teilweise immer noch bessere Chancen im Job oder in anderen Lebenssituationen haben, aber generell gibt es hier ein harmonisches Miteinander, was ich sehr beeindruckend finde, bzw. schade, dass es nicht überall so funktionieren kann. Um aber mal auf den Punkt zu kommen: Unsere Nachbarn haben eine indische Hochzeit ausgerichtet, die kann schon mal bis zu einer Woche dauern und kann auch mit bis zu 1000 Gästen stattfinden. Und nicht wenig von den ganzen Zeremonien und traditionellen Events findet zuhause im Hause der Eltern statt. Daher könnt ihr euch vorstellen, wie ereignisreich meine Nächte waren, in denen ich bei indischer Musik dann irgendwann eingeschlafen bin und zu indischen Tänzen und Gesängen morgens wieder aufgewacht. Es ist schon etwas gewöhnungsbedürftig & jede Woche muss ich das nun nicht haben – zumal mein Zimmer direkt an deren Haus dran liegt – aber spannend war es allemal!

Und damit geht dann auch der Januar um und in zwei Wochen ist bereits Halbzeit – ich kann es kaum glauben !

Autokauf in Neuseeland

Ich habe ja schon im letzten Post verraten, dass wir uns ein Auto gekauft haben und jetzt rücke ich auch mal mit ein paar mehr Infos raus und wie man ein Auto in Neuseeland findet und was man beachten muss.

Wo finde ich ein Auto?

Ein Auto in Neuseeland zu finden ist nicht grade die allerschwierigste Aufgabe, denn das Land ist von Reisenden überlaufen, die alle Autos suchen und verkaufen. Zudem gibt es ja noch die Einheimischen, die auch ihre Autos verkaufen, um sich ein neues zuzulegen. Wie auch immer es gibt zahlreiche Möglichkeiten, ein Auto in Neuseeland zu finden:

  1. facebook – Ja man glaubt es nicht, aber Facebook ist auch noch zu anderen Dingen gut, als sich nur mit Tiervideos und shitstorms unter irgendwelchen News die Zeit totzuschlagen.  Es gibt zahlreiche Gruppen auf Facebook z.B. „Work and Travel Neuseeland“, „AuPair in Neuseeland“, „Backpackers Cars Buy&Sell New Zealand“ auf denen nicht nur Autos sondern auch viele andere nützliche Dinge zum Verkauf angeboten werden und Gleichgesinnte nach Tipps und Travelmates suchen. Ein Blick in die Gruppen lohnt sich auf jeden Fall! Um es aber auf den Punkt zu bringen, viele Backpacker und auch Einheimische bieten hier ihre Autos zum Verkauf an und man kann ganz leicht mit ihnen in Kontakt treten und eine Testfahrt vereinbaren. Das Gute an diesen Autos: Sie sind oftmals schon mit Backpackerausrüstung (Campingstühle, Gaskocher, Geschirr, Schlafsack,..) ausgestattet.
  2. Buy & Sell Automärkte – An vielen Ecken Neuseelands (vor allem in Auckland) gibt es Automärkte, an denen private Verkäufer ihre Autos gegen einen Preis ausstellen und verkaufen können. Wie genau das ganze abläuft kann ich leider nicht sagen, da wir gar nicht zu so einem Automarkt hingegangen sind. Die Wahrscheinlichkeit dort aber sein Auto zu verkaufen ist wohl recht hoch und wird überwiegend von Einheimischen genutzt.
  3. Am Straßenrand – Ganz nach neuseeländischer Manier und Gelassenheit werden sehr sehr viele Autos einfach am Straßenrand abgestellt und zum Verkauf angeboten, also einfach mal Ausschau halten 😉
  4. „trade-me“ – Funktioniert ähnlich wie Ebay. Besonders praktisch, wenn man nach bestimmten Modellen, Preisen, Farben, etc. sucht, da man die Suchkriterien filtern kann. Eine Plattform auf der übrigens nicht nur Autos verkauft werden.
  5. Über persönliche Kontakte – Einfach mal in der Gastfamilie oder im Hostel nachfragen, denn es gibt immer jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt,.. der sein Auto gerade verkaufen will 😉

Welches Auto soll ich kaufen?

Da muss man sich zunächst fragen, welche Funktion das Auto haben soll: Ist es als reines Stadtauto und Fortbewegungsmittel gedacht? Oder möchte man darin monatelang unterwegs sein, darin leben, schlafen, kochen,.. und sich Unterkunftskosten sparen? Möchte man mit seinem Auto möglichst viele Offroad-Straßen und Gebiete erkundigen und am liebsten jeden Tag am Strand langfahren ? Für wie viele Personen ist es gedacht?

Je nachdem wie man diese Fragen beantwortet, gibt es verschiedene Automodelle. Für uns als Au-Pairs war es zum Beispiel wichtig, dass wir das sowohl im Stadtverkehr nutzen können, als auch für unsere Reisen am Wochenende. Wir müssen also genug Platz zum Schlafen haben, wollen aber nicht ein ganzes Jahr in dem Auto leben und es sollte nicht zu viel Benzin verbrauchen, da es vermutlich tagtäglich im Gebrauch ist.

  1. Das ganz klassische Auto – nicht unbedingt geeignet, wenn man plant, darin zu leben und auf Unterkünfte zu verzichten. Perfekt jedoch, wenn man als AuPair mobil sein und am Wochenende mit Freunden das Land erkunden möchte. Verbraucht in der Regel nicht so viel Benzin – kommt natürlich auf das Auto an- und man sollte sich beim Kauf überlegen, ob man auch in dem Auto schlafen möchte und ob größentechnisch eine Matratze herein passt (hier bieten sich z.B. Modelle von Honda, Mitsubishi und Toyota an). Es gibt auch diverse Autos, die schon etwas umgebaut sind und zum Beispiel ein Holzgestell im Kofferraum haben – perfekt um darin ein paar Nächte zu schlafen. Allerdings nicht auf Dauer, hin und wieder muss man sich dann doch auch mal ein Hostel oder ähnliches leisten 😉
  2. Der Campervan – Das typische Backpackerauto. Man hat keinen „Luxus“ wie in einem Wohnmobil, aber dennoch ist auf einfache und kostengünstige Weise ein Zuhause auf vier Rädern gebaut wurden. Typisch hierfür sind der Toyota Estima, Toyota Serena oder richtige Vans von Nissan und Toyota. Hier gibt es zwei Typen von Autos: „self contained“ und „non self-contained“. Das bedeutet, ob man in dem Auto völlig unabhängig leben kann und in gewissen Gebieten (ist ausgeschildert) legal wildcampen kann. Self-contained Autos müssen jedoch gewisse Kriterien erfüllen und müssen eine dementsprechende Plakette beantragen. Zu diesen Kriterien gehören: eine Frischwasserzufuhr (4 Liter pro Person pro Tag, mindestens 12 Liter), ein Waschbecken, eine Toilette (1 Liter pro Person pro Tag, wenigstens 3 Liter pro Person), einen Abwassertank (mindestens 4 Liter pro Person, wenn der Abwassertank kleiner als der Frischwassertank ist, muss dieser per Monitor überprüfbar sein), ein Abwasserschlauch, einen Abfalleimer mit Deckel. Wie sich daraus ableiten lässt, sind diese Campervans so umgebaut wurden, dass man wirklich alles in diesem Auto hat und völlig unabhängig ist. Allerdings muss man für ein self-contained Auto deutlich mehr bezahlen – zwischen 6000$ und 12000$ (3500€-7000€) und spart dafür aber an anderer Stelle, denn man muss kein Geld für Campingplätze oder anderen legale Stellplätze ausgeben. Generell verbrauchen Campervans recht viel Benzin und haben keine starke Motorleistung. Zudem haben sie vermutlich bereits eine sehr hohe Kilometerzahl drauf (wenn es nicht grade die erste Backpackergeneration ist) und Mängel wurden „billig“ behoben.
  3. 4WD – ein Auto mit Allradantrieb und eignet sich perfekt für Strände und Off-Road Straßen und den nervigen Gravel Roads – von denen es in Neuseeland sehr sehr viele gibt. Genug Platz zum Schlafen ist meistens auch. Allerdings verbrauchen die ordentlich Benzin.

Generell sollte man in Neuseeland asiatische Autos kaufen, denn erst einmal gibt es davon massenhaft und man wird sie schnell wieder los und die Ersatzteile für asiatische Autos gibt es in jeder Werkstatt für ein Appel und ein Ei – falls doch mal etwas gemacht werden muss. Vor allem mit einem Toyota ist man immer auf der sicheren Seite hier.

Auf welche Merkmale und Eckdaten muss ich beim Autokauf achten?

  • Wenn man auf der Autosuche ist, dann bekommt man hier erstmal einen ganz schönen Schock wenn man auf die gefahrenenKilometer guckt, diese liegen nämlich zu 99% über 250.000. Sowas würde man sich in Deutschland ja niemals kaufen, denn man wäre sich sicher, es jede Woche in die Werkstatt zu fahren. Doch hier gilt ein Auto mit 250.000- 350.000 km noch als neuer Gebrauchtwagen. Vor allem Backpackerautos sind wenig im Stadtverkehr und dafür viele lange Strecken in gleichmäßiger Geschwindigkeit gefahren, was dem Motor nicht ganz so zusetzt. Man darf sich also zurücklehnen und „bedenkenlos“ auch ein älteres Auto kaufen. Allerdings nicht zu alt – wenn man noch vorhat das Land zu bereisen und das Auto danach verkaufen will, sollte es nicht mehr als 350.000km beim Kauf haben.
  • Nicht nur die Kilometer sind hoch, sondern auch das Alter. Viele Autos kommen aus dem Jahr 1995-1999. Einige sind sogar noch älter. Und das ist auch in Ordnung. Doch bei Autos, die mehr als 25 Jahre alt sind ist von einem Kauf abzuraten.
  • Außerdem sollte man darauf achten, dass das Auto noch ein gültiges „WoF“ und „Rego“ hat. WoF bedeutet Warrant of Fitness und entspricht dem deutschen TÜV. Dieser muss regelmäßig erneuert werden und sollte beim Kauf noch mindesten ein paar Monate gültig sein, damit man sich sicher kann, nicht gleich sein ganzes Geld in Reparaturen stecken zu müssen, um das WoF verlängern zu können. Um gleich loszufahren sollte das Auto zudem eine gültige Straßenzulassung (Rego- vehicle license) haben. Denn auch die Beantragung kostet Geld – abhängig von der Anzahl der Monate.
  • Auf die Ausstattung sollte man dann  auch noch mal einen Blick werfen und nicht nur die zusätzliche Backpacker/Campingausrüstung.
  • Bei einem Preis unter 1500$ sollte man stutzig werden und den Preis hinterfragen: Sind die Verkäufer in Eile und müssen ihr Auto ganz schnell loswerden, bevor sie nach Hause fliegen ? Oder stimmt etwas mit dem Auto nicht?

Was, wenn ich ein für mich interessanten Auto gefunden habe?

  • sofort einen Termin zur Besichtigung und Testfahrt vereinbaren, denn ein gutes Auto kann innerhalb ein paar Stunden vom Markt sein
  • Wenn der äußere Eindruck stimmt und man ein gutes Gefühl hat, sollte man sich erkundigen, ob der Besitzer schon einem mechanical check gemacht hat bzw. noch machen kann. In der Regel muss man selber für die Kosten aufkommen, aber lieber 120$ für einen mechanical check ausgeben und sich sicher sein, dass mit dem Auto alles stimmt, als dem Verkäufer 3000$ in die Hand zu drücken und das Auto ab sofort täglich in die Werkstatt fahren.
  • Sind alle Autopapiere vorhanden und gibt es keine rechtlichen oder finanziellen Belastungenauf dem Auto? Denn diese werden in Neuseeland auf den neuen Besitzer übertragen.
  • Kann ich mir das Auto leisten? Welche Anschaffungen muss ich zusätzlich zum Autokauf noch tätigen? WoF, Rego, Ausstattung, Reparaturen, Versicherung, Besitzer ummelden,..? Mit welchen Kosten man generell rechnen kann siehe unter nächstem Punkt.

Was muss ich für ein Auto bezahlen und welche weiteren Kosten kommen auf mich zu?

Um den Preis zu bestimmen, kommt es auf viele verschiedenen Faktoren an, wie der Zustand des Autos, den Autotyp, die Verkaufszeit, den Verkaufsort und noch viel mehr. Wenn man sich viele Autos über Wochen hinweg auf Facebook, trademe oder den Automärkten anguckt, bekommt man ungefähr ein Gefühl dafür, wie viel Geld man ungefähr ausgeben muss.

  1. Während der Hauptsaison Oktober bis Dezember/Januar sind Autos generell teurer und schneller vom Markt, denn es landen mehr Backpacker/AuPairs und Reisende im Land als Autos zur Verfügung stehen.
  2. Autos in großen Städten an den „Roadtripenden“ so wie Auckland und Christchurch sind teurer als in kleineren Städten. Allerdings ist die Nachfrage auch größer.
  3. Fallbeispiel 1: Ein normales Auto mit 280xxx km von 1999, Honda/Toyota/Nissan, mit Holzgestell, keine großen Mängel, Basic-Backpacker/Campingausrüstung (sprich Holzgestell/Matratze/ vielleicht ein paar Kisten) -> ca. 2500$ (kann von 2000$ bis 3000$ variieren kommt auf die oben genannten Faktoren an)
  4. Fallbeispiel 2: Campervan non-self-contained, Toyota Estima, 320xxx km, 1997, gute Ausstattung (Bett, Campingstühle, Stauraum, evtl. Spüle, ausklappbare „Küchenzeile“, Geschirr, Kochgeräte,..) -> 4500$-6000$ (variiert aufgrund von oben genannte Faktoren)
  5. Fallbeispiel 3: Campervan self-contained, Nissan Vanette, 2001, 280xxx km, volle Ausstattung gemäß self-contained, 9500$-12000$ (variiert aufgrund von oben genannten Faktoren)

Weitere Kosten:

mechanical check – 80$-120$ (i.d.R. einmalig)

WoF– 50$ nur Untersuchung (Autos im Alter bis 6 Jahren alle 12 Monate, danach alle 6 Monate), je nach Mängel stehen Reparaturen an, die innerhalb von 4 Wochen nach Untersuchung erfolgen müssen

Rego – 10-15$ pro Monat (abhängig von Dauer und Auto)

Diesel-Fahrzeuge „road user Charge“– muss im Vorfeld bezahlt werden 1000km ca. 60-70$

Change of ownership – 9$, kann in jeder Autowerkstatt/Postshop ganz einfach per Formular erledigt werden

Versicherung (freiwillig) – kommt auf Versicherungstyp, Auto, Fahrer, Anbieter, … an; kann nicht pauschal gesagt werden

Camping Ausrüstung– 200-300$ (kann alles günstig bei K-Mart, Warehouse oder secondhand über Facebook/trademe erstanden werden)

Was muss nach dem Autokauf getan werden?

  • Der Besitzer muss umgemeldet werden (geht ganz einfach im Postshop mithilfe eines Formulars)
  • Ausrüstung anschaffen (entweder Second-hand oder neu kaufen bei K-Mart/warehouse)
  • Versicherung abschließen: Die ist in Neuseeland freiwillig, aber auf jeden Fall zu empfehlen, denn die neuseeländischen Straßen sind nicht ohne und die Kosten für Schäden anderer Autos hoch
  • Regelmäßig zum Service bringen und das Auto gut in Schuss halten, denn je besser der Zustand des Autos und des Zubehörs, desto besser stehen die Chancen für einen guten Verkauf (man möchte den Großteil des Geldes ja schließlich wiederbekommen 😉 )

Allgemeine Tipps:

  • Asiatische Modelle kaufen
  • Den Kauf nicht überstürzen !!
  • Leute mit Ahnung zu Rate ziehen
  • mechanical check durchführen und Versicherung abschließen!
  • das Design des Autos ignorieren, denn die Autos sind hier überwiegend halt einfach hässlich; sonst hat man nicht viel Auswahl 😉

Und nun zum spannendsten Teil: Unser neuer Familienzugang 😉

Modell: Mitsubishi Diamante

Jahrgang: 2003

Mileage: 290xxx km

Preis: 2700$

Wir haben unser Auto über Facebook gefunden und auch wenn es ziemlich hässlich und verformt ist, ist es das absolut richtige Auto für uns. Denn es wurden nicht nur gerade sehr viele Dinge erneuert, sondern WoF und Rego sind lange über unsere Abreise hin gültig. Es ist sehr benzinsparend und hat einen starken Motor, was bei der hügeligen Landschaft Neuseelands nicht schaden kann 😉 Das Beste: wenn man die Sitze zurückklappt, haben wir fast ganze 2m Platz zum Schlafen, was mehr ist, als alle anderen Autos und Hanjo natürlich sehr zu Gute kommt. Das Auto war in guten Händen und sah innen wie außen gepflegt aus, was in Neuseeland auch nicht selbstverständlich ist. Für uns wichtig waren auch ein USB und AUX-Anschluss, denn das Navigationsgerät auf dem Handy verbraucht ordentlich Batterie und muss hin und wieder unterwegs aufgeladen werden und was wäre ein Roadtrip ohne gute Musik ?! Im Preis enthalten war auch eine Matratze, die die Vorbesitzer exakt auf die Maße des Autos angepasst und zugeschnitten haben. Wir haben nach unserem Autokauf gleich eine riesige Shoppingtour bei K-mart hingelegt und und Kissen, Bettbezüge, Schlafsäcke, Campingstühle, Teller, Schüsseln, Besteck, Plastikdosen in verschiedenen Größen, Geschirrhandtücher, Spülbürste Wäscheleine, Kühltruhe, eine Lichterkette und und und eingekauft und und und eingekauft. Denn bei K-mart kostet alles nur ein paar Doller, so haben die Campingstühle z.B. nur 5$ und die Schüsseln jeweils nur 1$ gekostet. K-Mart ist wie ein Euroshop nur mit nicht ganz so schlechter Qualität und die haben wirklich alles 😉 So macht shoppen Spaß!!

Unser Auto haben wir übrigens auf Felix getauft – nach Hanjo Bruder. Denn es ist hässlich und unförmig, aber erfüllt seinen Zweck und wir haben es trotzdem lieb. War Hanjos Idee …

Quelle: Titelbild