Matakana Village Farmers Market

Wie bereits angekündigt komme ich heute nochmal auf den Matakana Village Farmers Market zurück – einfach weil ich diesen Markt so sehr liebe ❤ . Ich war jetzt bereits zweimal dort und würde am liebsten jedes Wochenende zurückkehren.

Es ist vergleichbar mit einem deutschen Weihnachtsmarkt nur in der Bauernmarkt-Ausgabe. An fast allen Ständen darf man Honig, Käse, Öle, Marmeladen, Obst, Brot, Naturkosmetik,.. und und und probieren. Damit ist dieser Ort schonmal mein persönliches Paradies. Ohne jetzt unverschämt zu sein, aber ich liebe es einfach, wenn man sich so durch die Stände probieren kann, die Verkäufer einem was über ihre Produkte erzählen und man einfach den Markt genießen kann. Auf dem Markt gibt es zusätzlich noch Foodtrucks, an denen Galette, Dumplings, Tacos, Kuchen, Kaffee, Waffeln, Sushi, Curry und noch viel mehr angeboten wird. Also zusätzlich zum Bauernmarkt ist es auch noch ein halbes Foodfestival. Der zweite Grund, warum ich diesen Markt so liebe 😉 Der dritte Grund ist, dass man dort so viele kleine süße Sachen entdecken kann, die man woanders noch nicht gesehen hat und die sich hervorragend als kleine Geschenke für Geburtstage, Weihnachten und einfach zwischendurch anbieten. Der Markt liegt ca. 1 1/2 Stunden Fahrt mit dem Auto von Auckland entfernt, also bietet es sich an einen Tagestrip darauf zu machen und nach dem Markt noch einen der umliegenden Strände zu besuchen. Oder so wie wir es gemacht haben, auf dem Weg in den Norden Neuseelands (Bay of Islands, Northland,..) einfach einen kleinen Zwischenstopp einzulegen. Als Beweis, wie schön dieser Markt gibt, gibt es hier noch ein paar Bilder:

 

Während der Sommermonate: Dezember, Januar und Februar finden hier übrigens auch viele extra Events neben dem Farmers Market statt: Foodfestivals, Aktivitäten für Kinder, Livemusik,…

Ein Besuch loht sich ❤

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Let’s talk about: Wenn die Motivation flöten geht

Kennt ihr das, wenn ihr morgens einfach nicht aufstehen wollt? Wenn ihr die ganze Zeit überlegt, wie ihr euch vor etwas drücken könnt? Wie ihr versucht euch mit geringem Aufwand durchzuschlagen ? Auf Energiesparmodus fahrt? Genauso geht es mir gerade…

In Neuseeland sind die Sommerferien angekommen und alle Schulen, Kindergärten, Spielgruppen, einfach alles ist momentan geschlossen. Für die Kinder sind Ferien, für die AuPairs Hauptsaison.

Ich muss sagen, ich hatte mich an meinen Tagesablauf so gut gewöhnt und habe meine Kräfte gut eingeeilt, dass ich meine ganze Arbeit schaffe und dennoch genügend Energie habe, um meine 50-55 Stunden Woche durchzuhalten. Ja richtig gehört, es sind mittlerweile bis zu 55 Stunden die Woche. Jetzt wo Ferien sind ist Archie auch zuhause und ich muss feststellen, dass es ihm so gar nicht gut tut, keinen geregelten Tagesablauf zu haben. Er hört nicht, er macht genau das Gegenteil von dem was er soll, er provoziert, er heult, er wird schnell wütend, er ist fordernd und schätzt nichts wert. Jasper ist an sich das allerliebste Kind und so zuckersüß. Aber wenn die beiden zusammen sind, dann kopiert er alles, was sein großer Bruder macht und die beiden sind nur am streiten und kämpfen. Wenn sie nur streiten würden, wäre das ja gar kein Problem und mir ist auch bewusst, dass Jungs miteinander kämpfen. Aber ich passe halt wirklich zurzeit nur auf, dass die sich gegenseitig nicht ausversehen umbringen und ich nicht den Notarzt rufen muss. Ich kann die Beiden gefühlt nicht mal für ein paar Minuten aus den Augen lassen, um Wäsche aufzuhängen, Essen zu machen oder auch nur um auf die Toilette zu gehen. Jedes Mal wenn ich mich auch nur umdrehe, passiert irgendetwas. Das ist extrem nervenaufreibend und kostet unglaublich viel Kraft. Mittlerweile helfen die Murmeln nicht, die Regeln werden komplett ignoriert. Ignoranz ist auch nur bedingt machbar, denn ich kann ja nicht zulassen, dass die beiden sich ernsthaft verletzten. Ich würde so gerne einfach nur schöne Dinge mit den Jungs unternehmen und den Tag genießen und Spaß haben: in den Zoo gehen, in die Schwimmhalle gehen, gemeinsam backen und basteln. Aber alles scheint zurzeit unmöglich, denn wie soll ich sie kontrollieren, wenn sie sich nicht kontrollieren lassen? Es ist ja geradezu gefährlich mit denen irgendwo hinzugehen. Letztens waren wir in der Schwimmhalle und die sind immer nur auf den anderen rausgesprungen und Archie hat Jasper unter Wasser gedrückt, obwohl er weiß, dass er nicht schwimmen geschweige denn tauchen kann und Panik bekommt. Im nächsten Moment rennen sie dann beide in den tiefen Pool und springen dort ohne Schwimmflügel rein, denn die werden auch nur mit große Geheule und Geschrei angezogen. Und ich bin immer nur damit beschäftigt, sie vor dem Ertrinken oder vor dem Rausschmiss zu retten. Und es nervt. Es kotzt mich regelrecht an. Und ich habe keine Lust mehr. Ich habe wirklich keine Motivation mehr!

Man fängt dann ja auch an, an sich selber zu zweifeln, ob man einfach nur überfordert ist oder inkompetent, nicht qualifiziert und/oder erfahren genug. Aber jeden Abend endet das mit Geschrei und Geheule und Lauch und Abi haben die Jungs nur 2 bis 3 Stunden am Abend. Ich ganze 10 Stunden am Tag…

Deswegen bin ich zurzeit über jeden freien Tag, den ich bekomme, heilfroh und versuche mich mit dem Gedanken zu motivieren, mit dem Geld an den Wochenende reisen zu können. Eins habe ich dadurch gelernt : Ich habe verdammt nochmal Durchhaltevermögen und Nervensstärke; mal sehen wie lange noch. Die Ferien gehen noch bis zum 22. Januar. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

 

Quelle: Titelbild

Personal Travelguide: Coromandel, Cathedral Cove & Hot Water Beach

Dieser Trip war super spontan und sehr kostengünstig !!

Big News: Hanjo und ich haben uns ein Auto zugelegt, JUHUU! Wir waren lange Zeit auf der Suche und haben aber endlich das Richtige für uns gefunden. Alles genauen Infos werde ich aber nochmal in einem Extra-Post veröffentlichen. Da wir aber unser Auto letztendlich früher abholen konnten, als wir geplant haben, sind wir ganz spontan im neuen Jahr nochmal weggefahren. Da ich Montag den 1.1. und Dienstag den 2.1. frei hatte, wollten die freie Zeit auf jeden Fall nutzen und sind zur Coromandel Halbinsel gefahren. Einem sehr bekannten Ziel in Neuseeland und ein beliebter Urlaubsort für Einheimische, mit seiner Cathedral Cove und dem Hot Water Beach.

Coromandel ist in ca. 1-2 Stunden mit dem Auto von Auckland zu erreichen, perfekt also für einen spontanen 2-Tages-Trip. Die Nacht haben wir im Auto geschlafen auf einem Campingplatz und da wir generell noch nicht so Backpackermäßig ausgestattet sind, haben wir unser Abendbrot bereits vorher zubereitet und unser Frühstück mitgenommen. Dadurch sind wir nicht nur sehr kostensparend weggefahren, sondern mussten auch keine Zeit fürs Kochen verschwenden 😉

Aber nun genauer zu unserem Trip:

Wir sind am 1. Januar gegen halb neun/neun Uhr losgefahren, nicht ganz so früh, wie die letzten Male, aber nach einer kurzen Nacht sind wir einfach nicht früher losgekommen 😉

Wir haben unterwegs gehalten, um zu frühstücken, aber ansonsten keine weiteren Zwischenstopps gemacht, so wie bei den letzten Trips, da wir grade nicht so viel Geld für Benzin haben durch den Autokauf. Erstmal wieder sparen angesagt 🙂

Der Hot Water Beach war ziemlich überlaufen und alle haben sich ein Loch gegraben. Denn an einem bestimmten Bereich des Strandes gibt es heißes Quellwasser unter dem Sand und je tiefer man gräbt, desto heißer wird es. Also ist Vorsicht geboten, dass man sich nicht den Allerwertesten verbrennt! 😉 Leider war das Wetter mal wieder super schlecht (es hat wirklich genau die Sekunde angefangen zu regnen, als wir uns ins Auto gesetzt haben, bereit zum losfahren). Am Hot Water Beach hat es zwar nicht geregnet, dafür was aber alles grau und sehr windig. Ich habe mich in meine Pullis und all unsere Handtücher eingewickelt und dann erstmal am Strand geschlafen, was anderes war bei dem Wetter einfach nicht möglich 😀

Hanjo hat sich dann irgendwann noch ein Loch gebuddelt und war kurz schwimmen, aber danach haben wir uns auch auf den Rückweg zum Auto gemacht.

Gegen späten Nachmittag sind wir dann weiter Richtung Norden gefahren zum Campingplatz „Earl’s Paradise“. Dieser ist sehr einfach gehalten, es gibt Dixiklos und kalte Duschen, aber kostet auch nur 10$ pro Person und hat eine tolle Aussicht über die Bucht. Für eine Nacht war es perfekt und hat völlig gereicht. Zumal man bedenken muss, dass bei allen anderen Campingplätzen die Preise über die Feiertage in die Höhe schießen und überhaupt fast vollständig ausgebucht sind. Plätze zum „Wildcampen“ (legale) gibt es in der Coromandel übrigens auch nicht, daher war Earls Paradise wirklich super für uns.

Wir haben also unser Lager aufgeschlagen und Abendbrot gegessen und dann ganz sehnsüchtig darauf gewartet, dass es dunkel ist und wir unsere Lichterkette im Auto anmachen können, nur um dann festzustellen, dass wir so unvorsichtig waren, dass das Kabel schon gerissen war.. wir haben noch versucht sie zu retten, aber nur mit einem Küchenmesser und Fingern ging es schlecht.. Na gut, shit happens, müssen wir uns wohl eine neue kaufen.

Früh morgens sind wir aufgewacht, da es ganz schön heiß im Auto wurde. Wir haben uns nämlich noch kein Mückennetz gekauft und wollten es nicht riskieren komplett aufgefressen zu werden, nur damit wir die Fenster aufmachen können.

Gegen 9 Uhr sind wir dann auch aufgestanden und haben ganz gemütlich gefrühstückt – mit Blick aufs Meer. Zu dem gewissen Meer sind wir dann auch noch hingefahren, nachdem wir unsere Sachen zusammen gepackt hatten. Und es war wirklich ein absoluter Paradies Strand!! Als wir ankamen waren nur zwei weitere Menschen dort, feiner Pudersand und türkisblaues Meer. Da sind wir dann erstmal eine Runde schwimmen gegangen.

Um 11 Uhr sind wir dann Richtung Cathedral Cove aufgebrochen. Angekommen haben wir festgestellt, dass parkplatztechnisch absolut nichts zu machen war, das bedeutete, wir mussten den ganzen Berg wieder herunterfahren, im Dorf parken und den ganzen Berg wieder zu Fuß heraufwandern und es war so heiß!! Aber ich will mich nicht über das bisschen Sonne beschweren, dass wir ausnahmsweise mal hatten. Oben am Berg angekommen ging dann erst die eigentliche „Wanderung“ los zur Cathedral Cove, die ca. 45 Minuten dauert. Alternativ kann man auch ein Wassertaxi für 15$ pro Person (pro Weg) nehmen, oder sich ein Kayak/Jetski/… mieten.

Auch wenn ich mittlerweile echt vom Wandern abgeschreckt bin (dank unseres Tongariro Crossings 😀 ) hat sich der Weg gelohnt. Ich glaube der Strand um die Cathedral Cove ist mein Lieblingsplatz in Neuseeland – bis jetzt zumindest! Vielleicht lag es auch am Wetter, denn das war ausnahmsweise mal sonnig und warm, aber dieser Ort war einfach nur paradiesisch schön: Puderzuckersand, türkises mega klares Wasser, eingebettet in Felsen und Wald. Etwas touristenüberlaufen, aber einfach nur toll. Wir haben super lang gebadet, um uns dann wehmütig auf den Rückweg zu machen. Das war garantiert nicht das letzte Mal hier .. ❤

monthly review: december

Dezember… eigentlich der Monat, den ich am allerliebsten Zuhause verbracht hätte. Ich liebe die Weihnachtszeit, die man einfach so sinnlich und schön mit seinen Liebsten verbringt und zwar in der Kälte. Einfach diese Adventszeit und diese Weihnachtsstimmung die aufkommt durch kleine alltägliche Dinge, wie einen Tee trinken und einen Lebkuchen essen, sich auf dem Sofa zusammenkuscheln, Weihnachtsmusik hören, Adventskalendertürchen öffnen, Weihnachtsgeschenke kaufen und einpacken… Gehört definitiv zu meinen Highlights des Jahres! Und dieses Jahr ist alles anders… Wie meine generelle Weihnachtsstimmung war gibt es hier zu lesen.

Gefeiert:

Mein Monat fing an mit Jaspers Geburtstag, den wir gemeinsam mit Freunden der Familie und Verwandten in Cornwall Park bei einem Picknick verbracht haben. Ich habe einen Tag vorher schon die drei Tortenböden gebacken und Geschenke eingepackt (es gibt Dinge, die ändern sich auch in Neuseeland nicht 😉 ) und Abi und Lauch haben Samstag dann das große Küchenchaos veranstaltet. Wie der Tag ablief gibt es hier in dem Blogpost: Happy Birthday Jasper!

Dann kam der Nikolaus. Der ist ziemlich untergegangen, aber mein Papa wäre ja nicht mein Papa, wenn er mir nicht ein „kleines“ Geschenk in den Koffer gelegt und mitgegeben hätte 😉

Weihnachten.. Ja jetzt könnte ich wieder anfangen zu schwärmen, wie sehr ich Weihnachten in Deutschland liebe ❤ Dieses Weihnachten war zwar komplett anders, aber dennoch wunderschön, denn:

  1. Ich hatte Hanjo dabei und auch wenn wir gar nicht in Weihnachtsstimmung waren, haben wir uns einen richtig schönen Arbeit gemacht mit einem leckeren 3-Gänge-Menü und Bescherung! Fehlte nur der Weihnachtsbaum und Schnee 😉
  2. Es gab Sonne, Strand und Delfine !! ❤ war zwar gar nicht weihnachtlich, aber hat ja auch mal was 😉 Wir haben die Weihnachtstage nämlich in Paihia und der Bay of Islands verbracht 🙂 Alles über unseren Trip gibt es hier zu lesen.
  3. Ich weiß, dass ich ein Stück weit über mich hinaus gewachsen bin, dieses für mich so wichtige Familienfest ohne meine Familie zu feiern (mal abgesehen von Hanjo). Aber es ging mir die Adventszeit immer mal wieder ziemlich schlecht was Sehnsucht nach Zuhause angeht und ich bin froh, dass hinter mir  und aus der Zeit das Bestmögliche herausgeholt zu haben!

Sylvester: Kurz darauf stand dann auch schon die nächste Feierlichkeit an, das Ende von 2017 und der Beginn von 2018 ! 2017 war ein ziemlich spannendes Jahr mit vielen großen und wichtigen Ereignissen, ein paar Gedanken zum Jahr 2017 und meinen vielen Sylvesterplänen gibt es hier. Aber natürlich ist alles mal wieder ganz anders gekommen als geplant. Wie unser endgültiges Sylvester ablief gibt es hier zu lesen.

Erlebt:

Ja neben der ganzen Feierei habe ich auch noch Zeit gehabt andere Dinge zu unternehmen. Ich habe mich mit Freunden getroffen, war mit meiner Gastfamilie auf einem „Weihnachtsevent“, mit Freunden auf dem Night Noodles Market und auf diversen Trips.

Meinen Weihnachtstrip nach Paihia habe ich ja schon erwähnt. Alle Bilder dazu gibt es hier.

Eines meiner Highlights war das Tongariro Crossing: dieser gehört zu den beliebtesten und bekanntesten Wanderwegen Neuseelands und obwohl ich Wandern hasse, konnte ich mir das natürlich nicht entgehen lassen 😉 Wir haben eine Tour über Studenttravels gebucht, in der die An- und Rückfahrt mit einem Reisebus, die Übernachtung, zwei Mahlzeiten und eine geführte Tour durch die Landschaft. Insgesamt um die 19 Kilometer lang ist man schon um die 7 bis 9 Stunden unterwegs und ich bin wirklich an meine Grenzen gekommen aber es hat sich gelohnt. Noch mehr Bilder und Infos gibt es hier.

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Gekauft: 

Achtung, große News Incoming.. WIR HABEN UNS EIN AUTO GEKAUFT!! Nach laaanger Suche haben wie endlich das richtige gefunden. Welches Auto es geworden ist, wie wir es gefunden haben und die wichtigsten Sachen beim Autokauf in NZ verrate ich schon ganz bald in einem gesonderten Beitrag 😉

Vermisst: 

Wie bereits erwähnt, hatte ich diesen Monat wirklich mit Heimweh zu kämpfen, aber mir geht es schon wieder ziemlich gut und ich bin froh und stolz die Weihnachtszeit so gut überstanden zu haben, obwohl ich soweit von Zuhause weg bin!!

Gedacht: 

Ich hatte die einfallsreiche Idee meine neu erlernten Rezepte, die super einfach und schnell sind in einer kleinen Sammlung hier auf meinem Reiseblog zusammenzufassen. Quasi eine Review und Gedächtnisstütze meiner AuPair-Küche 😉 Falls das noch irgendwer nicht weiß: Ich komme als Sterneköchin wieder 🙂 oder auch nicht… aber ein bisschen kochen habe ich hier schon gelernt 😉

Meine Rezepte aus dem Dezember gibt es hier, hier, und hier.

Und das war dann auch schon der dritte Monat.. Ich kann es gar nicht glauben. Bleiben nur noch 6 🙂

Quelle: Titelbild

New Years Eve 2017

Ich habe ja bereits erzählt, dass unsere Sylvester-Pläne genauso kompliziert gewesen sind, wie alle Jahre zuvor in Deutschland. Es gibt halt auch Dinge, die sich am anderen Ende der Welt nicht ändern 😉 Zu den tausendundein Plänen geht es hier.

Wie unser endgültiger Sylvester-Abend nun aussah, gibt es hier zu lesen:

Vorweg, es war weniger spektakulär als geplant, aber dennoch ein schöner und gemütlicher Abend – irgendwie genau das was ich gebraucht habe, um ehrlich zu sein!

Hanjo und ich haben schon den ganzen Tag zusammen verbracht und uns einen ganz erholsamen Tag erlaubt: Es gab Netflix, Netflix, Netflix und Pizza! Und morgens noch einen Strandspaziergang.

Gegen Abend haben wir uns dann nochmal aufgerafft und sind in die Stadt gefahren, um uns das Feuerwerk am Sky-Tower anzuschauen. Das war nicht ganz so spektakulär, wie es in Sydney sein soll, aber dennoch schön! Man kann sich nicht beschweren;) So langweilig wie wir sind, haben wir uns nach dem Feuerwerk gleich wieder auf den Heimweh gemacht, da ich super müde war 🙂 Ich kann nur hoffen, dass die kommenden 364 Tage genauso entspannt verlaufen, wie der Anfang des Jahres 😉

An dieser Stelle möchte ich euch noch einmal ein schönes neues Jahr wünschen mit viel Gesundheit, Glück, erfüllten Wünschen und etwas Zeit für euch selber! Ganz ❤ -liche Grüße aus Neuseeland !

Quelle: Titelbild

Personal Travelguide: Northland, Bay of Island & unser Weihnachten 2017

Über Weihnachten hatte ich ein verlängertes Wochenende und so haben Hanjo und ich uns dazu entschlossen, auf Reisen zu gehen. Natürlich hätte ich auch gerne die Erfahrung gemacht mit meiner Gastfamilie zu feiern und ein neuseeländisches Weihnachten zu erleben, aber letztendlich war es mir dann doch wichtiger meine freie Zeit zu nutzen für einen etwas größeren Trip, anstatt zu Hause zu sitzen.

Verschlagen hat es uns in den Norden. Quasi einen zweiten Anlauf genommen, um die Bay of Island nochmal bei schönem Wetter zu erleben, da ich das letzte Mal in Paihia ja so viel Pech damit hatte. (Zum Beitrag geht es hier. )

Doch drei mal dürft ihr raten wer bei Regen los gefahren ist ?!

Aber gut, es gibt schlimmeres…

Freitag haben wir bereits unseren Mietwagen abgeholt. Den haben wir bei JUCY gemietet, neben Lucky Rentals und Wicked Campervans eine der Autovermietungen, die auch an Fahrer ab 18 vermieten. In der Regel sind diese ziemlich günstig, doch leider haben wir das Auto relativ spontan gebucht, da wir gehofft haben, bis dahin bereits ein eigenes Auto zu haben. Das war ganz schön ein Krampf für die Feiertage überhaupt noch einen Mietwagen zu bekommen und dementsprechend mussten wir eine ordentliche Menge Geld hinblättern. Aber gut, ließ sich dann auch nicht mehr ändern, denn alles Andere war ja bereits gebucht. Es ist also sehr empfehlenswert für Zeiträume wie Feiertage, verlängerte Wochenenden, Ferien und die Sommerjahreszeit gut zwei Monate vorher den Mietwagen zu buchen, um einen fairen Preis und das Wunschauto zu erhalten.

Samstag früh ging es für uns dann los. Hanjo hat mich abgeholt und unser erster Stopp war der Matakana Village Famers Market. Den fand ich schon beim ersten Besuch so süß und schön, dass ich dort unbedingt noch einmal hinmusste und ihn Hanjo zeigen musste. Zu dem Markt werde ich bei Gelegenheit noch einmal einen gesonderten Post veröffentlichen mit mehr Bildern und Infos, denn dieser ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Auf dem Markt haben wir uns erstmal ein richtig leckeres, frisch gebackenes Brot gekauft, dass unser Verlangen nach deutschen Bäckereispezialitäten erstmal ganz gut befriedigt hat 😉 Das deutsche Brot fehlt mir wirklich unglaublich, denn alles was man hier so bekommt ist entweder Toast oder Toastbrotähnlich, aber nicht so ein richtig schönes leckeres Brot mit Körnern, was innen weich und außen knusprig ist und satt macht.

Zudem habe ich meinen absoluten Traumjob gefunden: Hundesitter. Auf dem Markt gab es einen Holzunterstand, unter denen drei Mädchen saßen und gegen eine kleine Spende auf die ganzen Hunde aufgepasst und mit ihnen gespielt haben. Da hab ich mich dann auch direkt dazugesellt 😉 Das war wirklich das Paradies auf Erden!! ❤

Nach dem Market ging es für uns weiter zum Mangawhai Heads Beach, der traumhaft schön war und Hanjo ist direkt mal baden gegangen.

Nach dem Strand haben wir noch kurz am Langs Beach gehalten und sind einen kurzen Teil des Coastal Beach Trails gelaufen um die tolle Aussicht von oben auf das Meer zu genießen.

Auf unserem Weg weiter Richtung Norden, gab es für uns dann noch einen winzigen Stopp an den Waiku Caves. In dem sind auch Glühwürmchen zuhause, aber da wir eher nicht so für eine Höhlenexpedition ausgestattet waren und wir dann doch ganz schön Respekt davor hatten, haben wir nur den Eingang erkundet und haben dann unsere Fahrt vorgesetzt. Wenn man in diese Höhlen gehen möchte, sollte man auf jeden Fall eine starke Taschenlampe oder Kopflampe dabei haben, richtig festes Schuhwerk und Wechselklamotten und genügend Snacks. Da man tatsächlich im komplett Dunklen auf sehr rutschigen Steinen klettern und durchs Wasser laufen und muss und ziemlich dreckig dabei wird. Die Strecke durch die Höhle geht ca. 1 1/2 Stunden und ist ohne Führung und auf eigenes Risiko. Ich muss sagen, ich habe mich schon im „Eingang“ unwohl gefühlt, dass es so dunkel und feucht war, die Decke so niedrig war und gestunken hat es auch 😀

Nach der Höhle haben wir noch einen Toilettenstopp in Kawakawa bei der bekannten Hundertwasser Toilette eingelegt. Der österreichische Künstlern Friedensreich Hundertwasser war bekannt für seine abstrakte Gestaltungsweise, er hat Gebäude quasi „verformt“ und auf Geraden verzichtet. Eine Zeit seines Lebens hat er in Neuseeland gelebt und dort unter anderem öffentliche Toiletten gestaltet. Auf jeden Fall einen Toilettenstopp wert 😉

Dann ging es für uns auch zu unserem „Ziel“ Paihia. Die Nacht verbrachten wir im Capt’n Bob’s Beach House, welches relativ zentral liegt und ich auf jeden Fall empfehlen kann. Für ein Hostel hat es einen echt guten Standart und ist sehr sauber, modern und familiär. Auch wenn wir nur eine Nacht dort verbrachten, habe ich mich sofort wohl gefühlt und würde jederzeit zurückkehren! Einziges Manko es gibt keine Locker (also am besten ein Schloss für den Koffer/Rucksack mitbringen und Wertsachen immer mitnehmen) und keine Vorhänge vor den Betten, man stört sich also entweder nicht daran oder hängt ein Handtuch vor, um etwas Privatsphäre zu haben, sofern das in einem Hostel möglich ist 😉

Das war dann auch schon der erste Tag, für den zweiten Tag, Weihnachten, hatten wir uns etwas ganz besonderes vorgenommen 😉

Tag 2:

Für uns ging es früh morgens wieder los und zwar in den Hafen: Wir haben über den Anbieter Fullers Great Sight eine Bootstour gemacht, die sogenannte „Cream Tour“. Diese Tour ist quasi ein Gesamtpaket von allen kleineren Touren, die in der Bay of Island angeboten werden und dauert einen ganzen Tag. Man sucht Delfine und kann bei Gelegenheit sogar mit Ihnen in freier Wildbahn schwimmen, man erkundet einen Großteil der kleinen Inseln und macht auch einen Insel Stopover, zudem fährt man durch das bekannte „Hole of the Rock“.

Boarding war 9.15 Uhr, also relativ entspannt ging es morgens alles zur Sache. Hanjo und ich waren ganz nach deutscher Manier überpünktlich und sind als allererstes auf das Boot und hatte freie Platzauswahl. Wir sind von Paihia gestartet, das Boot hält aber auch in Russel und sammelt dort Passagiere ein. Nach einer kurzen allgemeinen Sicherheitseinweisung und einer Extra-Sicherheitseinweisung für alle, die mit den Delfinen schwimmen wollten, ging es auch schon los. Wir haben viele bekannte Inseln umfahren und uns wurde zu jeder Insel ein bisschen was zur Historie und Nutzung erzählt. Kurz vor halb zwölf haben wir dann endlich eine Gruppe Delfine entdeckt. Schwimmen konnten wir leider nicht, da in der Gruppe ein Baby war und das aus Tierschutzgründen nicht geht. Generell ist die Chance, mit Delfinen in der Bay of Islands zu schwimmen relativ gering, da es viele Bereiche gibt, in denen man nicht ins Wasser darf, in einigen Bereichen nur zu bestimmten Uhrzeiten und dann ist es auch immer abhängig von der Gruppe, wie die sich verhalten und ob sie ein Baby dabei haben. Insgesamt wird sehr sehr stark auf den Naturschutz und vor allem den Tierschutz bei diesen Touren geachtet, was ich großartig finde! Das ist mir tausend Mal mehr Wert, als mit den süßen Tieren zu schwimmen. Ein bisschen Schade war es natürlich trotzdem, denn ein Kindheitstraum von mir ist das schon. Aber wer weiß, die nächste Gelegenheit kommt bestimmt 😉

Nachdem wir die Bucht mit den Delfinen wieder verlassen mussten, da unsere „Zeit“ quasi abgelaufen war, die wir mit den Delfinen verbringen durften ging es zur Insel, die James Cook zu damaligen Zeiten entdeckt hat. Eine kleine „einsame“ Insel mit Traumstränden und Traumaussichten. Dort gab es einen winzigen See in der Mitte, dessen Wasser so unfassbar klar war und der Boden mit Felsen und Muscheln bedeckt war. Jeder der die Serie H2O Plötzlich Meerjungfrau kennt, weiß wovon ich spreche 😉 Denn diese Insel und dieser kleine See sah aus wie Mako Island und ich habe mich ein bisschen wie eine Meerjungfrau gefühlt. Naja nicht ganz, aber die Atmosphäre dort war wunderschön. Auf der Insel hatten wir eine Stunde Zeit und Hanjo und ich haben die Zeit genutzt, um unser mitgebrachtes Lunch zu genießen. Die Touren bieten übrigens aus Lunchboxen an, die man auf dem Boot abholen kann. Das Angebot haben wir allerdings nicht in Anspruch genommen, jedoch einige andere, die sehr zufrieden damit schienen.

Nach unserem Insel-Stopover ging es wieder zurück aus Boot und weiter zum bekannten Hole of the Rock. Auf dem Weg wurde das Netz ausgefahren und alle, die Lust und Laune hatten durften sich auf das Netz werfen (in eiskaltes Meerwasser!) und „Boomnetting“ machen. Man liegt quasi in diesem Netz und das Boot fährt vor und zurück und die wurden ordentlich herumgeschleudert. Hanjo ist auch mit reingesprungen, mir war das etwas zu kalt, da ich mich grade von unserem Baden im See wieder aufgewärmt hatte und das Wetter generell nicht so gut war. Lust hätte ich aber allemal gehabt!

Hole of the Rock ist ein sehr bekannter Felsen in der Bay of Island mit einem riesigen Loch in der Mitte, in dem die Boote sogar durchfahren. Hat mich etwas überrascht, dass unser großes Schiff da durchgepaust hat 🙂 . Das Wasser war übrigens unnatürlich dunkelblau, sowas habe ich noch nie gesehen. Man konnte es gar nicht glauben, aber seit selbst auf den Fotos:

Nach dem Hole ging es für uns zurück nach Paihia. Das Wetter wurde auch immer schlechter und irgendwann hat es angefangen zu regnen, deswegen waren wir dann sich ganz froh, bald wieder auf dem Festland zu sein. Die Bootstour war ein voller Erfolg und hat sehr viel Spaß gebracht. Auch wenn wir nicht mit den Delfinen schwimmen konnten, sind wir ihnen unglaublich nahe gekommen und es war ein unbeschreibliches Gefühl, diese Tiere so wild und frei in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen, wie sie um das Boot herumgetobt sind und regelrecht den Besuch genossen haben 🙂 Den Eindruck hatte ich zumindest.

Wieder auf dem Festland angekommen ging es uns nach Kerikeri. Genauer gesagt in unseren kleinen Bungalow mitten in der Natur. Wir hatten uns über Booking.com einen kleinen Bungalow mit Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad und Terrasse mit Grill gemietet und haben uns dort pudelwohl gefühlt. Unser Weihnachtsessen war nicht besonders weihnachtlich, aber doch ganz lecker. Es gab Bruschetta, Salat, Kartoffelgratin, Rindersteak und Hähnchenkeule und Apfelzimttarte (den Kuchen haben wir aber gekauft). Wir haben es uns auf jeden Fall richtig gut gehen lassen und unser Weihnachten der besonderen Art genossen.

Tag 3:

Hanjo hat mich ganz süß mit Frühstück im Bett überrascht und dann ging es für uns los ab in den Norden. Zum Cape Reinga, dem nördlichsten Zipfel Neuseelands. Wir haben lange überlegt, auch dieses Erlebnis über eine geführte Tour zu buchen (z.B. Explore, Fullers Great Sights, ..), haben uns aber letztendlich dafür entschieden, die Fahrt auf eigene Faust zu unternehmen und die Zwischenstopps, die der Bus macht, einfach alleine zu machen. Erster Halt war der 90 Mile Beach, der in Neuseeland als Straße gilt.Da wir allerdings keinen Geländewagen hatten, haben wir am Parkplatz gehalten und sind zu Fuß am Strand spazieren gegangen. Die Bustouren fahren durchaus am Strand lang für eine lange Strecke und das ist mit Sicherheit ein tolles Erlebnis.

Nächster Stop waren dann die Te Maki Sanddünen. Das war so unrealistisch. Man ist quasi aus dem brasilianischen Regenwald herausgefahren und fand sich in der Sahara wieder. So unfassbar schön! Das Sandboarding ist übrigens umsonst. Im Gegensatz zu Deutschland/Europa muss man für viele Regionalparks und Naturspektakel in Neuseeland keinen Eintritt bezahlen. Vor Ort kann man sich dann aber noch ein Board für 15 $ mieten (unbegrenzte Zeit). Das haben Hanjo und ich auch gemacht und sind dann die Dünen heraufgestiegen, was mich ja schon wieder stark an unser Tongariro Crossing erinnert hat – vom Wander habe ich nämlich erstmal genug! Während Hanjo ein paar Mal die Dünen heruntergerast ist, habe ich die Natur genossen und bin nur die letzte Fahrt mit unserem Board gefahren, denn ich muss zugeben, ich war zu faul, um jedes Mal wieder diese Düne heraufzulaufen 🙂 .

Nach den Dünen haben wir uns dann endgültig auf den Weg zum Cape Reinga gemacht und zu seinem Leuchtturm. Der Ort war ganz schön touristenüberlaufen und ehrlich gesagt gar nicht mal so spektakulär, wie ich es mir vorgestellt habe. Der Leuchtturm ist winzig klein und versteckt sich regelrecht zwischen den Dünen. Dennoch wunderschön und auf jeden Fall mal einen Besuch wert!

Dann ging es für uns auch auf den Rückweg, wir haben noch am Henderson Bay gehalten, einem coral/pink farbigen Sandstrand. Die Farbe erkennt man leider auf den Bilder nicht so gut, aber er war wirklich sehr hübsch. Hanjo ist natürlich mal wieder baden gegangen, während mit das Wasser zu kalt war.

Wieder angekommen in Paihia, haben wir die Nacht diesmal in YHA Hostel verbracht. Dieses liegt ebenfalls ziemlich zentral und hatte schon mehr Hostel Atmosphäre als das Capt’n Bob’s Beach House, war dennoch schön.

Tag 4:

Wir haben uns am letzten Tag mal den Luxus gegönnt „auszuschlafen“. Immerhin bis 9 Uhr, was lange nicht mehr vorgekommen ist ;). Dann haben wir unsere Sachen gepackt, gefrühstückt und uns auf dem Heimweh gemacht, wieder mit dem Vorhaben auf dem Weg Zwischenstopps einzulegen.

Da die Sonne tatsächlich mal herausgekommen ist, haben wir beschlossen noch etwas Zeit in Paihia zu bleiben und einen Cappuccino in der „alongside“-Bar direkt über dem Wasser zu genießen.

Nach unsere Kaffeepause sind wir dann zu den Haruru Falls gefahren, die ebenfalls recht touristenüberlaufen waren, aber dennoch schön. Nach einem kurzen Foto sind wir dann Richtung Auckland gefahren.

Ein weiteres Highlight haben wir in den sogenannten „Mermaid-Pools“ gefunden. Das sind quasi natürliche Infinitypools, die bei Flut sehr gefährlich sein können, da die Wellen dort hineinkrachen können und die gegen die Felsen schleudern, also sollte man vorher das Meer checken, bevor man sich auf den Weg macht. Dieser ist nämlich ganz schön abenteuerlich. Du musst erstmal ein paar Felsen umwandern, in dem du durch das Meer läufst und dein Gepäck auf dem Kopf trägst. Danach geht es einen steilen und sehr matschigen Berg herauf und auch wieder herunter. Sobald man zu den Meermaidpools kommt wird es sehr felsig und scharkantig. Der Weg war mehr als abenteuerlich und ich habe niemanden gesehen, der nicht mit blutigen Beinen dort angekommen ist. Auch meine Beine mussten ganz schön leiden, da man vor allem im Meer immer mal wieder gegen Felsen geschleudert wird und man nebenbei aber versucht sein Gepäck zu retten. Auch auf dem weiteren Weg habe ich mir an mehreren Stellen meine Füße aufgeschnitten. Klingt jetzt alles dramatisch und sah auch dramatisch aus, denn wenn man blutet und das mit Wasser verdünnt wird, sieht man ja immer gleich aus, als hätten man grade einen Mord begangen… aber es tat kaum weh. Der Besuch bei den Mermaid Pools war es allemal wert!!! So ein wunderschöner, beeindruckender und magischer Ort. Dort sah es noch viel mehr aus wie Mako Island 😉

Da uns dieser Abstecher ne ganze Menge Zeit und auch Kraft gekostet hat, haben wir uns beschlossen uns endgültig auf den Rückweg zu machen, um gegen 7 dann wieder in Auckland zu sein.

Insgesamt war eines wunderschönes Wochenende, mit vielen Highlights, nicht ganz so schönem Wetter und einem ganz besonderen Weihnachten. Wir haben die Feiertage auf jeden Fall gut genutzt!

Sylvesterpläne & Gedanken zum Jahreswechsel

Jeder kennt doch das Drama und zwar jedes Jahr auf Neue: Was mache ich an Sylvester? Mit wem feiere ich, wo feiere ich, was essen wir, wer bereitet was vor ? So viel Planung, Organisation, Koordination und Absprachen wegen ein paar Stunden. Eigentlich hatte ich gedacht, das bleibt mir dieses Jahr erspart. FALSCH GEDACHT! Es gibt Dinge, die ändern sich halt auch am anderen Ende der Welt nicht 😉

Tausendundein Plan: 

Man ist ja vermutlich nur einmal hier und möchte das Beste aus solchen Feierlichkeiten herausholen. Auch wenn ich zurzeit in Neuseeland bin, ist Australien ja quasi der direkte Nachbar und was bietet sich da mehr an, als an Sylvester sich das berühmte, große, sagenumwobene Feuerwerk in Sydney anzugucken. Nur leider haben den gleichen Plan 56789876543456 andere Menschen auch. Sprich, die Preise für Flüge, Unterkünfte, und und und und sind utopisch, mal abgesehen davon, dass Sydney sowieso nicht preiswert ist. Ganz im Gegenteil. Aber das einfach mal ignoriert, macht man natürlich Pläne. Man hätte sich doch so schön mit den engsten Freunden aus der Heimat treffen können, die zurzeit durch Australien schwirren und gemeinsam ins neue Jahr starten. Nun ja, nur leider haben wir keine 1000 Euro für einen 2-Tagestrip nach Sydney… 😦

Also muss ein neuer Plan her: Auckland ist ja auch ganz schön und vielleicht ist es ja eh besser, Sylvester in Neuseeland zu erleben, da man ja auch den Rest des Auslandsaufenthaltes hier verbringt. Schließlich ist man ja hier, um genau dieses Land kennenzulernen. Hier gibt es sogar diverse exklusive Partys (ich muss gestehen, da hat mein Herz schon höher geschlagen 😉 ) Das da auch andere Leute teilnehmen wollen und es möglicherweise Mitte/Ende November alles schon ausgebucht ist, auf die Idee bin ich selbstverständlich nicht gekommen. Wieso auch ?! Ist ja nur die größte Stadt in Neuseeland…

Plan Nr.3: Wie wärs also mit einem romantischen Dinner (mit Hanjo, nicht ich alleine) und dann das Feuerwerk am Skytower angucken? Essen gehen ist hier fast ohne Anlass schon unbezahlbar, aber einmal kann man sich das ja gönnen 😉

Alles auf Anfang: Wir haben dann festgestellt, dass die Feiertage unsere einzige Chance sind über einen längeren Zeitraum während der Sommermonate gemeinsam zu verreisen. Also alle Pläne wieder über Bord geworfen. Wieso verreisen wir nicht ? Zu Sylvester sind die Preise wie in Australien zwar auch utopisch und wir machen schon einen großen Trip über Weihnachten .. aber hey, vielleicht finden wir ja noch mit ganz viel Glück ein Schnäppchen 😉 Und wenn nicht…tja dann gibts ja noch Plan Nr. 45678..

Der kommt zustande, wenn andere Leute sich einmischen. Ich bin ja jetzt schon ein Weilchen hier und habe auch ne ganze Menge soziale Kontakte geknüpft. Einige sind sehr oberflächlich geblieben, andere sind wirklich richtig tiefe Freundschaften geworden. Dazu gehören zum Beispiel meine finnische Freundin Maisa und die Amerikanerin Jenn. Maisa kam dann eines Tages mit der Idee um die Ecke, zusammen zu feiern. In dem Haus ihrer Gastfamilie, die sind nämlich stinkreich, jetten über Sylvester vermutlich auf irgendeine Insel und wir können eine Poolparty mit Champagner veranstalten .. klingt nicht schlecht 😉 Wir dürften sogar Champagner im Pool trinken 😉 Ist auf jeden Fall mal was neues .. Poolparty zu Sylvester 🙂

Wie man sieht, bleibt die Frage kompliziert, egal wo man sich aufhält. Was Hanjo und ich nun zu Sylvester machen stand lange Zeit noch in den Sternen. Wie wir unseren Abend verbringen werden, gibt es hier bald zu lesen 🙂

 

Gedanken zum Jahr 2017 und das kommende Jahr 2018: 

Generell ist dieses Jahr so unfassbar passiert, dass mir dieses Sylvester schon ziemlich wichtig ist. Ich bin 18 geworden, habe mein Abitur gemacht, war zwei Mal auf der Fashionweek (dream came true ❤ ), bin mit meiner Familie nach New York gereist und habe ich sofort in die Stadt verliebt ( so sehr, dass ich mir richtig oft einfach random Bilder von der Stadt angucke, nur um dieses Bauchkribbeln zu spüren, dass ich vor Ort hatte .. nein ich bin noch nicht verrückt 🙂 ), gemeinsam mit Emma unseren Abiball organisiert (der eine Zeit lang wie ein Vollzeitjob war), ich habe meinen absoluten Wunschstudienplatz erhalten (Mode- und Designmanagement an der AMD) und bin nach Neuseeland aufgebrochen. So viel in einem Jahr, dass muss man erstmal alles verdauen. So viele große Highlights. Natürlich ist noch viel viel mehr passiert, aber das sind so die Sachen, die mich dieses Jahr überwiegend geprägt haben. Wenn man so darüber nachdenkt, kommt mir das fast ein bisschen surreal vor und ich kann gar nicht glauben, dass dieses Jahr so viele – für mich – wichtige Ereignisse stattgefunden haben. Ich bin aber super dankbar für alles, ein bisschen wehmütig, dass dieses Jahr nun zu Ende geht und voller Vorfreude auf das Jahr 2018 und alle kommenden Abenteuer in Neuseeland und der Beginn meinen Traum zu verwirklichen mithilfe meines Studiums! Auf das neue Jahr !! Cheers ! ❤

 

 

Quelle: Titelbild