monthly review: Oktober

Wow, ich kann nicht glauben, das mein erster Monat schon vorbei ist. Das ging so unglaublich schnell!! Zeit, die ersten Wochen nochmal Revue passieren zu lassen:

Erlebt:

Flug von Hamburg nach Sydney über Dubai und Hongkong. Fast 30 Stunden unterwegs, einmal an das andere Ende der Welt. Kommt mir vor, als wäre das schon vor Jahren geschehen und nicht erst vor ein paar Wochen. Wie mein Flug verlief und wie die Abschiedssituation für mich war, gibt es in diesem und diesem Post zu lesen.

Sydney. 4 1/2 Tage in dieser tollen Stadt. Und ich habe wirklich ein straffes Sightseeing Programm durchgezogen, damit ich möglichst viel sehe. Eine Junge aus meinem Hostelzimmer meinte an meinem letzten Tag zu mir: „Ich glaube, du hast in diesen 4 Tagen mehr erlebt und gesehen von der Stadt als ich in meinem drei Monaten.“ Und vermutlich hat er Recht.. Meine Erlebnisse lassen sich in 4 anderen Posts wiederfinden: Tag 1, Tag 2, Tag 3 und Tag 4.

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Flug von Sydney nach Auckland und das erste Kennenlernen mit meiner Gastfamilie. Was wirklich aufregend war. Aber ich wurde so herzlich willkommen geheißen, das ich mich auf Anhieb wohlgefühlt habe und es immer noch tue.

Meine erste Autofahrt auf der falschen Straßenseite. Ich habe mich ein bisschen in meine allererste Autofahrt und Fahrstunde zurückversetzt gefühlt. Mittlerweile ist es gar nicht mehr schlimm und ziemlich normal.

Ein Ausflug mit meiner Gastfamilie nach Bethells Beach, was wirklich traumhaft schön war. ❤

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Mein erster Wochenendtrip mit wildfremden Menschen, ganz spontan. Ich habe mich glaube ich noch nie so abenteuerlich gefühlt!! 😉 Was genau ich erlebt habe und wo es für mich hinging steht in diesem Blogpost hier: „Napier -Gisborne“.

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Gefeiert:

Labour Day: mein erstes Wochenende war gleich ein langes und ich hatte zusätzlich den Montag frei, den ich auch tatsächlich zum Erholen gebraucht habe.. 😉

Halloween: wird hier tatsächlich gar nicht so zelebriert. Am Nachmittag habe ich ein paar verkleidete Kinder herumlaufen gesehen, das war’s dann aber auch schon 🙂

 

Vermisst: 

Ich muss sagen, mit dem Heimweh geht es eigentlich. In Sydney habe ich mich schon teilweise sehr alleine gefühlt. Dadurch, dass ich aber so unfassbar herzlich aufgenommen wurde in meiner Familie ging es mir bis jetzt noch nicht einmal wirklich schlecht. Es gibt so Momente zwischendurch, wenn ich zum Beispiel Papas Auto hier irgendwo sehe oder hier gibt es auch z.B. sehr viele Frachtcontainer mit der Aufschrift „Hamburg“ oder halt andere Kleinigkeiten, die einen einfach so im Alltag überrumpeln, dann bin ich schon mal ein bisschen wehmütig und denke darüber nach, wie schön es doch zuhause, in Deutschland, in Hamburg und Lübeck und selbst in Bad Oldesloe ist 😉

 

 

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Personal Travelguide: Napier – Gisborne

Mein erster Wochenendtrip war wirklich perfekt. Und sehr spontan 😉 Auf Facebook gibt es eine Gruppe, die nennt sich „AuPair Auckland“ und täglich suchen Familien neue AuPairs, fragen Neuankömmlinge nach Tipps, verkaufen Abreisende ihre Sachen, die sie nicht mehr brauchen und zwischendurch gibt es immer wieder Leute, die eine Reisebegleitung suchen. Ich habe also die Nachricht von einem französischen Mädchen in dieser Gruppe gelesen, dass sie mit zwei weiteren Mädels einen Trip nach Napier und Gisborne plant und die sich gerne über noch mehr Gesellschaft freuen würden. Und ich dachte mir dann „Hey, wieso eigentlich nicht?!“. Man verreist ja schließlich nicht alle Tage mit wildfremden Leuten 😉 Und ich muss sagen, es war die absolut richtige Entscheidung, mal so spontan zu sein, die Organisation mal aus der Hand zu geben und einfach mal so etwas zu machen.

Wir sind also in Auckland gestartet und sind mit dem Flugzeug, das die Größe eines Priatjets hatte (ungelogen, das war so winzig, hatte nur um die 14 Reihen, 1 Stewardess und Propeller and den Flügeln) nach Napier geflogen. Der Flughafen bestand übrigens auch nur aus einem Raum. Sicherheitskontrollen gibt es hier nicht ..

In Napier angekommen haben wir uns ein Auto gemietet und sind losgefahren. Die ersten Stunden haben wir in Napier verbracht, sind durch die Straßen geschlendert, am Strand spazieren gegangen und haben das gute Wetter genossen.

Napier gilt als einer der schönsten Art-déco Städte der Welt mit seiner sehr seltenen homogenen Architektur. Allerdings hat diese einen sehr traurigen Ursprung: Ein starkes Erdbeben und die darauffolgenden Brände zerstörten im Februar 1931 die gesamte Stadt. Innerhalb von drei Jahren entstand jedoch eine neue Stadt. Die Architekten legten beim Wiederaufbau viel Wert auf die Einhaltung der Art-déco Architektur und eine stilistische Geschlossenheit. Wenn die ganzen Moderen Geschäfte, Restaurants und Autos nicht wären, könnte es sich ein bisschen wie eine Zeitreise anfühlen 😉

Weiter ging es dann mit dem Auto nach Gisborne, wir hielten am Tangoio Beach um unser Mittag zu essen ..


… und machten eine Wanderung zu den „Shine-Falls“: einer der größeren Wasserfälle auf der neuseeländischen Nordinsel und wirklich beeindruckend. Die Wanderung dauert nur eine Stunde (Hin und Zurück)  und ist somit einfach zu meistern 😉

 


Wir hielten noch an ein paar weiteren Aussichtspunkten und Stränden und genoßen einfach die Schönheit der Natur. Die Fahrt war zum Teil wirklich anstrengend, denn es gibt so gewissen Straßen, die den Namen „Straße“ nicht mal verdienen. Es sind eher Schotterwege, die sich über Kilometer in engen Kurven durch die Landschaft schlängeln und man sich ein bisschen wie einer Achterbahn fühlt. Das Ganze nennt sich dann auch noch „State-Highway“.. aber gut..


Abends angekommen in Gisborne haben wir unser Zimmer im YHA Hostel bezogen, was ich wirklich empfehlen kann, denn die Zimmer sind groß, haben z.T. eine eigene Küchenzeile, es ist alles sehr sauber und das Personal super hilfsbereit und freundlich. Dann gab es fish & chips vom Asiaten (schmeckte tatsächlich sehr sehr gut, auch wenn das eher aus so einer Not heraus war 😉 ) und wir haben uns im Supermarkt noch mit Lebensmitteln für den nächsten Tag eingedeckt, an dem es für uns in den Regenwald gehen sollte.

Wir sind relativ früh aufgestanden, um möglichst viel vom Tag zu haben und nicht in Gefahr zu laufen, unseren Flug zu verpassen. Für die Rückfahrt von Gisborne nach Napier haben wir diesmal nicht die Strecke am Wasser entlang gewählt sondern die Strecke durch den Regenwald. Nach 2 1/2 Stunden Fahrt sind wir endlich am Ziel angekommen und haben uns auf unsere Wanderungen zu Wasserfällen, Seen und 800 Jahre alte Bäume gemacht. Ob man es glaubt oder nicht im Regenwald hat es tatsächlich nicht geregnet 😉


Der Ausflug war wirklich sehr sehr schön und ich bin auch mit den Mädchen immer noch im Kontakt. Wir planen bereits unseren nächsten Ausflug 😉

Eine Empfehlung, die ich hier noch aufschreiben muss ist die App „Camper Mate“. Auf der alle Wanderwege, Aussichtspunkte, Wasserfälle, Seen, öffentliche Toiletten, Unterkünfte, Supermärkte, Trinkwasserstellen, etc. gekennzeichnet sind und die einem das Reisen um so vieles einfacher gestaltet!!

Let’s talk about: Mein neuer Tagesablauf als Au-Pair

Montag-Dienstag, Donnerstag-Freitag:

7.00 Uhr: Mein Wecker klingelt, ich stehe auf, dusche, und frühstücke. Nebenbei bereite ich das Frühstück für die Jungs vor und deren Lunchboxen.

7.45 Uhr: Die Jungs wecken. Daraufhin starte ich den Versuch, sie vom Spielen abzubringen und ihnen Frühstück anzudrehen. Die Beiden anziehen (was nur funktioniert, wenn wir daraus ein Wettrennen machen 😉 ), deren Zähneputzen (bzw. sie dabei bewachen, dass sie wirklich putzen) und mich selber nebenbei auch noch fertigmachen.

8.30 Uhr: Die Jungs irgendwie ins Auto schaffen und nebenher noch ihre tausend Taschen und Lunchboxen und Jacken und Fahrräder und und und..

8.40 Uhr: Um diese Uhrzeit sitzen wir dann meistens alle im Auto und dann fahren wir Archie in den Kindergarten.

9.00 Uhr: Archie wird von Jasper und mir am Kindergarten abgesetzt. Während er seinen Namen auf eine Tafel schreiben muss (als Unterschrift, dass er da ist) sortiere ch seine Sachen und suche Jasper, um ihn wieder einzufangen und ins Auto zu setzen. Der Kleine kann es nämlich kaum abwarten, auch endlich in den Kindergarten zu gehen und ist sobald wir das Gebäude betreten zwischen den Spielsachen verschwunden.

9.10 Uhr bis 11.30/12.00 Uhr: „Freizeit“ mit Jasper. Da er sehr sehr pflegeleicht ist, wenn wir alleine sind, ist diese Zeit wirklich entspannt. Wir können alle möglichen Spielplätze in Auckland besuchen (und davon gibt es jede Menge und die sind soo riesig und cool, da möchte man am liebsten selber wieder ein Kind sein 😉 ) und in Cafés gehen. Die Neuseeländer sind wirklich super kinderfreundlich und es gibt kaum ein Restaurant/Café, in dem nicht spezielle Getränke für Kinder (meist nur 1$ oder 2$) und Spielzeug angeboten wird.

12.00 Uhr: Lunch für Jasper und mich vorbereiten -> dieses Kind liebt Smoothies und isst auch sonst alles, was auf den Tisch gestellt wird, von daher ist auch diese Angelegenheit sehr entspannt.

12.30/12.45 Uhr: Jasper spielt und ich erledige ein paar leichte Hausarbeiten, wie zum Beispiel den Geschirrspüler ausräumen, Wäsche aufhängen, das Essen vom Boden fegen,..

14.20 Uhr: Jasper ins Auto verfrachten und Richtung Kindergarten fahren um Archie einzusammeln.

14.45 Uhr: Archie abholen und seine tausende Sachen, die überall im Kindergarten verteilt sind. Ich glaube in Neuseeland gibt es die einzigen Kindergärten, in denen es völlig normal ist, dass alle Kinder ihre Schuhe und Socken aus- und anziehen wie sie wollen und am nächsten Tag eine volle Kiste mit vergessener Schuhe im Eingangsbereich steht 😉

15.10 Uhr bis 17.00 Uhr: Zu Hause angekommen gibt es meistens nochmal einen „Afternoon-Snack“. Im Prinzip essen sie die Reste von Archies Lunchbox oder Obst und Cracker. Danach bereite ich das Abendessen für die Jungs vor, was jedoch in der Regel, die Reste von unserem Essen vom Vortag  sind, die nur aufgewärmt werden. In der Zeit spielen die Jungs, was jedoch eigentlich immer im Krieg endet, weil die von ihren 300 Autos selbstverständlich immer mit dem einen Auto spielen wollen, dass der Andere grade hat. Dann fliegt immer ein bisschen Spielzeug durch den Raum, irgendwer heult, irgendwer kommt petzen und dann muss ich wieder meine 5 Minuten-Regel einführen, in dem die Zeit gestoppt wird, bis man Spielzeuge tauschen muss.

17.00 Uhr: Lauchlan kommt nachhause und ich habe Feierabend !

 

Mittwoch: … läuft im Prinzip ähnlich ab, nur dass Archie nicht in den Kindergarten geht, sondern die beiden Schwimmunterricht haben. Mit Jasper muss ich tatsächlich mit ins Wasser, aber das ist nur ein bisschen Rumgeplansche und Gespringe. Je nach Lust und Laune können wir noch mehr Zeit im Pool verbringen oder aber Zuhause die Zeit für Aktivitäten wie Backen, Basteln, Spielplätze und so nutzen. Generell sind Mittwoche aber die anstrengendsten Tage, da beide für eine sehr viel längere Zeit zusammen zuhause sind und meine Aufmerksamkeit einfordern.

 

Wochenende: An meinen Wochenende habe ich frei und muss nicht arbeiten. Entweder kann ich selber was unternehmen oder die Familie bei Ausflügen begleiten.

 

Ich muss sagen, so 40-45 Stunden die Woche zu arbeiten ist schon anstrengend. Vor allem, da ich nach dem Abi überwiegend ausgeschlafen habe und nur so nach Lust und Laune etwas unternommen habe, jedoch kein geregelten Tagesablauf mit Programm von morgens bis abends hatte. Da muss man sich erst einmal dran gewöhnen. Dennoch kann ich sagen, dass ich sehr viel Glück mit meiner Familie und Jasper habe und mit ihm überall hinfahren und alles machen kann. Sei es shoppen, Kaffee trinken oder einfach mal aufs Sofa setzen und ihm beim Spielen zugucken. Dadurch komme ich auch während der Arbeit auf meine Kosten 😉

Quelle: Titelbild

Auckland – Bethells Beach & Te Henga Park

Mein erstes Wochenende hier in Neuseeland habe ich an einem sehr sehr schönen und magischen Ort verbracht – Bethells Beach!

Meine Gastfamilie hat mir vorgeschlagen die Schwester von Lauchlan zu besuchen, die Kinder dort abzusetzen und weiter zum Strand zu fahren, um dort spazieren zu gehen. Am Ende war es dann doch sehr sehr sehr viel schneller als spazieren 😀 Wir sind regelrecht gerannt, da habe ich mich dann tatsächlich auch geärgert, dass ich so wenig Sport mache und irgendwie gar keine Kondition mehr habe … aber ich habe ganz tapfer durchgehalten. Durch weichen Pudersand, Berge rauf, Berge runter und das kilometerweit. Am liebsten wäre ich überall stehen geblieben, einfach um die Natur zu genießen und Bilder zu machen (habe ich zum Teil auch gemacht und musste dann aber immer wieder erst einmal ein ordentliches Stück Weg laufen um Lauchlan und Abi einzuholen).

Bethells Beach und das umliegende Gebiet sind wirklich unfassbar schön. Neben ganz feinen schwarzen Pudersand (ja wirklich, keinen Steine!), der auch noch magnetisch ist liegt direkt daneben so eine Art Dschungelgebiet, dessen Pflanzen alle einen unterschiedlichen und saftigen Grünton hatten. Ich kam mir wirklich vor als würde ich durch einen Zeichentrickfilm spazieren in dem alles in den schönsten Farben angemalt wurde. Das Wetter war leider nicht das allerbeste, aber es war immerhin trocken. Ich habe versucht die Schönheit der Natur irgendwie in Bildern einzufangen, was aber irgendwie gar nicht möglich ist…

Let’s talk about: driving on the left side

Ehrlich gesagt habe ich die ganze Zeit gedacht, ach das ist gar nicht schlimm.. ist zwar ne Umstellung, aber wird schon alles klappen. Als es dann aber dazu kam, das erste Mal auf der linken Seite zu fahren, war ich ganz schön aufgeregt. Da war die vorherige Einstellung sofort verschwunden und ich habe mich gefühlt, wie in meiner allerersten Fahrstunde.

Die ersten beiden Tage war es wirklich ungewohnt und das größte Problem war der Blinker, der sich eben auch auf der anderen Seite befindet. Ich habe wirklich jedes Mal zuerst den Scheibenwischer angemacht bevor ich geblinkt habe…

Aber ich muss sagen jetzt nach 4 Tagen kommt es mir völlig normal vor. Ich muss teilweise immer noch nachdenken, wenn niemand vor mir fährt und ich abbiegen will, in welche Spur ich einbiegen muss, aber ansonsten fühle ich mich wirklich sicher und habe damit gar kein Problem mit. Wobei ich auch erwähnen muss, dass das ein Automatik-Auto ist und ich glücklicherweise nicht mit meiner linken Hand schalten muss, was ich mir nicht mal annähernd vorstellen kann 😉

Aber alles in allem ist es gar nicht so schlimm und ich hätte längst nicht so viel Panik bei der ersten Fahrt haben müssen 😉

 

Quelle: Titelbild

Personal Travelguide: Sydney Tag 4 – Featherdale Wildlife Park, Jet Boat, Helikopterflug

Tag 4:

Dieser Tag war vermutlich der Allerschönste, obwohl das Wetter super schlecht war und mir das blödeste Missgeschick überhaupt passiert ist…

Ich hatte mir bereits von zuhause einen Helikopterflug gebucht: Twilight Heli-Flug über Sydney. Uhrzeit: 9.00 Uhr. So stand es auf dem deutschen Coupon, den ich bekam. Kurz darauf habe ich auch noch eine Mail von dem Helikopterflug-Anbieter bekommen, dass sie mein genaues Gewicht benötigen und außerdem einen Pick-up Service anbieten. Ich solle doch bitte die Adresse meines Hostels schicken und werde dann abgeholt. Habe ich alles gemacht und dann kam die Antwort, dass alles klar geht und ich abgeholt werde – UM 5 UHR ?!! Und ich dachte mir nur so „Och nöö, hätten die das nicht bei der Buchung vermerken können, bevor man es bucht ?!“. Aber gut, es ist ja nun mal eine Sache, die man vermutlich nicht wieder im Leben macht (oder zumindest nicht häufig – ich muss sagen ich bin auf den Geschmack gekommen 😉 ) und dann kann man ja auch mal mitten in der Nacht aufstehen. Habe ich dann auch getan. Genau genommen stand ich sogar schon um 5 Uhr morgens draußen vor der Tür. Es war kalt, es war dunkel, und es kam einfach niemand. So gegen viertel vor 6 wurde ich echt nervös und habe dann nochmal die Mail rausgesucht, die mir von dem Helikopter-Unternehmen geschickt wurde. In der Mail, nicht auf dem Coupon wohlgemerkt, stand es dann, schwarz auf weiß: Pick up time 5.15pm… Ja PM..ABENDS..

Aber super, hatte ich viel mehr vom Tag..

(Bevor jetzt jemand denkt ich wäre einfach nur zu dumm.. auf dem ersten Coupon steht tatsächlich immer noch 9 Uhr morgens 😉 )

Featherdale Wildlife Park:

Ja, das ist genau der Park, von dem ich die ganze Zeit geschwärmt habe. Den ich unbedingt besuchen musste. Warum? Man kann Babykängurus streicheln, Fotos mit Koalabären machen und auch alle anderen australischen Tiere bewundern. Zu diesem Park bin ich dann direkt gefahren, nachdem ich mich noch wieder für 1 1/2 Stunden schlafen gelegt hatte. Die Fahrt dauert insgesamt 1-2 Stunden, denn er liegt leider etwas außerhalb von Sydney, ist jedoch gut mit öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen (Bahn Linie „North Shore and Western“ bis Blacktown (ca. 1h Fahrt) und dann noch mit dem Bus 729 (10 Min.) der direkt vor der Tür hält). Dank der iVenture Card bin ich auch hier rein gekommen, „ohne“ Eintritt zu zahlen. Und es ist ein absoluter Traum wahr geworden, dass ich diese süßen kleinen Kängurus und Wallabys streicheln konnte ❤ . Die waren einfach so unfassbar zutraulich und haben wirklich die Nähe zu den Besuchern gesucht. Insgesamt war der Park nicht besonders groß und auch die Gehege hätten für meinen Geschmack deutlich größer sein können, dennoch war zu sehen, wie gut es allen Tieren ging und trotz der Streichelgehege gab es genügend Rückzugsmöglichkeiten für alle Tiere. Man konnte die Tiere also nur streicheln, wenn diese das auch wirklich wollten und hinter die Absperrung gekommen sind. Ich hätte auf jeden Fall stundenlang bei den Kängurus bleiben können (habe ich auch mehr oder weniger gemacht 😀 ) und war so unglaublich glücklich, als ich in dem Park war!!

Oz Jet Boating

Nachdem ich mit dem Park fertig bin, wollte ich eigentlich direkt zum Hostel und mich für den Helikopterflug fertig machen. Da der Park jedoch viel kleiner war, als ursprünglich gedacht und ich schon nach 2 Stunden wieder auf dem Heimweg war, habe ich spontan beschlossen, die Jet Boat Tour doch noch zu machen. Ich hatte mir die bereits auch schon von zuhause ausgeguckt, aber als ich erfahren habe, dass man so lange fahren muss, bis man den Park erreicht, hatte ich die eigentlich aus meinem Plan gestrichen. Die Kängurus waren mir dann doch wichtiger 😉 .

Ich habe so ganz spontan den letzten Platz auf dem Boot bekommen – Glück gehabt – und hatte den Spaß meines Lebens. Wir sind nicht nur super schnell über das Wasser gerast und wurden durch verschiedene Stopps und Wendemanöver unfassbar nass, es lief auch ganz laute Musik, was die gute Stimmung nochmal verbessert hat !!

Ersatzkleidung hatte ich ja nun leider nicht dabei, da das ja eigentlich gar nicht mehr auf meinem Tagesplan stand, aber es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich diese einzupacken 😉

(Bilder davon gab es zwar schon, aber schön ist auch was anderes.. dafür wollte ich kein Geld ausgeben 😀 )

Helikopter Flug

Haha ja der Helikopterlfug am Abend war auch ganz gut. Muss man halt nicht so früh aufstehen dafür  😉

Als es dann endlich so weit war, wurde ich von einem ganz coolen Australier abgeholt der super nett war und auch eigentlich nicht mehr aufgehört hat zu reden während der Fahrt. Angekommen am Heli Port gab es dann erstmal ne ganze Menge Sicherheitseinweisungen von unserem Piloten Grant, der ebenfalls super nett und cool drauf war. Neben mir flog außerdem noch ein Pärchen aus Sydney, die irgendwas gefeiert haben, im Helikopter mit und ich dachte mir erstmal nur so „Oh Shit, muss das sein ?!“. Aber letztendlich waren die ziemlich entspannt und dadurch dass auf der Rückbank nur zwei Sitze waren und die logischerweise nebeneinander sitzen wollten/sollten, hatte ich den Platz in der front row 😉

Leider wurde das Wetter echt schlecht, aus diesem Grund sind wir auch früher losgeflogen, als geplant. Dennoch war das ein einzigartiges Erlebnis, ich hatte sooooo viel Spaß und bin etwas auf den Geschmack gekommen 😉

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Das war dann auch leider schon mein letzter Tag und ich musste meine Koffer packen und am nächsten Tag abreisen.

Ich hätte gerne noch ein paar Tage in Sydney verbracht, um mehr von der Stadt zu sehen, konnte es aber auch kaum erwarten meine „Familie“ endlich kennenlernen. Aber ich werde ganz sicher wieder kommen 🙂

Let’s talk about: meeting your host-family for the first time

Es hat sich ein bisschen angefühlt wie ein erstes Date, nur verbunden mit der Tatsache, dass ich dafür an das andere Ende der Welt geflogen bin und nicht so schnell wieder aus der Sache heraus komme, falls es doch nichts wird. Aber alle Gedanken umsonst: Ich wurde so unfassbar herzlich empfangen. Abi (meine Gastmutter) hat mich gemeinsam mit Archie (der „älteste“ Sohn) vom Flughafen abgeholt. Ich wurde direkt umarmt und herzlich willkommen geheißen. Archie war zunächst etwas schüchtern und hat sich immerzu in seinem Sitz versteckt. Aber nach ein paar Minuten hat er dann angefangen zu erzählen und bis heute nicht wieder aufgehört 😉

Jasper (der kleinste Sohn) und Lauchlan (mein Gastvater, Spitzname ist tatsächlich Lauch 😀 aber es wird wie „Lock“ ausgesprochen..) haben zuhause auf mich gewartet und für mich extra ein paar einheimische Gerichte gekocht. Jasper war so aufgeregt, dass er in der Garage gewartet hat und mir die direkt in die Arme gesprungen ist. Das hat mich wirklich super glücklich gemacht, denn man macht sich ja schon so seine Gedanken, wie die Kinder auf einen reagieren, ob sie offen oder verschlossen sind, ob sie einen mögen und man auch ihren Respekt hat.

Ich habe mich wirklich von der ersten Sekunde so unfassbar wohl gefühlt und war so glücklich. Ich hatte irgendwie sofort so ein Gefühl vom „Ankommen“ und habe mich richtig gefreut hier 8 Monate zu verbringen.

Obwohl erst der zweite Tag ist, komme ich schon mit allem ganz gut zurecht. Die beiden Jungs testen schon noch ihre Grenzen aus und gucken, was sie alles tun können ohne Ärger zu bekommen, aber ich hoffe mal, das legt sich bald 😉 Obwohl sie schon ihre aufmüpfigen Momente haben, geben die einem auch so viel. Ständig werde ich geknuddelt und gebraucht von den Zwei, dass ich wirklich das Gefühl habe, auch irgendwo eine kleine Bereicherung, aber auf jeden Fall eine große Unterstützung bin. Heute ist dann aber das niedlichste überhaupt passiert und das gleich zweimal: Im Auto, als Jasper und ich Archie vom Kindergarten abgeholt haben und die beiden kurz vorm einschlafen waren und abends, als ich mit Archie gemalt habe, sagte er zu mir „I love you, Katie“, und da ist wirklich mein Herz aufgegangen. Das war einfach so zuckersüß und das nach erst 2 Tagen hier ❤

Quelle: Titelbild