AuPair-Küche: Dhal

Wie ihr vielleicht wisst, ist die asiatische Kultur sehr ausgeprägt in Neuseeland, viel mehr als alle anderen Kulturen, die es hier gibt. Doch vor allem die asiatische Küche hat sich hier überall durchgesetzt, somit gehört „Dhal“ fast zum Nationalgericht. Diese Art Linseneintopf kommt aus der indischen und pakistanischen Küche und kann in vielen verschiedene Variationen zubereitet werden. Mein Gastvater Lauch beherrscht das besonders gut und da die Jungs es lieben, blieb mir eigentlich nichts anderes übrig, als zu lernen, wie man Dhal kocht. Keine Panik, es ist viel leichter als man es sich vielleicht vorstellt 😉

Zutaten: (4 Personen)

– 2El Olivenöl

– 1 rote Zwiebel

– 2.5cm großes Stück frischer Ingwer

– 3 Knoblauch Zehen

– 1 große grüne Chillischote

– 1TL Salz

– 1TL Kreuzkümmel

– 250g rote Linsen

– Saft einer Limette

Zubereitung:

1. Zuallererst die Zutaten vorbereiten: die Zwiebel, den Knoblauch und die Chillischote fein hacken. Dann den Ingwer schälen und reiben. Eine Limette auspressen und die Gewürze bereitstellen.

2. In einem großen Topf das Olivenöl erhitzen und Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Chillischote, Salz und Kreuzkümmel hinzugeben. Bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen, bis die Zwiebeln weich sind.

3. Die Linsen mit 750ml Wasser hinzugeben und für weitere 20 Minuten kochen lassen, bis die Linsen sich zersetzt haben.

4. Die Hitze herunter drehen und den Limettensaft hinzugeben und unterrühren.

5. Mit Fladenbrot, Naan Brot (indisches Brot), etwas Naturjoghurt (falls zu scharf) und/oder Koriander Blättern servieren.

Hier habe ich noch Spinatblätter hinzugefügt. Das schmeckt nicht nur gut, sondern gibt dem sonst recht farblosen und „pampigen“ Dhal eine etwas schönere Optik 😉

Tipp: Wenn das Gericht zum Beispiel auch für Kinder geeignet sein soll, dann am Besten die Kerne in der Chillischote entfernen. Wenn man es allerdings besonders scharf mag, kann man diese gerne zum Dhal hinzufügen.

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Personal Travelguide: Raglan & Wild Coast Extreme Horse Adventure Trail Ride

Wir sind gerade aus Raglan wiedergekommen und ich glaube so schnell war ich noch nie mit meinem Reisebericht 😉 Raglan liegt an der rauen Westküste und wird als das Byron Bay Neuseeland gehandelt. Strände mit schwarzem, glitzerndem Sand, saftige grüne Hügel und meterhohe Wellen – ein wirklich paradiesischer Ort zum surfen. Oder zum Reiten, wie in meinem Fall 😉 Ich habe mir nämlich einen großen Wunsch erfüllt und habe die atemberaubende Natur Neuseelands auf dem Pferderücken erkundet. Im Nachhinein habe ich mich sogar noch mehr gefreut, dass es in Raglan stattgefunden hat, da die Natur hier sehr „typisch neuseeländisch“ ist, mit den rauen Küsten, dem schwarzen Strandsand, den dschungelartigen Bergen und die einsame Ruhe.

Aber erst einmal alles auf Anfang: Hanjo und ich sind Freitag Abend gegen 7 Uhr aufgebrochen, zwei Stunden später als geplant, da sich in meiner Gastfamilie alle falsch verstanden haben, jeder Pläne gemacht hat und am Ende das alles nicht ganz aufging. So musste ich einspringen und auf die Jungs aufpassen, bis Abi von der Arbeit zuhause war. Das war nicht weiter schlimm, denn nach Raglan sind es nur zwei Stunden Fahrt aus von Auckland, allerdings haben wir das ursprünglich alles anders geplant 🙂 Irgendwann im Dunkeln sind wir dann in Raglan angekommen – es war eigentlich erst neun Uhr, aber es fühlte sich an wie Mitternacht – mir war superschlecht durch die vielen Kurven, dass ich das navigieren vernachlässigt habe und wir am Ende noch mal eine halbe Stunde Fahrt ranhängen mussten, um zu unserem Campingplatz zu gelangen. Den haben wir übrigens nach 10km Gravel Road in engen Kurven (absoluter Albtraum!) und im Dunkeln auch erreicht. Das Office konnten wir nicht mehr ausfindig machen, daher haben wir beschlossen, einfach am nächsten Tag zu bezahlen. So ganz ging auch dieser Plan nicht auf, denn auf dem Campingplatz fand eine Hochzeit statt und die Braut hat den gesamten Platz gemietet und ist erstmal zu uns angelaufen gekommen, als Hanjo und ich um halb zehn über unser Abendbrot im Auto hergefallen sind und wie die Tiere ohne Teller oder Besteck gegessen haben 😀 Wir waren halt hungrig und es musste schnell gehen 🙂 Wir konnten sie dann überzeugen, die Nacht dort zu verbringen und am nächsten Morgen ganz früh abzuhauen ohne die Küche oder sonstiges zu nutzen und die Hochzeitsgesellschaft zu stören. Damit war sie auch einverstanden und wir konnten uns endlich schlafen legen. Am nächsten Morgen sind wir um 8 Uhr aufgestanden, da ich für um 10 Uhr meinen Ausritt gebucht habe (über http://www.bookme.co.nz) und wir festgestellt haben, dass wir kein Netz (geschweige denn Internet) auf dem Campingplatz hatten und somit den Reitstall irgendwie ohne Karte oder Navi finden mussten .. auch das noch 😀 Nachdem wir denn in beide Richtungen ein Stück gefahren sind.. erfolgslos.. sind wir zum Campingplatz zurückgefahren und haben ein riesiges Schild direkt gegenüber mit der Aufschrift „Wild Coast Extreme Horse Adventures“ gesehen.. Ich wusste ja, dass der Stall in der Nähe ist (aus diesem Grund haben wir uns ja auch für den Platz „Ruapuke Motor Camp“ entschieden), aber dass er dann so nah ist, damit haben wir nich gerechnet. Sonst wären wir mit Sicherheit nicht die ganze Zeit daran vorbeigefahren .. Mein Papa würde jetzt sagen „Wer gucken kann, ist klar im Vorteil!“

Der Stall hat mir total gut gefallen. Er befand sich im Familienbetrieb, dessen eigentlicher Verdienst im Züchten von Rindern und Milchkühen besteht, und sah sehr gepflegt aus. Die Pferde wurden auf der Weide gehalten und hatten riesige Flächen zum toben, fressen und einfach nur Pferd sein! Alle sahen wohl ernährt und sehr gepflegt aus, worauf ich immer sehr viel Acht gebe. Ich finde, selbst wenn man so eine Tour bereits gebucht hat, sollte immer das Wohl der Pferde an erster Stelle stehen und notfalls  lieber vor Ort noch absagen und das Unternehmen nicht noch mit seinem Geld unterstützen, wenn man sieht, dass es den Tieren dort nicht gut geht. Das war hier aber nicht der Fall! Mein Pferd hieß Chief und der Name passte wie die Faust aufs Auge. Sich irgendwo einreihen kam nicht in Frage, am liebsten ist er ganz vorne mitgelaufen und hat die Gruppe angeführt. Schnell war er auch und so ein richtiger kleiner Angeber und verfressen. Ist aber schwer sich zurückzuhalten, wenn das Gras so hochwächst, dass man sich noch nicht einmal bücken muss und man im Vorbeigehen schnell in etwas reinbeißen kann. Würde ich als Pferd bestimmt auch machen 🙂 Die Tour ging drei Stunden und war wirklich eine „Extreme Horse Adventure“ : steile Berge hoch und runter, durch Bäche, durchs dichte Gestrüpp auf den Mt. Karioi, um die wahnsinnige Aussicht auf das Meer zu genießen. Danach ging es runter an den Strand, wo wir mit dem Pferden erstmal ins Meer baden gehen konnten. Chief liebte das Meer und hat erstmal Blubberbasen mit seiner Nase im Wasser gemacht – so süß! – und die salzige Meerluft „inhaliert“ (Fachjargon: flehmen“) – sieht immer sehr witzig aus, wenn Pferde das machen (2. Video)!! Danach konnten alle fortgeschrittenen Reiter, die Lust dazu hatten, am Strand lang galoppieren und ich hatte einen Heidenspaß! Der schwarze Sand ist wesentlich fester als der weiße Sand und somit der perfekt Untergrund für Pferde.

Nach meinem Ritt ging es zurück nach Raglan, wo Hanjo und ich durch die vielen kleinen Geschäfte gebummelt sind. Als Surferhotspot waren demnach natürlich auf die Geschäfte ausgelegt. Überall gab es Neoprenanzüge, Surfbretter, Skateboards, Lederarmbänder, Muschelketten und und und zu kaufen. Gefühlt alle sind in Vans, Shorts, Tanktops und Rastalocken bzw. Man-Bun herumgelaufen oder sagen wir lieber tiefenentspannt geschlendert/“geskateboardet“ – hier wurde jedes Klischee erfüllt!! Aber genau diese Atmosphäre hat diesen Ort zu besonders gemacht. Wie bereits erwähnt wird Raglan gerne mit den „alten“ Byron Bay verglichen, bevor es so touristisch wurde. Raglan hat noch diesen Charakter eines „ursprünglichen“ Surferparadieses, ein „Geheimtipp“ unter den Sportlern. Ich muss sagen, ich habe mich in Raglan verliebt, nicht nur wegen des Ausrittes, und würde liebend gerne noch einmal hierher zurückkehren.

Allerdings sind wir gegen 4 Uhr schon zu unserem Campingplatz gefahren, da ich meine Beine nicht mehr bewegen konnte und im Stehen hätte einschlafen können 😀 Drei Stunden am Stück zu reiten, wenn man davor zwei Jahre lang nicht mehr auf einem Pferd saß, war in dieser Hinsicht nicht meine allerbeste Idee 🙂 Aber die Schmerzen waren es allemal wert!! Unsere zweite Nacht haben wir dieses Mal ohne eine Hochzeit zu crashen auf „Kev’s Place“ (für 10$/p.P.) in Raglan verbracht – mit der absoluten genialsten Aufsicht auf die Stadt und das Meer. Der Campingplatz ist sehr zu empfehlen, sehr einfach, aber mit eigener Quelle, mega Aussicht, kostenlosen Duschen, Toiletten und einem kleinen Spielplatz für Kinder. Kevin selber hat sich ein riesiges Boot auf die Wiese gestellt und das als Büro umgebaut – damit war der Typ uns gleich sympathisch!

Am nächsten Morgen haben wir ausgeschlafen und sind dann zum „Ngarunui Beach“ gefahren. In Neuseeland sollte man immer „zwischen den Flaggen“ schwimmen bzw. da wo die Wellen besonders hoch sind, denn in den vermeintlich ruhigeren Gebieten herrscht oft eine lebensbedrohliche Strömung. Die Blacksand-Beaches sind in der Regel auch etwas gefährlicher zum Schwimmen als die „normalen“ Strände mit weißem Sand. Hanjo ist tatsächlich schwimmen gegangen zwischen hunderten Surfern (es war wirklich sehr sehr voll!!), mir war das Meerwasser schon zu kalt. Daran merkt man schon, dass der Sommer langsam aber sicher vorbei ist und sich alles abkühlt. Bevor wir uns auf den Heimweg gemacht haben, gab es noch einen kleinen Abstecher ins „Bow St Depot“ im Zentrum von Raglan zum lecker Burger und Nachos essen – sehr zu empfehlen!

Damit ging unser vorerst letzter Wochenendtrip auf der Nordinsel zu Ende. In 12 Tagen (Schon??!! Ich kann es kaum glauben) kommen Papa und Tommi ans andere Ende der Welt und wir starten unseren Roadtrip von Auckland nach Wellington. Aber ansonsten heißt es für Hanjo und mich jetzt erst einmal Geld sparen, damit für uns im Juni auf unserer großen Südinsel-Rundreise so richtig austoben können 😉

Aus dem Kindermund – Best of Archie & Jasper

Mittlerweile könnte glaube ich ein Buch schreiben, über all die lustigen Dinge, die die Jungs von sich geben! Vor allem wenn wir vom Kindergarten nach Hause fahren und die Jungs einfach völlig erschöpft all ihre wirren Gedanken von sich lassen, muss ich mich echt zusammenreißen, dass ich vor lauter Lachen überhaupt noch Autofahren kann! Da das nun kein ganzes Buch werden soll, kommen hier meine persönlichen Highlights:

♥Archie’s ganzer Name ist eigentlich Archibald. Das erzählt er auch bei jeder Gelegenheit. Zusätzlich geht es dann immer weiter mit „…mein Papa heißt Lauchlan Cameron…Mama heißt Abigail Bennett .. und das ist Jasper Cameron…“ und so weiter und so fort mit allen weiteren Familienmitgliedern, die ihm einfallen, dessen vollen Namen er kennt..

Jasper als kleiner Bruder kopiert natürlich gerne und erzählt nun auch ständig alle Namen der Familie. Als ich ihn letztens gefragt habe wie sein ganzer Name (der übrigens Jasper Cameron ist) sei, sagte er: „Jasper bald Cameron“ 😀 (weil Archie = Archibald)

Alleine das ist ja schon süß, viel witziger macht es die Tatsache, dass „bald“ ja auch noch glatzköpfig auf deutsch bedeutet, wenn es nicht grade zum Namen gehört..

♥Ein anderes Mal haben wir wieder über die Namen gesprochen. Lauch und Abi sind nicht verheiratet, daher ist sein Nachname Cameron und ihrer Bennett. Das weiß Jasper natürlich nicht – generell hat er glaube ich noch keine Ahnung was „verheiratet sein“ überhaupt bedeutet. Als ich ihn dann gefragt habe, ob er denn auch meinen richtigen Namen kennt, denn die Jungs nennen mich immer nur Katie und ich habe auf Katharina angespielt, Jasper überlege kurz und sagte dann : „Katie Bennett“. Ich fragte ihn daraufhin, wieso er glaubt, dass ich Katie Bennett heiße. Seine Antwort war: „Weil du ein Mädchen bist“…

Ich heiße zwar nicht Katie Bennett, aber seine Überlegung hat durchaus Hand und Fuß 😉 Schließlich heißen alle „Jungs“, sprich Lauch, Archie und Jasper Cameron mit Nachnamen Cameron und Abi, die Frau im Haus, Bennet… muss also der Name für die „Mädchen“ sein 😉

♥ Das Abi hier die Hosen anhat, haben mittlerweile auch die Jungs mitbekommen 🙂 Wieder mal im Auto hat Archie mich gefragt, ob ich ihn denn auch vom fernsehen bannen könne, wenn er etwas ungezogenes macht (ich will gar nicht wissen, was er geplant hatte.. 😀 ). Daraufhin meinte ich, natürlich, wenn ich „in charge“, also das Sagen habe, dann könne ich ihn vom TV bannen, wenn es notwenig sei. Dann fragte er, ob das auch gelte, wenn Mum zuhause sei, denn sie sei ja „in charge of everything“… dem Haus, dem Essen, den Jungs „sogar Daddy“ meinte er dann. Als ich dann gefragt habe, wieso sie sogar das Sagen über Lauch hat, denn er ist ja schon erwachsen, überlegte Archie und sagte …“Mh, well… you’re right.. let’s just say Daddy is in charge of the garage“. Ab da konnte ich nicht mehr vor Lachen.. 😀 Armer Lauch… immerhin was die Garage betrifft, hat er noch ein Wörtchen mitzureden. Obwohl Archie das schon so formuliert hat, als würden wir jetzt einfach mal so tun, er hätte ein Bestimmungsrecht über die Garage, da es ja sonst nichts in seinen Augen gibt 🙂

♥ Jasper war erkältet und hat im Auto ganz doll gehustet. Archie hat ihm dann erstmal erklärt, dass man sich die Hand vor den Mund halten muss, oder noch besser, man hustet in den Ellbogen, um seine Bakterien nicht überall zu verteilen. Das hat er schließlich im Kindergarten gelernt und Jasper ganz wichtig gezeigt. Jasper guckt ihn total schockiert an und ruft „Aber dann wird mein Ellbogen doch auch krank!“

 

♥ Mit Jasper gehe ich jeden Donnerstag regelmäßig zur „Playgroup“. Davon gibt es viele verschiedene in Neuseeland. Einige sind privat organisiert, andere durch Organisationen wie Plunket oder ähnliches. Eigentlich nur ein fester Ort und eine feste Zeit, in der sich Mütter/Väter mit ihren Kindern treffen (meistens im Alter von 1-4). Um ehrlich zu sein, ist es eher eine Gelegenheit für alle Mütter Kaffee zu trinken, zu tratschen und mal eine ruhigere Zeit zu haben, wenn die Kinder alle zusammen spielen. Unsere Playgroup wird von Celia geleitet und findet in einer Plunket-Klinik statt. Das ist keine richtige Klinik, sondern eher ein Zentrum in dem Frauen Unterstützung bei der Schwangerschaft und Eltern Tipps zur richtigen Erziehung bekommen, und wo geschaut wird, ob sich die Kinder richtig entwickeln. Im Prinzip so etwas wie ein Kinderarzt und eine Hebamme in einem, nur ohne den medizinischen Teil. Da die Plunketklinik auch ein Badezimmer und eine kleine Küche hat und im Spielraum jede Menge Sofas und Stühle stehen, sieht es ein bisschen aus wie eine halbe Wohnung – zumindest für ein Kind absolut vorstellbar. Jasper geht also zu Celia und fragt völlig verwundert: „Wo schläfst du denn hier? Hast du gar kein Bett?!“

 

♥ Wir haben letztens Brownies gebacken und die Jungs saßen ganz erwartungsvoll die gesamten 20 Minuten vor dem Backofen und haben die Schokoladenküchlein „fertig gestarrt“. Als es dann endlich soweit war und ich das Blech aus dem Ofen nehmen konnte, musste ich die Jungs noch ein weiteres Mal auf die Folter spannen – diesmal mussten sie warten, bis die Brownies etwas abkühlen. Die Beiden sind also zum Spielen abgezischt und ich bin auf die Toilette gegangen. Komme ich wieder und entdecke ganz viele kleine komische Löcher im Kuchen 😀 Ich frage die beiden also, warum da Löcher drin sind. Jasper tut völlig ahnungslos, guckt mich mit goßen Augen an und sagt er hätte absolut keine Ahnung… Archie springt dann ein und sagt völlig ernsthaft „Ja da war so eine Sache.. du weißt.. “ .Denkpause. „Kannst du dich noch an meinen Dinosaurier erinnern?“ Denkpause. „Ja, den habe ich grade erwischt, als er den Kuchen gegessen hat…“ Ich gucke ihn ungläubig an und er fügt noch schnell hinzu: “ Keine Sorge, ich habe schon mit ihm geschimpft, Katie, das brauchst du nicht mehr tun!“ Und die beiden rennen schnell weg… Dinosaurier also.. – Als ich Kind war, hat der Weihnachtsmann die Wände angemalt… Dinge gibt’s…

Let’s talk about: Ausgehen in Neuseeland & meine Top 5 Bars in Auckland

Neuseeland ist bekannt für seine spektakuläre Natur und die vielen Möglichkeiten Abenteuer und Adrenalinkicks zu erleben – aber wie sieht eigentlich das Nachtleben aus? Das ist doch schon ziemlich anders, als in anderen Teilen der Welt.

Riesenclubs und betrunkene Jugendliche an jeder Ecke? Fehlanzeige!

So richtig „feiern“ gehen in einem Gebäude mit zehn Dancefloors, fünf Bars, tausenden betrunkenen und tanzenden Leuten und stickiger Luft kann man hier nicht. Was ich persönlich aber auch gar nicht so schlimm finde, denn so wirklich in den Club feiern gehen ist nicht so mein Ding. Zu überfüllt, zu laut, zu stickig, zu teuer und zu viele komische Leute – das fand ich eigentlich nur „toll“ als ich gerade 16 war und es dann legal war sich dort aufzuhalten… richtig cool halt..

Ausgehen beschränkt sich hier eher auf Restaurants, Bars und Pubs. Aber nicht mal überall bekommt man Alkohol. Alle Bars brauchen eine gesonderte Lizenz, um Alkohol auszuschenken. Wenn diese nicht vorhanden ist, gilt oft „BYO“ was bring your own bedeutet. Und ja, man darf tatsächlich seinen eigenen Alkohol mitbringen und diesen vor Ort verzehren. In der Regel zahlt man dem Wirt 2$ für ein Glas. Das lohnt sich vor allem, wenn man Geld sparen will, denn die Getränke in Restaurants sind sogar noch teuerer als in den Shops, wo es schon ziemlich teuer ist! Bleibt also mehr Geld für Speisen 😉

Viele Aucklander gehen mit ihren Freunden und Arbeitskollegen auf „After-Work-Drinks“ aus, was bedeutet, dass die Lokale selbst in der Woche spät abends hoffnungslos überfüllt sind und man häufig auf einen freien Tisch warten muss.

Wenn man so gar nicht auf das typisch europäische Clubleben verzichten kann, muss man nach Hostels mit hauseigenen Clubs Ausschau halten. Die sind meistens im Keller, recht teuer und etwas heruntergekommen, aber wirkliche Alternativen gibt es nicht 😉 Das „Base-Hostel“ in Auckland hat zum Beispiel einen Club im Keller.

Achtung bei Alkohol in der Öffentlichkeit

In Neuseeland gibt es jede Menge „alcohol-ban-areas“. Das sind überwiegend öffentliche Orte wie in Städten, Parks, Spielplätzen, andere öffentliche Einrichtungen. Sich mit einem Bier in einen Park zu pflanzen und die Abendsonne mit Freunden zu genießen ist bei uns in der Regel kein Problem. Hier sollte man das aber nicht riskieren, denn es können Strafen bis zu 200$ drohen, wenn man erwischt wird. Generell darf man ab 18 Jahren Alkohol kaufen. Ein Mindestalter für den Konsum gibt es aber in Neuseeland nicht. Achtung: Gewöhnlich zählt nur der Reisepass als Altersnachweis und nicht der Personalausweis!! 

 

Wohin in Auckland?

Es gibt einige Viertel in Neuseeland, die bekannt für ihre Restaurant- und Barszene sind:

Britomart – das Viertel neben dem gleichnamigen Hauptbahnhof ist erst in den letzten Jahren entstanden und gehört zu den angesagtesten Gegenden zurzeit. Die früher als Lagerhäuser dienenden Gebäude sind umgebaut worden und man findet dort heutzutage viele Luxusboutiquen und alternative Restaurants, Cafés und Bars. Mein Favorit ist „The Store„. Leider sind die Öffnungszeiten nicht besonders lang (nur bis späten Nachmittag), daher lohnt es sich eher hier zum Lunch oder zum Kaffee trinken herzukommen. Empfehlen kann ich hier den Matcha-Latte und den Salat mit Mozzarella Käse.

Viaduct – liegt quasi um die Ecke des Britomarts Viertels und ist bekannt für die vielen Bars mit einer tollen Aussicht auf den Hafen mit seinen Luxus-Yachten. Hier ist es auch unter der Woche immer sehr sehr voll! Meine Favoriten sind Dr. Rudis – hier gibt es die leckersten Pizzen (auf jeden fall die Chicken & Bacon Pizza mit karamellisierten Zwiebeln probieren, so gut!!!) und Share-Platten für mehrere Personen, sowie eine leckere Auswahl an Weinen und Cocktails! Wenn man Glück hat, bekommt man Plätze auf der Terrasse und hat eine tolle Aussicht auf den Hafen! Vor allem bei gutem Wetter ein Traum! Direkt unter Dr. Rudis befindet sich „The Nightingale„. Auch hier gibt es super leckere Weine und Cocktails, Biere und andere Getränke sowie sehr leckere Burger und weitere Gerichte. Trotz der guten Lage nicht allzu überteuert!!

North Warf– Wenn man vom Viaduct über die kleine Brücke spaziert ist man im North Warf Viertel. Hier befinden sich in alten Fischerschuppen die angesagtesten Restaurants mit toller Atmosphäre. Hier waren Hanjo und ich zum Beispiel im „Marvel Bar & Grill„. Besonders lecker ist der „coconut mojito“ und das Knoblauch-Baguette! Egal für welches Restaurant man sich hier entscheidet (es befindet sich eine lange Reihe mit ausschließlich Cafés und Bars und Restaurants) sollte man auf jeden Fall eine Jacke abends mitnehmen, da man so nah am Wasser sitzt und der Wind immer so schön herüber weht 😉 Kann also etwas kühl werden abends.

Ponsonby– Ein weiterer sehr lebendiger Abschnitt mit Bars und Restaurants ist Ponsonby. Hier gibt es von Italienisch über chinesisch bis hin zu veganer Küche alles was das Herz begehrt! Gute Kritiken habe ich bis jetzt über das „Prego“ (italienisch) gehört, habe es aber noch nicht geschafft dort mal hinzugehen.

Waiheke Island – Gut zugegeben es ist nicht ganz das Auckland Zentrum und man muss nochmal ordentlich Geld für die Fähre hinblättern. Aber hier auf Waiheke Island (was offiziell zu Auckland gehört) gibt es unzählige preisgekrönte Boutique-Weingüter mit den leckersten Speisen und Getränken! Bis jetzt war ich nur im „Cable Bay„. Von dort hat man eine tolle Aussicht auf die Skyline von Auckland. Also Freunde schnappen, Hot Seat Deal für 10$ nach Waiheke Island buchen und sich gemütlich auf die Sitzsäcke auf der Rasenfläche des Weinguts legen und ein Glas Wein beim Sonnenuntergang genießen!!

 

Let’s talk about: Lifestyle in der Sparversion

Zuhause habe ich es geliebt regelmäßig in Restaurants essen zu gehen, in Hamburg oder Lübeck shoppen zu gehen oder auch hin und wieder ins Kino, um einen Film zu schauen. Doch das mit einem AuPair-Gehalt, mit dem man reisen möchte? Geht auch, man muss nur wissen wie!

 

Essen gehen:

Tatsächlich ist in Neuseeland das Essen gehen unfassbar teuer, es sei denn man beschränkt sich auf Fish&Chips, doch das ist zumeist super fettig und liegt mir jedes Mal schwer im Magen. Und sind wir mal ehrlich: fancy und schick essen gehen ist irgendwie auch etwas anderes 😉

Die Lösung? Night Markets! Die gibt es überall verteilt in neuseeländischen Städten und finden regelmäßig statt. Das sind Märkte mit vielen Ständen und Foodtrucks auf denen überwiegend asiatische Gerichte angeboten werden. Zusätzlich gibt es dann auch immer noch etwas größere Night Markets, die sehr zentral stattfinden und mit DJ, Tanzfläche, Cocktails und netter Beleuchtung ausgestattet sind. Mein liebster war bisher der Auckland Night Noodle Market hier. Natürlich kann man hier auch ein Vermögen lassen, aber wenn man sich auf ein oder zwei Sachen beschränkt und noch ein oder zwei Drinks sich leistet, dann sind die Kosten auf jeden Fall überschaubar und man hat einen unvergesslichen Abend!

 

Kino:

Kino kann hier ganz schön ins Geld gehen, tut es ja in Deutschland schon, wenn man z.B. an das Cinemaxx denkt. Wer sich allerdings eine Vodafone Simkarte holt kann auf tolle Friday Deals hoffen, bei denen auch immer Kinotickets für 11$ in ausgewählten Kinos (jeder Film, jeder Tag) angeboten wird. Kino zum halben Preis – da ist dann ja gleich auch noch das Popcorn drin 😉

 

Events:

In Auckland gibt es einige Bars, die hin und wieder tolle Event schmeißen mit Häppchen, Cocktails, DJ, Tanzfläche, Rooftop-Pools inklusive pinken Flamingos und jeder Menge Lichterketten. Oft ist der Eintritt sogar kostenlos und man muss nur die Speisen und Getränke vor Ort bezahlen. Aber wenn man einfach mal mit Freunden etwas tanzen gehen möchte und nur ein Glas Wein trinkt, dann ist das die perfekt Alternative auf fancy Events zu gehen ohne viel Geld auszugeben. Checkt einfach mal die Facebook-Veranstaltungen in und um Auckland – ihr werdet mit Sicherheit fündig 😉

 

 

 

 

 

Personal Travelguide: Taupo 3.0 & Extreme Swing

Wie bereits schon in meiner monthly review vom Februar angekündigt, ging es für uns zum dritten Mal nach Taupo – alle guten Dinge sind schließlich drei 😉 Wobei ich nicht ausschließen will, dass es kein viertes oder fünftes Mal geben wird 🙂

Hanjos bester Freund und seine Freundin Jasmin sind nach Neuseeland für zwei Wochen gereist, da sie grade Semesterferien haben. Natürlich mussten wir uns mit ihnen treffen und so haben wir uns für Taupo entschieden. Und obwohl wir schon das dritte Mal dort waren, haben wir so viele neue Sachen gemacht, zu denen wir vorher noch keine Möglichkeit hatten. Es hat sich also mehr als gelohnt, an diesen wunderschönen Ort zurückzukehren!!

Während Alex und Jasmin schon Freitag Abend in Taupo angekommen sind, konnten wir erst nach unserer Arbeit losfahren und haben wieder ein Zwischenstopp an unserem allerliebsten Campingplatz/Parkplatz gehalten für die Nacht (Te Kauwhata Domain) und sind am Samstag morgen ganz früh nach Taupo aufgebrochen. Gegen halb elf haben wir uns mit den Beiden am Campingplatz „Reids Farm – Hipapatua Reserve“, der kostenlos ist und direkt am Waikato River liegt, getroffen. Da wir dieses Mal mit zwei Autos hatten, haben wir beschlossen den Waikato River mit einer Luftmatratze zu erkunden. Das haben Hanjo und ich nun schon die letzten beiden Male bei so vielen Leuten beobachtet, wie sie am Anfang des Flusses sich auf eine Luftmatratze mit ihrem Sonnenhut und ihrem Bier gelegt haben und dann auf dem Fluss entlang gerieben sind. Da der Waikato River eine ziemlich starke Strömung hatte, ging das total prima und man musste nichts machen. Einfach zurücklehnen und die Natur genießen. Unser Auto haben wir also am Campingplatz gelassen, der gleichzeitig auch unser Endziel war (letzter Ausstieg vor den Huka Wasserfällen). Mit Alex und Jasmins Auto ging es dann zu unserem „Startpunkt“, dieser befand sich vor der Bungy Jump Anlange and der „Waikato Road“. Dort sind wir dann zu viert mit unserer großen Luftmatratze (15$ von K-Mart) losgetrieben. Vorbei an der Bungy Jump Plattform, wo man perfekt die Leute beobachten kann, die sich kopfüber ins Wasser stürzen 😉 und weiter an ein paar Felsen, von denen man Klippenspringen machen kann. Man ist eine gute halbe bis Dreiviertel Stunde unterwegs (würde ich jetzt mal so schätzen) bis man zu den Hot Pools kommt. Dort haben wir einen Zwischenstopp zum Aufwärmen eingelegt, denn das Flusswasser ist doch selbst im Sommer a***kalt. Von den Hot Pools zum Campingplatz sind es nur noch 5-10 Minuten auf der Luftmatratze. Dort muss man doch auch wirklich raus, sonst gehts weiter zu den Huka Fällen !! Das erste Mal haben wir jedes Mal Panik bekommen, wenn wir zu nah an den Rand gesteuert sind, auf Felsen zu oder das Wasser flacher wurde. Die Jungs mussten immer ins Wasser springen und uns wieder auf Kurs bringen 😉 Was aber, wie später festgestellt, völliger Schwachsinn ist, denn die Strömung fließt um alle Hindernisse herum und selbst wenn man erst in letzter Sekunde die Richtung ändert, muss man einfach entspannt bleiben und darauf vertrauen nicht zu kentern 😀

Nach unserer Floatingtour auf dem Fluss sind wir in die Innenstadt gefahren, um einzukaufen und haben noch etwas bei dem Iron Man 70.3 (eine „abgespeckte“ Version des richtigen IronMans) zugeschaut, der an diesem Wochenende in Taupo stattfand, und saßen noch eine Weile am See.

Abends haben wir es uns dann ganz gemütlich auf dem Campingplatz gemacht und zur Feier von Hanjos 20. Geburtstag gab es Burger!!! Yumm!!! Die Aktion haben wir schon etwas gefeiert, zumal alle um uns herum typisches Backpackeressen wie Instant Nudeln, Thunfisch aus der Dose und Toastbrot gegessen haben und wir uns einfach mal Burger gemacht haben und dazu Wein und Bier getrunken haben – man gönnt sich ja sonst nichts 😉

Abends ging es dann nochmal an den Fluss runter und die Jungs haben „Tarzan“ gespielt.

Am nächsten Morgen stand für uns etwas ganz besonderes auf dem Programm: Cliffhanger – Neuseelands Extreme Swing! Das haben Hanjo und ich nun schon so lange vorgehabt und es endlich gemacht!! Man startet von der Bungy Plattform am Waikato River und statt sich kopfüber herunterzustürzen, sitzt man in einer Schaukel und schwingt nach dem freien Fall in luftiger Höhe hin und her. Wir haben einen Deal auf „bookme.com“ gefunden und mussten „nur“ 99$ pro Person zahlen, was immer noch sch*** viel Geld für die paar Minuten ist, aber es hat sich allemal gelohnt. Wir hatten den Spaß unseres Lebens und ich habe wirklich aus vollem Herzen lachen müssen!! Vor allem die ersten Sekunden des freien Falls waren der Wahnsinn – man hat sich total schwerelos gefühlt!! Ich würde es jederzeit nochmal machen!!

 

Auch Alex und Jasmin haben sich in die Schaukel gesetzt und somit hatten wir alle ein echt tolles Erlebnis 🙂 Danach haben wir beschlossen gleich nochmal eine Runde auf dem Waikato River mit unserer Luftmatratze zu drehen. Diesmal sind wir viel entspannter an die Sache heran gegangen und nicht jedes Mal panisch von der Matratze gesprungen, um gegen die Strömung zu paddeln … sonder haben uns einfach treiben lassen und es klappte ganz wunderbar !

Nach einem kurzen Abstecher zu den Huka Falls (nicht mit der Luftmatratze) mussten wir uns leider verabschieden und während Alex und Jasmin weiter nach Hobbiton gereist sind ging es für uns zurück nach Auckland in den Alltag. Alles in allem war es ein wunderschönes Wochenende und wir hatten unfassbar viel Spaß!!

AuPair-Küche: gefüllte Zucchini mit geschmolzenem Käse

Jetzt kam schon lange kein Beitrag mehr zu den Gerichten, denen ich den Jungs vorsetze. Am Anfang habe ich ja mehr erzählt, dass ich den Jungs immer versuche unbemerkt Gemüse ins Essen zu schmuggeln, wie z.B. bei der Spinatsoße. Ein weiterer Trick, denn ich anwende: (Fast) alles mit Käse überbacken. Jetzt nicht so richtig viel und fettig, aber die beiden müssen nur den Käse sehen und schon sind sie überzeugt von der Mahlzeit 😉

Die Liebe zu Käse ist sogar so groß, dass ich ihnen ausschließlich Gemüse (mit käse natürlich) vorsetzen kann. Das nenn ich mal bedingungslose Liebe 😛

Hier also gefüllte Zucchini:

1 Person:

  • 1 Zucchini
  • verschiedenes Gemüse nach Wahl (z.B. 1 Pilz, geriebene Karotten, Süßkartoffel, Zwiebel, Erbsen, Mais,..)
  • Mozarella Käse (anderer Käse funktioniert auch)
  • 2 TL Quark oder Hummus
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl
  1. Die Zucchini waschen und halbieren und den weicheren Teil in der Mittel mit einem Löffel herausheben und klein schneiden/zerdrücken und diesen in eine kleine Schüssel geben.
  2. Die Zucchini mit etwas Olivenöl einreiben und auf ein Backblech legen (am besten mit Backpapier, damit sie nicht festklebt).
  3. Das andere Gemüse fein hacken (ich habe nur Zwiebeln und Pilze hinzugefügt) und ebenfalls in die Schüssel geben.
  4. 2TL Hummus/Quark hinzufügen. Die Masse vermengen und gut mit Salz und Pfeffer würzen.
  5. Die Masse in die ausgehöhlte Zucchini geben, Käse überstreuen und für ca. 15-20 Minuten bei 250 Grad im Backofen (Umluft) backen.

Lässt sich so essen, oder als Beilage zu Fleisch :). Die Gemüsesorten können variieren, einfach mit allem fühlen, was schmeckt 😉

Guten Appetit! 🙂